Ausgabe 
20.11.1902 Erstes Blatt
 
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Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Bei der gegenwärtig herrscher ben falten Bitterung sehen wir uns veranlaßt, auf die nachstehend abgedruckten Beftim mungen des Lofal Reglements betr. bie Reinhaltung und Weg­samkeit der Straßen und Bläse, sowie die Reinhaltung der Ranäle in der Provinzialhauptstadt Gießen vom 10. Rovember 1879 zu verweisen mit dem Bemerken, daß die Schuhmann­schaft aur Ueberwachung angewiesen worden ist. Gießen, 19, November 1902. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler.

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Betreffend Die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen. Walzer, Waldteufel, 8. Variationen über d. Lied: Wenn Abenbtisch. Offerten unter 2454 mit Küche und Bubehör zu ver

Hur Binterzeit gelten noch weiter folgende Bestimmungen. a) Sobald Glatteis entsteht, muß, soweit die Hofraithen mit Einschluß der Höfe, Gärten und sonstigen Grund. ftüden an der Straße oder an öffentlichen Blägen liegen, ber Fukpfab, oder, wenn fein Fußpfad vorhanden ist, die Straße zwei bis drei Fuß breit mit Asche oder Sand genügend bestreut werden. Entsteht das Glatteis Awischen 7 Uhr Morgens und 9 Uhr Abends, so muß sogleich, längstens mit Ablauf der ersten halben Stunde nachher, entsteht es aber in der Nacht, bis 7%, Uhr Morgeng gestreut werden.

b) an den auf die Straße gehenden Dadfandeln, Gossen. steinen und sonstigen Able tungen des Wassers nach der Etraße 2c. muß das auf den Straßenpflastern oder Fuß. pfaben angesezte Eis auf Aufforderung Großherzoglicher Bolizeiverwaltung aufgehauen und weggeschafft werden. c) Außerdem ist bei Frostwetter dafür zu sorgen, daß das etwa vom Innern der Hofraithen ausgeschüntete Wasser nicht durch die Floßrinnen auf die Straße laufen kann. d) Bor den öffentlichen Brunnen ist, so oft es nötig er. scheint, aufeisen und mit Asche oder Sand bestreuen zu lassen.

e) Bei eintretendem Thauwetter sind nach Aufforderung der Lokalpolizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentliche Bät und insbesondere Floßrinnen aufeisen, fehren urd Schnee und Eis alsbald von den Straßen entfernen zu lassen.

1) Tas Fohren mit kleinen Schlitten und das Schleifen auf öffentlichen Blägen und Fußpfaben ist untersagt. Wnn biesem Berbote zuwider dennoch Schleifen entstehen, so find bi jenigen, welchen die Reinigung überhaupt oblicat, auf Auffordern der Bolizeibehörde verbunden, die Schleifen ber Asche

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g) Beim chneefall muß länas ber Sofraithen mit Einschluß

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h) Schnee und Eis darf aus dem Innern der Hofraithen nicht auf die Straße gebracht werden, ohne daß für augenblidliche Begshaffung gesorgt wird.

§ 6.

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Für Befolgung der rorstehenden Bestimmungen find bei Brivatgebäuden, Gärten, Höfen oder sonstigen Grundstüden die Eigentümer derfelben oder diejenigen, welche der Polizei­behörde desfalls als deren Stellvertreter bezeichnet werden bei öffentlichen Gebäuden, Gärten, Höfen oder sonst gen Grund­ftüden die Borsteher, Verwalter, Pächter oder sonstige Ber­fonen, welchen die Reinigung 2c. überhaupt übertragen ist, allein verantwortlich. Die Reinigung derjenigen Straßen­ftreden, wozu nach vorst henden Vorschriften für einen Andern teine Berbindlichkeit befteht, ferner bie Reinigung der öff nt- Herren- Pantoff I lichen Bläge und Biüden, soll auf Roften des Fistus, resp. der Stadt geschehen, soweit sie in deren Eigentum stehen.

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Louis Labroisse ist Brennmaterial an arme Familien zu vergeben. Bewerbungen werden auf dem Bureau des Armenamts( 3immer Nr. 4 der Bürger­meisterei) bis zum 26. d. Mts. entgegengenommen. Gießen, den 18 Rovember 1902.

Die Armen- Deputation der Stadt Gießen.

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