Ausgabe 
24.10.1902 Erstes Blatt
 
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Loubet einen Attentatsversuch unternommen haben soll, ist ein Geisteskranker namens Bissonois.

* Das dänische Parlament hat den Verkauf der westindischen Inseln an Amerika mit Stimmen­gleichheit abgelehnt.

Bunte Chronit. Bei der Durchfahrt in Breslau ge­legentlich seiner Rückkehr von Pleß benutzte der Kron­prinz einen Aufenthalt auf dem Oberschlesischen Bahnhofe zu einer eingehenden Besichtigung der Lokomotive des Schnellzuges. Er bestieg die Maschine und unterhielt sich mit dem Führer und Heizer über verschiedene Einrich­tungen der Lokomotive, wobei ihn besonders der Regulator und die Steuerung lebhaft interessierte.

In Kiel wurde eine Falschmünzherwerkstätte entdeckt. Man fand außer allerhand Instrumenten 80 geschickt an­gefertigte Fünfmarkstücke. Ein Goldarbeiter aus Kiel wurde in Hamburg beim Ausgeben falscher Geldstücke, die aus der Werkstatt stammten, verhaftet.

- In Lüdenscheid schleuderte im Jähzorn ein Arbeiter seinem 21 jährigen, nur mit dem Hemd bekleideten Sohne eine brennende Petroleumlampe ins Gesicht. Das Klei­dungsstück fing Feuer, und der Unglückliche erlitt derartige Brandwunden, daß er unter den entsetzlichsten Schmerzen verstarb. Die Kleider der zu Hilfe eilenden Mutter sowie des jüngeren Bruders gerieten gleichfalls in Brand, des­gleichen die des rabiaten Vaters. Alle drei wurden schwer verwundet dem Hospital zugeführt. Die hochbetagte Mut­ter hat bereits das Augenlicht eingebüßt.

- Wie man aus Petersburg meldet, begnadigte der Zar den Obersten Mayimoff, welcher zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt war, weil er den Fürsten von Sayn- Wittgenstein im Duell erschossen hat.

In sehr geschickter Weise entfloh in Paris der vor bierzehn Tagen infolge des von uns gemeldeten Rosen­bergschen Ehescheidungsschwindels verhaftete Bankier Bou­laine. Er sollte von zwei Polizeiagenten nach dem Ver­hör bei dem Untersuchungsrichter in das Gefängnis zurück­begleitet werden, unterhielt sich unterwegs lebhaft mit ben Agenten und war dann plöblich, als diese einen Wa­gen rufen wollten, verschwunden. Bis jetzt fehlt jede Spur von dem Flüchtling.

Nab und fern.

Altertumsfund. In der Leistenstraße zu Würzburg wurde bei einem Hausbau ein altes Kanonenrohr gefun­den. Es trägt das Wappen des Fürstbischofs Julius Ech­ter von Mespelbrunn. Das Kaliber des Rohres beträgt etwa 15 Centimeter. Die Kanone dürfte aus dem Ende des 16. oder dem Anfange des 17. Jahrhunderts stammen. Der Fund wurde den städtischen Sammlungen einver­leibt.

Kirchweih und Messer. Wie alljährlich zur Zeit der Kirchweihfeste werden aus Bayern Messerstechereien ge­meldet. In Gegenbach wurde der ledige Dienstknecht Otto Donaubauer von dem Privatier Raimund Steininger von Schönberg erstochen. Die Gendarmerie von Breitenberg hat den Täter, der ein Sechzigjähriger ist, bereits fest­genommen. In Markt Geiselwind bei Scheinfeld wurden bei der Kirchweih drei Knechte erstochen. Der Gendarmerie gelang es, den Täter zu verhaften. Die Ursache ist in Liebeshändeln zu suchen. In Aschaffenburg spielte zur Abwechselung auch einmal der Revolver eine Rolle. Dort wurde der Schlosser Georg Prasch von dem Müllerssohn Miltenberger gelegentlich einer Rauferei durch einen Re­volverschuß lebensgefährlich verlegt. Miltenberger soll in Notwehr gehandelt haben. In Sassanfahrt bei Bam­berg wurde der erst kurz verheiratete Gastwirt und Met­germeister Georg Then von einem Gaste, dem Scheeren­schleifer Wilhelm Turapnisch, durch einen Stich in den Hals getödtet. Der zu Hilfe herbeigeeilte Schwager des Wirtes, Zimmermann Georg Schmidt, wurde von dem Bruder des Mörders durch vier Stiche in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Die Frau des Ermordeten, welche die Tat mit ansah, brach ohnmächtig zusammen. Die Täter wurden verhaftet.

