Ile. Am 1. Oftober Reichsbankstelle in
manchmal geredet! Man hört jezt schon die Namen mehrerer Herren nennen, die als Kandidaten für den Wahlkreis aufgestellt werden sollen, u. a. Sanitätsrat Dr. Vogel in Laubach und Oberförster Dr. Weber in Konrads= dorf. Legtgenannter Herr ist den Vogelsbergern eine be= fannte Persönlichkeit, er hat sich um das Aufforsten von Dedungen große Verdienste erworben, ebenso um die Neugestaltung des Sparkassewesens. Seine Wahl würde jedenfalls nur mit Freuden zu begrüßen sein.
** Aus dem Vogelsberge. Einige Ortschaften haben sich zwecks gemeinsamer Wasserversorgung zu einer Wassergenossenschaft zusammengethan, wie Feuerbach und Oberlais. Ein großartiges gemeinsames Projekt tommt gegenwärtig von den Gemeinden Ortenberg, Konradsdorf, Dchartsborn, Wippenbach, Lißberg und Merkenfritz zur Ausführung. Gewaltige Quellen wurden am Oberwald gekauft und die Gesamtanlage dürfte über 20 000 Mt. fosten.
Nebenstelle eröffnet. Theffische Missions rankfurt a. M. zu onferenz 34Jestern im großen Darmstadt thre Dersammlung t Petersen er üßung der Gr En Landgerichts blick über die ch den Schrift Pfungstadt, er das Wort 34 ebangeliige Bedeutung des e Verschiedenheit Der Sendungs Sendungserfolge er evangelischen 1 und warmen er Versammlung. sodann in treff Schönberg über issionsfeste", gegründeten Hes tung der vorges Annahme fanden. Mitglieder und Arbeit tiefer in Missionsfragen eichen durch die eine Bibliothek. ngelische Chrift liegt und der htet. Bei der Vorstandes lt: zum Vor Darmstadt, zum ot, zum Rechner Beifißern Dr. M jungen, Pfarrer in Gießen, Hainer in nter allgemeiner warmen Dant Zum Drte der gewählt.
gebieten.
te man unsere feit rchweih. Der und infolge des enen Ortschaften ermegäste herbei hun- trog der bschaffung unseres
Landwirt einen r Einquartierung, Roft aufgerartet
"
at diese Erzäh g" der breiten aber fein wahres dat gewesen und rtet. Die Sache Infer Kirchweih errlichste Wetter clauf genommen.
** Krofdorf. Mit dem 1. Oktober tritt der hiesige Hauptlehrer Herr Weil, nach einer 54jährigen Amtswirksamkeit und nachdem er vor 4 Jahren unter großer Beteiligung der Gemeinde sein goldenes Amtsjubiläum feiern durfte, in den wohlverdienten Ruhestand. Wir haben hier den gewiß seltenen Fall, daß beinahe ein ganzes Jahrhundert in dieser Gemeiude der Schuldienst von Gliedern derselben Familie ausgeübt wird. Schon sein Vater war beinahe 50 Jahre Lehrer dortselbst. Nunmehr hat die Regierung zu Koblenz den Schwiegersohn, Herrn Lehrer Hoffmann I. zu seinem Nachfolger ernannt und ihm die Befugnisse eines Hauptlehrers übertragen. Möge diese Verbindung für die Gemeinde und die Lehrersfamilie zum Segen sein.
o. Lüzellinden. Sehr gut besucht war unsere Kirchweih; friedlich und vergnügt tobte sich unsere Jugend aus, und die Alten sie amüsierten sich nicht weniger. Flotte Musik sorgte für ein gemütliches Tänzchen und die Wirte auf's Beste für die körperliche Erholung.
-
** Weylar. Herr Katasterlandmesser Hermann Zöllner in Braunfels ist zum Kataster- Kontroleur ernannt und ihm für die Zeit vom 1. November d. Is. ab die Verwaltung des bisher von ihm auftragsweise verwalteten Katasteramtes Braunfels definitiv übertragen worden.
** Kelterobstmarkt in Frankfurt. Zu dem am 22., 23. und 24. Septbr. in der Stadthalle, Klostergasse 14, stattfindenden Kelterobstmarkt liegen bei der Zentralstelle für Obstverwertung zu Frankfurt bereits zahlreiche Angebote und Kaufaufträge vor. Der Markt verspricht einen guten und lebhaften Verlauf zu nehmen. Ausdrücklich sei bemerkt, daß nur Kelterobst gehandelt werden darf.
