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seiner Vaterstadt Grünberg ein Legat von 80 0000 Mark vermacht, dieses später aber auf 60 000 Mt. und zulegt auf 40'000 mt. bezw. 20000 Mt. herabgesetzt. Da im legten Zusatz des Testaments nicht ganz flar gegeben war, ob nur 20000 Mt. für einen Kindergarten, oder dafür noch weitere 40 000 Mk, die früher für ein Krankenhaus bestimmt waren, der Stadt zu
fie das Schlimmste für die Sittlichkeit ihrer Stadt zu besie das Schlimmste für die Sittlichkeit ihrer Stadt zu befürchten schienen.
** Aus dem Ried, 21. Aug. Der hessische Jagdflub hält zu Anfang des Monats September bei Darmstadt interne Preisschliefen und Schweißsucher für Dachshunde und eine Prüfung von Jagdhunden ab. Am 29. und
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| in den Gartenanlagen überfallen und ihm über 300 Mr. baares Geld und die goldene Uhr geraubt. Braunschweig, 20. August. Beim Entlehren einer Düngergrube wurden 5 Arbeiter durch giftige Gase betäubt. 1 ist tot, 1 schwebt in Lebensgefahr und 3 sind leicht erkrankt.
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fallen sollten, so hatte der Stadt- Vorstand die Ange: Trebur und Astheim) internationale Preissuchen für Jagd- angenehmes Abenteuer zu bestehen gehabt. Er besuchte Aufsichen vo
legenheit dem Justizministerium in Darmstadt zu einem Gutachten, bezw. zwecks Einholuug eines Rates, unterbreitet. Das Ministerium hat nun, nachdem es den Inhalt des Testaments eingehend geprüft bezw. hat prüfen lassen, der Stadt Grünberg geraten die 20 000 Mark anzunehmen und bezüglich der weiteren 40 000 Mark von Erhebung eines Prozesses mit sehr zweifelhaftem Ausgange abzusehen. Der Stadt- Vorstand hat bemgemäß beschloßen. Wann die 20 000 Mt. zur Verwendung kommen, ist noch nicht bestimmt.
** Zu den demnächst stattfindenten Landtags: wahlen schreibt man uns aus Grünberg: Die Wahlbewegung in dem Bezirk Grünberg ist durch die Antisemiten in Gang gebracht worden, indem der Landtagsabgeordnete Herr Bürgermeister Köhler Langsdorf begonnen hat, den Bürgermeistern und sonstigen einflußreichen Persönlichkeiten des Wahlbezirke seinen Freund und Parteigenossen Redakteur Hirschel in Offenbach a. M. als Kandidat vorzuschlagen. Da nun der seitherige Abgeordnete Herr Geheimrat Schönfeld in Schotten erklärt hat, er lehne eine Wiederwahl mit Rücksicht auf sein hohes Alter bestimmt ab, so ist von den anderen Parteien des Wahlbezirks Herr Kaufmann Louis Moll in Grünberg als Kandidat in Vorschlag gebracht worden.- Berücksichtigt man, daß bei der letzten Wahl der hochangesehene, im Bezirk sehr bekannte und beliebte Geheimrat Schönfeld mit nur einer Stimme Majorität über den auch von Herrn Abgeordneten Köhler präsentierten, im ganzen Wahlkreis vollständig unbekannten Fleischhauer siegte, so wäre Herr Kaufmann Moll in Grünberg die einzige geeignete Persönlichkeit, welche in Stadt und Land das nötige Ansehen und den nötigen Anhang hat, um dem antisemitischen Kandidaten die Spize zu bieten. Daß Herr Kaufmann Moll den Wahlkreis auch in würdiger Weise im Landtage vertreten kann und wird, ist jedem außer Zweifel, der Herrn Moll in öffentlichen Angelegenheiten seines Wohnortes hat auftreten sehen. Im Wahlkreise ist man nun endlich auch zu der vernünftigen Ansicht gekommen, nur einen Mann zu wählen, der im Wahlkreise wohnt und sämtliche einschlägigen Verhältnisse fennt.
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** Friedberg, 18. Aug.( Technifer- Verbindung) An der hiesigen Gewerbe- Akademie hat sich eine kathol. TechniferVerbindung Arminia" gebildet. Sie führte sich dieser Tage durch einen Kommers ein, dem der Direktor der Akademie und viele angesehene Mitglieder der katholischen Gemeinde beiwohnten.
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hunde statt. Zugelassen werden nur drahtharige Vorstehhunde, die im deutschen Stammbuch eingetragen und zur Eintragung vorgemerkt sind. Das internationale Preissuchen zerfält in eine Jugendsuche, Feldjagdsuche, Jagd- Gebrauchssuche. Nennungsschluß 15. September.
** Mainz, 21. Aug. Der seit einiger Zeit herrschende Streit zwischen dem Hessischen Viehhändlerverein und den Mainzer Meßgern wegen Befahrens des hiesigen Viehmarktes ist nach langem Bemühen gestern Nachmittag Viehmarktes ist nach langem Bemühen gestern Nachmittag beigelegt worden. In einer stattgehabten gemeinsamen Versammlung, wurde im allseitigen Einverständnis beschlossen, daß sämtliches Vieh, das auf dem Mainzer Markt zuge= trieben wird, der obligatorischen Viehversicherung zu unterliegen habe, und daß die Viehversicherungsfosten gemeinsam von Viehhändlern und Meßgern getragen werden. Der Viehhändlerverein wurde beauftragt, mit einer der bestehenden Biehversicherungs- Gesellschaften dieserhalb in Verhandlung zu treten. Im Interesse der Konsumenten und der Stadt Mainz, sowie der Viehhändler und Megger selbst kann man diese Lösung der schwebenden Frage nur freudig begrüßen. ** Mainz, 22. Aug. Infolge der flauen derzeitigen Verhältnisse beabsichtigt ein altes Schifffahrtsunternehmen auf dem Gebiet der Rheinschifffahrt den Betrieb vollständig einzustellen. Es ist die„ Amsterdamsche RijerileumtoawtMaatschappy, welche ca. 17 Schlepptähne, die zwischen 500 und 1000 Tonnen Tragfähigkeit haben, besitzt.
Vermischtes.
* Zu der Frage: War der Kaiser als Prinz in Paris? schreibt dem„ Berl. Lok.- Anz." noch Herr C. Kohlis, Direktor des" Hotel Kronprinz" in Berlin: Gewiß hat unser jetziger Kaiser die Sehenswürdigkeiten der 1878er Weltausstellung in Paris während einiger Wochen ge
nossen.
Unter einem gräflichen Namen wohnte der damalige 19jährige Prinz Wilhelm in Begleitung zweier Kavaliere in stengstem Incognito in dem von der internationalen Aristokratie damals bevorzugten Hotel Mirabeau, Rue de la Pair Nr. 8; mir wurde die Ehre zu teil, Sr. Kgl Hoheit als Zimmerfellner zugewiesen zu werden. Die Direktion hatte mir aufgetragen, den Prinzen nur in der Landessprache zu bedienen und„, Monsieur le comte" zu titulieren. ,, Monsieu le comte" saß nun eines Tages im Salon vor dem Schreibtisch, als mich die- elektrische Klingel zu ihm rief. Ich klopfte an die Thür: Entrez! Apportez moi donc, s'il vous plait, une autre plume! Une plume--"( Herein! Bringen Sie mir doch, bitte, eine andere Feder.)„ Ein Stahlfeder, zu Befehl, Königliche Hoheit!"( Wir hatten im hotel nur die damals noch beliebten Gänsettelfedern.) „ Ich „ Nanu, woher kennen Sie mich denn?!" werde doch unseren Prinzen Wilhelm kennen, Königliche „ Nun hört doch alles auf! Vor Guch Hoheit!" deutschen Kellnern ist man doch nirgends sicher!" Hierauf folgten noch die üblichen Fragen:" Soldat gewesen? Wo zu Hause im deutschen Vaterlande 2c." Von dem Tage ab gab sich„ Monsieur le comte" mir gegenüber stets als leutseliger deutscher Prinz und sprach mich immer in unserer, in der Fremde doppelt lieblich klingenden deutschen Muttersprache an."
