Ausgabe 
19.12.1902 Erstes Blatt
 
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3 Eine Eisenbahntatastrophe wird aus Russisch- Polen gemeldet. Bei der Station Zawierczie stieß der Bliz­zug Cosnovice- Warschau auf einen Güterzug. Mehrere Wagen des letteren und die Lokomotive des Blizzuges wurden zertrümmert. Das Zugpersonal auf der Loko­motive des Blizzuges, bestehend aus vier Personen, wurde lebensgefährlich verlegt. Zwei Personen sollen bereits ge­storben sein. Von den Passagieren des Blizzuges haben einige ebenfalls Verlegungen davongetragen.

- In Sentheim im Elsaß machten drei von ihrer Mutter eingeschlossene Kinder Feuer an; zwei der kleinen er­stickten im Rauch, das dritte ist lebensgefährlich erkrankt. *[ Starke Zumutungen an die Phantasie des Theater. publikums] stellte man, wie Jusserand in einem Pariser Blatte mitteilt, im 16. und 17. Jahrhundert in England. Große Dekorationen, wie in unseren Tagen, tannte man nicht: ein Baum stellte einen Wald dar, ein Glockenturm genügte, um eine Kirche zu martieren. Shakespeare wandte fich gelegentlich der Aufführung von Heinrich V." an das Publikum mit den Worten: Wir wenden uns an Eure Einbildungskraft... denkt Euch jeden Mann, den wir Euch zeigen werden, vertausendfacht; wenn wir von Pferden sprechen, stellt sie Euch in Eurer Phantasie vor; Eure Gedanken sollen uns helfen, in einer Stunde die Er­eignisse von mehreren Jahren zu verwirklichen." Man brauchte nur auf einen Turm eine Zahl zu schreiben, um sich einzubilden, daß 20 000 Mann den Zugang zu diesem Turni verteidigten, und auf das gemalte Tor einer Stadt einen Namen, um an das Vorhandensein dieser Stadt zu glauben. Im Kostüm aber liebte der englische Schauspieler Luxus und Pracht. So arm er auch sein mochte, prächtige Kostüme mußte er haben: der Schauspieler Gabriel Spencer borgte sich 10 Shillings, um sich einen Helmbusch zu laufen; der Schauspieler Borne verpfändete einen Mantel, um sich einen Hut mit Stickereien schmücken lassen zu tönnen. Selbst wenn es sich nur um ,, bürgerliche Dramen" handelte, knickerte man nicht bei den Kostümen. Der Ein­tritt foſtete gewöhnlich 1 Penny für das Parterre, 2 oder höchstens 3 Pence für die Galerien. Das Theater war unter freiem Himmel, so daß das Parterre alle Unbilden der Witterung ertragen mußte. Bühne und Galerien waren zuerst mit Stroh, dann mit Ziegeln gedeckt.

|::|[ Die Baßschrift.] Eine ergößliche, aber stark ,, hoch­sommerlich" flingende Geschichte erzählt das ,, Libauer Lokal- und Handelsblatt": Vor einigen Tagen kam ein junges Mädchen vom Lande, welches des Schreibens voll­ständig unkundig ist, zu einem Libauer Schreiber und bat, er möge für sie an ihren Herzallerliebsten, der in diesem Herbst unter's Militär gegangen sei, einen Brief schreiben; für die Mühe würde sie ihn bezahlen. Als der Brief mit dem Dittate des Mädchens fertig war, bat sie ben Schreiber, er möge ihr das Geschriebene vorlesen. Aber welches Mißgeschick! Als der Schreiber mit seiner Baßstimme vorgelesen hatte, wollte das Mädchen den Brief nicht nehmen; denn sie meinte, daß er nicht so geschrieben wäre, wie sie gesprochen hätte; ihr Schaz würde sich er­schrecken, wenn er in solch einer tiefen Tonlage den Brief zu lesen bekäme, und seine Liebe zu ihr könnte dadurch erfalten. Sie bat darum den Schreiber, er möge doch noch einmal den Brief schreiben, aber so wie sie spräche. Dem Schreiber blieb, wenn er nicht des Honorars verlustig gehen wollte, nichts übrig, als ihr den Brief um einige Ottaven höher vorzulesen. Nun erst wurde die Epistel als gut befunden und zur Post befördert

