Ausgabe 
20.8.1902 Erstes Blatt
 
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Sekretär Engelbach gibt eingehenden Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes; die Rechnung habe nach Prüfung durch die Oberrechnungsfammer feinen Anlaß zu Beanstand ungen gegeben; in verschiedenen Fragen gab der Vorstand Gutachten an die Regierung ab, besonders bezüglich der Zu­gehörigkeit der Weinküfer zum Handwerk, Vorbereitungen im Hufbeschlaggewerbe, Höchstzahl der Lehrlinge im Buchdrucker gewerbe. Eine Eingabe des Conditorei- Verbandes bezüglich des Verbotes des Hausierens mit Speise- Eis wurde unter­stützt. Einzelne Meisterprüfungen haben bereits stattgefunden, die weiteren sollen im September und Oftober stattfinden. Auch auf dem Gebiete des Lehrlingswesens und wegen un­berechtigter Führung des Meistertitels trat der Vorstand in vielen Fällen ein.

hilfe in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts-| Vorstandswahl, die geheim erfolgte. Wiedergewählt wurden barkeit einschließlich der Grundbuchanlegung. Nr. 28 die Lehrer Wertheimer- Heldenbergen, Oppenheimer dess. Amtsblattes vom 4. August enthält ein Ausschreiben Darmstadt, Mary- Alsheim, Weinberg- Bürgel, Sa ljo­an die Justizbehörden, betreffend die Ausführung der mon- Sprendlingen( Rhh.) und Stern- Echzell; neugewählt Gerichtsvollzieherordnung. wurde Rothschild- Worms.

** Die an den Kanalbauten in Ausstand ge­

tretenen Erdarbeiter werden nicht wieder eingestellt. Es waren keine 50 sondern nur 20.

** In der Versteigerungswut hatten sich heute morgen zwei Kauflustige für billiges" Geld Tische erstanden. Mit der teuren Last auf dem Rücken wollten sie eben heimwärts trotten- als der Kellner des Lokales, in in dem versteigert wurde, wie die Themis hinter ihnen hereilte. Sie hatten die Tische des Wirtes mit er­

Ueber die Einführung des Instituts der Bewischt. auftragten, welche die Ausführungen der Beschlüsse der Handwerkskammer überwachen sollen, entspann sich eine längere Debatte, nach der man den Vorschlag des Regierungs- Kommissärs Dr. Usinger annahm, ausnahms­weise zur Kontrolle der Lehrlingsverhältnisse die Polizei­organe zur Hilfe zu nehmen, da Eile Not thue, wenn nicht die ganzen Kammerbeschlüsse Not leiden sollen. Um allen Schärfen die Spize abzubrechen, soll diese Kontrolle zeitig genug vorher hinreichend öffentlich bekannt gemacht werden.

Spenglermeister Rockel- Darmstadt berichtet über die Einführung des Befähigungsnachweises für die Baugewerbe. Die durch den Vorstand vorgeschlagene Beantwortung des ministeriellen Fragebogens wird gutge­heißen, und man spricht sich prinzipiell für den Be­fähigungsnachweis für den Beruf der Maurer, Zimmerer, Steinmeze, Weißbinder, Stukateure, Bauschreiner, Bauspengler, Installateure, Brunnenmacher, Bauschlosser, Bauschlosser, Dachdecker und Glaser aus. Ein Antrag auf Berücksichtigung der seitherigen örtlichen Verhältnisse wird nach längerer Debatte abgelehnt.

** Landeslehrerverein. Die diesjährige Vertreter­versammlung des hessischen Landeslehrer­vereins, sowie die Hauptversammlung des Vereins provisorisch angestellter Lehrer zur gegenseitigen Unter­stützung in Krankheitsfällen wird am 1. Oktober im Kötherhof zu Mainz mit folgender Tagesordnung ab­gehalten: 1. Jahresbericht für den Landeslehrerverein und den Verein prov. angest. Lehrer in Krankheits­fällen. 2. Rechnungsablage der beiden Vereine pro 1901. 2. Beratung und Festsetzung des Voranschlags pro 1903 und 4 Beratung und Beschlußfassung über Anträge.

