Ausgabe 
28.8.1902 Erstes Blatt
 
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und Kunst, Seminardirektor aus berg sprach über die Aufgaben des Bonifatiusvereins und Ober­bürgermeister Antony- Fulda über die Antiduell bewegung. Alle Redner ernteten starken Beifall.

- Die interparlamentarische Friedenskon. ferenz, die vom 3. September auf den 3. Oltober ver­schoben worden ist, ist angeblich wegen Anmeldung von zu vielen Teilnehmern nunmehr ganz aufgegeben worden. Die nächste Friedenskonferenz wird im August nächsten Jahres stattfinden.

dehntesten Waldungen des Spessarts gelegen und von Dalberg beceits 1807 errichtet, erwies fich frühzeitig als zugkräftig und ist unter bayrischer Verwaltung bis auf den heutigen Tag in Blüte geblieben.

Landesvater aber fürsorglichen, aufopfernden und edelgesinnten Fürstprimas, Freiherr Karl Theodor von Dalberg( 1744 bis 1817), dem legten Kurfürsten von Mainz, der 1810 als Großherzog an die Spitze des zum Danke für seine Rhein­bundspolitik für ihn dotirten Großherzogtums Frankfurt trat. Dieses neue Territorium, das nur drei Jahre Bestand hatte, bildete, abgesehen von der Enklave Wetzlar, die Dalberg schon 1803 erhielt, und die später gegen ein anderes Gebiet ausgetauscht werden sollte, ein zusammenhängendes Ländergebiet, dessen Grenzlinien freilich wundersam ausgezackt waren. Zu dem Großherzogtum Frankfurt gehörten das Fürstentum Aschaffenburg, das durch die Mediatisierung der Besizungen der Fürsten und Grafen von Löwenstein- Wert­heim auf der rechten Mainseite und der Grafschaft Rieneck arrondiert worden war, die Fürstentümer Hanau und Fulda und die ehemals freien Reichsstädte Frankfurt a. M. und Wezlar.

Wien, 27. Aug. In hiesigen Hoffreisen wird auf das Bestimmteste versichert, daß der Zar bei seiner Reise nach Rom eine Begegnung mit Kaiser Franz Josef haben werde.

Weitere Annexion in Südafrika. Wie aus London berichtet wird, steht die Absendung einer starken Truppenmacht der südafrikanischen Company in das Swazi- Land bevor. Es sei unsicher, ob ein Pro­tektorat über dieses Gebiet oder dessen Annexion beabsichtigt sei.

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Die Memoiren des Expräsidenten Krüger sind nunmehr im Manuskript vollendet. Das Verlagsrecht des Werkes hat der Verlag J. F. Lehmann in München für alle Länder angekauft. Das Werk wird im November dieses Jahres gleichzeitig in mehreren Sprachen erscheinen. -Der Staatsbürgerzeitung zufolge hat Krüger durch seinen Vertreter in Loschwiz bei Dresden zwei Villen für den kommenden Sommer mieten lassen. Krüger wird von seinem Winteraufenthalt in San Remo im Mai nächsten Jahres direkt in Dresden eintreffen und mit seinem Gefolge in Loschwitz Wohnung nehmen.

