die Königin Olga von Griechenland in Gefahr geriet, wurde dadurch herbeigeführt, daß durch die Unachtsam feit eines Weichenstellers dem einfahrenden Zuge ein zurückdrückender Rangierzug in die Flanke fuhr. Die Königin und ihr Gefolge wurden mit großer Heftigkeit von den Sitzen geschleudert. Der Weichensteller nicht wie es zuerst hieß der Stations Vorsteher ist entflohen. Der Stationsvorsteher wurde verhaftet.
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Eine heitere Kleinbahngeschichte wird aus dem Spreewald erzählt. Auf der Lübben- Kottbuser Kleinbahn wollten zwei junge Leute, eine Wendin und ein Landmann aus Bylen bei Burg in Werben den Zug besteigen. Da dieser bereits abgefahren war, entschlossen sich die beiden jungen Leute, um den Zug später in Burg noch zu erreichen, einen Dauerlauf zu unternehmen. Die Passagiere des dahinrollenden Buges, die das Vorhaben der Beiden in Werben bemerkt hatten, sahen zu ihrem Erstannen, daß, als der Zug eben in Burg einfuhr, gleichzeitig auch jenes Bärchen, allerdings etwas außer Atem, aber doch in voller Munterfeit, angelangt war und alsbald einstieg. Die Beiden hatten also den Chausseeweg verhältnismäßig schneller zurückgelegt, als der Zug seine Strecke auf den gatten Schienen zu durchm ssen vermochte.
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Lassen Sie mich leben! Als wahre Geschichte aus der kleinen Residenzstadt Sch." wird berichtet: Zwei luftige junge Leute kommen Abends recht angeregt in ihr Hotel zurück und geraten in ein verkehrtes Zimmer.
Bei ihrem Eintritt erhebt sich eine bleiche weibliche Ge
dem Winter- Semester seine Vorlesungen einzuschränken. Zu seiner Entlastung wurde Professor Wilhelm Windelband aus Straßburg nach Heidelberg berufen. Derselbe hat den Ruf bereits angenommen.
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Nr.
Ибокиет
wohnungen befindet, und da ich glaubte, daß es sich um Mannschaften handelte, ging ich nach der Stelle hin, fand jedoch, daß es Offiziere waren, welche sich den Leutnant Gregson vorgenommen hatten. Sie jagten den Unglücklichen mit ihren Reitpeitschen um den Kasernenhof, wobei sie sich einer sehr schlechten Sprache bedienten. Ich hörte Redensarten: Nun Du... Jezt haben wir Dich!" und" Nimm das Du.....!" u.. w. Dann ergriffen sie Gregson und wälzten ihn auf dem Sande umher. Dann steckten sie ihn in den Wassertrog, tauchten ihn über und über ins Wasser und mehr tot als lebendig tam er aus dem Troge heraus. Dann machten sich die Offiziere nach Gregson's Wohnung auf, wo sie Alles auf den Kopf stellten. Sie zerschlugen die Fensterscheiben und schleuderten die Möbel auf den Hof. Die Stiefel warfen sie auf das Dach seiner Wohnung und verzierten die Thüren mit Matten 2c. Als Alles vorbei war, kehrte der arme Leutrant in seine Wohnung zurück und verbrachte in seinen Baletot eingewickelt eine schlechte Nacht. Seine Kameraden hatten seine ganze Ausrüstung zerstört, und am nächsten Morgen hatte er feine Uniformstücke, um zur Parade zu gehen." Leutnant Gregson ist ein ganz junger Offizier und ist erst im Februar dieses Jahres befördert worden. Er hat sich beim Regiment jederzeit als ein diensteifriger Offizier gezeigt, welcher seinen Beruf sehr ernst nimmt, und der Augenzeuge versichert, daß er nicht nur ein tüchtiger Soldat, sondern auch bei den Mannschaften außerordentlich beliebt ist. Nur die Thatsache, daß er sich von den Gelagen seiner Kameraden fern gehalten habe, sei der Grund der Abneigung der= ſelben gegen ihn. Der Berichterstatter sagt, er habe während seiner Militärzeit zwet oder drei junge Offtziere gekannt, die in gleicher Weise behandelt worden seien und den Abschied hätten nehmen müſſen. Gin junger Offizier, dessen einziger Fehler es gewesen sei, daß er aus einem Milizregiment hervorgegangen war, wäre vor ein oder zwei Jahren vorgenommen worden, aber seine Angreifer hätten den Kürzeren gezogen, da er zufälligerweise ein vorzüglicher Borer war. Leutnant Gregson meldete am folgenden Morgen die Vorfälle persönlich dem Kriegsministerium. Sein Onkel, Major Gregson, hat inzwischen mit dem Commandeur, Oberstleutnant Neeld, Rücksprache genommen. Der Com Borfall, und soweit bis jetzt bekannt ist, hat keiner der mandene erfuhr erst am nächsten Morgen von dem Bernehmungen zur Feststellung des Thatbestandes haben älteren Offiziere irgend etwas damit zu thun. Die Bernehmungen zur Feststellung des Thatbestandes haben begonnen und es ist anzunehmen, daß die Untersuchung in gründlichster Weise stattfinden wird, da König Eduard Chef des Regiments ist.