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** An dem Zuchtviehimport des landwirtschaft lichen Provinzialvereins für Oberhessen aus der Schweiz findet von seiten der Gemeinden und Landwirte eine recht rege Beteiligung, statt. G sind nämlich bis jetzt gegen 30 Rinder und gegen 60 Biegen, vorherrschend männliche Tiere, bestellt worden. Die Einkaufskommission, bestehend aus den Herren Dekonomierat Leithiger, als Vertreter des Vorstandes und Geschäftsführer des Provinzialvereins und Bürger­meister Gußmann( für den Ankauf von Ziegen), ferner den Herren: Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt Gießen und H. F. Rodemer- Angersbach( für den Ankauf von Rindern), ist in diesen Tagen in die Schweiz abgereist, um die Ankäufe vorzunehmen. Die Versteigerung unter den Bestellern findet voraussichtlich gegen den 30. d. M. in Gießen statt.

Jahnfeier und deutsches Turnfest. Der Gau­Ausschuß der Frankfurter Turnerschaft hat in seiner Sizung am Montag beschlossen, die in Aussicht genommene Jahnfeier in zwei Teilen vorzunehmen. Am 15. Oktober, dem 50. Todestage Jahn's, wird Abends 8 Uhr in der Paulskirche in feierlicher Weise die vom Gau gewidmete Gedenktafel enthüllt und über geben werden. Die Weiherede hat Pfarrer Werner übernommen. Am folgenden Samstag, den 18. Okt., soll dann in einem größeren Saal eine Gedenkrede ge­halten werden. Bei dieser Gelegenheit werden die Sieger vom Gauturnfest verkündigt. Das Gauturn­fe ft wird deshalb später als vorgesehen veranstaltet und zwar am 28. September in einer der Turnhallen. Die Frankfurter Turnerschaft hat nunmehr ein Schreiben an den Vorsitzenden der deutschen Turnerschaft Dr. Die Abrechnung pro 1901/02 wird gutgeheißen und Ferd. Goetz abgesandt, in dem sie sich um die lleber auch der Voranschlag pro 1903/04, welcher mit 23 320 Mtnahme des deutschen Turnfestes im Jahre abschließt, genehmigt. 1907 bewirbt.

Ueber das Genossenschaftswesen berichtet Direttor Pa ech: Er fordert zur Gründung einer Central­Genossenschaftskasse für das ganze Groß­herzogtum Hessen mit Anteilen von 200 Mt. auf und weist darauf hin, daß man im Interesse des Handwerks dem Vorgehen anderer Vereinigungen folgen und baldigst vor­gehen müsse; ca. 20,000 Mt. seien schon gezeichnet.

Mitglied Rosen berichtet über neugebildete Gesellen­Prüfungs- Ausschüsse. Das Recht, Gesellenprüfungen abzuhalten, wurde erteilt: der freien Spengler- und In­stallateur- Innung Worms, der freien Dachdecker- Innung für den Kreis Friedberg in Assenheim, den Ortsgewerbever­einen: Groß- Zimmern, Ingelheim und Gau- Algesheim. Prüfungs- Ausschüsse sind errichtet worden: bei der Barbier­und Friseur Zwangsinnungen Bingen und der für die Landgemeinden des Kreiſes Mainz in Kostheim und der Fleischer- Zwangsinnung für den Landkreis Worms in Hamm. Ein diesbezügliches Gesuch des Handwerkervereins Reichels­heim wird abgelehnt, da die gesetzlichen Vorbedingungen hier­zu fehlen.

Ueber die Umbildung der Fortbildungs­schulen in fachliche Fortbildungsschulen be­richtet der Vorsitzende und giebt dem Wunsche Ausdruck, daß sich die Kammermitglieder recht eifrig an der baldigen Um gestaltung beteiligen, zudem man in vielen Städten geradezu großartige Resultate erzielt habe. In Hessen sei ja der An­fang gemacht, doch müſſe man im Interesse des Handwerks eifrig weiterarbeiten.

Gegenüber der von der Handwerkskammer Breslau an­gestrebten Alters- und Invaliditäts- Versicherung der selbständigen Handwerker verhält sich die Kammer vorerst

ablehnend.

