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31.10.1902 Erstes Blatt
 
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habe er gemerkt, daß er hintergangen worden sei. Er habe in der Affaire nicht intervenieren können, ehe nicht ein Gerichtsbeschluß vorlag. Die Versammlung nahm eine Tagesordnung an, nach welcher die Polizei den städtischen Behörden unterstellt werden soll.

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Deutscher Reichstag.

Abstimmung über Abs. 2 und Beratung des Abs. 3. 207. Sizung. CB. Berlin, 30. Oktober.

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In der heutigen Sigung erfüllte das Haus zunächst einen Akt der Pietät, indem es das Andenken des gestern verstorbenen Zentrumsabgeordneten Brandenburg durch Erheben von den Pläßen ehrte. Dann wurde in namentlicher Abstimmung§ 1 Abs. 2 des Zolltarifge­setzes mit 158 gegen 128 Stimmen angenommen. Bei dem Abs. 3, dessen Beratung nurmehr begann, handelt es sich um die Bestimmung Daß auf Greu

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chlüsse de verkway Zollbefreiun gen- Crmäßignage Amendung finden sollen, sowi Luß der Bundesrat nahmen vorschreibt, die der spä teren Zustimmung ves stages igen. Da gleiche soll für die Grze der deutscher Scha gebiete gelten." Zollaussche sind die in den deutschen Freihäfen einlaufenden Güter, die bei dem Uebergang in das Zollgebiet die tarismäßigen Zollgebühren tragen müssen. Hierzu liegt ein Antrag Albrecht( Soz.) vor, die Bestimmungen über die Befugnis des Bundesrats, Ausnahmen vorzuschreiben, zu streichen. Der sozialdemo­fratische Abg. Molkenbuhr erblickt in dem Recht des Bundesrats, Ausnahmebestimmungen zu treffen, eine Be­nachteiligung der an den Freihäsen liegenden Handels­städte und derselben Ansicht ist der Abg. Frese von der freisinnigen Vereinigung, während der Schazsekretär v. Thielmann darauf hinwies, daß ohne dies Aus­nahmerecht dem Reiche die Möglichkeit fehle, unter Um­ständen einen Zollkrieg mit anderen Staaten durchzufüh­ren. Seine Bemerkung, daß die Bestimmung mit Zu­stimmung der Hanseatischen Vertreter geschaffen wurde, beranlaßte den Abg. Dr. Barth dazu, die hanseatischen Bundesratsbevollmächtigten zu einer Aeußerung aufzu­fordern, und Frese meinte, die kleinen Staaten könnten im Bundesrat überhaupt nicht ihren Willen so durch­setzen, wie die großen, eine These, die wohl niemand be­Streiten wird. Dr. Spahn, des langen und ausufern­den Geredes müde, verlangte Ablehnung des Antrags Albrecht und Annahme des Regierungsantrags, was von Dr. Paasche unterstützt wurde.

In der namentlichen Abstimmung wurde der Antrag Albrecht mit 192 gegen 86 Stimmen abgelehnt und sodann der Rest dieses Abschnittes ohne Erörterung genehmigt. Es folgte die Beratung über den von der Kommission neu­eingeführten§ 1a, der folgenden Wortlaut hat: In jedem Steuerdirektionsbezirk ist eine Behörde zu errichten, die auf Verlangen über die Zolltarissäge Auskunft zu geben hat, zu welchen bestimmte Waren im deutschen Zollgebiet zu­gelassen werden.