[ der ,, Preußenfresser" Kitchener.] Eben noch hallten die Pariser Boulevards von dem Jubel der Menge wie­der, die die tapferen Burenführer Dewet, Delarey und Botha stürmisch begrüßten. Jetzt ist zur Abwechselung wieder einmal deren Besieger, Lord Kitchener, der Ab­gott der wandelbaren Pariser. Allerdings bringt er dazu eine Eigenschaft mit, die in den Augen der Revanche­schreier den höchsten Ruhm auf Erden bildet: Er soll 1870 als französischer Soldat gegen die verhaßten Preu­Ben gekämpft haben. Das Journal" erzählte die Ge­schichte mit dem Hinzufügen, Kitchener sei heute noch stolz darauf, den deutsch- französischen Krieg seinen ersten Feld­zug zu nennen. Der englische Oberst Stuart Wortley garantiert die Wahrheit der Geschichte. Danach trat Kit­chener, zwanzig Jahre alt, als Freiwilliger in das sechste Bataillon der Mobilgarde der ,, Cotes- du- Nord" gegen den Willen seiner Mutter, machte verschiedene Gefechte mit und diente dann als Ordonnanz in der Luftschiffer- Ab­teilung. Nach der Niederlage der Loire- Armee ging er nach England zurück und trat im Dezember 1871 in bie britische Armee.

[ Ziegelsteine als Heizmaterial]- und sogar als gutes, das ist die neuest amerikanische Erfindung. New­yorker Blättern wurde dieser Tage aus Massachusetts ge­meldet, daß mit Petroleum getränkte Backsteine einen guten Ersatz für Kohle, namentlich in Küchenöfen, abgeben. Ein Newyorker Groß- Ziegelhändler bestätigte diese Nach­richt, und er bewies sofort vor Zeitungsleuten experi­mental, daß poröse Ziegel, namentlich Terracottaziegel, wie sie für Zimmerdecken und leichte Zwischenwände ver­wendet werden, für Heizzwecke ganz besonders geeignet sind. Er ließ einen Terracotta- Stein von 8 Zoll Länge, 4 Zoll Weite und 2 Zoll Dicke in einen halb mit Be­troleum gefüllten Blecheimer gleiten, im Petroleum etwa 15 Sefunden liegen, drehte ihn mittels eines Feuerhakens um, ließ ihn wieder 15 Sekunden ziehen, hob ihn dann heraus, legte ihn über zwei gewöhnliche Ziegelsteine und segte ihn mittelst eines Streichholzes in Brand. Der Stein begann dann zu brennen wie etwa Preßkohle oder hartes Holz. In zehn Sekunden brannte der Ziegel von allen Seiten, und die bläuliche Flamme schlug etwa zwei Fuß hoch. Der Backstein brannte auch nach einer halben Stunde noch fort. Um zu zeigen, wie leicht die Flammen zu läichen sind. liek Herr Müller den Stein nun in einen

Eimer Wasser werfen, zog ihn aus diesem wieder heraus, tränkte ihn von neuem mit Petroleum und zündete ihn wieder an. Der Stein brannte jeẞt fast besser als vorher. Der Ziegel war völlig schwarz geworden, aber weder ge­[ prungen noch außer Form geraten. Die Flamme son­berte wenig oder keinen Ruß ab. Ein Ersaz für die teuren Kohlen wäre somit gefunden.

[ Ein neuer Wunderquell] ist auf Sardinien entdeckt worden. Ein kleines Dorf bei Sassari gewinnt gegenwär­tig eine Berühmtheit, die bald der von Lourdes in Frank­reich gleichkommen dürfte. Das Dorf besigt nämlich einen Brunnen, dessen Wasser Wunder wirkt. Das Dorf besteht aus einem alten Kirchlein im mittelalterlich- toskanischen Stil und aus einigen Hütten, die eher den Hütten eines Negerdorfes als europäischen Wohnräumen gleichen. Links von der Kirche liegt ein kleiner Friedhof und da hinter ein Brunnen, dessen Wasser kaum 0,50 Meter hoch steht und immer frisch ist. Rings um den Brunnen sieht der Besucher Bettlaken und Decken ausgebreitet, auf welchen die Kranken liegen, bie hierher gekommen sind, um in ben Brunnen hinabzusteigen und in seinem Wasser Heilung zu suchen. Wer ein Bad nehmen will, zahlt dem Toten­gräber des Ortes- das klingt wie Ironie!- einige Pfennige. In der Gegend war es seit Jahrhunderten bekannt, daß das Wasser von Uti- so heißt das Dorf­heilkräftig ist; seine geradezu wunderbaren Eigenschaf­ten hat man aber erst in den letzten Jahren entdeckt. Gines Abends, als der Totengräber ein frisches Grab grub, er­schien, hoch zu Roß, ein Fremdling vor der Kirchhofs­mauer und sprach: ,, Sage den Bewohnern des Ortes und Umgegend, daß dieses Wasser alle Krankheiten heilt." Vor zwei Monaten erblickte ein gelähmter Mann aus einem Nachbarorte eine Frau, die ihn aufforderte, nach Uta zu pilgern und von der wunderbaren Quelle dort zu trinken. Er ging hin und wurde gesund. Einer Frau, die gleichfalls gelähmt war, erschien die Madonna und sagte, sie solle Sardava, einen anderen Wunderkurort auf Sardinien, verlassen und nach Uta gehen, wo sie die Gesundheit wiedererlangen werde. Sie nahm den guten Rat an und wurde gesund. Der Pfarrer des Dorfes be­schränkt seine Tätigkeit darauf, die Wunder, die ihm be­richtet werden, weiter zu erzählen und die Opfergaben in Empfang zu nehmen. Oft ist die Zahl der Heilung suchenden Kranken so groß, daß der Brunnen nicht alle aufnehmen kann; man füllt dann große Tonnen mit dem wunderbaren Wasser und läßt die Kranken in diesen Ton­nen ein Bad nehmen. Jezt kommen jeden Tag Hunderte von Kranken nach Uta.

Ein Prozeß gegen König Leopold. Wie ,, The Truth" berichtet, ist es wahrscheinlich, daß die Gräsin Lonyay und die Gläubiger der Prinzessin Luise einen Prozeß gegen König Leopold von Belgien anstrengen werden, um die Auszahlung des Erbteiles, der diesen Prinzessinnen von ihrer Mutter zukommt, zu erlangen. Nach der Auszahlung der kleinen Legate für ihren Kammerdiener und ihre Kammerfrau sowie einige andere Personen beträgt das persönliche Vermögen der verstorbenen Königin ungefähr eine Million Francs. Geseßlich kommt diese Summe ihren Töchtern zu. Aber man glaubt, daß König Leopold be­haupten wird, er habe als Gläubiger ein Vorrecht für das Geld, das er zu wiederholten Malen seiner Gemahlin ge­liehen und das diese ihm niemals zurückgezahlt habe.

