atts gelegen und von vies fich frühzeitig als Verwaltung bis auf eben.
und Notare, sich am Orte angekauft hatten. Junge Juristen, Praftifanten" genannt, mußten an dem höchst adligen"" Gerichtshof eine dreimonatliche Station zum Abschluß ihrer juristischen Studien durchmachen und brachten auch ihrerseits mancherlei Leben in die Gerichtsstadt. Es ist ja allgemein bekannt, daß zu dieſem 3wede Goethe( 1772) und Freiherr von Stein( 1777) in Weylar weilten. Mit ihren Parteien, die zum Teil mit großem Gefolge erschienen, kamen zur Gerichtsstelle auch zahlreiche auswärtige Anwälte, Sollizitanten genannt. Wenn wir einer Eingabe an die Reichsbersammlung trauen dürfen, so betrug die Zahl der Praktikanten und Sollizitanten 250 im Jahre. Endlich war ein ganzes Heer von Offizianten, Gerichtsschreibern, Boten, Sprachmeistern und Dolmetschern vor handen, sodaß im Jahre 1804, also furz vor Aufhebung des Gerichtshofes über 900 Gerichtspersonen dauernd anwesend waren. Rechnet man noch dazu, daß damals
bon der Weglarer weiß, wo ihre Atten taatsarchiv hat jeden Auskunft seines Herrn on nichts behalten. der Hochschule find hre Entstehung ver Momenten. Am 6. glos das Reichs of des alten deut bon Speyer nach es fortgesezt durch srand tabungen in
en, und ichon boc
Le Franzosen( 1689)
ndere deutsche Städte en. Frankfurt a. M.,
allgemeine Staatswohl, Religion und Moralität vor schreiben." Die Hauptvorlesungen wurden unentgeltlich Die Hauptvorlesungen wurden unentgeltlich gehalten; über die Gehaltsbezüge der Professoren ist aber nichts bekannt geworden. Wahrscheinlich hat Dalberg die Ausgaben für die Fakultät, die übrigens auch als„ ersuchtes Rechtskollegium" Rechtsgutachten an Gerichte abgab, zum Teil mit seinen Privatmitteln, in der Hauptsache aber aus dem Kollegialſtiftungsfond bestritten. Dieſer reiche Fond, heute noch„ Dalberg'scher Fond" genannt, eriſtiert noch gegenwärtig, und aus ihm werden die gesammten Kirchen- und Schulkosten der katholischen Gemeinde in Weglar gedeckt.
Es waren also alle Voraussetzungen für eine gedeihliche Entwickelung der Weglarer Rechtsschule gegeben, trotzdem wollte sie sich nicht recht entwickeln. Sie litt offensichtlich unter der Konkurrenz der Univerſitäten Gießen und Marburg und war von Anfang an nur schwach besucht. Auf diese Weise wurden die Die paar Professoren und die wenigen, meist unbemittelten, Studenten boten keinen Ersatz für den Aufwand des großen Kammergerichts, das über ein Jahr hundert lang der freien Reichsstadt ein eigenartiges und in seiner Art glänzendes Gepräge verliehen hatte. Zu
mehr erst 1880 eingerichtet worden. Von 1857 bis 1880 hielt die preußische Justizverwaltung in Weglar einen preußischen höheren Juſtizbeamten, dem ein Sekretär beigegeben war, und der das Archiv verwaltete. 1880 wurde der sogenannte„ untrennbare" Teil zur Mitverwaltung an die preußische Verwaltung der Staatsarchive übergeben, und an die Stelle des Justizkommissariats trat das Königliche Staatsarchiv. Bugleich wurden aus den Atten die auf ElsaßLothringen bezüglichen ausgeschieden und der Landesverwal tung der Reichslande überwiesen.
Prof. Dr. M. B ― r.
Giessener Cagesneuigkeiten.
** Während des 14tägigen Urlaubs des Herrn Bürgermeister Mecum ist Beigeordneter Georgi mit dessen Geschäften betraut.
im Inf. Reg. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Heff.) Nr. 116, ** Militärdienstnachrichten. Firmenich, Leutnant
zum Schutze des Gerichtshofs eine von Hessen- Darm- Hoffnungen der Weglarer Bürgerschaft bitter getäuscht. scheidet am 31. Auguſt aus dem Heere aus und wird
Steichsständen wiederholt beschlossen wurden und deren Thätigkeit sich auf Jahre erstreckte, brachten hochgestellte Stommissionen mit zahlreichen Sekretären und Schreibern in die Stadt. Kein Wunder, daß die Gasthöfe fast stets überfüllt waren. Fast die ganze Stadt, Hoteliers, Strämer und Handwerker, Tanz- und Fechtmeister, Aerzte und Apothefer, Hauslehrer, Perrückenmacher, Druckereien und Führunternehmungen lebten von dem Gericht.
