Ausgabe 
20.12.1902 Erstes Blatt
 
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But Suttgart ging ein schweres Gewitter, verbun­ben mit hagelschlag nieder, während zugleich ungewöhn­liche Finsternis herrschte. Darnach trat Schneegestöber ein. Aus Bayern berichtet man von Hochwassergefahren. Das Baabertal bei Regensburg ist überschwemmt; sämt­liche Brücken über die Laaber sind fortgerissen, ausge­nommen die Bahnbrücke bei Alling. Die Arbeiter der Gaspolierwerke in Schönhofen wurden mittels Kähnen gerettet Der Fränkische Kurier" meldet aus Hers. brud, daß bort nachts starkes Hochwasser eingetreten ist; bas ganze Tal ist überschwemmt. Die Begnig bei Nürn­berg ist über die Ufer getreten; die niedrig gelegenen Teile ber Altstadt stehen unter Wasser. Ebenso ist der Main und bie Regnig in fortwährendem Steigen begriffen. Von den Nebenflüssen des Mains wird weiteres Steigen gemeldet.

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Ein Mordversuch auf offener Straße erregte in dem Berliner Stadtteil Moabit große Aufregung. Die 24 Jahre alte unverheiratete Emmy Wienersch, eine Böhmin, ver­fuchte ihren früheren Geliebten, den 26 Jahre alten Zivil­ingenieur Ernst Baer, zu erschießen. Von sechs Schüssen, die die Wienersch gegen Baer abfeuerte, trafen drei. Schwerverwundet wurde Baer nach der Königlichen Cha­rité geschafft, während die Wienersch, die zu fliehen ver­fuchte, festgenommen wurde.

* Zu der Erdbeben Katastrophe in Andischan melbet ber Chef des Depots der Eisenbahnstation Andi­schan: Das Erdbeben zerstörte alle Bauten auf der Station unb in der Stadt. Die Wasserleitung ist unterbrochen, das Inventar liegt unter Trümmern. Das Personal ist ohne Obbach und Mittel und wurde zeitweilig in Güter­wagen untergebracht. Hülfe für die Bevölkerung ist nötig, eine Hungersnot droht. Bis jetzt sind 510 Opfer festge­stellt, unter ihnen sind 10 Russen, die übrigen Einge­borene. Proviant wird in Margelan angekauft, Inventar wird aus Koland gesandt. Es ist angeordnet worden, daß den Eisenbahnbeamten Geldvorschüsse gegeben werden. Das Erdbeben bauert fort. Der Generalgouverneur von Tur­testan ist am 17. Dezember nach Andischan abgereist. Die Beitung Safaspistoe Obosrenje" hat eine Sammlung eröffnet.

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T[ ,, Ons Willemintje" als Schlittschuhläuferin.] Wie alle Bewohner, ob männlich oder weiblich, des Landes ber Wiesen und Kanäle, ist die jugendliche Königin Wil­helmina von Holland eine leidenschaftliche Schlittschuh­läuferin. Sie begnügt sich nicht mit der spiegelglatten, aber eng umschlossenen Fläche der Schloßteiche, sondern macht gern große Touren. Begleitet vom Prinzen Hein­rich und wenigen Hofchargen, begab sie sich dieser Tage auf den Apeldoorner Kanal. Hier legte man die Schlitt­schuhe an, einfach, unerkannt, und fort ging es inmitten der zahlreichen Menge. Ein Augenzeuge berichtet in den Hamb. Nachr.", wie die kleine luftige Gesellschaft dann auf der Fahrt nach Dieren alle Abenteuer des Eissports ge­wissenhaft durchmachte. Ein Eisenbahndamm kreuzte den Beg, resolut Netterte die Gesellschaft hinüber, ohne abzu­binden- ein nicht ungefährliches Beginnen. Die Königin ift aber eine Draufgängerin. Der Prinz und Graf Bentind halfen ihr über die schwersten Stellen hinweg. Dann jagte man wieder weiter, schlüpfte unter Brücken hindurch und tieg über Hindernisse. Freilich, dem Schicksal des Eis­läufers entrann auch die Königin nicht. Just war man im schönsten Zuge, hintereinander laufend an einer Holz­Range, als Graf Bentind, der Vordermann, stolperte, und bie ganze Gesellschaft in unsanfter Weise die intime Be­Panntschaft mit der glatten Fläche erneuerte. Bald ging es indes wieder weiter, denn so ein kleiner Zwischenfall gehört mit zum Vergnügen. Etwas später hatte die Kö­nigin, allein laufend und unerkannt, eine tunstgerechte Rarambolage mit einer brallen Bäuerin, die ihr in recht grobförniger Weise ihr Mißvergnügen bekundete. Die Königin entschuldigte sich höflich und hatte vielen Spaß an dem Intermezzo.