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Am wenigsten wissen wir von der Wetzlarer Juristenfakultät. Kein Mensch weiß, wo ihre Aften geblieben sind. Das Weglarer Staatsarchiv hat jeden­falls, wie wir durch eine freundliche Auskunft seines Herrn Direktors feststellen konnten, davon nichts behalten. Nur über die Gründungsgeschichte der Hochschule sind wir einigermaßen unterrichtet. Ihre Entstehung ver dankt sie einer ganzen Reihe von Momenten. Am 6. August 1806 ging sang- und klanglos das Reichs­fammergericht, der höchste Gerichtshof des alten deut­schen Reichs, ein. 1693 war es von Speyer nach Wetzlar verlegt worden. Dort war es fortgesetzt durch Truppenmärsche, Feldzüge und Brandschaßungen in seinem Fortbestand gefährdet worden, und schon vor der Verwüstung der Pfalz durch die Franzosen( 1689) hatte man das Kammergericht an andere deutsche Städte gleichsam mindestbietend ausgeboten. Frankfurt a. M., die Reichsstädte Schweinfurt, Friedberg in Hessen, Mühl­hausen in Thüringen, Memmingen in Schwaben und Wetz­lar tamen als neuer Gerichtssig in Frage, weigerten sich aber oder machten wenigstens ganz erhebliche Umstände, das Gericht aufzunehmen. Gegen Friedberg und Wetz­lar wehrten sich auch die Mitglieder des Reichsgerichts auf das heftigste. Nach langen Verhandlungen erklärte sich Wetzlar, damals ein erbärmliches Nest, aber den Kriegsstürmen jener Zeit ziemlich entrückt, bereit, dem obersten Gericht eine Stätte zu bieten. Aber auch das ging nicht ohne Schwierigkeiten ab. Dic Beisitzer des Gerichtes, vornehme und dank ihrer Vermögenslage verwöhnte Beamte der obersten Rangstufe, verspürten wenig Lust, in einem Dorfe- diesen Charakter muß das Landstädtchen mit seinen Misthaufen auf der Straße, seinen erbärmlichen Häuschen mit Strohdächern und den unflätig duftenden" Gassen damals gehabt haben

Dalberg hatte, als er noch Kurfürst von Mainz und Kurerzkanzler war, der Universität in Mainz, dem Sitze seines Erzbistums, besondere Fürsorge an­gedeihen lassen. Die Mainzer Universität, die zeit­weilig eine nicht ganz unbedeutende Hochschule war und Dank der Zuweisung der Vermögensbestände auf­gehobener Klöster über reichliche Mittel verfügte, löste sich, als die Franzosen den Kurstaat occupierten, in Wohlgefallen auf. Dalberg entschloß sich, die zerrüttere Universität in Aschaffenburg wieder aufleben zu lassen und versprach sich von einer fatholischen Universität in Deutschen Landen, die unter der Autorität eines Kirchenfürsten stand, großen allgemeinen Nutzen. Er überwies ihr die Einkünfte des aufgehobenen Kollegial­stiftes, gründete die bereits genannten vier Fakultäten, übernahm einige der Mainzer Professoren und berief andere, nebenbei bemerkt ohne Rücksicht auf die Kon­fession, denn die Mehrzahl der Dozenten sollen Prote­stanten gewesen sein. Was die Juristische Fakultät anbetraf, so wurden deren Lehrstühle mit Räten des Oberappellgerichts besetzt. Die Philosophische Fakultät, eigentlich nur eine Sektion dieser Fakultät, trug den Namen Kulturwissenschaftliche" und ihre Professoren sechs an der Zahl- lasen über Philosophie, Aesthetik, Naturgeschichte, Physik, Geschichte, Philologie, Statistik, Technologie, Landwirtschaftliche Industrie­kunde und Handelswissenschaft. Eine Ergänzung fand diese kleine und lückenhafte Fakultät in dem Liceum Carolinum, das, wie früher oft der Fall, in enger Ver­bindung mit dem Gymnasium stand, und auf dem namentlich historische und sprachwissenschaftliche Vorle­fungen gehalten wurden.

Die Rechtsschule in Wetzlar. Ein Beitrag zur deutschen Universitätsgeschichte. Vor einigen Tagen ging durch die Beitungen eine Notiz, wonach man sich in Frankfurt a. M. mit dem Ge­danken trage, die dortigen medizinischen Institute zu einer Art von Medizinischer Akademie zu vereinigen. Soweit wir richtig unterrichtet sind, soll diese neue" Hochschule" nicht etwa eine Medizinische Fakultät werden, denn zu einer Fakul­tät gehören Approbations- und Promotitionsrechte, die nur durch staatliche Verleihung erworben werden können. Die Frankfurter wollen vielmehr eine ärztliche Fortbildungsschule, die nicht von Studenten, sondern von jungen Aerzten besucht werden soll, ins Leben rufen. Eine ähnliche Einrichtung giebt es bisher in Deutschland nicht. Vielleicht Längt sie mit der Bestimmung der neuen Medizinischen Prüfungs­ordnung vom 28. Mai 1901, die nach dem Staatsexamen ein Fortbildungsjahr zur weiteren praktischen Ausbildung vorschreibt, zusammen.