er
gründete dort 1808 eine Rechtsschule, deren Lehrstühle vorwiegend mit ehemaligen Beamten des Reichskammergerichts besetzte. Diese neuen Professoren der Jurisprudenz werden um jo eher bereit gewesen sein, dem Rufe Folge zu leisten, als standalöser Weise für ihre Pensionen gar feine Vorsorge getragen worden war. 11 Jahre nach der Auflösung des Kammergerichts wurde erst für einen Teil des Gerichtspersonals, soweit er noch am Leben war, finanziell gesorgt.
mit dem 1. September in der Marine- Infanterie, und zwar im 2. See- Bataillon angestellt. Behrend, Bahlmeisteraspirant, zum Zahlmeister beim XVIII. Armeecorps ernannt.
** Das Verordnungsblatt für die evangelische
werbung.
m. Von der Universität. Dr. Möser, der früher torium, dann in der chemischen Fabrik zu Grieslange Jahre Assistent am hiesigen chemischen Labora beim thätig war, tritt am 1. Oftober aus Gesund
** Das Regierungsblatt Nr. 57, ausgegeben am 26. August enthält: 1) Befanntmachung, die Bau- Unfallversicherung der Kreise betr. 2) Bekanntmachung, die Ausführung der Prüfungsordnung für Aerzte vom 27. August enthält: Bekanntmachung, den Erlaß einer 28. Mai 1901 betr. Nr. 58 des Blattes ausgegeben am Prüfungsordnung für die Landes- Baugewerk. schule in Darmstadt betr.
allerbester Quelle erfahren, im Laufe des nächsten a. Das Gabriel'sche Werk. Es wird, wie wir aus Jahres das überall bekannte Kalf- Marmorwerk und Dampfziegelet des Herrn August Gabriel am Abendſtern wesentlich vergrößert werden. Herr Gabriel hat Kurzem dazu erhalten, Geleise- Verlängerungen und bereits die Genehmigung vom Kreisausschuß vor Anlage dreier Drehscheiben ausführen zu lassen. legten Monatsversammlung, am 6. September ds. Js., Der Bergmännische Verein," wird laut Beschluß seiner eine Besichtigung der Gabriel'schen Werke vornehmen mit gemütlichem Zusammensein in der Restauration „ Abendstern". Bet dieser Gelegenheit wird der Verein zugleich sein diesjähriges Stiftungsfest feiern. Auch die Damen der betreffenden Herren werden teilnehmen.
stadt gestellte Garnison mit einer Kopfstärke von etwa 100 Mann in Weglar sich aufhielt, so übertreibt man gewiß nicht, wenn man sagt, daß in Wetzlar jeder vierte Mensch zur direkten Interessensphäre des Kammergerichtes gehörte. Wetzlar hatte 1804 4200 Ginwohner. Natürlich zog das Gericht auch zahlreiche dem ging mit der Auflösung des Großherzogtums Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 8, ausgegeben[ am auch die Rechtsschule wieder ein. Weblag hat sich dann in der Folge erſt ſehr langsam als preußische 1901. 2. Dienstnachrichten. 3. Aufforderung zur BeStreisstadt und Hauptort eines größeren Landdistrikts ökonomisch erholt, und hätte das wahrscheinlich noch mehr gethan, wenn rechtzeitige Eingemeindungen und eine andere Lage des Bahnhofs ihm die steuerkräftige Großindustrie auf dem linken Ufer der Lahn gesichert hätten. An dieser Stelle erscheint es vielleicht nicht un- heitsrücksichtigen wieder in seinen alten Wirkungskreis bet Prof. Dr. Naumann ein. interessant, noch kurz einen Blick auf diejenigen VorMit dem Jahre 1806 war mit einem Schlag diese Eingänge zu werfen, die mit der Auflösung des nahmequelle für Wetzlar verschüttet, das Grundeigentum sant Reichskammergerichts und der Juristischen Akademie auf die Hälfte des Wertes. Den Handwertern und Kauf- zusammenhängen. Namentlich interessiert uns das leuten der Stadt, die von allen Seiten von fremden Landes- Schicksal der Reichskammergerichtsakten und der Bibgrenzen umgeben war, war der Absatz völlig abgeschnitten. liothek des Kammergerichts und der Rechtsschule. Was In seiner Not wandte sich deswegen 1807 der Weglarer die letztere anbetrifft, so hat ihre Auflösung enorme Stadtrat an den Fürstprimas und bat um die Verlegung Schwierigkeiten und Schreibereien zur Folge gehabt. des Rheinischen Bundesgerichts, des obersten Gerichtshofes Die Bibliothek gehörte ursprünglich ausschließlich dem der rheinischen Bundesstaaten, in seine Stadt. Da es zur Kammergericht, also dem alten Deutschen Reiche. Errichtung dieses Gerichte hofes aber nicht fam, suchte Dal- Dalberg überwies sie kurzer Hand seiner Rechtsschule berg den Weglarern auf anderem Wege zu helfen. Er be= und vermischte sie hier mit Büchern, die aus einer Sammlung der aufgehobenen Wetzlarer Jesuitenschule stammten oder aus dem Vermögen der Erjesuiten von dem legten Kammerrichter als dessen Administrator angeschafft worden waren. Dazu kamen wahrscheinlich noch Bücherbestände, die Dalberg gestiftet hatte, und endlich waren, wie schon gelegentlich hervorgehoben, aus einem Teil der Promotionsgebühren der Professoren juristische Bücher erworben worden. Die Besitzverhält nisse waren also so verwickelt, wie nur möglich, und Bundesbeschluß, wer Rechtsnachfolger der Kammergerichts- Bibliothek sein sollte, war nicht herbeizuführen gewesen. Preußen sah die Bibliothek als Eigentum der Rechtsschule, die ja ein großherzogliches Staatsinstitut war, an und konnte, wenn diese RechtsAuffassung richtig war, da die Rechtsschule eingegangen und Wetzlar preußisch geworden war, über die Bibliothek beliebig verfügen. Nun gehörten aber ein Teil der Bücherbestände zum Vermögen der früheren Jesuitenschule, und das Weglarer Gymnasium behauptete für sich die Quafinachfolge in dem Nachlaß der Jesuiten. Hier handelte es sich also nicht um ein Staatsvermögen, sondern um ein Stiftungsvermögen, über das der preußische Staat nicht ohne Weiteres verfügen fonnte. Der Bibliothekar setzte sich also, als ein Staatskommissär die gesamte Bibliothek an die 1818 neu gegründete Friedrich- Wilhelmsuniversität zu Bonn überführen lassen wollte, zur Wehr, und endlose Hin- und Herschreibereien waren die Folge seines Protestes. Das Endresultat aber war das, daß der Hauptstock der Bibliothek, namentlich fast alle juristischen Werke, nach Bonn fam, während ein kleiner Teil der Weglarer Gymnasialbibliothek wieder einverleibt wurde. Der Bundestag hat, wie gesagt, von vornherein diese Angelegenheit als ein Internum Preußens aufgefaßt und sich nicht hineingemischt.
Die Juristenfakultät bestand aus 6 ordentlichen Professuren, die mit folgenden Gelehrten besetzt waren: 1. Jakob
berg in Hessen, Mühl n Schwaben und Wet Frage, weigerten sich erhebliche Umstände, Friedberg und Wetz er des Reichsgerichts rhandlungen erklärte ches Nest, aber den entrückt, bereit, dem ten. Aber auch das . Dic Beisitzer des hrer Vermögenslage angstufe, verspürten efen Charakter mug ufen auf der Straße, Strohdächern und amals gehabt haben Weglarer Bürger der Spitze, durch in ihren Mauern lassen, wie es die fich brachte. Man Stonfeffionen zu Octspolizei, und Gerichtspersonals erhandlungen fant Für die Gerichts ich mit zunehmendec , mit der Zeit an ere geschaffen, und des Gerichtes selbst g sehr mangelhaft. oberste Gericht des athause von Weglar vie das neue, aber uptplatze der Stadt, Justizpalast" eigendes Gerichts befand zboden. Auch alle zureichend und unm Wesentlichen aus cfährlich Gin Neu ne Sache, aber erst ebenfalls auf dem baut und die Sitz Blei dorthin verlegt, alten Reichsadler richt, ebenfalls in 1782. 1782 wurde uf der Hausergaffe das jezige PostCammergericht nach el Lebeu. Seine vorwiegend aus hend, bezogen für fte Gehälter. Der Braf, der gleichsam bezog 9000 Reichs ten je 2542 Reichserhielt jährlich 2000 igen Geld, ohne Rüd etwa 8500 Mt.) und nur selten vorhanden enten und 25 Richte gen felten regelmäß die sich an das Aus pften, erinnern gerade egenwart Im Jah den Beteiligten foga e förmliche Arbeitsein ofes des Reichs erlebte Aufsehen in gan de zahllosen Partein pt wurden, berderbli