::[ Der gebildete Affe.] An Bord des Lloyddampfers Kaiser Wilhelm" kam, wie Londoner Blätter erzählen, in Plymouth ein Amerikaner an, der einen merkwürdigen Affen( Schimpansen) mit sich führt, für den ihm be­reits Angebote von über 100 000 Mark gemacht wurden, die er jedoch ausgeschlagen hat. Der Affe spielt klavier und schreibt auf der Schreibmaschine. Sein Eigentü­mer ist nach Europa gekommen, um ihn in Berlin einer Operation an der Zunge unterziehen zu lassen, von der er hofft, daß sie dem Affen die Möglichkeit zu sprechen verschaffen wird. Wenn sich der gelehrte Schimpanse nicht in eine Ente verwandelt, dann braucht sich nie­mand mehr der Darwinschen Theorie, nach der wir alle vom Affen stammen, zu schämen. Hut ab vor solchen Ur­ahnen!

Kurzes Allerlei. Die päpstliche Nobelgarde erhält zum 3. März 1903, an welchem Tage das Pontifikatsjubi­läum des Papstes in der Kathedrale bei St. Peter feier­lich begangen werden wird, gänzlich neue Uniformen. Diese bestehen aus einem roten Bams, weißen Lederhosen und hohen Lackstiefeln, wozu noch ein blanker Stahl­helm mit weißem Roßhaarbusche gehört. Die Uniformen find äußerst fostbar ausgestattet, und kommt das Wams allein auf 200 Lire zu stehen.

In Kassel ist soeben ein Gemälde des Professors nadfuß zur Ausstellung gelangt, das den am 29. Of­tober 1898 erfolgten Einzug des Kaiserpaares in Je­rufalem darstellt. Das Gemälde, an dem der Künstler 3 Jahre gearbeitet hat, enthält 40 Borträts.

§ Das Urteil im Prozeß Brandt. Die überraschende Kunde von der Flucht beider Angeklagten hat sich be­Aätigt. Offenbar haben Brandt und Bethke die Situation richtig beurteilt, als sie den auf die Festnahme des Zengen König folgenden sizungsfreien Tag dazu_be­mußten, sich schleunigst aus dem Staube zu machen. Man nimmt an, daß sie sich nach Holland gewendet ha­ben, wo sie mit den Verhältnissen einigermaßen bekannt find. Bisher war ihre Spur nicht gefunden; ihre sted­briefliche Verfolgung steht bevor. Die wahrscheinlich ne­benbei von ihnen gehegte Hoffnung, daß ihr Entweichen eine Bertagung der Verhandlung zur Folge haben werde, ist nicht in Erfüllung gegangen; vielmehr nahm der Pro­zeß in Abwesenheit der Angeklagten seinen Fortgang. Da die Verteidiger offenbar einsahen, daß nach diesem Echritt ihrer Klienten an deren Sache nichts mehr zu retten sei, so hielten sie die Beweisaufnahme nicht mehr burch, weitere Anträge auf. Brandt wurde wegen Belei­digung zu zwei Jahren Gefängnis, Bethke wegen Be­leibigung und Erpressung zu 1 Jahr 6 Monaten Ge­fängnis verurteilt.