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ihr Leben zu beschließen. Die Wetzlarer Bürger­schaft aber mit ihrem Stadtrat an der Spitze, durch­weg protestantisch, hatte Bedenken, in ihren Mauern so zahlreiche Katholifen einziehen zu lassen, wie es die Verlegung des Kammergerichtes mit sich brachte. Man fürchtete für das Verhältnis der Konfessionen zu einander, für die Selbständigkeit der Ortspolizei, und wollte von der Abgabenfreiheit des Gerichtspersonals nichts wissen. Nach endlosen Verhandlungen fam schließlich eine Einigung zu Stande. Für die Gerichts­personen wurden in dem Orte, der sich mit zunehmender Wohlhabenheit behaglicher gestaltete, mit der Zeit an­nehmbare und preiswürdige Quartiere geschaffen, und nur die bauliche Unterbringung des Gerichtes selbst blieb fast ein Jahrhundert lang sehr mangelhaft. Von 1693 bis 1756 war das oberste Gericht des Deutschen Reich 3 in dem alten Rathause von Wetlar untergebracht. Es stand ebenso wie das neue, aber an einer anderen Ecke, auf dem Hauptplage der Stadt, dem Buttermarkte, und war ein" Justizpalast" eigen­tümlichster Art. Dec Audienzsaal des Gerichts befand sich auf einem ehemaligen Tanzboden. Auch alle anderen Räumlichkeiten waren unzureichend und un­würdig und das ganze Haus, im Wesentlichen aus Holz gebaut, baufällig und feuergefährlich. bau war zwar seit 1727 beschlossene Sache, aber erst 1756 wurde ein Häuserkomplex ebenfalls auf dem Buttermarkte fäuflich erworben, umgebaut und die Sitz­ungen der Senate und die Gerichtskanzlei dorthin verlegt. Dieses Gebäude, noch heute den alten Reichsadler tragend, beherbergte das Kammergericht, ebenfalls in gänzlich unzulänglichen Räumen, bis 1782. 1782 wurde dann ein neues Gerichtsgebäude auf der Hausergasse bezogen, auf dessen Stelle seit 1884 das jezige Post: amt steht.-

Die Aschaffenburger Universität", eine Großherzog liche Landesuniversität, die von etwa 70 Studenten be­sucht wurde, beruhte auf den alten Grundlagen der deutschen Universitätsverfassung, die sich im Gegensaz zu der französischen, die für die Fakultäten in Frank furt und Weylar maßgebend geworden ist, dadurch aus zeichnete, daß man möglichst alle Fächer und Fakultäten zu einer Universitas litterarum zusammenfaßte, während bekanntlich in Frankreich die Trennung in einzelne Fachhochschulen( lycées und facultés) die Regel war. Der Universität Aschaffenburg fehlte aber, ebenso wie der jüngsten Deutschen Universität Münster i. W., ur­sprünglich ebenfalls einer geistlichen Stiftung, die in unseren Lagen durch die Angliederung einer Juristen­fakultät erweitert wird, die teuerste aller Fakultäten, die Medizinische. Im Uebrigen war sie nur der Schatten einer wirklichen Univerſität, und der einzige Lehrer von Bedeutung und Ruf war der Kammeralist und Statistiker Hofrat Bernhard Sebaſtian Nau, ein Polihistor seiner Zeit, bekannt durch seine Untersuchungen über den Zuckerrübenbau. Die Jurisprudenzstudierenden in Aschaffenburg scheinen ziemlich flott gelebt zu haben, was ein auf sie zugeschnittenes Duellmandat. das sie, als sie es übertraten, im Arrest zur Strafe so und so viel mal abschreiben mußten, beweist. Auch scheint ihr Fleiß recht zu wünschen übrig gelassen zu haben. Dr. Darm­städter bringt wenigstens zum Beweise eine charaf teristische Aeußerung des Ministers von Wallmenich bei. so schrieb dieser sollen studieren und keine Bierhäuser besuchen und nicht den Eltern das sauer erworbene Geld verludern."