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** Frankfurt als Universitätsstadt. Man schreibt der Frtf. 8tg." Eine medizinische Hochschule, wie sie jetzt in Aussicht genommen werden soll, ist für Frankfurt fein Novum. Frankfurt war so unbekannt die Thatsache auch sein mag bereits einmal eine akademische Stadt. Am 11. Nov. 1812 wurde die von dem Fürsten Primas nach französischem Muster als Fakultäts- Hochschule ins Leben gerufene medizinische Schule eröffnet. Als Dozenten walteten acht ordentliche Professoren, ein Honorarprofessor und ein Privatdozent ihres Amtes. Mit dem Großherzogtum Frantfurt( Dalberg flüchtete Ende September 1813) ging indeß die Hochschule wieder ein, die in dem ersten und einzigen Jahre ihres Bestehens 42 Studenten zählte.( Vgl. Stadtarchiv B 89 No. 54). Die Hochschule war gedacht als Ergänzung zu den Spezialhochschulen in Aschaffenburg( fath. Theologie, Jurisprudenz und allgemeine Kulturwissenschaften) und in Weglar( Juris prudenz), sodaß das Großherzogtum insgesamt einer„ Uni- Medaille) zuerkannt. versität" sich rühmen konnte. Man hatte damals sie Spezialschule nicht nach deutschem Muster den anderen Fakultäten angegliedert, sondern dem sich aufdrängenden und naheliegenden französischen Beispiel nachgebildet, allein deshalb, weil -wie heute die Vorbedingungen in Frankfurt durch die medizinischen Anstalten und naturwissenschaftlichen Institute zu einer medizinischen Fakultät gegeben waren. Die Frankfurter waren allerdings wenig zufrieden mit der Schöpfung des Großherzogs und hatten denn auch in dem Augenblick, als es in ihrer Macht stand, nichts Eiligeres zu thun, als
die Spuren der Akademie zu vernichten, von deren Bürgern
* Auf der Gastwirtsgewerblichen Ausstellung Hamburg wurde der altbekannten MaggiGesellschaft Berlin wieder die höchste Auszeichnung( Goldene
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Halle a. S., 19. Auguft. Der Altmeister der alloren, Salzsiedemeister Karl Moritz, ist in Halle, 85 Jahre alt, gestorben. Moritz gehörte in früheren Jahren regelmäßig zu der Hallorenabteilung, die dem Kaiser zu Neujahr die üblichen Gaben der Salzwirkerbrüderschaft überbrachte.
* Wegen Straßenraub wurde der Musketier Feld mann von der 2 Kompagnie des 58. Inf.- Negts. in Koblenz vom Kriegsgericht zu 5 Jahren Zuchthaus verFeldmann hatte den Hausmeister des städti: schen Museums in Bonn in der Nacht vom 20. April urteilt.
Das am 20. August in Eronberg enthüllte Kaiser Friedrich- Denkmal.
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im Haag eine Werft, und ein nach Java bestimmter Dampffefsel reizte seinen Wissensdurst derart, daß er in das Innere des Kessels hinabstieg, um ihn genau zu besichtigen. Plötzlich fehlte es jedoch zu dieser Besichtigung an dem nötigen Licht. Der Deckel des Mannlochs hatte sich geschlossen und ließ sich trotz aller Anstrengungen nicht wieder öffnen. Nur durch Aufbrechen der Seitenwand des Kessels gelang es nach einstündiger schwerer Arbeit, den Vrinzgemahl aus seinem sonderbaren Gefängnis zu befreien, das er gesund und munter verließ.
Kein Glüd ist dauernd.*)
( Nachdruck verboten.)
Kein Glück ist dauernd! Trug man doch zu Grabe Mein armes Weib, das ich so heiß geliebt, Was ich gefühlt und still gelitten habe, In tiefem Weh das arme Herz erbebt. An's Schicksal stellt ich oft die bange Frage: Warum ward mir kein dauernd Erdenglück? Weltenschöpfer, höre meine Klage, Warum ging fie, blieb einsam ich zurück? Kein Glück ist dauernd! Nur in Gottes Frieden Ist wahre Ruh'! Vergänglich ist die Welt! So lehrt dein Wort, darum sei auch hienieden Des Menschen Hoffen nur auf Gott gestellt! Ich aber frage, tief von Weh durchzittert, Dich ewigen Gott mit thränenfeuchtem Blick: Warum die Trennung, die mich tief erschüttert, Warum ging fie, blieb einsam ich zurück? Kein Glück ist dauernd! Nacht ist es geworden Wo einst des Lebens Sonne mir gelacht! Der Tod mit faltem, schonungslosem Morden Zerstört des Lebens heit're Blütenpracht! Darum, o. Schicksal, höre meine Klage: Warum gabst du mir erst ein snlches Glück? Und zürne nicht, wenn ich dich grollend frage: Warum ging sie, blieb einsam ich zurück? Kein Glück ist dauernd! Mir voll Lieb' ergeben Warst du mir treu in Freude und im Schmerz! Durch dich erwacht' ich erst zum wahren Leben, Denn volles Glück giebt nur ein treues Herz! In Liebe will ich immer dein gedenken, Wie ich es auch auf deinen Grabstein schrieb. Ein frohes Wiederseh'n mag Gott uns schenken, Das sei mein Trost, der ich zucück hier blieb.