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Die heutige Eamstag- Rummer umfaßt 8 Seiten Zeitung, 4 Eeiten Weihnachtsanzeiger, 4 Seiten Seifenblase" und 4 Seiten Land­wirtschaftliche Beilage. Außerdem liegt eine Extra bei­lage von der Buchhandlung Roth, hier, bei.

Die Gießener Neuesten Nachrichten" bringen bie amt­lichen Bekanntmachungen der Stadt Gießen und vieler anderer Behörden Doerhessens; berichten über Reichs- und Landtag in furzem, marfanten Stil, die Politit wird in

Ab Gießen 8.08 abbs. an Frankfurt 10.08 abbi. Sämtliche Büge haben 1.- 4. klasse und können wir den Reisenden die Benutzung derselben nur empfehlen, weil diese Züge auf den Abzweigungsstationen die Anschlüsse ar andere Büge sicherer erreichen, als an die nachfolgender Hauptzüge.

Aus Hessen und nachbargebieten.

albiert, wird Gerr von fervativen und Mattone

en jumal fich Werner

Oorben hat.

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Bomburg v. b. 5. Oberhaufen im Rhei webneten mit einem Geba Stadtbaurat babier ge Mainz, 19. Dez.

Piirent babier, der aus

g. Klein- Linden. Auf ergangene Einladung berwurde bei Hochheim a

unabhängigem Sinne und das Lokale und Vermischte in- sammelten sich vorgestern Abend eine Anzahl Konsum hungert und hatte beid teressant g bracht. Das Feuilleton der Gießener Neue bereinsmitglieder, um die statutengemäße Wahl vorm Rälte ber legten

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ſten Nachrichten" ist anerkannt gut; im Inseratenteil finden unsere Leser gute solide Firmen.

Der Abonnementspreis pro Monat Januar beträgt 60 Pfg. frei ins Haus, ein Preis, der in Anbetracht der Fülle des Gebotenen nicht zu hoch ist.

Giesener Cagesnenigkeiten.

** Stadttheater.

Sonntag, den 21. b. Mts.

zunehmen. Da nach Vereinsbeschluß der Rechner nicht mehr zum Vorstand gehören soll, mußten zwei neue bleibt bis zur Neuwahl in seiner Stellung. Vorstandsmitglieder gewählt werden.

Mainz, 18. Dez.

Der Direktor ben, aber verschoben

e. Großen- Linden, 18. Dez. Dem Knecht des hies Mühlenbefizers Amend stieß bei dem dieser Tage dura

munmehr im Somm werden. Worms, 19. Dez

das eingetretene Tauwetter entstandenen Glatteis ein angen ein wahrer Drl Unfall zu, bei welchem zum Glüd nur Materialschaden blge haben sollte. S entstand. Der Knecht war mit einem schweren Wagen Brandgiebels des

findet eine Wiederholung des Lustspiels Das Theater bol Mehl auf dem Weg nach Dutenhofen und Weglar reaplag um. Die

dorf" bei erhöhten Preisen statt.

Bei Allendorf geriet der Wagen an einer abschüssigen ende Salle des Sch Stelle ins Rutschen, der Knecht sprang bom Wagen Dachwert und begr

und diesr ging in Stücke.- Ein ähnlicher Unfall er­eignete fich bei Lüzellinden.