* Eine lustige Geschichte erzählte dieser Tage der bekannte französische Komponist Ernst Reyer. Er befand sich eines Abends in einem großen Londoner Theater und saß in der Loge eines Lords; in seinem jugendlichen Leichtsinn hatte er aber vergessen, den Frad anzuziehen. Er hatte kaum Plaz genommen, als ein Logenschließer in der Loge erschien, um ihm die unangenehme Mitteilung zu machen, daß er so gekleidet, wie er war, unmöglich in der Loge bleiben fönne. Reyer weigerte sich, die Loge zu verlassen; auch der Lord trat für ihn ein, aber der Logenschließer ließ nicht mit sich reden. Da band sich der Komponist des" Sigurd", unterstügt von dem edlen Lord die farb ge Kravatte los und ersetzte sie durch sein weißes Taschentuch, daß er sich um den Hals band; dann öffnete er die Weste weit, so daß das ganze Oberhemd zu sehen war, steckte mit Nadeln die Ecken seines Rockes hoch, um ihm die Form eines Schwalbenschwanzes zu verleihen, und sagte dann sarkastisch zu dem Logenschließer:" Ist es gut so?" " Ja!" antwortete dieser und verließ zufrieden die Loge. * Wien, 29. Juli. Die Pferde der Hof- Equip age, in welcher sich Erzherzog Friedrich Karl und sein Adjutant zu einer Regimentsübung begaben, wurden in der Nähe des Bahnhofes scheu und rannten gegen den Bahndamm, wo sie zu Fall famen. Trotzdem der Wagen unistürzte blieben der Erzherzog und sein Adjutant unverlegt. Zur selben Zeit wurde das Pferd des Kommandeurs des Kaiserjäger- Regiments, Oberstleutnant Baron Duerfeld, scheu und stürzte. Duerfeld wurde von einem Milchwagen, dessen Pferde ebenfalls scheu geworden waren, überfahren und erlitt mehrere Nippenbrüche. Er mußte ins Hospital geschafft werden. * Der„ Tepp". Aus Wien berichtet das Neue Wiener Journal: Der Herr Landesschulinspektor Dr. X. inspizierte türzlich die Klasse einer Mädchen- volksschule. Er ist sehr zufrieden. Das Fräulein Lehrerin kann auf die Erziehungs- und Unterrichtsresultate sowie auf das Lob des gestrengen Vorgeseßten stolz sein. Aber ganz zuletzt, als sich der Herr Inspektor eben entfernen will, ereignet sich ein fleiner Zwischenfall, bei dem sie sich leider eine pädagogische Blöße giebt. Ein Mädchen zeigt auf", doch die Lehrerin winkt ab." Ich halte es nicht für richtig, Fräulein", belehrt der Herr Landesschulinspektor mit väterlicher Milde,„ die Kinder sollen zu den Lehrfräften jederzeit unbedingtes Zutrauen besitzen, bei ihnen Verständnis und innige, ehrliche Teilnahme für alle kleinen Leiden und Anliegen voraussetzen. Wer weiß, welches Anliegen die liebe Kleine auf dem Herzen hat!( Zu dem Mädchen): Nun, mein Kind, was willst Du sagen? So sprich nur!" Die kleine weist hierauf nach ihrer Signachbarin und spricht:" I bitt', die Rainer Paula hat g'sagt: Jeßt geht der Tepp ( Dummtopf) fort!"
ſtalt von den Linnen, streckt beschwörend die Arme aus und fleht:„ Lassen Sie mich leben! Lassen Sie mich leben!- „ Warum nicht?" ruft der vorderste der jungen Leute, wendet sich zu einem Genossen und sagt: Also los, Hannes! Sie lebe- hoch! Und nochmal: Hoch! Zum dritten Male: Hoooch!"