Der Antrag wurde nach einer Empfehlung durch den sozialdemokratischen Abg. Heine angenommen. Es folgte die Beratung des von den Abgg. Albrecht u. Gen. und Dr. Barth( freis. Vereinigung) beantragten§ 1b gegen die Trusts und Syndikate. Nach den An­trägen soll dem Bundesrat die Verpflichtung bezw. die Befugnis erteilt werden, die Zölle für vom Ausland eingehende Waren aufzuheben, falls die Waren deutscher Syndikate im Ausland billiger verkauft werden als im In­land. Abg. Bernstein bekannte sich in seinem Vortrage als ein Gegner aller Syndikate und Trusts, weil diese die Tendenz hätten, die Arbeiter noch abhängiger zu ma­chen, als sie schon sind. Die Rechte aber zeige fich in

Die Wahlmännerwahlen

haben außer den gestern bereits gemeldeten Resultaten noch folgende ergeben:

Buzbach. Landtagsabgeordneter Jouz ist wieder­gewählt. Alsfeld. Der freisinnige Rechtsanwalt Reh fiegte gegen den parteilosen Lehrer Rudolf.

In Obermörlen wurden 4 Centrumswahl männer gewählt.

Friedberg. Der bekannte nationalliberale Gegner des direkten Wahlrechts Jöckel unterlag mit 345 Stimmen gegen den freisinnigen Beigeordneten Damm, auf welchen 379 Stimmen entfielen. Centrum und Sozialdemokratie führten den Sturz Jöckels herbei. Weinolsheim. Hier wurde ein Wahlmann zu Gunsten der Kandidatur Jos. Senfter gewählt. Worms. Die zur Wiederwahl des seitherigen Abgeordneten Reinhart( nat.) aufgestellten Wahlmänner wurden mit 1091 Stimmen gewählt.

Lampertheim. Die Wiederwahl des seit herigen Abgeordneten Seelinger( natl.) erscheint gesichert. Pfeddersheim. Die Wiederwahl des national­liberalen Abg. Mödlinger ist gesichert.

Oppenheim. Die Wiederwahl des Alt- Bürger­meisters toch ist zweifelhaft.

Unter- Schönmatten wag. Hier wurden ein­stimmig als Wahlmänner gewählt: Pfarrer Thomas und Bürgermeister Becker.

dem Major von Wachter, Eisenbahnlinien- Kom­missar im Generalstabe der Armee, das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Major Grafen von Schweinig und Krain Frhrn. von Kauder, Adjutanten der Inspektion der Feld- Artillerie, dem Hauptmann von kleinschmit, Adjutanten der 31. Division, dem Hauptmann a. D. Metzke, seither bei dem Inf.- Reg. Großherzogin Nr. 117, dem Hauptmann Thorbeck, Mitglied der Gewehrprüfungs- Kommission, dem Hauptmann Frhen. Schend zu Schweins­berg im Großen Generalstabe und dem Frhrn. von Wangenheim, Adjutanten der 21. Feld- Artillerie­Brigade; das Ritterkieuz 2. Klasse desselben Ordens; dem Rittmeister Meister, Oberquart ermeister- Ad­jutanten, seither im 2. Großh. Dragoner- Regiment ( Leib- Drag.- Reg.) Nr. 24, dem Oberleutnant Reinicke, Adjutanten der 6. Inf.- Brigade, und dem Oberleutnant Milchling von Schönstadt, Adjutanten der 14. Inf.- Brigade.

Darmstadt. Für die Kandidaten der national­liberalen Partei Morneweg u. Buff 1823, für die Kandidaten der vereinigten sozialdemokratisch- freisinnigen Partet Langenbach und Seng 1829 Stimmen.- Lezzt­Lett­genannte haben damit einen knappen Sieg errungen. Hauptursache daran ist wohl die Stimmenenthaltung der Centrumspartei.

Giessener Cagesneuigkeiten.

** Der Großherzog wird Samstag, 1. November, weder Audienzen erteilen noch Meldungen und Vorträge ent­gegennehmen.

** Der Großherzog hat nachstehenden, aus dem Verbande der Großherzoglichen Division geschiedenen Offizieren verliehen: Das Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmütigen:

** Der Großherzog hat den auf die evan­gelische Pfarrstelle zu Wölfersheim, Dekanat Hungen, präsentierten Pfarrer Friedrich Cloh zu Schwickarts­hausen für diese Stelle bestätigt und dem Pfarrer Wilhelm Fischer am Landeszuchthaus Marienschloß die evangelische Pfarrstelle zu Nierstein übertragen.