Die Lehrzeit im Uhrmachergewerbe wird auf Vorschlag des Verbandes auf 4 Jahre festgesetzt.

Der von dem Vorstand herausgegebene Leitfaden für die Meisterprüfungen wird allseitig bezüglich seiner Ueber ficht und Billigkeit( 75 Pf.) als praktisches Werk

anerkannt.

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** Fortbildungskursus. In der Zeit vom 10. bis 17. September d. Js. findet im Gebäude der Technischen Hochschule zu Darmstadt ein sechstägiger Fortbildungs­fursus für Lehrer und Lehrerinnen des Groß­herzogtums Hessen statt. Für diesen Kursus ist Here Pro­fessor Ziegler aus Straßburg gewonnen, der in sechs auf­einander folgenden Tagen nachmittags von 4 bis 6 Uhr Vorträge aus dem Gebiete der Pädagogik halten wird. An dem im Juni stattgehabten, von Herrn Professor Dr. Berg­hoff- Ising zu Darmstadt geleiteten Kursus nahmen über 400 Lehrer aus allen Teilen Hessens teil. Die Anmeldungen zu dem bevorstehenden 2. Kursus sollen noch weit zahlreicher erfolgt sein. Von verschiedenen Kreisschulfommissionen wurde bereits bekannt gegeben, daß die an dem Kursus teilnehmen­den Lehrer an den betreffenden Nachmittagen beurlaubt sind. Der Beitrag eines Teilnehmers beträgt nur 4 Mark. Der Ueberschuß ist für wohlthätige Zwecke bestimmt.

für Obftber bom 11. bis die Vorwod reiche Abich verzeichnen, zu wünscher legtere, find mäßig went Sorten sehr ift. Die Du wie folgt: beeren Mt. Mt. 18-20 Mr. 8-14,

** Soeben ist das Gesetz über die Errichtung einer Landeskreditkasse erschienen. Wir ent­nehmen ihm, daß diese Landeskreditkasse im Falle des Bedürfnisses die darlehnsweise Leistung solcher Geld­mittel gewähren soll, welche zum Schußze gegen Ueber­schwemmungen, zur Be- oder Entwässerung von Grund­stücken, ferner zu den, in dem Gesetze über die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer, sowie in dem Gesetz über die Feldbereinigung bezeichneten Zwecken oder zu Aufforstungen verwendet werden sollen. Des Weiteren ist die Landeskreditkasse ermächtigt: 1. an Ge­meinden oder weitere Kommunalverbände zur Bestreit­ung von Grunderwerbskosten und Geldbeiträgen zum Bau von Nebenbahnen, sowie der Grunderwerbs- und Baukosten von neuen Kreisstraßen, zur Bestreitung der Kosten der Neuanlage von Wasserleitungen, der Erricht­ung von Schulhäusern, sowie nötiger gemeinnütziger Anstalten, und 2. zur Förderung der Erbauung von Wohnungen für Minderbemittelte, nach Maßgabe der Bestimmungen des hierüber zu er­lassenden Gesetzes, Darlehen zu gewähren.

Aus Hessen und nachbargebieten.

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§ Rodheim a. d. B. Einem hiesigen Geschäftsmann passirte bei seinem Nachhausekommen etwas recht unange­nehmes. Als derselbe die Hausthüre verschlossen fand wohnt auf Miete stieg er, nachdem er vergeblich geflopft, zum Küchenfenster hinein. Der Hausherr war nun durch das entstandene Geräusch erwacht und glaubte jedenfalls, es feien Diebe oder dgl. eingestiegen; er rückte deshalb dem ver­meintlichen Einbrecher mit dem Revolver auf den Leib und sollen die Thürfüllungen etc. glücklicherweise die Kugelfänge abgegeben haben. Der so erschrockene Mieter hatte sich in den äußersten Winkel zurückgezogen um aus dem Bereich der Geschosse zu kommen.