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letter unter fich. De

rlegt, der Anbere fam

Wölftein. Bei

Auch seine Kraft und diesjährigen Personenftandsaufnahme eine Zunahme von 176 en Treibjagd wurden

Im Orpheum" tritt seit dem 15. d. Mts. der Mann mit dem eisernen Kopf auf. Es Es ist interessant mit anzusehen, wie fich dieser Herr einen mächtigen Stein mit einem schweren Hammer auf dem Kopf in Stücke schlagen läßt. Stemmübungen find durchaus nicht zu verachten und bieten Verehrern der Turnerei einen hochwillkommenen Genuß. Das übrige Programm ist wie immer mit ausgezeichneten Kräften besetzt und sind darunter die Soubretten Frl. Gerdrude Grimm, die lustige Münch nerin Frl. Peppi Pafelli und nicht zuletzt der Humorist Eugen Morré besonders zu loben. Der Saal ist fast jeden Abend bis zum letzten Blaz bejezt, ein Zeichen, daß der Eifer der Direktion gebührend belohnt wird.

)( Wie wir erfahren, ist der verunglückte Rangierer Magnus aus Großen- Linden bereits heute Morgen in der hiesigen Klinik verstorben.

** Eine nicht unerhebliche Verlegung am Knie zog sich in vergangener Nacht an der Ausladehalle des hiesigen Bahnhofes ein Beamter zu, der zwischen zwei Waggon abstürzte.

** PD. Neujahrsbriefe. Bur Sicherung einer schnellen Beförderung und Bestellung der Bostsendungen muß der Bestimmungsort auf den Bostsendungen deutlich unten rechts in der Ede mit großen Buchstaben und darunter die Bohnung des Empfängers angegeben werden. Insbesondere darf in der Neujahrszeit eine genaue Angabe der Wohnung( nach Straße, Hausnummer und Lage ob eine oder zwei Treppen u. s. w.-) nicht fehlen, auch wenn es sich um Personen handelt, deren Wohnung sonst zur Genüge befannt ist. Bei Sendungen nach weniger bekannten Orten versäume man nicht, die Lage des Bestimmungsortes durch Busäße( wie am Rhein", im Oderwald"," in Oberhessen", ,, in Thüringen", in Schlesien" u. s. w.) näher zu be­zeichnen. Bei Postsendungen nach Ortschaften ohne Bostanstalt muß außer dem eigentlichen Bestimmungs orte noch die Bestell- Postanstalt angegeben werden. Bei Briefen nach Berlin ist, außer der Wohnung des Adres­saten, der Bostbezirk( N., NO. u. f. w), in dem die Woh­nung sich befindet, und möglichst auch die Nummer der Bestell Postanstalt( C. 22, W. 9, N. W. 52) anf der Adresse hinter der Ortsbezeichnung Berlin" deutlich und zutreffend zu vermerken. Eine große Zahl von Neujahre: brieffendungen, besonders Postkarten, fällt alljährlich der Vernichtung anheim, weil der Empfsinger nicht zu ermitteln und der Absender auf den Sendungen nicht genannt ist. Es empfiehlt sich daher, die Adresse des Absenders auf der Außenseite der Sendungen oder bei Briefen wenigstens auf dem Briefbogen anzugeben. Den Absendern von Neujahrs­briefen wird ferner empfohlen, die erforderlichen Freimarken möglichst frühzeitig anzukaufen. Denn erfahrungsgemäß ist der Andrang an den Postschaltern am 31. Dezember so farf, daß an diesem Tage leicht Stockungen in der Abfer tigung eintreten. Empfehlenswert ist es auch, Neujahrsbriefe nach außerhalb schon einige Tage vor Neujahr zur Post zu liefern.

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Um den starken Verkehr während der Festtage leichter zu bewältigen, hat die Eisenbahnverwaltung Sonderzüge auf den Strecken Köln- Gießen, Frankfurt- Aschaffenburg, Frank­furt- Staffel, Frankfurt- Wiesbaden, Fulda- Gießen, Gießen­Gelnhausen, Wiesbaden- Limburg eingelegt und ersucht die Reisenden zur sicheren Erreichung des Anschlusses auf den Umsteigeftationen möglichst die diesen Sonder­zügen voraufgehenden Vorzüge schon zu benutzen. Auch Arbeiterzüge werden häufiger fahren, wie sonst.

** Aus Anlaß der bevorstehenden Festtage werden zwecks Bewältigung des Verkehrs wieder verschiedene Sonderzüge gefahren, von denen wir die uns angehenden nachstehend Strede Weglar- Köln:

mitteilen:

Am 24. Dezember: Ab Weglar 6 57 vorm. 3 33 nachm. 6.06 Am 28. Dezember:

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an Röln 11.14 vorm. 7.58 abd*. 10.38"

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Ab Weglar 6.06 nachm. an Röln 10.38 abds. Strede Gießen- Kaffel:

Am 20., 21., 23., 24. und 29. Dezember: Ab Gießen 4.55 nach. an Rassel 8.50 abds. Am 20., 22., 23 und 24. Dezember: Ab Gießen 7.48 abbs. an Raffel 11.16 abbs. Strede Gießen- Frankfurt a. M.:

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Am 21., 23. und 24. Dezember:

Ab Gießen 11 50 vorm. an Frankfurt 2.03 nachm. Am 23., 24. und 29. Dezember und 2. Januar: Ab Gießen 4.54 nachm. an Frankfurt 6.30 abbs. Am 23. Dezember:

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i. Krofdorf. Die Bürgermeisterei Krofdorf hat bei der Personen zu verzeichnen. Die Gesamtbevölkerung der zur hiesigen Bürgermeisterei gehörigen 12 Gemeinden beträgt 3. 8. 9308 Personen. Bei der Viehzählung am 1. Dezember Rinder, 1267 Schafe und 3689 Schweine. Die Biegen wurden diesmal nicht mitgezählt.

mbe Ergebnis ging in& Erre. Mainz, über.

** Aus der Pfalz.

fanden sich in hiesiger Bürgermeisterei 227 Pferde, 5053 eft, die größte Gemein

k. Lehrerheim Bogelsberg bei Schotten. Das Lehrer­

unter der

mern, feierte am 14.

Sa Bildum

** Bom Niederrhein, Rieker rheins herrfchen auge

liebtheit. Die Mitgliederzahl ist im Laufe des letzten Jahres um 300 gestiegen und beträgt jest 1208.. ** Gontershausen, 18. Dezember. Bor einigen Tagen fuhren Mannschaften der Staffeler Sanitäts­kolonne, mit Rettungswerkzeugen zc. ausgerüstet, vom Oberstadtbahnhof in einem in Bereitschaft ge haltenen Hilfszug nach Sontershausen. Anfänglich glaubte man, es habe sich dort ein schwetes Eisenbahn unglück ereignet. Glüdlicherweise war dem aber nicht so, es sollte nur festgestellt werden, in welcher Frist diese Mannschaften zur Abfahrt bereit seien. Dieser erstmalige Versuch gelang vollkommen und ist ein Be weis, wie tüchtig geschult diese Leute sind und daß man sich im Ernstfalle auf sie verlassen kann.

Nassaus und besonders auch Frankfurts immer größerer Begrend derart start, daß b

** Allendorf a. d. L. Befremden erregte s. 3t. die Erbauung eines Vereinshauses an der nach Dutenhofen führenden Straße durch strengreligiöse Gemeindemit glieder.

* Menwied, 18. Dez. Organisation zählt 3713 02: 341 Genoffenfchafter 11837 326 03 Etiftunge

enfonds; mit dem Gef

bart 2097 232.16 betr 46 992.78. Der Geldumfd Marburg, 19. Dez.

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bie Studentinnen ihr bannte bier ein solches bloches Wejen mit Hinter en Vorfall Kenntnis mi Stubben burd Seufzend na

bi ad nod an!"