[ Ein menschliches Chamäleon.] Barnum der Große hat ja in Europa viele Merkwürdigkeiten ausgestellt, aber die merkwürdigste scheint er doch zu Hause gelassen zu haben: Es ist ein junges Mädchen, dessen Haut fast stünd­lich die Farbe wechselt. Von Geburt ist die interessante Dame Mulattin, aber ihre braune Farbe verwandelt sich oft in ein helles Rosa, was einen ganz reizenden Eindruck machen soll. Der Uebergang von Schwarz zu weiß voll­zieht sich stufenweise; man sieht zuerst auf der Haut fleine weiße Punkte erscheinen, die sich nach und nach verdichten und schließlich den ganezn Körper überziehen. Ein ame­ritanischer Reporter, also ein Mann, auf dessen Aussage man sich unter allen Umständen verlassen kann, will sogar noch Wunderbareres entdeckt haben: während ein Fuß ber Mulattin seine natürliche Farbe behält, wird der an­dere weiß wie Schnee. Andere Zeitungsmenschen, die nicht minder vertrauenswert sind, versichern, daß die Wimpern und Augenlider der Mulattin braun bleiben, während die Gesichtsfarbe die einer Camelie ist. Schade, daß diese neu­artige Camelien und Chamäleondame mit dem ihr bom Schicksal verliehenen Pfunde nur in Amerika wuchert!

T[ Elektrizität gegen Dampfkraft.] Der russische In­genieur Dobrotowski will aus dem Imatra- Fall und an­beren Wasserfällen des Wuorens, sowie aus den Flüssen Narowa und Wolchow die Stadt Petersburg mit der elek­trischen Kraft versorgen, welche sie für ihre Straßen­bahnen, Beleuchtung und Fabriksbetriebe nötig hat. Die Unkosten würden für eine Zeit von 50 Jahren 70 Millionen Rubel betragen. Falls aber statt elektrischer Energie Kohlen für oben genannte Zwecke zur Verwendung ge­langen, steigen die Kosten für 50 Jahre auf eine ganze Milliarde.

Kurzes Allerlei. Das deutsche Abiturientenzeugnis wird jezt auch von englischen Universitäten voll aner­fannt. Der Senat der Universität Orford hat beschlossen, jedem, der das Abiturientenzeugnis eines deutschen Gym­nasiums vorlegen kann, das Eintrittsexamen der Univer­sität, die sogen. Responsions, zu erlassen.

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In Venezuela giebt es nach einer englischen Statiſtit 13 558 Spanier, 6154 Engländer, 3729 Holländer, 3179 Italiener, 2545 Franzosen, 962 Deutsche( diese Zahl ist sicher viel zu flein), 82 Dänen und 232 Nordamerikaner, zusammen also 30 441. In Caracas wohnen nach dem­felben Blatte 361 Deutsche und 344 Engländer.

An der Alp Speicherberg am Fuße des Mährenhorns ( Bern) ist eine riesige Rottanne gefällt worden. Der größte Durchmesser auf dem Stock betrug 2,25 Meter, auf 15 Meter Länge betrug der Durchmesser noch 85 Centimeter, bie ganze Länge bis zum Wipfel mißt 40 Meter, der ganze fubische Inhalt beträgt 24,64 Rubikmeter oder 911 Kubitfuß. Die Jahresringe konnten bis auf 275 gezählt werden.

Auf dem Schießplaß zu Havre werden augenblicklich Versuche mit einem Riesengeschütz angestellt, das 15 Meter Länge hat und 42 000 ilogramm wiegt. Dasselbe schleu­dert Geschosse von 600 Kilogramm Gewicht auf Entfer nungen von 18 Kilometer. Es ist das einzige Geschüß, das in solchen Dimensionen existiert.