** Drei Schildbürgerstädchen erzählen die Frankf. Neuesten Nachr.": Die Abderiten, von denen Wieland so lustig erzählt, die Bürger von Schöppenstädt und Strähwinkel, sind noch nicht ausgestorben und selbst in der alten Kaiserstadt Frankfurt, der intelligenzreichen Mainmetropole, passieren manchmal Sachen, die man nicht für möglich halten sollte, wenn man bedenkt, daß hierorts vor jetzt nahezu 400 Jahren das berühmte Buch " Der Grillenvertreiber" herausgegeben wurde, in dem sich der Verfasser über allerlei Schildbürgerstückchen weidlich lustig macht. Die weiſen Herren in Schilda bauten ein Rathaus und vergaßen die Fenster. Haben es die weisen Herren von Frankfurt schlauce an= gefangen? Man baute ein neues Schauspielhaus und vergaß die Kaffenlokalitäten! Man baute eine Einfahrt zu dem neuen Hause und machte sie zu eng! Kein Wagen fonnte durch. Und man machte einen Neubau fürs neue Rathaus, um das Tiefbauamt unterzubringen, und vergaß die Aborte! Jezt klebt man in der Barfüßergasse rasch die doch ziemlich notwendigen Kabinette an den Neubau an. im Theater hat man zwei enge Räume nachträglich für die Kasse eingerichtet und auch die Einfahrt hofft man noch zu furieren. " Wunderseltsame Geschichten und Thaten der Leute von Frankfurt."
**
Frankfurt a. M., 20. Sept. Auf dem 1. Allgemeinen Deutschen Bankiertag sprach Direktor Thorwart Frankfurt über Schaffung eines Check gesetzes und schlug eine diesbezügliche Resolution vor. In der Diskussion sprachen mehrere Bankiers dagegen. Es wurde zu dieser Sache folgende Resolution einstimmig angenommen: Der erste allgemeine Bankiertag erklärt, daß er die Ordnung des Checkverkehrs zwar für eine der Aufgaben hält, deren die Reichsgesetzgebung sich wird unterzieh n müssen, allein er glaubt nicht, daß das Eingreifen der Gesetzgebung ein so bringendes Bedürfnis sei, um zur Zeit deshalb Anträge an die Reichsregierung zu stellen.
um mit uns zu die Nachmittagsie Besucher her r Vereine( zwei ihrem Staminßen und unter Fahnen ging es grunde zwischen its belebt ge bwechslung, von uden auf beiden Letztere waren die je ein Tanz men hier nieder abteilungen ihr ommen hatten fen fonnte man hten Sigreiben echolen. Gegen n die gewohnte noch lange, feh ger Arbeit if eit, wieder voll end hergerichtet en Anblick. Das
Jolz gezimmert
en braunen An
ge Scheibchen, die
en. Die inner
en. Es fönnen nufw. abgehalten
fommt allmählig
gerige Abgeordnete
htlich nicht wieder foll derfelbe im
en, was das Land
hat Herr Weidner
** Frankfurt a. M., 20. Sept. Die Teilnehmer am Bankiertag haben gestern eine Festfahrt nach dem Niederwald Denkmal unternommen.
** Eisenbahnunfall. In Wächtersbach fuhr gestern früh gegen 6 Uhr der Eilgüterzug Nr. 7221 auf einen Güterzug Fünf Wagen entgleisten. Zwei der selben, welche mit leicht brennbaren Stoffen beladen waren, gerieten in Brand und wurden bis auf die Eisenteile eingeäschert. Der Lokomotivführer des auffahren en Zuges wurde leicht verletzt. Weitere Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
**
** Rheinhessen, 19. Sept. Der Ertrag in Frühburgundertrauben dürfte, soweit die bis jetzt abgehaltene Lese ersehen läßt, gleich einem Drittel bis einem halben Herbste sein. Für das Viertel werden 2.30-2.80 Mr. bezahlt. Das Mostgewicht ist 70-85 Grad( Dechsle). Wiesbaden, 19. September. Die im Dambachthal bei einem Maurermeister bedienstete 17 Jahre alte Elisabeth Mertel aus Niederolm bei Mainz machte in der verflossenen Nacht einen originellen Selbstmordversuch. Sie hängte sich vor dem Fenster ihrer Mansarde auf. Der Strick riß jedoch
und das Mädchen stürzte vier Stock tief auf die Straße.| Trotzdem hat sie äußere Verlegungen nicht davongetragen. Ihr Zustand läßt jedoch innere Schäden vermuten. Sie wurde ins städtische Krankenhaus gebracht. Liebeskummer soll das Motiv der That gewesen sein. ** Wiesbaden, 20. September. Im Aarthal ist das Thermometer vorige Nacht unter Null gefallen, so daß viele Gartenfrüchte erfroren sind.