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In der letzten von uns gebrachten Schöffen­gerichtssigung fand u. A. eine Verhandlung gegen den Gastwirt Wilhelm Fischer statt. Wir werden ersucht, mitzuteilen, daß fragl. Wilhelm Fischer, in der Dammstraße hierselbst wohnhaft, mit dem Besitzer des Felsenkellers in der Bahnhofstraße nicht identisch ist.

§ Bauſupernumerare. Die Zahl der in der allge­meinen Bauverwaltung zu beschäftigenden Bausuper­numerare ist erfüllt. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat daher angeordnet, daß solche einstweilen nicht mehr einzuberufen sind.

** Heuchelheim wird demnächst, infolge des Todes des Herrn Rendant Grüneberg, einen neuen Gemeinde­rechner zu wählen haben. Man hat ja schon einige qualifizirte Herren für diesen Posten in Aussicht, aber wie das so geht, der eine ist für diesen, der andere für jenen. Hoffentlich einigt man sich auf die rechte Person. ** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich berfolgt: der Arbeiter Johann Goralzik aus Theresienwalde wegen Körperverlegung, Knecht Hermann Weide aus Kaffel wegen Diebstahls 2c, Gärtner Anton Seidel aus Spiegelberg wegen Betrugs, der Arbeiter Peter Weber aus Schriesheim wegen Körperverlegung 2c., sämtlich von der Staatsanwalt schaft Gießen; der Zwangszögling Heinrich Schäfer aus Klein- Linden wegen Entweichens vom Kreisamt Gießen.

** Zur Herbstzeit im Vogelsberg. Macht man auch jetzt bei dieser herbstlichen Stille einen Gang durch den Oberwald, so ist es für den Kenner, für den Ein­heimischen, und ganz besonders für den Fremden immer noch ein Genuß, eine Tour durch seine Gründe, über seine Höhen zu unternehmen. Die herbstliche Stille möchte manchen Wanderer zur Melancholie stimmen, wenn nicht jetzt zu dieser Jahreszeit ihm so manche an­genehme Abwechslung durch die Natur bereitet würde; die Laubbestände prangen in gelblich- rötlichem Farben­schimmer; hier und da äugt, wie der Jäger sagt, ein Reh aus dem Dickicht oder äst" auf den noch grünenden Grasflächen und Schneußen; der Hase macht seine Männchen" und bewegt die Löffel" oder der schlaue, stets auf Raub ausgehende Reinecke lugt aus dem Dickicht und schleicht dann, wenn er sicher vor Verfolgung ist, quer vorüber, die lange Ruthe" nach­schleifend. Das alles gewährt dem Wanderer Abwechs­lung und erhält ihn in Spanung, wenn er auf den schönen, vom besten Material, dem Basalt, gebauten Straßen vergnügt dem Taufstein und Hohenrodskopf mit seinem, auch jetzt noch an Samstagen geöffneten Clubhause, wo er nebst Anderem vor Allem einen duftenden Mokka erhält, zusteuert. duftenden Moffa erhält, zusteuert. Selbst zur späten Abendstunde, wenn die Nacht schon ihre Herrschaft an­getreten, sind die Oberwaldstraßen immer noch durch Holzfuhrwerk belebt. Von den Höhepunkten eröffnet sich an hellen Tagen, fast mehr als im Frühling und Sommer, eine prächtige Fernsicht; ein lebendes Pano: rama liegt vor einem, die nahe gelegenen Dörfer und die der Wetterau bis zum Spessart, Taunus, Odenwald und Dünsberg und vom Taufsteingerüst aus zur Rhön, dem hessischen Hügellande bis zum Inselsberge erblickt der Wanderer. So ist der Wechsel der Jahreszeit dem für Naturschönheiten Gingenommenen immer reizvoll. Bei allen Wandlungen des schönen Oberwaldes, eine Perle Hessens, weiß der Eingeweihte die Schönheiten des genannten Waldes zu schäzen und zieht eine zeit weise Tour nach demselben dem häufigen Einsißen oft in schwüler, abspannender Stubenluft vor und fehrt, die Lungen durch die reine Gebirgsluft gestärkt, das Blut erfrischt, wieder zu seinem schaffensreichen Beruf in seiner Geschäftsstube mit größerer Freude und Arbeitslust zurück. Also hinaus wenn es Zeit und Umstände erlauben auch zu dieser Jahreszeit!