Der bei dem Düsseldorfer Artillerieregiment Nr. 7 dienende Kanonier Paul Kann hatte am 30. November einen jungen Rekruten seines Truppenteils namens Sa­blowsfi mit einem Austlopfer in barbarischer Weise miẞ­handelt. Das nahm sich der Mißhandelte so zu verzen, daß er noch zur selben Stunde in der Reitbahn seinem Leben ein Ende machte. Kann wurde vom Kriegsgericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Venezolanische Soldateska. Stizzen aus dem folumbisch- venezolanischen Kriege.- ( Nachdruck verboten.)

Von der Kriegführung und den soldatischen Sitten unserer jeßigen Gegner, der Venezolaner, giebt in einem amerikanischen Blatte ein Deutscher eine fesselnde Schilde­rung. Er lebte zur Zeit des Ausbruchs der lezten friega rischen Unruhen zwischen Kolumbien und Venezuela in San Cristobal, der Hauptstadt des venezolanischen Staates Tachira, als sich dort plötzlich die Nachricht verbreitete: Die Kolumbianer haben San Antonio überfallen, aus­geplündert und zerstört und sind im Anmarsch auf die Stadt San Cristobal. Die Nachricht wirkte auf die Menge wie ein Spazierſtock in einem Ameisenhausen. Die ,, Gar­nison" rückte an und besetzte die Ausgänge des Marktes und der Stadt. Wer in der Stadt war, hatte zu bleiben, hinaus wurde niemand mehr gelassen.

Nun wurde rekrutiert. Alles, was sich an Land­streichern, Landleuten u. s. w. in den Straßen umhertrieb, furzum, jedes männliche Wesen, das älter war als 12 Jahre, wurde Soldat. Der Unterschied zwischen dem besse­ren und geringeren Volke bestand nur in der Hals- und Fußbekleidung. Wer ohne Kragen und Schuhe und dazu etwas schlampig einherging, wurde, wie immer in Not­fällen, ohne weiteres gepreßt, während die glücklichen Be­siger von Kragen und Schuhen das zweifelhafte Recht hatten, sich freiwillig melden zu dürfen. Die ,, Garnison" besteht aus ungefähr 800 Mann, deren Tuchausrüstung ein mit gelber Lige verunziertes blaues Leinwandzeug ist. Als Kopfbedeckung diente meistens eine Art Käppi, viele zogen jedoch Palmstrohhüte von tischplattenartiger Dimen­sion vor. Ein Viertel der Leute ging barfuß, der Rest trug Sandalen, in denen sich ganz famos marschieren läßt. Durchweg gut aussehende deutsche Mausergewehre dienten als Bewaffnung, dazu kamen Patronengürtel à la Bur und deutsche Seitengewehre. Die Soldaten machten schon vor der Einreihung der Unfreiwilligen mehr den Eindruck einer schlecht organisierten Räuberbande, doch wie das Fähnlein nach Einreihung der Neulinge aussah- es ist schwer zu beschreiben.