Die Versteigerung des Vortanzes in Hessen. 2. Heft der Hessischen Blätter für Volks kunde", in denen die hervorragendster Gelehrten der Universität Gießen interessante Beobachtungen aus dem Leben hessischen Volkes sammeln, bringt u. a. Lesens­werten einen Aufsatz von O. Schulte( Beuern) Kirchweih im Vogelsberge", in dem man fast alle die Momente wiederfinden kann, welche sich auch bei den ungarischen Schwaben erhalten haben. Ja, am ganzen Mittelrhein von Jülich bis in die Pfalz und namentlich in der Wetterau ist die öffentliche Mädchenversteigerung" zur Kirmes nachweisbar. Seit dem 15. Jahrhundert sind Belege dafür zu finden, und fie ist aus dem uralten deutschen Mailehen" hervor gegangen. Dafür spricht auch der noch in Schwalm übliche Ausdruck Lichstrauß": Die Maifrau schmückt den Hut des Burschen für den Tag mit Bändern und Blumen. Durch dieſe ſymbolische Handlung wird für Beide die Verpflichtung ausgedrückt, im Laufe des fol­genden Jahres nur mit einander zu tanzen. Giebt der Bursche den Liehstrauß"( Lieh= Lehen) weiter, so darf der Besizer desselben mit dem Mädchen tanzen. Wie im ungarischen Schwaben hat die Versteigerung auch in Hessen vor Allem den Zweck, die Kirchweih­kosten, welche die Burschen tragen, aufzubringen. In Großen- Bused z. B. ziehen die Burschen eines Abends auf den Hohberg mit einem Fäßchen Bier und vielen Wecken. Dort werden nun die Mädchen ver­steigert. Komisch ist, daß, nachdem die Burschen sich jeder ein Mädchen ersteigert haben, der Rest der Mädchen in comulo verstrichen und für ein paar Pfennige dem Meistbietenden zugeschlagen wird. Ganz ähnlich ist es in Beuern. Doch hier stehen die Bräuche, auch in Nieder- Gemünden, mehr in der Luft es ist eher ein Spaß, während in Engelrod das Mädchen durchaus an das Resultat der Versteigerung gebunden ist. Aber die Alten von Beuern wissen ganz gut, daß es sich ur­sprünglich um die ersten 3 Tänze handelt, und der Bursch tanzt auch in der Regel den ersten Tanz mit dem ersteigerten Mädchen. In Engelrod darf sich über­haupt niemand an den drei ersten Reigen" beteiligen, als die Burschen mit ihren Tanzmähd. Nach H. E. Meyer ist die Sitte des dreimaligen Vortanzes bei der Kirmes nach dem Vorbild der dreimaligen Ümführung der jungen Frau um den Herd entstanden. Und daß die Burschen aus fremden Dörfern in Hessen nicht besser dran sind als im ungarischen Schwaben, zeigen die in den Neckversen hervortretenden lokalen Beziehungen, wie überhaupt die Verspottung der Nachbardörfer in Hessen ein beliebtes Thema der Volkspoesie ist.

Ueber das Submissionswesen hat der Vorstand auf dem nächsten deutschen Handwerkskammertage auf Grund der Anträge der Handwerkskammern München, Hannover und Saarbrücken Bericht zu erstatten. 2. Vors. Rockel- Darmstadt als Referent weist darauf hin, daß man dank der Fürsorge der Regierung die meisten Wünsche erfüllt sehe und deshalb weitergehende Anträge nicht stellen wolle, insbesondere da die Regierung durch einen Erlaß an die Kreisämter 2c. beſtimmt habe, daß bei Abbietungen über 20 pet. eine eingehendere Prüfung der Angebote stattzufinden habe.

Ueber den Lehrvertrag zwischen Vater und Sohn berichtet Mitglied Laug- Darmstadt. Er erklärt, wenn man auch von der Notwendigkeit eines solchen Vertrages im all­gemeinen nicht überzeugt sei, halte man es doch für ratsam, im Interesse der striften Durchführung aller beschlossenen Verordnungen auch hier an den Bestimmungen festzuhalten, die einen Lehrvertrag vorschreiben.

Giessener Cagesneuigkeiten.

** Der Kaiser richtete an den Groß= herzog von Hessen folgendes Telegramm: Es ist Wir ein Bedürfnis, Dir nochmals auszusprechen, wie Ich durch die Beweise warmer patriotischer Ge­sinnung im Hessenlande auf der prachtvollen Rheinfahrt und im schönen Mainz selbst hoch erfreut worden bin. Ich darf Dich bitten, Deinem waderen Volfe hierfür Meinen herzlichsten Dank zu übermitteln. Homburg, 16. August. Wilhelm.

