Ausgabe 
20.11.1902 Zweites Blatt
 
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6n mist. Simmer

Hiemarffir. 17

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Zweites Blatt.

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Grati@ bellagen Oberbeffische Familienzeitung( täglich) Cherheffische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obit nnd Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.

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Donnerstag, den 20. November 1902.

Gießener

11. Jabraang.

Jujectionsvreis: Die einfvaltige Petitieile für Gießen wie ganz berbessen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3032.

Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. Ferufsrecharschlak Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen.

Die Hochburg der Mode wankt.

Eines Franzosen Klage.

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( Nachdrud verboten.)

trisch. Licht, per fofon Die Pariser fühlen sich neuerdings durch die bösen Lömengah Deutschen wieder einmal schwer bedroht. Sie befürchten In unferem Reubau est ein neues Sedan auf dem Gebiete, das sie bisher he 12 baben wirt Stolz als die ureigenste Domaine gallischer Kul­rschaftswohnungen ir betrachteten: den Modes et Confections. Sie müssen 03immern mit ben fämlich mit Schmerz fonstatieren, daß in den deutschen idtungen per fofort aud froßstädten Toilettenwunder freiert" werden, die Pa­mieten. Desgl. ber Novejer Schöpfungen durchaus das Gleichgewicht halten. Die auch früber in unllische Gitelteit erlaubt es natürlich nicht, einfach den bauten Wilhelmftr. 8 toßen Fortschritt der deutschen Bekleidungsindustrie an­einige 4, 5, 6 u. 7.8ertennen, nein, die Deutschen stehlen den Parisern die odelle, wie sie ihnen im Striege anno 1870 die gol­Birkenstock u. Schnellenen Uhren gestohlen haben. So wenigstens möchte der Zwei- Zimmer. uigaro" jezt die Sache in einem interessanten Artikel Bimmerwohnunarstellen, den er über das Einkäuferwesen in Paris meinem Neubau, Marbhreibt.

ungen.

Be 27, sofort zu vermin Unter allen Pariser Erzeugnissen, heißt es da, um die Ralban sich im Auslande reißt, können die Robe und der Hut -4-8immerwohnreist den ersten Platz in Anspruch nehmen. Sobald Stod fofort zu vermietean daher in Paris sagen hört: Die Einkäufer sind Näb. Marburgerfiragekommen," weiß man sofort, daß es sich um Konfet­Bbl. Rimmer mit oberonäre( Schneider) und Modistinnen der anderen Natio­amerikaniſchen Bfteingafntäufer den internationalen Vorbeimarsch. Es sind oßhändler, die die Pariser Damenkonfektion an die

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Nöbl. Zimmer und an die Schneider ihres Landes wei­

bermieten.

bertaufen. Sie kaufen die leßten Sommermodelle, Websteingasse che die hübschen Pariserinnen um diese Zeit tragen, obl. Zim verwandeln sie in Wintermodelle. Obwohl die mei-­dieser sogenannten ,, amerikanischen" Einkäufer russi­

Krofdorferstr

Im September kommen die Engländer und die Ameri­kaner. Trotz der in Aussicht stehenden, vielbesprochenen amerikanischen Konkurrenz und trop des hohen amerika­nischen Prohibitivzolls kommen doch immer noch ungefähr dreihundert Einkäufer aus Amerika nach Paris. Die Ame­rikaner sind ausgezeichnete Käufer, die nicht handeln und meistens einen vollendeten Geschmack zeigen. Dagegen sind die Engländer nicht fähig, die Feinheiten des Pariser Geschmacks zu schäßen und begeistern sich leicht für schrei­ende oder seltsame Farbenzusammenstellungen, die oft geradezu lächerlich sind. Die Desterreicher sind reizende Leute und liebenswürdige Käufer, aber es kommen nur wenige und ihre Einkäufe sind nicht bedeutend. Dagegen erscheinen die prunkliebenden Mussen in großer Zahl. Was schließlich die Belgier und die französischen Provinzler betrifft, so bringen sie, da die Reise billig ist, meist ihre Zuschneider und manchmal sogar Kind und Kegel mit. Im übrigen sind sie angenehme Kunden...