[ Eine Erinnerung an Ludwig den Zweiten von Bayern.] Dieser Tage starb zu Nymphenburg der Ver­walter des dortigen föniglchen Schlosses, Leonhard Hu ber. Dieser war 1886 Verwalter des Schlosses Berg und gehörte zu den wenigen Personen Schloßbediensteten und Gendarmen- welche am Abende des 13. Juni 1886 den Assistenzarzt Guddens, den zur Zeit in privatärzt­licher Praxis in München wirkenden Psychiater Dr. Franz Karl Müller, begleiteten, als dieser auf die Suche nach König Ludwig und Dr. v. Gudden ging. Dr. Müller hat den grauenvollen Vorgang in einer kleinen, heute wohl kaum mehr auffindbaren Schrift: ,, Die letzten Tage König Ludwigs II." sehr anschaulich geschildert und er­zählt, wie erst der durchnäßte Hut des Königs mit einer Diamantagraffe, dann seine beiden Röcke gefunden wur­den, bis man im seichten Wasser die Leiche des Königs in Hemdsärmeln, wenige Schritte duvon die seines Leib­arztes entdeckte. Huber half dann auch bei den Wieder­belebungsversuchen, die Dr. Müller an dem starren Kör­per vornahm, bis er wahrnehmen mußte, daß alle ärzt­liche Kunst hier nichts mehr vermochte. Sechzehn Jahre sind seitdem vergangen, und schon lichtet sich, wie der Tod dieses bescheidenen und getreuen Dieners des un­glücklichen Bayernkönigs wieder zeigt, von Jahr zu Jahr bie Schar derer, die Zeugen des tragischen Ausganges seines Schicksals waren.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Urteil im Prozeß Baden- Bruns. Das Schwurgericht 31 Oldenburg berurteilte den Bankier Baden- Bruns, der, wie gemeldet, des Mordes an dem dortigen Amtsrichter Becker angeklagt war, wegen Totschlags zu zwölf Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Der Ober- Staats­anwalt hatte beantragt, den Angeklagten unter Vernein­ung der Frage der Ünzurechnungsfähigkeit des Mordes schuldig zu sprechen, während der Verteidiger auf Frei­sprechung plaidierte, da bei der Tat die freie Willens­bestimmung ausgeschlossen gewesen sei. In der Tat hatte man anfangs allgemein angenommen, daß Baden- Bruns geistesgestört sei, seine Untersuchung in einer Jrrenanstalt ergab jedoch, daß er durchaus mit Vorbedacht gehandelt hatte. Der Tatbestand ist nach den Feststellungen des Prozesses folgender: Baden- Bruns war Leiter der Olden­burger Volksbank, die allerlei faule Geschäfte machte, sich Wucherzinsen dafür zahlen ließ und viele Geschäfte dadurch schließlich zum Zusammenbruch brachte. Unter letteren befand sich auch eine Delmenhorster Ziegelei, die in Kon­furs geriet. Oberamtsrichter Becker wurde mit der Re­gelung dieses Konkurses beauftragt und erhielt so einen genauen Einblick in die Machenschaften und Geschäfte der Oldenburger Volksbank; er unterzog das Gebahren des Di­rektors Baden- Bruns bei verschiedenen Gelegenheiten einer abfälligen Kritik. In seiner Wut darüber begab sich Baden- Bruns in die Wohnung des Oberamtsrichters Becker und ließ diesen, der gerade mit seiner Familie beim Früh­stück saß, herausrufen. Als er dem Becker im Empfangs­zimmer gegenüberstand, zog er plöglich einen Revolver hervor und gab auf den Unglücklichen drei Schüsse ab, die so gut trafen, daß der Oberamtsrichter in wenigen Mi­nuten eine Leiche war. Hierauf ergriff der Attentäter einen Stuhl und zertrümmerte in seiner maßlosen Wut

noch die ganze Zimmereinrichtung seines Opfers. Erst nach längerer Beit gelang es, den Rasend n zu überwältigen.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Karl Vogt II., der Kontrolleur der hiesigen Gewerbebant, ist heute morgen 1/26 Uhr ganz un­erwartet an einem Karfunkelleiden verstorben. Ehrlich­feit, Tüchtigkeit und ganz besonders sein bescheidenes Wesen hatten ihm überall die Zuneigung seiner Mit­menschen gewonnen; nte ist er, trotzdem er allseitig als sehr tüchtiger Beamter bekannt war, egoistisch hervor­getreten. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, daß er das Amt als Kontrolleur, welches er seit 1. Januar 1883 bekleidete, bis zu seinem Tode be­hielt. R. i. P.