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Aus Hessen und nachbargebieten.

** Darmstadt, 30. Oft. In Beir ff der Neuordnung des Rangierens usw. der Orden und Ehren zeichen ist folgende Allerhöchste Verordnung erlassen worden.

Unter Aufhebung der Vorschriften vom 10. November 1894 in B.zug auf den Rang und das Tragen der Groß­herzoglichen Orden und Eh enze chen, bestimme Ich, daß die selben in nachfolgentec Weise zu rangieren haben:

1. Goldener Löwen Ordin. Großkreuz des Ludewigs­

Ordens.

2. Großkreuz des Philipps Ordens mit der Krone.

3. Kommandeurkreuz I. Klasse des Ludewigs- Ordens Großkreuz des Philpps- Ordens.

4. Komturkreuz I. Klasse des Philipps- Ddens mit der Krone.

5. Kommandeurkreuz II. Klasse des Ludewigs- Ordens. Komturkreuz I. Klasse des Philipps- Ordens."

6. Komturkreuz II. Klasse des Philipps- Ordens mit der Krone.

7. Ritterkreuz I. Klasse des Ludewigs- Ordens. Komtur­freuz II. Klasse des Philipps Ordens.

8. Ehrenkreuz des Philipps- Ordens. Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft, Industrie- und Land­wirtschaft.

9. Ritterfreuz I. Klasse des Philipps- Ordens mit der Krone. Militär- Verdienstkreuz. Militär- Sanitäts­

freuz.

10. Ritterkreuz II. Klasse des Ludewigs- Drdens. Ritter­freuz I. Klasse des Philipps- Ordens.

11. Ritterkreuz II. Klasse des Philipps Ordens mit der Krone. Militärdienst- Ehrenzeichen, sowie Hofdienst­Ehrenzeichen für 50 Diensjahre.

12. Ritterfreuz II. Klasse des Philipps. Ordens. Tapfer­feits Medaille. Rettungs- Medaille.

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Goldene Ver dienst Medaille des Ludewigs- Ordens. Verdienst­Medaille während der Wasseinot 1882/83. Silberne Verdienst- Medaille für Wissenschaft, Kunst, Industrie und Landwirtschaft.

13. Silbernes Kreuz des Philipps- Ordens mit der Krone. 14. Silberne Verdienst- Medaille des Ludewigs- Ordens. Silbernes Kreuz des Philipps- Ordens.

15. Allgemeines Ehrenzeichen. Militärdienst- Ehrenzeichen, sowie Hofdienst Ehrenzeichen für 25 Dienstjahce. Erinnerungs- Medaille. Vermählungs- Medaille.

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16. Felddienstzeichen. Militär shes Erinnerungszeichen an Seine Königliche Hoheit Großherzog Ludewig I. Von den unter derselben Nummer aufgeführten Orden und Ehrenzeichen hat die zuletzt verliehene Dekoration den Vorrang.

Darmstadt, den 6. September 1902.

gez. Ernst Ludwig.

v. Lich, 29. Oft. Heute hat der Unterricht der obligatorischen Fortbildungsschule begonnen. Er wird von 4 Lehrern in 2 Abteilungen an den Mittwoch­und Samstag- Nachmittagen erteilt. Die Zahl der Unterschriften, die von Freunden des Bürgermeisters Heller für ein Begnadigungsgesuch an den Landes­fürsten gesammelt worden sind, soll 400 betragen. Auch Polizeidiener Schmidt, der wegen Betrugs mit Ge­fängnis bestraft ist, soll ein Gnadengesuch eingereicht haben.