Aus dem G

Straffam Gi

Ame L. dahier wurde Albertretung zu 4

Dies Befremden tritt gegenwärtig im ver­stärkten Maße nieder in den Vordergrund, bringt doch die Errichtung einer Nebenkirche unsern langjährigen, treuen Seelsorger ein Mißtrauensvotum entgegen, bas dieser auf keinen Fall verdient. Seit einigen Wochen werden auch nach den Gottesdiensten Versammlungenting ber 4 Wochen 5 in dem Neubau abgehalten.

** Gelnhausen, 19. Dez. Heute fand die in Folge Ablebens des Amtsgerichtsrats 8 mmermann- Schlüchtern er­forderlich gewordene Ersazwahl zum preußischen Abgcord­netenhause für den Wahlkreis Gelnhausen- Schlüchtern statt. Abgegeben wurden 207 Stimmen, von benen 105 auf den Landeshauptmann Frhra. Ried sel zu Eisenbach in Rassel ( fons.) und 42 auf den Gutsbesizer Lucke- Batershausen ( Bund der Landwirte) ntfielen. Frhr. Ricdesel ist somit gewählt. Der bisherige Bertreter des Wahlkreises gehörte der freifonservativen Fraktion an.

** Bußbach, 19. Dez. In der vorigen Woche zog sich ein hier bediensteter Knecht aus Eberstadt bei Darmstadt eine fleine Verwundung zu, die er nicht weiter beachtete. Jest trat Blutvergiftung hinzu, an welcher der Ver­letzte starb.

** Frankfurt a. M. Die Abgg. C Ulrich- Offenbach laden die sozialistischen Gemeindevertreter der größeren Städte a. M., Dr. Quard- Frankfurt und A. Treesbach- Mannheim des Rhein und Maingaues zu einer Besprechung über fommunale Notstandsarbeiten auf Sonntag, den 28. Dezember in das Frankfurter Gewerkschaftshaus ein.

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Frankfurt a. M., 19. Dez. Die hiesige Beitung Sonne" hatte in einem Artikel über Trambahnfreifarten den Vorwurf erhoben, die Trambahn überlasse dem Bezirke tommando Freikarten, wofür dieses dann die Angestellten der Trambahn von der Kontrolversammlung befreit. Das Generalkommando des 18. Armeekorps hat aus Anlaß dieses Vorwurfs Klage wegen Beleidigung des Bezirks­fommandos gegen den verantwortlichen Redakteur der Sonne", Rosenthal, erhoben, die heute vor der Straf fammer verhandelt wurde. Es wurde nachgewiesen, daß die Gewährung der Freifarten nicht fausal für die Befreiung von der Kontrole ist. Freifarten bekommen auch andere Behörden, und die Befreiung von den Kontrolversammlungen ist in der Wehrverordnung sogar vorgeschrieben, sobald Billigkeitsrücksichten" vorwalten. Rosenthal wurde wegen Beleidigung aus§ 186 des Str.-G.-B. zu 200 Mt. Geld­strafe verurteilt.

** Darmstadt, 18. Dez. Große Heiterkeit erregte, fo berichtet das Mzr. Journ." aus Darmstadt vom 16. d M., heute in Abgeordnetenkreisen die Mitteilung, daß dem Prä fidenten Gh. Rat Haas eine eiseane Kette zugeschickt worden ist, um den Abgeordnet n Ulrich, der sich neuerdings im Reichstage so ungeberdig und wild zeigte, bei ähnlichem Verhalten desselben im Landtage anzubinden.

** Hersfeld, 18. Dez. Im Wahlfreis Hersfeld- Hünfeld­Rotenburg stellt das Centrum den Landtagsabgeordneten Forstrat Raute( früher in Burghaun) als Randidaten für die Reichstagswahl auf. Auch die Sozialdemokraten stellen einen eigenen Kandidaten auf. Ta andererseits( aber auch der bisherige Abgeordnete, der Antisemit Werner, wieder

bie Landespolizeibehörde , nimmt ihr das Geri

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