it oder ohne Bension sof ze oder polnische Juden sind, hat doch die Berührung mit echten Amerikanern, mit denen sie in ihrem neuen Broßer heller Laterlande täglich zusammenleben, sie zu einer so rich­it oder ohne Wohnung inen Auffassung von den Geschäften gebracht, daß sie rkehrsreicher Lage per fofom größten Teile als sehr angenehme Geschäftsverbin­äter zu vermieten. ngen und als sehr ,, business like" bezeichnet werden Näb. Reustadhnen. Dafelbft find awei, faf Etwas später erscheinen die Perliner.( Für die Herren obenschränke mit Griser ist bekanntlich Berlin die Verkörperung Deutsch­nb Schiebthüren u berla Ends, wie sie, wenn sie von Frankreich reden, in Wirk­Airchenplat feit nur an Paris denken.) Auch sie kaufen sehr gat; Zimmer, mit gehören leider nur zu einer gefährlichen Kategorie, Stod, n der man sagen kann: ,, Ich fürchte die Danдer, auch nb Zubehör ju berm. Durch Berſchung des in ſie Geschenke bringen." Trɔß der Summen, die augumann Be er is defer auf dem Markt laſſen, ist ihr Besuch folgenschwer. Sie bren innegehabte Bohm ein erstes Mal in den ersten Tagen des Juli getɔm­cinem ufe Afterweg 29; sie kommen dann im Auguſt wieder, wandern durch foit oder später zu vermi erſten Pariser Häuser und faifen die neuesten Mo­Sanitätsrat Dr. Salle, die auf dem Markte sind. Sobald sie wieder in Einfam möbl. Zimtlin sind, machen sie sich ans Werk und sind nach eini­

zu vermieten

Tagen in der Lage, die mehr oder minder vollendete Sonnenstraßbie des Modells, das sie der Phantasie unserer klei­Pariser Feen entlehnt haben, zu einem Spottpreise Städtisches ubieten. Diese Angebote entführen uns natürlich zahl­he Kunden, denn es wird feinem englischen Käufer allen, vier Wochen später in Paris für eine Robe Mark zu zahlen, die ein Berliner ihm schon für 200

Schlachthat

Heute und Morgen

Kalbfleisch 50 London geliefert hat. 000000000

Viele Pariser Schneider stehen diesem Handel leider 3 sorglos gegenüber. Die Pariser Schneider sind vor

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Gem Künstler, aber nur selten gute Kaufleute. Sie ha

Aus jeder Zeile dieser Jeremiade spricht die ohn­ohnmächtige Wut gegenüber der immer wachsenden deut­schen Konkurrenz, die selbst der Figaro" nicht mehr wegleugnen fann. Denn wenn dies möglich gewesen wäre, hätte er es sicher getan- so aber muß er sich begnügen. seinem Groll in Schmähungen Luft zu machen.

hauptsächlich den sofortigen Gewinn im Auge. Aber ihre geschäftliche Ausbildung meistens ungenügend ist, sie nicht weitblickend und merken nicht, daß der Bo­unter ihren Füßen nach und nach in sich zusam­fällt. Vor zwanzig Jahren noch hätte jeder auslän­he Käufer bei dem Vorschlage, seine Modelle in Ber­zu faufen, laut aufgelacht. Heute kaufen zahlreiche yorker und Londoner Häuser für mehr als 80 000

Pariser Modelle, die in Berlin umgearbeitet oder nehr verstümmelt worden sind, und begnügen sich it, für echte Pariser Modelle unserer ersten Schneider­ster höchstens 8000 Mark auszugeben."

Vermilabtes.

[ Der Nordpol.] Von einer der leßten Truppen­besichtigungen, die der Kaiser vornahm, wird einem Ber­liner Blatt eine hübsche Anekdote berichtet. Der Kaiser fragte einen Gardisten nach dem Namen und bekam zur Ant­wort ,, Andrée". Andrée?" sagte der Kaiser ,,, weißt du denn auch, mein Sohn, daß du einen berühmten Na­mensvetter hast, den Andrée, der zum Nordpol gefahren ist?" ,, Das weiß ich nicht," antwortete der Grenadier treu­herzig, aber unser Herr Hauptmann hat heute früh vor der Besichtigung gesagt, er möchte lieber am Nordpol sein."

eine Segelyacht manöveriert. Es soll eine Schleifleine, welche ins Wasser hinabreicht, dem Winde den erforder­lichen Widerstand leisten. Der Kallon soll zur Rekognoszie rung in Meerestiefen nach unterseeischen Booten dienen, da man auf Grund der Erfahrung eine ebenso größere Tiefe in: Meere zu erblicken vermag, je höher der Beobachtungs­posten ist.

[ Zahme Wildhühner.] Ein Landwirt bei Karzig i. M. hatte beim Mähen ein Gelege von Rebhühnereiern gefun­den und diese auf seinem Gehöfte einer Henne zum Aus­brüten unterlegt. Sobald die ausgekommenen Tierchen flugfähig geworden waren, verließen sie den Hof und suchten eine benachbarte Wiese auf; zur Futterzeit fanden sie sich auf einen Pfiff indes stets wieder ein; seit einigen Tagen kommen sie in Gefolgschaft von zwei alten Reb­Hühnern, mit denen sie auf der Wiese zusammengetroffen sind. Dies Volf Rebhühner wird nun, ohne Scheu vor Menschen zu zeigen, täglich auf dem Gehöft gefüttert.