** Bon der Universität. Professor Dr. Ludwig Traube in München lehnte den Ruf an die Universität Gießen ab. Er wurde in München selbst zum ordentlichen Professor für lateinische Philologie des Mittelalters ernannt. ** Das Amtsblatt des Ministeriums der Justiz Nr. 27 vom 1. August enthält ein Ausschreiben an die Justizbehörden, betreffend die Kosten der Rechts­

** Nidda, 18. August. Am Sonntag wurde unser neues Kriegerdenkmal eingeweiht. Es ist ein Granit­obelisk mit Brunnenanlage, gekrönt von einem Adler in Bronce. Das Denkmal ist von Herrn Bildhauer Hewel in Gießen ausgeführt worden. Die Koster belaufen sich auf nahe 3000 Mt. Dem Preise ent­sprechend ist die Ausführung technisch sehr wohlgefällig. ** Marburg, 18. Aug. Der Meßzerl.hrling, der neu lich im Schlachthause eine schwere Verlegung mit einem Schlachtmesser im Unterleib erhielt und sich in der Klinit befindet, ist auf dem Wege der Besserung und dürfte

** Der israelitische Lehrerverein im Großherzogtum Hessen hielt am Sonntag seine diesjährige Generalver­sammlung in Frankfurt ab, welche recht gut besucht war. Der Vorsigende des Vereins, Herr Lehrer Wert­heimer- Heldenbergen, begrüßte die Erschienenen. Er besprach sodann die Stellung der israelitischen Religionslehrer in Hessen, die seither sehr mißlich gewesen sei. Hiernach erfolgte Hessen, die seither sehr mißlich gewesen sei. Hiernach erfolgte die Rechnungsablage, welche einen Vermögensbestand von 999,93 Mt. aufwies. Herr Volksschullehrer Rothschild­Worms hielt einen Vortrag über Psalmen im Reli gionsunterricht", der nahezu 1 Stunde dauerte und mit großem Beifall aufgenommen wurde. Seine Aus­führungen erstreckten sich über die Bedeutung der Psalmen und deren Verwertung in der Schule. Als Referent für die nächstjährige Generalversammlung wurde Herr Rabbiner Dr. Goldschmidt- Offenbach bestimmt. Man schritt sodann zur Goldschmidt- Offenbach bestimmt. Man schritt sodann zur

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mit dem Leben davon kommen.

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fand ein hiesiger Einwohner in der Scheune ein Gewehr. ** Langendorf, 17. Aug. Beim Einfahren von Frucht Nicht wissend, daß es geladen sei, legte er auf das Kind des Maurers Notte an, drückte ab und der Schuß zerschmetterte dem Kind das Knie. Noch in der Nacht wurde das arme Opfer nach Marburg gebracht, wo das Bein amputirt wurde.

** Fulda, 19. August. Zu der am 20. Angust in Fulda eröffneten Bischofskonferenz sind, mit Ausnahme der Bischöfe von Posen und Hildesheim, alle preußischen Bischöfe eingetroffen.

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** Wetzlar, 19. August. Beim Besuch der Düssel­dorfer Ausstellung hat der Kaiser dem Modell des Weglarer Domes besondere Aufmerksamkeit geschenkt. ** Lieferungsvergebung. Für die Heil- und Pflege­anstalt Weil münster soll die Lieferung von ca. 40 000 Kilogramm Kornstroh( lieferbar in der Zeit vom 1. September 1902 bis 31. August 1903) bergeben werden. Lieferungsangebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei bis spätestens zum 25. September 1902 an die Direktion einzureichen. Fried erg, 17. Aug. Bei einem heute hier abge­haltenen tyletenfest fand ein Wettringen statt, wobei einec der Ringenden an einem Teppich hängen blieb, zur Erde stürzte und dabei einen doppelten Beinbruch erlitt.

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Frankfurt a. M., 19. Aug. Hausbesitzerverein und Mieterverein beschlossen nach gemeinsamen Verhandlungen die

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