** Koblenz, 12. September. Die diesjährigen Manöver des 8. Armeekorps unter Leitung des kommandierenden Generals Erbgroßherzog Friedrich von Baden waren gegen die früheren grundverschieden. Heuer gab es forcierte Märsche, Gefechte, welche die ganze Nacht andauerten, eine Korpsparade, Brückenschlag, Eisenbahnverladung der Truppen an einem Punkte, kurz alles Uebungen, die sonst nicht in solchem Umfange gemacht wurden. Heute ist es bestimmt hier bekannt, was man schon vor einigen Wochen in wissenden Kreisen sich erzählte, daß im nächsten Herbste in unserer Gegend Kaisermanöver im modernen großen Stile abgehalten werden. Der Kaiser wird während fünf Tagen hier Stadtquartier nehmen und die zahlreichen Gefolge, Stäbe und was dazu gehört werden in den hiesigen Hotels untergebracht werden. Für einen mehrtägigen Aufenthalt der Kaiserin wird eines der Fremdenzimmer( neben den sogn. Sultanszimmern) im hiesigen Schlosse zu einem Boudoir umgebaut. Die Arbeiten haben schon in der verflossenen Woche begonnen. Die Parade des 8. Korps wird vor dem Kaiser wieder auf demselben Gelände bei Urnik- abgehalten, wie im Jahre 1897.
-
In
bei geschlossenen Thüren geführt und nach dem Beschluß der Kammer vertagt. Der Landwirt Heinrich Blez aus Hochweisel steht unter dem Verdacht, an den Oberförster Schlatterer in Buzbach eine Postkarte geschrieben zu haben, Die mit einem fingierten Namen nämlich„ Ruchel" unterschrieben war und die starke Beleidigungen des Gastwirts Dilges in Hochweisel enthielt. Der Angeklagte leugnet die That. Die Sache wird auf den 7. Oktober vertagt.- Der ** Niederlahustein, 19. Sept. In Troisdorf wurde Fruchthändler Markus Grünebaum und der Kaufmann gestern morgen der in Oberlahnstein stationierte Bremser Moses Grünebaum in Groß- Karben hatten wegen anGerhard tot auf dem Geleis aufgefunden. Der Körper geblich falscher Angabe ihres Einkommens und ihres Verwar vollständig in zwei Teile geschnitten. Der Vermögens je zwei Strafen erhalten, eine von 1977 m. und unglückte hinterläßt eine Wittwe und acht Kinder. eine von 100 Mt. Da die Angelegenheit in dieser Sigung nicht völlig geklärt werden kann, wird auch sie vertagt. Der Müller Melchior Jost aus Echzell war wegen Be drohung vom Schöffengericht Nidda abgeurteilt und dabei freigesprochen worden. Hiergegen hatte der Amtsanwalt Berufung eingelegt. Jost, ein nach dem Zeugnis des Echzeller Bürgermeisters braver, harmloser Mann, war von dem Müller Sohl aus Echzell mit nicht wiederzugebenden Beleidigungen traktiert worden. Darauf soll er nun dem Sohl mit" Rehlzudrücken" gedroht haben. Der Jost macht heute selbst nach Ansicht des Staatsanwalts einen sehr guten, der Sohl dagegen einen sehr schlechten Eindrud. Joft wird auf Antrag der Anklagebehörde wiederum freigesprochen. Wezlar war vor einiger Zeit der Karl Lamprecht aus Schwefe als Gymnasiallehrer angestellt. Als er dort entlassen wurde, verübte er, da er kein Geld hatte, mehrere Schwindeleien. So borgte er auf dem Bahnhof in Friedberg den Telegraphisten Wilhelm um 10 Mt. an unter der offenbar falschen Angabe sein Geld sei ihm auf der Fahrt von Frankfurt nach Friedberg von Unbekannten gestohlen worden. Dem Bürgermeister Leun in Großen- Linder gab er seine Uhr und erhielt dafür 13 Mt., auch unter der Angabe, sein Geld sei ihm abhanden