Ein Konkurrenzunternehmen gegenüber den Nachbar universitäten wird also die Frankfurter Aerzteschule schwerlich werden. Sie entlastet vielmehr in wünschenswerter Weise die Universitätskliniken und Krankenhäuser, die eine au­reichende Zahl von Assistentenposten für die Mediziner nach dem Staatsexamen kaum befißen dürften. Troßdem ist man in weiten Kreisen geneigt, den neuen Frankfurter Plan als eine weitere Etappe in den bekannten Bestrebungen der Stadt Frankfurt, aus eigenen Mitteln eine Universität zu schaffen, zu erblicken. In diesem Zusammenhang hat man historische Reminiscenzen ausgegraben und darauf hingewiesen, daß Frankfurt bereits früher eine wirkliche Medizinische Fakultät besessen habe, während in der Nähe, in Aschaffenburg, eine Katholisch. Theologische, eine Juristische, eine Forstwissenschaft­liche und eine Kulturwissenschaftliche Fakultät bestanden. Eine zweite Juristische Fakultät, Rechtsschule" genannt, war gleich­zeitig in Weglar thätig.

Wer unser so lieblich und romantisch gelegenes Nach barstädtchen, das an dem steilen Lahnufer, von der Stifts­firche überragt, in frummen Berggassen malerisch aufsteigt, zum ersten Wale betritt, dem drängt sich unwillkürlich ein Vergleich mit der anderen ebenfalls so anmutigen Lahnstadt Marburg auf. Und wer Sinn für den Zauber eines un gezwungenen studentischen Lebens und Treibens in kleinen

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beschaulichen Universitätsnestern hat, der wird vielleicht be: dauern, daß Wezlar nicht auch der Sitz einer Universität geworden ist. Nur wenigen wird die Thatsache bekannt sein, freilich nur eine furze Zeit lang daß Wezlar seinen Mauern eine Hochschule beherbergt hat, und über ihren Busammenhang mit den verschiedenen Fakultäten in Aschaffen burg und Frankfurt wird noch weniger Klarheit vorhanden sein. Die gebräuchlichen Nachschlagewerke und Touristen­bücher, selbst die Spezialwerke der Art für Weßlar und das Lahnthal, erwähnen die Weglarer Rechtsschule mit

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In jedem Falle brachte das Kammergericht nach Setne Wetzlar plötzlich viel Geld und viel Lebeu. Gerichtsräte, assessores" genannt, vorwiegend aus altaristokratischen Familien stammend, bezogen für damalige Verhältnisse recht namhafte Gehälter. Der Kammerrichter, ein Fürst oder Graf, der gleichsam Kurator des Gesamtgerichts war, bezog 9000 Reichs thaler. Die Kammergerichtspräsidenten je 2542 Reichs: thaler, ein Kammergerichtsbeisiger erhielt jährlich 2000 Konventions- Speziesthaler( im heutigen Geld, ohne Rück­sicht auf den veränderten Geldwert, etwa 8500 Mt.) und bei voller Besetzung, die freilich nur selten vorhanden war, hatte das Gericht 2 Präsidenten und 25 Richter. Ihre Gehaltsbezüge waren dagegen selten regelmäßig. Die Vorgänge und Beschwerden, die sich an das Aus­bleiben der Gehaltszahlungen knüpften, erinnern geradezu an türkische Verhältnisse der Gegenwart Im Jahre 1703 war die Erbitterung unter den Beteiligten sogar soweit gestiegen, daß man eine förmliche Arbeitsein stellung des obersten Gerichtshofes des Reichs erlebte. Dieser Streit rief gewaltiges Aufsehen in gan; Deutschland hervor und wurde zahllosen Parteien, deren Prozesse endlos verschleppt wurden, verderblich. Nach vollen sieben Jahren erst wurde das Gericht, das bis auf 5 Richter zusammengeschmolzen war, restauriert, und die definitive und feierliche Wiedereröffnung ver zögerte sich sogar bis in das Jahr 1713. Jezt fand auch eine Gehaltsreform die Billigung der Reichsver­sammlung, und für die vollzähligere Besetzung des Kollegiums wurde Sorge getragen.

Die Medizinische Fakultät des Landes wurde 1812 in Frankfurt a. M. errichtet und im November des­selben Jahres feierlich eingeweiht. In Frankfurt hatte man bedeutende Spitäler und in der Stiftung Senden bergs, in der Anatomie, in dem Botanischen Garten, dem Mineralienkabinett und einer reichhaltigen und gut dotierten Bibliothek zweckmäßige Einrichtungen für die Ausbildung von Medizinern. Die medizinische Schule Wir haben uns in der Litteratur etwas umgesehen, um besaß 10 Dozenten, darunter 8 Ordinarien, deren Her­über diese Verhältnisse eingehender unterrichtet zu sein. Leider vorragendster der Gynäkologe Wenzel war, und neben bleibt Vieles unaufgeklärt und bedarf noch der weiteren dem einige andere tüchtige Aerzte wirkten. Sie begann archivalischen Erforschung. Ueber manches Andere geben uns ihr erstes und letztes Studienjahr mit 42 Studenten. indessen namentlich drei Quellen befriedigenden Aufschluß. Bereits 1813, als Dalberg flüchten mußte, ging aber Die Frankfurter waren mit Einmal sind in der voriges, Jahr erschienenen, recht lesens- die Fakultät wieder ein. der neuen Hochschule auffallender Weise nicht zufrieden, werten Monographie des Münchener Privatdozenten der Geschichte Dr. Paul Darmstaedter das Großherzogtum man verlangte ihre Verlegung und Angliederung an Frankfurt, ein Kulturbild aus der Rheinbunds zeit", mancher eine auswärtige Universität und schlug dafür in erster lei Einzelheiten die früher unbekannt waren und die unser Linie Wetzlar bor. Neben der grundsätzlichen Auffassung, Interesse in hohem Grade beanspruchen können, zusammen die das franzöſiſche Syſtem der Spezialschulen ver­getragen. Als zweite Quelle, die allerdings über die Rechts- warf, waren noch andere Momente, die vielleicht auch schule in Weglar nur gelegentliche Notizen bringt, kommt heute noch Geltung beanspruchen können, maßgebend. ein gelehrter Aufsatz des befannten, 1899 verstorbenen, Bonner Frankfurt als Großstadt mit seinen hohen Mietspreisen Rechtshistorikers Wilhelm Endemann, der 1893 in einer und vielerlei kostspieligen zerstreuungen war schon juristischen Beitschrift unter dem Titel Von dem alten damals ein teures und unsolides Pflaster, während Reichstammergericht" erschien, in Betracht." Ein drittes Werk, Weglar als" lächerlich billig bezeichnet wur e und sich welches gerade mit der Gründung der Rechtsschule abschließt, ähnlich wie Marburg und Gießen für ein harmloses, ist die Geschichte der Stadt Weglar von Friedrich Wilhelm urwüchsiges und, was den Ausgabenpunkt anbetrifft, von Ulmenstein in drei starten Bänden. Ulmenſtein war höchst anspruchsloſes ſtudentisches Milieu empfahl. Bei Regierungsrat im Nassau- Weilburg'schen und Sohn und diesen Reformvorschlägen und Vergleichen hatte es in­dessen sein Bewenden, denn die baldige Auflösung des Großherzogtums vernichtete auch die Dalberg'schen Lehr­anstalten von Grund aus. Nur die Forstlehranstalt in Aschaffenburg, inmitten der herrlichsten und ausge­

Bruder von Richtern des Reichstammergerichts.

Alle genannten Universitätsanstalten in Aschaffenburg, Frankfurt und Weßlar verdanken ihre Begründung dem als Staatsmann und Politiker höchst verhängnisvollen, als

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Manches haperte aber auch noch in der Folge. Immerhin sah Wetzlar unter seiner Bürgerschaft ein zahlreiches Beamtentum, das fauffräftig war, viel konsumierte, oft auswärtigen Besuch erhielt und nament lich das gesellschaftliche, wissenschaftlich- litterarische und das Vereinsleben in Schwung brachte. Unter den Präsidenten und den Beisitzern waren zahlreiche Advo­faten und Notare etwa 60 an der Zablam Plaze. Dazu kamen noch eine ganze Reihe von Proku ratoren, von denen viele, ebenso wie die Advokaten

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