Es handelt sich hier nicht um gangbare" Artikel, ). um die billige Ware, die in Berlin am richtigen ze ist. Es gibt in Paris bedeutende Firmen, die sich scheuen, sich zu Mitschuldigen der Berliner Einkäufer nachen, indem sie ihnen Zettel mit ihrem Firmenauf­I liefern, so daß der Kunde in Berlin das betreffende jell so und so viele Male als echtes Pariser Modell en tann. Man fann in Berlin auch Fabrikanten von lenbändern finden, die auf Bestellung die Namen der ten Pariser Schneider reproduzieren. Das sind die gen des Besuches der Berliner Einkäufer. Außerdem mt die deutsche Schneiderin, auch eine sehr gefchäfts­e Käuferin, die selbst ihre Auswahl in Paris trifft. kann jedoch bemerken, daß diese Käuferinnen bon zu Jahr seltener kommen, seitdem sie in Berlin mehr oder minder gelungenen Kopien unserer Mo­

000000000 finden

)[ Leuchttürme aus Bambusrohr.] Der französische Konjul in Batavia lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vor­züge des Bambus als Baumaterial für Gerüste und be­merkt, daß in Japan jogar ein Leuchtturm damit erbaut wurde. Die Widerstandskraft des Bambusrohres von etwa 25 Zentimeter Dicke selbst bei einer Länge von 18 Meter ist enorm. Außerdem wird von demselben behauptet, daß es nicht faule, weder in der Erde noch im Wasser und daß es je älter und trockener, desto fester werde.

[ Made in Germany.] Im englischen Unterhause er­klärte der Finanzsekretär des Schazamts auf eine An­frage, vor einigen Jahren waren alle Bleistifte, die für den öffentlichen Dienst verwendet wurden, ausländischen Ursprungs; aber jetzt sei das Stationary- Office in der Lage, englische Bleistifte zu beziehen. Die Telegraphen­bleistifte indessen, die in England hergestellt werden, seien entweder erheblich teurer oder weniger zufrieden­stellend, als diejenigen, welche in Deutschland hergestellt werden. Lettere werden deshalb noch von auswärts be­zogen.

|::| Falsches Gel im Alterium.] Antike falsche Geld­münzen, die genau so aussehen, wie echte, wurden jüngst in großer Zahl in der Nähe von Alexandria( Aegypten) gefunden. Sie sind von guter Prägung, aber minder­wertig hinsichtlich des Gewichts und des Feingehalts. Ein englischer Gelehrter hat festgestellt, daß diese Münzen von einigen der Ptolemäer, die sich durch ihr zügelloses Le­ben auszeichneten, in Verkehr gebracht worden sind. Diese Ptolemäer schreckten nicht davor zurück, falsches Geld aus­zugeben, um sich Geldmittel zu verschaffen, und da sie, wahrscheinlich aus Furcht vor Rom, die Falschstücke nicht mit ihrem Bilde prägen lassen wollten, ahmten sie fünf oder sechs Typen ausländischer Münzen nach, die in Aegyp ten hoch notiert waren. Der englische Gelehrte behaup­tet auch, daß es schon damals Münzensammlungen ge­geben habe, und daß die Fälscher einen großen Teil ihrer Fälschungen bei den Sammlern absetzten.

Kurzes Allerlei. Aus dem Ostseebad 3oppot ist so­eben der letzte Badegast abgereist. Es war dies eine Dame, Fürstin Obolensfi aus Petersburg, die bisher täg­lich in dem eistalten Wasser der Ostsee gebadet hatte. Das Damenbad war für das Publikum schon seit Mitte September geschlossen, aber die Fürstin brachte ihrer Passion ein Opfer und unterhielt den ganzen vorgeschrie benen Dienstapparat im Bade auf ihre Kosten weiter. Die gebildetste Nation der Welt ist nach einer eng lischen statistischen Tabelle die deutsche. In Deutschland besucht ein Mann unter 213 die Universität, in Schott­land einer unter 520, in den Vereinigten Staaten einer unter 2000 und in England einer von 5000.