Ein buntes Durcheinander, keine Rücksicht auf Größe und Figur! Ein blaugekleideter Soldat steht neben einem Landmann, der ein ,, Ruana"( vierediges gestricktes Zeug, durch dessen Schlitz in der Mitte der Kopf hindurchgesteckt wird) trägt. Einen Kaffesack a. D. trägt der Nächste; er be­sizt kein Ruana, dafür aber eine Unterjacke. Ein junger Bengel von 12 Jahren steht neben einem alten grau­haarigen Manne. Die Gewehrhaltung ist, wie ein preußi­scher Unteroffizier sagen würde, saumäßig". Pedro hält sein Gewehr, wie man wohl beim Tanze ein Mädel im Arm hält. Pablo trägt das Gewehr unter den Arm ge­flemmt, wie man z. B. einen Regenschirm nicht tragen soll. Franzisko hat das Gewehr auf der Schulter, aber in etwas ungewöhnlicher Art: den Kolben hoch in der Luft, während das Ende des Gewehrlaufs als Griff dient. Falls der Drang nach Abwechselung zu groß wird, macht sich Fran­zisko durchaus keine Gewissensbisse daraus, das Gewehr durch Dick und Dünn nachzuschleifen. Zwei kleine Jungen hatten es sich besonders bequem gemacht, sie trugen ihre Gewehre, wie man eine Tragbahre trägt, und quer über den Lauf hatten sie ihre Patronengürtel, Seitengewehre, Trinkschalen, Bananen und kleinen Kochkessel gelegt. Viele der armen Teufel hatten kaum eine Ahnung, warum und wofür sie fämpften, hatten taum je vorher ein Gewehr in den Händen gehabt. Sie betrachteten ,, el maus", wie sie das Mausergewehr nannten, als Instrument zum Knallen, als schönes, großes, unverständliches, geheimnis­volles, leider aber etwas schweres Spielzeug.

Der Verkehr der Manschaften mit den Vorgesetzten ist höchst zwanglos und gemütlich, die gebräuchliche An­redeform auf beiden Seiten ist: ,, Holà! compadre", was deutsch etwa ,, heda, Gevatter" oder Na, Herr Nachbar!" heißen würde. Fühlt ein Mann im Gliede das Bedürfnis zu rauchen, so tut er es, ohne viel zu fragen; der Unter­offizier reicht ihm freundlich ein Streichholz, in der Hoff­nung, als Lohn eine Zigarette zu erwischen. Zur Er­langung der Generalswürde im venezolanischen Heere ist folgendes erforderlich: ein großes Maul, etwas Geld, einige Freunde und ein Fernglas! Das Pferd wird unter allen Umständen geborgt"...

Geradezu barbarisch zeigten sich die Soldaten nach der Schlacht. Die meisten waren damit beschäftigt, ihre gefallenen Kameraden auszukleiden. Jedes Stück Zeug, mochte es noch so blutig und zerrissen sein, war wertvoll genug, um mitgenommen zu werden. Nach der Ab­rüstung" wurden die Leichen in den Fluß geworfen, oder man schleifte sie ein wenig abseits vom Wege ins Gebüsch. Wenige Minuten später konnte man bereits das heisere Schreien der sich zankenden Aasgeier hören. Für die Ver­wundeten, die nach der Stadt gebracht wurden, war nichts vorbereitet; es gab keine Watte, keine Binden, weder anti­septische Lösungen, noch die mannigfaltigen anderen Ar­titel, die zur Krankenpflege unentbehrlich sind. Sublimat­lösung wurde hergestellt, indem man einen Eßlöffel voll Sublimat aus einem Glasgefäß herausschaufelte, in der Hand tarierte: ,, es mögen wohl ungefähr 20-30 Gramm sein", in ein Gefäß mit warmem Wasser schüttete und einigemale umrührte. Die Anwendung von Jodoform ge­schah folgendermaßen: die kleinen Flaschen, die Jodoform enthielten, zu entkorken, war zu mühsam. Ein Hieb mit dem Messerrücken und der stark duftende Inhalt, mit zahl­reichen Glassplittern untermischt, wurde ohne weiteres auf die Wunden gestreut. Keinem der Aerzte" fiel es ein, die Ringe abzuziehen, oder gar die Hände einer gründ­lichen Desinfektion zu unterwerfen.

Man sieht, viel Ruhm ist aus einem Kampfe mit solchem Gegner nicht zu holen. Um so bedauerlicher aber wäre es, wenn die unbegreifliche Verblendung, mit der Präsident Castro den berechtigten Ansprüchen Deutschlands und Englands höhnend entgegengetreten ist, andauern und neues Elend über das von den ewigen Revolutionen schwer erschöpfte Land bringen sollte.