gekommen. Der Angeflagte, der nicht zu erscheinen braucht, da eine ihm befreun dete Dame 500 Mt. Raution für ihn gestellt hat, behauptet, nicht ganz zurechnungsfähig zu sein, er leide sehr an Gedächtnisschwäche, verliere oft sein Geld 2c. Die ärztliche Be obachtung ergab jedoch für die Behauptungen keinen zwingenden Anhalt. Vom Schöffengericht in Friedberg hatte er wegen der genannten Vergehen 6 Wochen Gefängnis erhalten. Der Angeklagte, der wegen 5 Betrugsfällen schon mit 9 Monaten Gefängnis vorbestraft ist, dringt mit seiner Berufung nicht durch. Es bleibt bei dem Friedberger Erkenntnis. Fabritarbeiter Wilhelm Bach, der Schuhmacher Ludwig Kühl und der Taglöhner Ludwig Hed, sämtlich aus Schotten sind der schweren Körperverlegung angeklagt. Der wegen ähnlicher Delikte schon sehr oft vorbestrafte Heck machte eines Tages in seiner Wohnung, die sich im selben Hause befindet, wo auch die andern Angeklagten ihr Domizil haben, einen argen Radau. Der Bach und die andern tamen dazu, es entstand eine Keilerei, bei der dem Heck das rechte Auge ausgeschlagen wurde. Wer zuerst angefangen hat, läßt sich nicht feststellen, da andere Beugen als die Angeklagten nicht zugegen waren. Wer Recht hat, vermag das Gericht nicht zu entscheiden; es erkennt deshalb auf Freisprechung sämtlicher Angeklagten. - Der Johann Anton Kröckel, Dienstknecht bei dem Landwirt Joh. Weiß III in Storndorf, hatte vom SchöffenMutter seines Dienstherrn bei einem Streite mit einem Stück gericht Alsfeld drei Wochen Gefängnis erhalten, weil er der
"
** Marburg, 18. Sept. Der erste Preis der Pferdemarkt- Lotterie wurde gestern Nachmittag durch den glücklichen Gewinner K. Lemmer aus Sicherts ausen bei Gastwirt Valentin 3eiß abgeholt. Dem hfeierlichen Akt" der Abholung wohnten ziemlich viel Leute bet. Der Gewinner des vorjährigen ersten Preises, der aus der Gegend von Homberg a. Efze stammte, ließ es sich etwas fosten, als er den schönen Preis in Empfang nahm. Der diesjährige Gewinner war in dieser Beziehung etwas zäh". Er machte eine Zeche von 60 Pfg., setzte sich auf seinen„ eleganten Zweispänner" und fuhr stolz gen Sichertshausen. Das Publikum, das dem„ feierlichen Akt" der Abholung betwohnte, war etwas enttäuscht über den„ trockenen Verlauf" dieses Aftes.
Vermischtes.
* Einen Abfall wie nie zuvor wird die konservative Partei erleben, wenn die Reichstagsfraktion nicht fest bleiben sollte, so hat der Kreuzztg." ein in höherer Stellung im Westen der Monarchie befindlicher einflußreicher Konservativer geschrieben. Von den Großindustriellen sei„ nichts zu erreichen, wenn ihnen nicht gründlich die Zähne gezeigt und sie am eigenen Geldbeutel gefaßt werden. Auf die neuliche Resolution des Centralverbandes giebt es nur eine Antwort, nämlich eine erhebliche Herabseßung der Industriezölle unter allen Umständen."
burg haben die Abgg. Fischbeck und Genossen folgenden An* Zum Parteitag der Freisinnigen Volkspartei in Hamtrag zur Arbeiterfrage eingebracht: Der Parteitag der freisinnigen Volkspartei erklärt sich nach wie vor entschieden gegen jedes Ausnahmerecht in Bezug auf die Arbeiterverhältnisse. Der Parteitag tritt ein für Sicherung und Verallgemeinerung der Koalitionsfreiheit, für Aufrechterhaltung der Freizügigkeit unter Herabseßung der Personentarife auf den Eisenbahnen.