*) Vorstehendes Gedicht wurde von einem treuen Leser der „ Gießener Neuesten Nachrichten" eingesandt.
Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.
Aufgebote.
Am 18. Aug. August Karl Wittich, Kaufmann dahier mit Karoline Johanna Tertor in Frankfurt a. M.; Arthur Hugo Raykowsky, Kaufmann dahier mit Margarethe Karoline Maeze in Graudenz. Am 19.: Adam Übrig, Kaufmann in Marburg mit Elisabethe Schük dahier. Am 20.: Adam Becker, Weißbinder in AltenBuseck mit Maria Hofmann dahier. Am 22.: Christian Buck, Milchhändler mit Kunigunde Bager.
Eheschließungen.
Am 16. Aug.: Michael Franz Friedrich Birnbaum, Gerichtsaffessor in Laubach mit Julie Magdalene Fran ziska Elise Wimmenauer dahier; Johannes Friedrich Wilhelm Fiedler, Bauaspirant dahier mit Anna Katha rina Bambach in Bensheim. Am 18.: Nikolaus Rausch, Straßenkehrer mit Katharine Hofmann; Karl Keßler, Metzger mit Frieda Kahn. Am 19.: Sebastián Josef Schmitt, Kaufmann mit Franziska Margarethe Elise Wirsig. Am 21.: Heinrich Schwöbel, Lehrer mit Jo hanna Caroline Elisabethe Pfaff hierselbst; Wilhelm Ernentraudt, Sergeant mit Dorothea Lein.
Geborene.
Am 10. Aug. Dem Pedell am Gymnasium Jo: hannes Fersch ein Sohn, Heinrich Hans. Am 11.: Dem Handschuhmacher Heinrich Henne eine Tochter, Elisabethe Henriette. Am 15: Dem Schreiner Martin
Lämmer eine Tochter; dem Lokomotivheizer Karl Ger lach eine Tochter. Am 16: Dem Hilfsbremser Heinrich Schönhals eine Tochter, Lina Anna Elisabeth; dem Bäcker Leonhard Euler ein Sohn, Adolf; dem technischen Bureau- Aspirant Rudolf Rohrmann ein Sohn; dem Schreiner Heinrich Freihöfer ein Sohn, Hans Peter; dem Taglöhner Philipp Schmidt ein Sohn, Konrad Hermann. Am 17.: Dem Schlosser Peter Bott ein Sohn, Emil Friedrich. Am 18.: Dem Hilfsbremser Heinrich Herr eine Tochter. Am 19.: Dem Eisenbahn bureau- Diätar Peter Josef Wagner eine Tochter, Maria Klara.
Gestorbene.
Am 17. Aug.: Anna Elisabethe Krauße, geb. Liebe henz, 68 Jahre alt, Ehefrau des Wagenmeisters i. P Karl Krauße. Am 20.: Susanna Wacker, geb. Schmal 61 Jahre alt, Ehefrau des Schreinermeisters Jakob Wacker; Anna Schäfer, 1 Jahr alt, Tochter des Cigarrenmachers Friedrich Schäfer. Am 21: Frieda
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Rosenbecker, 1 Jahr alt, Tochter des Taglöhners Johollar, Livell Peter Rosenbecker; Heinrich Kuhne, 51 Jahre alt, Gaft außerdem fom
wirt. Sämtlich dahier.
, Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des be fannten Spezialisten Theod. Konezky in Stein ( Aargau, Schweiz) bei."
Wut ist kaum halb so teuer wie Fleischertrakt.
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bitten wir bjo