Die Gewerbebant Gießen

( E. G. m. u. H.)

erläutert Herr Juftige ber Aufsichtsrat tein Benfionsfond

egen

Leib" eine vorschriftsmäßig angezeigte

hielt gestern Donnerstag Abend im Saale des Café wengen für später,

außerordentliche Beneralversammlung ab. Es hatten sich, wie nicht anders zu erwarten, im

fichterates, Herr Rauf Berfammlung heraus berjähriger Sohn ba i

Hinblid auf die wichtige Tagesordnung, sehr viele bieden worden, daß b Mitglieder eingefunden. Trotzdem es nur zwei Punkte hinaus find), einen

waren:

und

Pensionierung von Beamten refp. Witwen derselben

Wahl und Anstellung der Borstands. mitglieder,

dauerte die Stzung doch bis nach Mitternacht.

Auffichtsrates: ber

bon 1000 M zu bem bem Borschlag bes Witwe Bogt bezieht bas volle Gehalt, n Eriovenftandes 900 und Bum zweiten Bunft

Der 2. Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr L. Petri 2., Eel und Anstellu

eröffnete und leitete die Beratungen. führer wurde das Aufsichtsratsmitglied

gliedes Kontrolleur Vogt, der zu jeder Zeit ein zu

Beamte, Herr Louis

Zum Schrift. te der Aufsichtsrat in Eichenauer auch schon verftändig bestimmt. Zu Beginn der Tagesordnung gedachte der enben, Berra Raufman Vorsigende zunächst des verstorbenen Vorstandsmit. Bent einzutreten. 8 berlässiger Beamter war und sein gut Teil dazu beige Billy Mafer, bisher 2. tragen hat zu dem, was die Gewerbebant heute ist, zu lag gebracht. In Abm einem Geldinftitut großen Umfanges; der durch seine he: deren Wahl näher Tüchtigkeit aber auch die Bank bor manchen Verluft die Frage geftellt of Die Versammlung ehrte das eben und Ehrenamter, Andenken des Heimgegangenen durch Erheben von den heben fönne; es vielleid Unser seitheriger Direktor Wagner, geschrieben werde. Die so gab der Vorsigende im Weiteren offiziell bekannt, ist ein beantwortet, daß der bon einem Augenleiden befallen, hat auch sonst noch okgung grogen baby, al ungsvolles Amt nicht mehr ausfüllen resp. bersehen ben aus dem Borond

mit bewahren konnte.

Sißen.

mit Krankheit zu kämpfen, so daß er sein verantwort

fann.

Der Aufsichtsrat hat deshalb beschlossen, in dankbarer Anerkennung für die treu geleisteten Dienfte der Gewerbebant Herrn Wagner zu pensionieren und demselben ein Ruhegehalt zu bewilligen. Eine Koms

er durch Tod und Erfcan

die Leitung doch eine un

So flag bringen fonnte. csen bereit erflärt, alle in Stadtlollegium nieder

mission bestehend aus Mitgliedern des Aufsichtsrates. Berbiltniffe aus dem ff, wurde beauftragt, das Nähere dafür vorzubereiten. dung hin die Bant

Wagner ist ein sehr tüchtiger Beamter gewesen, während seiner 28jährigen Thätigkeit im Vorstand

paben; abgesehen von sei Der Borschlag betr. Wal

terten

bon 211 abgegebenen Stim

204

"

de Gewerbebant hat er hervorragendes geleistettare Ausſprache. Bei und hat einen sehr großen Teil mit zur Ausbauung der Bank dazu beigetragen. wie Kommisson hat das gebührend berücksichtigt und unter Zugrunde­legung des Pensionsgesetzes für hessische Staats­beamte( W. war vor Eintritt in die Gewerbe­bant bekanntlich hessischer Staatsbeamter und hatte seine Prüfung als Gerichtsschreiber mit Note 1' be­standen, wäre also in die 1. Stategorie dieser Beamten­klasse aufgerückt) dem Aufsichtsrat in einer Sizung am 5. Dezember vorgeschlagen, Herrn Wagner mit einem Ruhegehalt von 3600 Mt., giltig vom 1. Januar 1903 ab, zu pensionieren; bis zu diesem Tage bezieht er noch sein volles Gegalt, das ist 4700 Mt.