Abel, früherer Reichskammergerichtsadvokat und Profurator, ( für Bivilprozeß), 2. Jakob Tobias Werner, früher Senatsmitglied des Reichstammergerichts( für Strafrecht und Rechtsphilosophie), 3. Jos ph Anton Vahlkampf, ehemals Protonotarius des Kammergerichts und Herausgeber der Entscheidungen des Gerichts,( für Institution en und Kirchenrecht), 4. Franz Stickel, der eigentliche Organisator der Fakultät, bon 1817-1839 Professor in Gießen,( für französisches Recht, Staats- und Lebensrecht), 5. Egid von Löhr, später( 1813 bis 1851) Professor der Rechte in Gießen,( für Pandekten, Römische Rechtsgeschichte und Encyklopädie des Rechts) und 6. endlich Ernst Ludwig Follenius, Konsistorialrat und evangelisch- lutherischer Obeipfarrer( für Statistik und europäische Staatenkunde)
Ebensowenig wie die Besetzung der Lehrstühle Schwierig. feiten bereiten konnte, so war dies bezüglich der räumlichen Unterbringung der Rechtsschule der Fall. Das neue, erst 1782 eröffnete Kammergerichtsgebäude stand in erster Linie für diesen Zweck zur Verfügung. Warum man dieses nicht gewählt hat, haben wir bei unseren Studien nicht feststellen können. Thatsache ist, daß man als Auditoriengebäude ein zum ehemaligen Jesuitenfond gehörendes Grundstück, das lange Zeit dem zeitweiligen Kammerrichter als Wohnung zur Berfügung stand, und das für öffentliche Vorlesungen einen größeren Saal besaß, ausertoren hat. Die Privatvorlesungen werden wohl, wie früher überall, in den Privatwohnungen der Professoren abgehalten worden sein.
-
Auch an Lehrmitteln fehlte es nicht. Es war eine umfangreiche juristische Fachbibliothek vorhanden, die durch Abzüge von den Promotionsgeldern und durch die Immatriku lationsgebühren weiter finanziert wurde. Da im Mittelpunkt des Unterrichts nach Dalbergs Plan das französische Recht nach dem Code Napoléon stand, fehlte es in den Rheinlanden bislang an einer geeigneten dem für dieses neue Recht afademischen Bildungsstätte ſo beeilte sich der Professor des französischen Rechts, französische Rechtsquellen und Lehrbücher ins Deutsche zu übersetzen. Ein sehr wertwolles Material für akademische Lehrzwecke gaben dann die riesigen Aftenbestände des ehemaligen Kammergerichts ab, neben denen 200 Bände von Probearbeiten der zum Assessorat präsen terten Kandidaten und die zahlreich vorhandenen Urteils
-
Rechtlich einfacher, aber in der Ausführung kompli zierter, war die Nachlaßregulierung der Prozeßaften und sonstigen Archivbestände des ehemaligen Reichskammergerichts. Die Aktenbestände, die hier in Frage kommen, waren unglaublich angeschwollen. In Speyer hatte man 500 große Fässer mit Aften gefüllt und zum fammergericht aufgehoben wurde, waren 80 000 Aftengrößten Teil nach Weylar gebracht. Als das Reichsfascikel vorhanden, deren alphabetisches Verzeichnis 6 starke Foliobände füllte. 1818 wurde ein Bundesbeschluß extrahiert, wonach Preußen die Verwahrung der Aften übernahm, und zugleich wurde eine Kommission eingesetzt, die die Aften an die einzelnen Bundesstaaten verteilen sollte. Dieses Verteilungsgeschäft nahm Jahrzehnte in Anspruch. Preußen ließ die ihm geblieben dort alle sogenannten„ unteilbaren" Aften, als da sind alle Sigungsprotokolle," Urteilsbücher, Geschäftsbücher und Journale und die sogenannten" Miscellen". Dieser untrennbare Archivanteil betrug beinahe 1400 Bände und Konvolute. Durch den Bundesbeschluß von 1818 war die Vernichtung und Veräußerung irgendboten worden. welcher Aften aus der Zeit des Kammergerichtes ver
** Die Obsternte. Heute Morgen hatten wir den sogenannten ersten Zwetschgennebel"; aber Zwetschgen sin einer sehr guten Obsternte zn erfreuen. feine da. Wir big im Kreise Grünberg dagegen hat sich
-
Aus Hessen und Nachbargebieten.