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* Schlettſtabt, 28. Jult. Ein Jagdunfall mit tötlichem Ausgange hat sich gestern hier ereignet. Zwei Offiziere des 8. Jäger- Bataillons begaben sich frühmorgens auf die Jagd. Auf unaufgeklärte Weise entlud fich ein Gewehr und der Schuß traf den Leutnant Erich Stubenrauch in den Nacken. Derselbe war sofort to t.sgidija
Ein alter Deſerteur wurde dieser Tage in Deutsch. Oth bei Diedenhofen festgenommen. Es handelt sich um einen Mann von 65 Jahren, welcher hier einen Sohn hat. Der Mann diente im Jahre 1866 im InfanterieRegiment Nr. 70 in Saarlouis, von wo aus er desertierte und sein Seitengewehr mitnahm. Da der gegen ihn seiner Beit erlassene Steckbrief nicht zurückgenommen worden ist, mußte seine Festnahme erfolgen; doch wird man in Anbetracht der verflossenen Zeit wohl gelinde verfahren.
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Was die Polizei verbieten kann. In dem schönen Städtchen Treptow an der Rega hat die löbliche Bolizei- Berordnung folgende polizeiliche Erinnerung" dieser Tage erlassen: Bur Erhaltung des öffentlichen Anstandes, Sittlichkeit, Ruhe und Ordnung auf den Straßen werden folgende Bestimmungen der Straßen- Polizei- Drbnung:§ 46. Grobe Verstöße gegen die öffentliche Ordnung und Ruhe, gegen Sitte und Anstand auf Straßen und öffentlichen Pläßen haben augenblickliche Verhaftung und Bestrafung zur Folge. Namentlich ist lautes Singen sowie auch Schreien, besonders zur Abend- und Nachtzeit, verboten;§ 51. Dienstmädchen und andere ledige Frauenzimmer, welche im Sommer nach 11 und im Winter nach 10 Uhr Abends entweder allein oder im verdächtigen Umgang auf den Straßen, wozu auch die Anlagen zu rechnen sind, zwecklos umherstreifend betroffen werden, sollen verhaftet und bestraft werden; mit dem Hinweise darauf in Erinnerung gebracht, daß die Polizeibeamten auf das Bestimmteste angewiesen sind, in allen vorkommenden Fällen sofort und unnachsichtlich einzuschreiten." Die lieben, süßen Mädel aus Treptow an Jer Rega! Heidelberg, 29. Juli. Professor Kuno Fischer, der letter Lage seinen 78 Geburtstag feierte, beginnt mit
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London, 29. Juli. Nach einem Telegramm aus Kingston sind zahlreiche vulkanische Ausbrüche in den Schwefelgruben seit dem 21. ds. Mis. verzeichnet worden. Die Ausbrüche waren von furzen Eröſtößen begleitet. wurde der Kommandeur des 2. Artillerie- Regiments, Oberst Schischloff, wegen Defraudation und Bestechungen
verhaftet.
Mißhandlung eines englischen Offiziers durch Kameraden. Die Evening News" bringen folgende Nachrichten über | eine in Windsor in der Cavalleriekalerne am Montag vorgekommene Mißhandlung eines Offiziers durch seine Kameraden. Ein Augenzeuge schildert den Vorgang wie folgt:„ llngefähr 11½ Uhr hörte ich Geschrei von dem Rasen her, welcher sich in der Nähe der Offiziers
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Großer Waldbrand in Frankreich. Aus Oran wird gemeldet: Seit einigen Tagen stehen die Waldungen in der Umgebung von Saida in Brand. Die Hiße ist fürchterlich. Die Waldungen der Gemeinden Kerdad und Si- HamedBeygani sind vollständig zerstört, desgleichen mehrere umliegende Dörfer. Bis iezt sind bereits 3000 Heftar Wald vernichtet. Truppen sind aufgeboten, um den Brand zu bekämpfen.
* Eine große Fenersbrunst äscherte in Bilbao 20 Gebäude ein.
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* Die lieben Verwandten. Die Behörden in Barcelona entdeckten eine ältere Dame, welche seit sechs Jahren in die Tochter eines verstorbenen Arztes, welcher derselben ein einem dunklen Raum eingesperrt war. Es handelt sich um großes Vermögen hinterlassen hatte. Verwandte hielten die
Dame eingesperrt, um das Geld für sich zu verwenden.
Briefkasten.
W. Brandgasse. Stil und Inhalt Ihres ersten nah Ober- Ingelheim gerichteten Briefes bestimmten mich auf Ihre angebotene Mitarbeit zu verzichten; der zweite Brief belehrt mich, daß ich feinen Fehler gemacht habe.
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