[ der Sonntag des Königs.] London befindet sich im Zustande der Revolution. Die Sonntage sind nicht mehr wie früher einsam und traurig. Und das hat die Mode bewirkt. Als Eduard VII. noch Prinz von Wales war, huldigte er dieser Göttin, die die Abwechslung liebt und immer etwas neues auf den Markt bringt, mit gro­zem Eifer. Darin scheint sich auch seit seiner Thronbestei­gung nichts geändert zu haben: er ist noch immer der Stlave oder der König der Mode und führt Neuerungen ein, die bisher für unerhört galten. Weil Eduard seit seiner Rückkehr von Schottland zwei oder drei Sonntage in London verbracht hat, ist es jetzt ,, hochchic", an dem genannten Ruhetage in der Riesenstadt zu weilen. Die vornehme Welt, die außerhalb der Stadt wohnt, kehrt jezt Freitag nach London zurück. Der Samstag wird der Tag der eleganten Theater, und vor und nach der Vorstellung, beim Dinieren und beim Soupieren, sieht man in den Restaurants ,, à la mode", d. h. in den großen Hotels, nur Herren im Frack und weißer Kravatte und Tamen in start, aber sehr stark dekolletierten Toiletten. Dann ist es höchst ,, swell"; sich Sonntag beim Gottesdienst in einer der Kirchen des vornehmsten Westens sehen zu lassen. Eine Neuerung aber fordert immer Opfer. Dieses tötet jenes, und nicht alle können zufrieden sein. In Lon­don gehören jezt die Großkaufleute und die Herren von der Finanz zu den Unzufriedenen. Sie, die ihrer Ge­schäfte wegen die ganze Woche in London bleiben müssen, fönnen natürlich nicht eigens zum Sonntag in die Stadt fahren mit anderen Worten: sie pilgern ohne jedes Uebergangsstadium von dem Wochentag in den Sonntag hinein, und das ist es, was sie so traurig stimmt.

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[ Neuartige Messung von Meerestiefen.] Im Ge­orgskanal zwischen Irland und England beginnt die bri­tische Admiralität in den nächsten Tagen Experimente mit einem Ballon, welcher Segel besißt und ähnlich wie

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[ Ein Neberrad.] Aus Frankreich wird gemeldet, daß ein Motordreirad konstruiert worden ist mit nicht weniger als 32 Pferdekräften, das im stande sein soll, ein Tempo bon 200 Kilometer stündlich zu erzielen. Die letzte Be­hauptung dürfte wohl gelinden Zweifeln begegnen; im merhin hat man es aber mit einer ganz ungewöhnlichen Maschine zu tun. Das Fahrzeug ist ungeheuer lang, so daß es vollständig ausbalanziert erscheint und nicht, wie sonst üblich, beim Vorderrade durch Blei beschwert ist. Jedenfalls ist dieses jüngste ,, Kind des Schnelligkeitswahn­sinns" eine Höllenmaschine. Man bedenke: 32 Pferde­fräfte für ein Fahrzeug, das 240 Kilogramm wiegt, zwei Zylinder, kein Zahnrad- Zwischengetriebe, feine Ketten, überhaupt keine Transmission hat, denn die Motorachse ist ja gleichzeitig die Hinterradachse.

Das Beste aus den Wizblättern. Schwer zu machen. Herr Meier: Ich möchte Sie etwas fragen, Herr Doktor. Gestern machte sich der boshafte Apotheker Berger in der Stammfneipe furchtbar über den Namen Meier lustig da kann ich ihn doch verklagen?" Rechts­anwalt( bedenklich): ,, Hm, hm! Ob nur nicht die Klage von sämtlichen Meiern gestellt werden muß!"

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Verzeihlicher Irrtum. Ein Tauber geht ins Theater, weiß aber nicht, das für das Ballet im legten Moment eine Oper angesezt wurde. ,, Was ist denn das?" fragt er einige Zeit nach Beginn derselben zu seinem Freund ,,, warum wird denn nicht getanzt? Die gähnen ja immer!"

Die Neuigkeit. ,, Kann dir, liebe Kousine, heate große Neuigkeit mitteilen! Rate einmal!"- ,, Ja, wie soll ich das?"- ,, Na, will dich nicht auf die Folter Spannen! Ella Goldheim hat mir ihr Jawort gegeben!" ,, Das ist die Neuigkeit? Du lieber Himmel! Vor vier Wochen hat die mich schon gebeten, ihre Brautjungfer zu sein!"

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Sicheres Zeichen. ,, hältst du es denn auch für wahr, daß Lotte heimlich mit dem Oberförster verlobt ist?" - ,, Aber natürlich! Sie fängt ja schon zu lügen an!" Es spukt. Wo bist du denn jetzt, Lina?" ,, Bei Millern!" Bat is benn der?" Spiritift aber da is et fein! Wenn id wat faput jeschmissen habe, bann fage id, et is janz bon jelber von' t Küchenbrett an de Diele jeflogen, und dann frieje idk noch' n Trink­geld extra!" ( FFL. Bl.)

Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruderei, für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießen.