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Berge und Thäler, die Wälder und Wiesen, die Luft und die Gewässer alles- alles saugte begierig der Sonnenftrahlen Wonne ein. Der herzlich regsame Verkehr warf meilenweite Reflere und zeigte der Welt eine Kunst, die, die vom Himmel fam. Der scheidende Tag empfand die Trennung in zitterndem Schmerz und zeigte selbst noch in letter Sefunde der Liebe blühendstes Gewand. Da, noch ein Bucken, noch eins, die Nacht war des Tages Besieger Wir waren schon längst aufgestanden und hatten in stummer Andacht diesem Kampfe gelauscht. Ein Kampf, in dem das Schöne, Gute der düsteren Dunkelheit unterliegt, ein Kampf, indem die lichte Hoffnungsfreudigkeit in trauriges Vergessen sich fleidet.
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Für heute muß ich schließen, später mehr. Ihr Ihnen ergebener
Dr. Eisenbart.
Vermischtes.
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Wegen Kindes mord angeklagt stand die in Aachen wohnende 22jährige Dienstmagd Neulens aus Heelen am Dienstag vor Gericht. In der Wirtschaft, in der die Angeklagte bedienstet war, wurde am 21. April im Abort ein Kindesarm gefunden, in einem wenig benutten Ofen fand die Krimminalpolizei darauf weitere Teile einer Kindesleiche, die indessen stark verfohlt waren. Die Neulens leugnete zwar, die Mutter des Kindes zu sein, schließlich gab sie das aber im Hinblick auf die erdrückenden Beweismittel zu. Das Kind wollte die Person indessen nicht getötet haben, es sei tot zur Welt gekommen. Durch die Untersuchung der verkohlten Leichenteile wurde jedoch festgestellt, daß ein noch ziemlich erhaltener Lungenflügel lufthaltig war, daß das Kind also lebend zur Welt gekommen war.
In der Schwurgerichtsverhandlung gab die Angeklagte nun zu, sie habe der Kindesleiche nur einen Arm abge schnitten, die weiteren Teile seien von einem Hunde und von einer Kaze abgefressen worden; ein Arm und ein Bein der Leiche ist überhaupt nicht gefunden worden. Die Gerichtsärzte bekundeten, daß der Körper an den Stellen, wo die Glieder fehlten, glatte Schnittwände gezeigt habe, auch am Kopf der Leiche sei ein Schnitt mit scharfen Rändern vorhanden gewesen. Die Geschworenen nahmen trotzdem an, die Angeklagte habe sich nicht der vorfäßlichen, sondern nur der fahrlässigen Tödtung des Kindes schuldig gemacht, worauf die Neulens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
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Was man vor 26 Jahren von Loubet dachte. Wenn man wissen will, wie man vor 26 Jahren über den jetzigen Präsidenten der französischen Republik gedacht hat, schreibt der„ Gaulois", muß man einen unparteiischen Chroniqueur lesen, der am Tage nach den Wahlen des Jahres 1876 unter dem lustigen Titel: Vademecum des parlamentarischen Touristen" die Biographien der neuerwählten Abgeordneten veröffentlichte. Auf Seite 251 dieses merkwürdigen Schriftchens liest man Folgendes:" Loubet( Emile), 37 Jahre, Advokat, Doktor der Rechte, Conseiller général, Maire von Montélimar, gehört feiner politischen Partei an; er ist ,, Loubettist". Seine kleinen Geschäfte treiben und seinen Ergeiz befriedigen ist sein Ziel. Emile ist mittelgroß, untersetzt, plump und ohne Vornehmheit( ein ungehobelter Bauer in Sonntagskleidern). Er ist der beste Mensch von der Welt, gefällig, sanft, aber schlau wie ein Normanne... Wollte Maire von Montélimar sein, er ist es gewesen; Conseiller général, ist er gewesen; Abgeordneter, er ist es... Im Grunde sehr konservativ, er wird niemals mit den Radikalen stimmen.
Fürstlich- Solms- Braunsfels'sche Brunnenverwaltung
Biskirchen im Lahnthal
† Glänzender Ausweg. Einen genialen Einfall hat die Lissaboner Polizei gehabt. Das Kreuz der Bevölkerung und der Fremden sind die über jedes menschliche Maß hinaus unverschämten Bettler und Vagabunden der Stadt. Am Freitag nun veranstaltete die Polizei, nachdem alle anderen Mittel versagt hatten, ein großes Resseltreiben auf die Bande. Eine Unmasse Blinde, Lahme( echte und unechte), Bettler, Drehorgelspieler, Gelegenheitsarbeiter usw. wurden eingefangen, ohne Umstände auf einen im Hafen bereit gehaltenen Dzeandampfer verladen und noch am selben Abend dampften sie mit viel Protest nach dem portugiesischen Kolonien ab. Ganz Lissabon atmet er leichtert auf.
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Wie der Yankee reist. Dieses interessante Thema behandelt Conrad Alberti in einem Aufsatz, der in der neuesten Nummer 25 der Berliner Illustrierten Zeitung" enthalten ist.„ Empfindet der Reisende Langeweile, so läßt er sich vom Nigger ein Buch aus der Bibliothek holen, oder segt sich an den Schreibtisch und korrespondiert mit seinen Angehörigen. Ja, wenn er direkten, persönlichen Verkehr mit ihnen wünscht, so kann er ihn aus dem Zug heraus haben: auf der ersten besten Station wird er im Waggon telephonisch angeschlossen. In Teras führen einige Züge sogar drahtlose Telegraphie mit sich." In einem zweiten nicht minder interessanten Artikel schildert Adolf Heilborn Die Wirkung der Musik auf Tiere." Der Autor hat die Versuche selbst unternommen und sie durch den Photographen gleich im Bilde festhalten lassen. Zebra ärgerte sich und wollte das Instrument zerbeißen, die Lamas- traten dicht ans Gitter heran und lauschten aufmerksam, der Löwe rührte sich nicht, der Affe flüchtete sich Schutz suchend zum Wärter u. s. w.
bringt ihr preisgekröntes vorzügliches
Cafel- und Gesundheitswasser
„ Gertrudis"
in empfehlende Erinnerung.
Haupt- Depot in Giessen: Jean Weisel, Sonnenstrasse 6.
Bekanntmachung.
Student
erteilt Privatunterricht in Latein
Bei der in der Sizuug der Stadtverordneten- Versamm'ung und Französisch. Erfolg sicher.
bom 12. d. Mts. vorgenommenen planmäßigen Verloosung der am 1. Oktober d. J8. zur Rückzahlung fommenden Schuldverschreibung en der Anlehen der Stadt Gießen aus den Jahren 1890 und 1892 find folgende Stücke gezogen worden:
a. vom 1890'er Anlehen:
Lit. A Nr. 32. 37, 112 und 113 a 2000 mt.
ABCDE
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" 1
29, 73, 88, 129, 138 und 146 a 1000 mt.
"
"
8, 43, 46, 54, 137, 150, 202, 293 u. 447 a 500 Mr.
"
11
26, 115 und 143 a 300 mt.
17
"
56, 57 und 93 a 200 mt.
b bom 1892'er Anlehen:
Lit. F Nr. 41, 112 und 150 a 2000 r.
H 7, 47 und 48 a 500 Mr.
64 und 65 a 1000 Mt.
"
" 1
"
"
I
44 a 300 Mt.
11
" 1
K
1 a 200 mr.
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Es wird dies mit dem Bemerken zur Kenntnis der Besizer der vorbemerkten Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung derselben und zwar:
a. von dem 1890'er Anlehen:
bei der Stadtkaffe Gießen,
bei der Deutschen Genossenschaftsbank von Soergel und Parrisius
u. Cie. Commandite Frankfurt a. M.
b. von dem 1892'er Anlehen
bei der Stadtkasse Gießen,
bei dem Bankhause A. Heicheilheim in Gießen,
Ephraim Meyer u. Sohn in Hannover, Mauer u. Plaut in Cassel,
Gebrüde Neustadt in Frankfurt a. M.
errolgen kann, sowie daß die Verzinsung mit dem 1. Oktober
" 1
" 1
"
"
11
"
1902 aufhört.
Gießen, 24. Juni 1902.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Mecum
Bekanntmachung.
Offert. unter 00251 an die Erped. dieser Zeitung.
KKKKKKKKKK
Die Flaschenbierhandlung von Heinrich Jost
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-
Bier der Aktien- Brauerei
Gießen, hell, dunkel,
942
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Nr. 1
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Nr. 235.
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Universitätsfest.