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Ein in Gießen wie in ganz Oberhessen sehr be­fannter und hochgeschätzter Eisenbahnbeamter, Herr Regierungs- und Baurat Stünded ist aus seinem Wirkungsfreis, der Direktion Frankfurt a. M., als Ober- Baurat an die Eisenbahndirektion Elberfeld bersegt worden. Dieser für Herrn Stündeck sehr ehren­volle Ruf wird im Frankfurter Bereich ja allgemein bedauert, aber auf der anderen Seite ersieht man, was für ein tüchtiger und verständiger Beamter er ist; seinen Untergebenen begegnet er mit lieber Freundlichkeit. Fast alle großen Bahn- Um- und Neubauten in Hessen( darunter Bahnhof Nauheim, die Stellwerks­anlage auf Bahnhof Gießen, die Vergrößerung der Bahnhöfe Lauterbach, Salzschlirf, Niedergemünd und Lollar, ferner die Strecken Mücke- Laubach, Burg Nieder- Gemünd- Nieder- Ofleiden, Lollar- on­dorf Grünberg, sowie sämtliche Gleisumbauten und Barackenbauten in Gießen) sind Werke der uner­müdlichen Thätigkeit des Herrn Oberbaurats. Alle, die mit dem Herrn Stündeck verkehrt haben, werden dem Scheidenden eine sehr freundliche Wertschätzung bewahren.

Bei den diesjährigen Herbstkontrollversammlungen im KreiseGießen haben, so giebt das Bezirksfommando Gießen bekannt, zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gießen gehörigen:

1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Be­amte der Reserve( Kleiner Dienstanzug: Müße, Waffenrock oder Ueberrock, Achselstücke, lange Hosen oder hohe Stiefel beliebig, bei schlechter Witterung Paletot);

2. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppen­teile und der Ersatzbehörden Entlassenen aller Waffen;

3. diejenigen, der Landwehr 1. Aufgcbots an­gehörigen Mannschaften, welchen ein besonderer Gestellungsbefehl zum Erscheinen bei der Herbst. fontrollversammlung zugegangen ist.

Die Ersazreservisten haben bei der Herbft­fontrollversammlung nicht zu erscheinen.

Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Kontrollpflichtigen anzutreten haben:

A. Zu Gießen

im Hofe der alten Kaserne am Brand für die Bewohner von Annerod, Allendorf a. d. Lahn, Alten- Buseck, Beuern, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffenberg und Herrnwald, Großen- Bus cf, Großen­Linden, Heuchelheim, Klein- Linden, Lang- Göns, Leih­gestern, Oppenrod, Rödgen, Trohe, Wazenborn und Steinberg, Hausen, Wieseck, und zwar:

Am 4. November 1902: 1. Appell vormittags 9 Uhr.

Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve, sowie sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1895 und 1896 eingetreten sind.

2. Appell nachmittags 2 Uhr. Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1897 und 1898 eingetreten sind. Am 5. November 1902:

1. Appell vormittags 9 Uhr. Sämtliche Reservisten der Infanterie, welche in den Jahren 1899, 1900 und 1901 eingetreten sind.

2. Appell nachmittags 2 Uhr. Sämtliche zur Disposition der Truppenteile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften der In­fanterie, sowie sämtliche Reservisten der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld- und Fußartillerie, Pioniere, Eisen­bahn-, Telegraphen- und Luftschiffertruppen.

Am 6. November vormittags 9 Uhr.: Sämtliche Reservisten des Trains( einschließlich Kranfenträger), Sanitäts- und Veterinärpersonals, Büchsenmachergehilfen, Dekonomiehandwerker, Marine mannschaften, sowie zur Disposition der Truppenteile und Ersazbehörden entlassenen Mannschaften der Spezial waffen und die zur Landwehr 2. Aufgebots überzu führenden Wehrleute.

B. Zu Lollar. Am 6. November 1902, nachmittags 2 Uhr 30 min., an dem Bahnhof

für die Bewohner von Allendorf a. d. Lumda, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Lollar, Mainzlar, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lumda. C. Zu Hungen.

Am 7. November 1902, nachmittags 9 Uhr 15 Min., an der Post,

für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd

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