** Vom Großherzog empfangen wurde am 27. Aug. u. A. der Kreis amtmann Boeckmann aus Büdingen.
-
r. Krofdorf, 28. Aug. Eine gerade nicht wenig erfreuliche Neuerung nämlich Kirchensteuer- soll hierselbst mit nächstem Jahr zur Einführung gelangen. Bis her wurden alle Ausgaben für die Kirche von der Zivilgemeinde ohne Anstand in der Weise gedeckt, daß das Defizit auf die Gemeindekasse übernommen wurde. Auch für die Kirche haben sich wie in jedem anderen Gemeindewesen die Ausgaben alljährlich gesteigert und so ist es in der letzten größeren Gemeindevertretung zum Beschluß erhoben worden, Kirchensteuer zu erheben. Selbstredend werden nur diejenigen Glieder unserer Gemeinde damit belastet, die zur Kirchengemeinde gehören. Zwar wurde die Kirchensteuer auch bisher bezahlt, aber als Ausgabe für den Gemeindeetat. Dbgleich nur wenige Prozent erhoben werden sollen, so wird diese Neueinführung gewißlich nicht mit Freuden entrichtet werden.
v. Lich, 27. August. In der vergangenen Woche war eine Deputation, bestehend aus 3 Herren der fürstlich Lichschen, gräft. Laubachschen und der hiesigen städtischen Verwaltung in Darmstadt, um bei dem Ministerium auf eine Aenderung des Bauplanes für die Bahn Buzbach- Lich hinzuwirken. Gestern nun war eine Kommission der Behörde in der hiesigen Gegend, um die Beschwerden der einzelnen beteiligten Gemeinden entgegenzunehmen. Wie man hört, sollen die Wünsche der Interessenten folgendermaßen berüc fichtigt werden. Die Bahn wird von Münzenberg, dem alten Eberstädter- Münzenberger Weg folgend, nach Eberstadt gehen, sodaß in nächster Nähe dieſes Ortes eine Station gebaut wird. Von hier geht die Bahn mühle über die Wetter geführt zu werden. Zwischen Arnsburg und Muschenheim wird dann für beide Pläge eine gemeinsame Station errichtet. Ueber Birklar, daß gleicherweise berücksichtigt wird, wird sodann die Bahn von der nach dem ſeitherigen Plane entgegengesezten Seite hier einmünden.
molzen war, reftaurien, bücher, Sammlungen von Entscheidungen und dergleichen mehr hörigen Akten in Weglar liegen, und außerdem ver- hinter dem Hof- Güll her, um bei der Berger.
wurde das Gericht, das
Jahr 1713. Jest fand illigung der Reichsver zähligere Befezung des
en.
Um seine neue Gründung thatkräftig zu unt rstüßen, erließ Dalberg ein Edift, wonach Niemand in seinen Landen zum Richteramt zugelassen werden sollte, der nicht den juristischen Licenziatencharatter in Weglar erworben habe. Und in der That, wie wir gelegentlich durch Endemann erfahren, ist in Wetzlar auch promoviert werden.
An der Spitze der Juristischen Akademie stand ein Kurator, Adam Joseph von Mulzer, der bei allen Versammlungen der Fakultät präsidierte, die Matrikel erteilte und eine Disziplinargewalt besaß. Die Freiheit der Wissenschaft" war in dem Statute in volltönenden Worten zugesichert. Es heißt dort:„ Die Professoren sollen in wissenschaftlicher Hinsicht unabhängig und keinem anderen Gesetze unterworfen sein, als welche das
noch in der Folge feiner Bürgerschaft fauffräftig war, bi fuch erhielt und namen haftlich- litterarische un g brachte. Unter den waren zahlreiche Ab Dan der Zahl- a ganze Reihe von Prof info wie die Abpolate
u. Aus dem Bieberthal, 28. Aug. Wie überall auf dem Lande, so mangelt es auch hier an Lehrkräften. An Was Preußen verblieb, lagerte bis 1857 in den vielen Orten des Inspektionsbezirks Rodheim wie FellingsBodenräumen der Franziskanerkirche in Wetzlar. Dannhausen, Königsberg, Rodheim, Naunheim u. f. f. fehlt zur wurde es in das vom Kreisgericht benutzte Gebäude Beit je ein Lehrer. So fann voraussichtlich auch die neu n ben dem jezigen Postamt, das früher dem Reichstammer geschaffene 2. Schulstelle zu Bieber mit Herbst nicht besezt gericht als archiv gedient hatte, untergebracht, forg- werden, zumal die in diesen Tagen auf dem Seminar zu fältig geordnet und inventarisiert. Das jßige Staats- Dillenburg abgegangenen jungen Lehrer sofort mit der Ber archiv in Wezlar bestand damals noch nicht, ist viel tretung einer Lehrerstelle beauftragt wurden.