Nach Beschluss der städtischen Behörden wird zur Feier der Immatrikulation
des Tausendsten Studenten unserer Hochschule von der Stadt am
Mittwoch, den 2. Juli ein Waldfest im
Philosophenwald
veranstaltet. Um 5 Uhr nachmittags bewegt sich der Festzug vom Oswaldsgarten durch die Pilsener und Eis. Neustadt über die Marktstrasse, Markt, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Südanlage, PERERREBleichstrasse, Löberstrasse, Goethestrasse, Ludwigstrasse, Ludwigsplatz, Grünbergerstrasse und den Trieb nach dem Festplatze. Alsdann Festkommers mit Konzert und Tanz. Die Bürgerschaft wird freundlichst gebeten, an dem frohen Festtage teilzunehmen und ihre Häuser zu schmücken.
Prima Schweizertäse per Pfund 90 Pfg. Br. Limburgerkäse
per Pfd. 45 Pfg. Pr. Mainzer Käse
per Stück 4 Pfg.
gar. r. Schweineschmalz per Pfd. 65 Pfg. empfiehlt
1085
W. Ulrich, Schloßgaße 7.
Fleischhackmaschinen Reibmaschinen Messerpußmaschinen Waschmaschinen
Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Feld- Waschmangeln bereinigungsfommiffärs zu Friedberg bringen wir hiermit zur Wringmaschinen
Kenntnis der betr. Grundbesizer.
Gießen, 24. Juni 1902.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.
Bekanntmachung.
Haushaltungswaagen Gießfannen
Speiseschränte Brodkapseln Vogelkäfige Kaffeemühlen Badformen
sowie sämtliche Haus- und Büchengeräte
Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn; hier: den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 25. Juni 1. Js. bis einschließlich empfiehlt äußerst billig 8. Juli 1. J8. liegt auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei Gg.
Gießen, Zimmer Nr. 2,
der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungbericht und Prüfungsprotokoll zu demselben
zur Einsicht der Beteiligten offen.
Wilhelm Orbig
Schulstraße 10.
Bankcredit, Wechse discout, Betriebs- u. Hypotheken- Kapital2c.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier sheng discret in jeder Höhe. 99b
gegen findet statt:
Mittwoch, den 9. Juli 1. J.
vormittags von 102 Uhr bis 112 Uhr,
im Bureau Großh. Bürgermeisterei Gießen, 8immer Nr. 2, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen find. Die Einwendungen find schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aftengröße( mindestens 1/2 Bogen) einzureichen. Friedberg, den 18. Juni 1902.
Der Großh. Bereinigungskommissar. Spamer, Kreisamtmann.
W. Hirsch Verlag, Mannheim.
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Die Festschleifen, welche leicht sichtbar zu tragen sind und ausschliesslich zum Betreten des Festplatzes berechtigen, werden von heute ab gegen Einzeichnung in eine Liste und Zahlung von 2 Mk für Herren( schwarzweissrot) und 1 Mk. für Damen( rotweiss) ausgegeben. Die Festteilnehmer sind zum unbeschränkten Genuss der von der Stadt gestellten Getränke und Speisen berechtigt. Schluss der Listen bei Erreichung einer bestimmten Teilnehmerzahl bleibt vorbehalten. Auf dem Festplatz werden Schleifen nicht ausgegeben.
Die Listen sind aufgelegt:
a. auf der Bürgermeisterei, Zimmer 15,
b. bei Herrn Metzger, Seltersweg 70,
c. bei Herrn Balser, Mäusburg 11,
d. bei Herrn Scharmann, Lindenplatz 3.
Giessen, den 24. Juni 1902.
25R
Der Festausschuss.
I. A.
Mecum, Bürgermeister.
tote Ratten!
Jch bezeuge Jhnen gern, daß Jhr fabrikat Es hat geschnappt" bei meinen Kunden große Unerkennung findet, da die Wirksamkeit dieses Rattenmittels eine sehr gute ift. Ein nicht genannt fein wollender Kunde, ber in meiner Filiale ein Padet à mt. 1- faufte, hat damit ca. 25 Batten getötet. Eadwig Breunig, Drogerie sum roten Kreng.
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So! jag
Saben' arge
Du da bift!
Sie antw heben, daß
Ohr flüftert
braußen auf
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Band zu To heißt Maniel
Endlich,
warten laffen