bank. Nach Mitteilung der Länderbank entfernte sich * Unterschlagungen in der Desterreichischen Länderam letzten Donnerstag der Beamte der Hauptkasse Edmund Jellinek vor der Kassenrevision. Die vorgenommene Revision ergab große Unregelmäßigkeiten Höhe von 1 259 000 kronen festgestellt. Jellinek, in der Chekgebahrung. Bisher wurde ein Abgang in welcher flüchtig gegangen war, wurde verhaftet. * Paris, 10. Sept. Ein erschütterndes Eifersucht- Nantes ab. Die dort wohnhafte 53 jährige Hebamme Boisdrama spielte sich in der Nacht zum Donnerstag in robert, die seit einem Monat auf den Tod erkrankt und die Fleischermeister Amiot, der ein schönes Geschäft besißt, mit ihren Zustand genau kennt, wurde von dem 35 Jahre alten der größten Hingebung gepflegt. Amiot war seit langer die Mittel gab, sein Geschäft einzurichten, und zeigte sich Zeit der Liebhaber der älteren Frau, die ihm, wie es heißt, seiner Geliebten gegenüber von einer großen Anhänglichkeit. Kranten betrat, fand sie Amiot blutüberströmt in einem LehnAls am Donnerstag früh die Aufwärterin das Zimmer der stuhle und Frau Boisrobert erzählte ihr mit erlöschender Stimme, sie habe, als Amiot in dem Lehnstuhle eingeRevolver zwei Schüsse auf ihn abgefeuert, die den jungen schlummert war, alle ihre Kräfte gesammelt und aus einem Mann auf der Stelle töteten. Amiot wollte sich nach dem Tode seiner Geliebten, der bald zu gewärtigen ist, verheiraten, gehörte. allein die Sterbende wollte nicht, daß er einer anderen an
Aus dem Gerichtssaal.
Straffammer fitung.
Gießen, 18. September. Landgerichte direktor Dr. Güngerich eröffnet furz nach 8 Uhr die Sigung. Vertreter der Anklagebehörde ist Staatsanwalt Hezel. Der Andreas Wagner von Hers brück ist der Unzucht beschuldigt. Die Berhandlung wird
-
- Der
derart auf den Kopf geschlagen habe, daß eine 2 Rentimeter
lange, aber tiefe Wunde entstand, die von dem Angeklagten verfolgte Berufung wird verworfen. Schluß der Sizung 21/2 Ühr.
-
Neueste Nachrichten.
Berlin, 23. Sept. Nach einem Telegramm der Welt am Montag" aus Hamburg ist das deutsche " Schiff„ Zooland", das in Husum beheimatet ist, mit der ganzen Besatzung untergegangen.
Berlin, 22. Sept. Den Morgenblättern zufolge hat der bon Darmstadt im Frühjahr nach Berlin übersiedelte 24jährige Architekt Patriz Huber am Samstag Abend sich That soll eine Liebes- Affaire sein. in seiner hiesigen Wohnung erschossen. Die Ursache der
Leipzig, 23. Sept. Vorlezte Nacht ist der bekannte Theologe und Senior der theologischen Fakultät der Universität Leipzig, Geh. Kirchenrat Dr. Luthardt im Alter von 70 Jahren gestorben.
Starkenbach, 22. Sept. In Krolo schnitt die TageKindern die Kehle durch. Alle vier sind tot. löhnersfrau Anna Holaczet aus Not sich und ihren drei
wird nicht aufgebahrt. Die Verwesung geht so schnell Brüssel, 21. Septbr. Die Leiche der Königin vor sich, daß die Leiche bereits heute früh in den Sarg energisch verbeten. gelegt wurde. Die Königin hat sich jede Einbalsamirung nicht mehr sehen. Der König wird somit die Leiche Stefanie) hat ein Telegramm gesandt, worin fie ihr Die Gräfin Lonyay( Prinzessin ihrem Vater ausgesöhnt. Eintreffen ankündigt. Wie es heißt, hat sie sich mit Louise nach Brüssel kommt, erscheint völlig ausgeschloſſen. Daß auch die Prinzessin
Der französische Kriegsminister André hat den Redekrieg eröffnet. Zuerst sprach er in Agen, dann in Toulouse und Villefrancs. Ueberall drückte er sich mit militärischer Ungeniertheit aus. In Agen sagte er ungefähr Folgendes: Jeßt, da ich das 16. und 17. Armeekorps habe manöverieren sehen, finde ich sie ebenso herrlich und ebenso vorzüglich auf den Felddienst vorbereitet, wie die berühmte eiserne Division".( Die Division an der deutsch- französischen Grenze.) Mit einer solchen Armee hat Frankreich nichts zu fürchten und ich, der sie befehligte, werde mich glücklich schäßen, sie zum Siege zu führen.
"