** Vom Main, 30. Oft Auf dem Weilbacher Eisen­werk bei Miltenberg geriet der Arbeiter Jofeph Löffler in der Thoreinfahrt zur Gießerei zwischen einem stywer be­ladenen Wagen und einen Pfeiler. Löff er wurde tot gedrückt. Homburg v. d.., 30. Oft. Regierungsassessor Ebbingshaus wurde vom Minister des Innern mit der fommissarischen Verwaltung des Landratsamtes als Nach­folger des Herrn v. Meister vom 1. Januar 1903 ab be­auftragt.

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** Darmstadt, 29. Oftober.( 6. Evangelische Landessynode.) Die vom Präsidenten Professor D. Stamm Gießen eröffnete Sigung um 9 Uhr 20 Minuten wurde mit einem Gebet des Pfarrers Jost von Bechtheim eingeleitet. Die Wahl eines Ersatz­mitgliedes für den dritten Ausschuß fällt auf Pfarrer Lühl- Nieder- Eschrach. In den Synodalausschuß wird Rechtsanwalt Dr. Lucius- Mainz gewählt. Als Mit­glied des Disziplinargerichtshofes fam Realschuldirektor Dr. Gerhard- Michelstadt zur Wahl. Sodann wurden als Mitglieder des Ausschusses der Luther- Stiftung Prof. D. Stamm- Gießen und Pfarrer Schloffer- Gießen gewählt. Zur Kommission für Prüfung des Kirchen­buches werden durch Zuruf gewählt Prof. D. Stamm= Gießen, Defan Stamm- Stockstadt, Pfarrer Fink­Zwingenberg, Pfarrer Weber- Lich, Landgerichtsrat Dornseiff- Gießen, Lic. Ed, Pfarrer in Offenbach, und Lic. Eger, Professor in Friedberg. Es folgt die Beratung über die Vorlage Großh. Oberkonsistoriums, die Verhältnisse und Zustände der evangelischen Landes­firche in der Synodalperiode 1895-99 betreffend. Den Bericht hierüber erstattete in eingehender Weise Direktor D. Weiffenbach Friedberg. An der Aussprache über den Bericht beteiligten sich Oberkonsistorialpräsident Buchner, Prälat D. Walz, Pfarrer Lic. Eck( Offenbch), Pfarrer Wahl( Langen), Pfarrer Jost( Alsheim), Ober­konsistorialrat D. Flöring, Pfarrer Walter( Worms), Pfarrer Weber- Lich und Rechtsanwalt Dr. Lucius ( Mainz). Hiermit ist die Besprechung zu Ende.

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nn. Darmstadt, 30. Oft. Die Abreise des Prinzen Heinrich nach Kiel findet voraussichtlich am 4. oder 5. No­vember statt, Prinzessin Heinrich mit den prinzlichen Kindern wird noch hier verweilen. Größfürst und Großfurstin Sergius werden Ende nächster Woche auf einige Tuge nach Paris reisen und wieder hierher zurückkehren.

nn. Darmstadt, 29. Oktober. Sehr überraschend für hiesige Kreise kommt die Nachricht von der plöglichen zur Dispositionsstellung des Obersten Rüd von Collen­berg, Commandeur des Leibg. Inf Regiments Nr. 115. Derselbe war über zwei Jahre Commandeur des Re­giments und erfreute sich sowohl in Militär- wie in Civilfreisen großer Beliebtheit. Er ist zum Commandeur des Landwehr- Bezirks Hannover ernannt worden. Ein­geweihte Streise vermuten hinter dieser Aenderung die Folgen von persönlichen Differenzen, die mit dem Sohne Regiment diente, aber aus verschiedenen Gründen ab­eines früheren Divisions- Commandeurs, der im hiesigen gehen mußte, jetzt Kaufmann im Ausland sein soll, wird sehr bedauert. Zu seinem Nachfolger ist Herr zusammenhängen. Der Weggang des beliebten Offiziers Oberstleutnant von Besser, Commandeur des Garde­jägerbataillons ernannt worden.

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