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In der folgenden Diskussion über diesen Bunft freuzten sich die einzelnen Redner über die Höhe der vorgeschlagenen Bension. Architett Grüning ist für 4000 Mt. Pension; Bäckermeister Löber bekämpft diesen als Antrag vorge­brachten Vorschlag. Fruttig ist ebenfalls der Mei­nung Grüning's und da Wagner, nach Fruttig's Anführungen, im Dienste der Gewerbebant Invalide geworden sei, die Verantwortung des Wagner infolge des enormen Geld berkehr im letzten Geschäftsjahre jezte die Bank 24 000 000 Mark um und in diesem Jahre werden es an­nähernd 35 000 000 Mart immer mehr geworden ist, so fönnten die Mitglieder dem kleinen Mehrbetrag der von G. beantragten Bension ohne Bedenken zustimmen. Rauf mann Bräutigam richtet hierbei an den Aufsichtsrat und Vorstand die Bitte, bis zur nächsten Generalversammlung ein Statut über die Pensionierung der Beamten an der Gewerbebant auszuarbeiten und der Versammlung vorzu­legen, damit man für spätere Fälle dann eine Unterlage habe. Nachdem nochmals aus der Versammlung heraus 4000 Deart unterstützt werden und Bäckermeister Löber den Antrag des Aufsichtsrates für richtig hält, erklärt das Mitglied des Aufsichtsrates, Herr Justizrat Dr. Gut. fleisch, daß hierbei zwei Bunfte in Betracht fämen, die auch der Aufsichtsrat bei Einbringung seines Vorschlages sehr erwogen habe, das ist erstens die Pflicht und zweitens die persönliche Wertschäßung für Herrn Wagner. Wagner ist in den Sielen der Arbeit ertranft, das erkennen wir alle an, trotz alledem fönne er als Mitverwalter fremden Vermögens sich nicht zu einer höheren Summe entschließen, das ist auch die Meinung der anderen Aufsichtsratsmitglieder. Wäre Herr Wagner im Staatsdienste geblieben, dann würden ihm auf Grund der Dienstjahre ebenfalls 3600 Mart zu­fommen, wir haben ihm aber die dem Staate gedienten Jahre angerechnet, gehen also über das gewöhnliche Maß hinaus und geben unsere Bustimmung für 3600 Mart. Ich glaube, so führte Dr. Gutfleisch weiter an, wenn wir ihm diese Summe möglichst ein stimmig bewilligen, so wird ihn das ebenso freuen, als wenn eine Bersplitterung fon­statiert werden müßte. Die Versammlung stimmte auch in diesem Sinne ab; Wagner erhält bis 31. Dezember 1903 sein volles Gehalt, vom 1. Januar 1903 ab 3600 Mart Bension.

Die weitere Sache zum 1. Punkt betraf die Bewilli gung eines Witwengehaltes für die Frau des verstorbenen Kontrolleurs Vogt. Der Verstorbene hat 20 Jahre treu und gewissenhaft der Bank seine Kräfte gewidmet, es fämen auf Grund des hessischen Pensionsgesezes hier 30 Prozent in Frage das sind 780 Mt. Der Aufsichtsrat ist aber auch hier darüber hinausgegangen in Anbetracht der Verdienste Vogts und hat ba Kinder noch da sind, 900 Mt. vor geschlagen. Tie Herren Plantder die Arbeit Vogts rüh mend hervorhob und den Verstorbenen mitunter bis in die Racht hinein auf seinem Poften sand, hier, nebenbei bemerkt, die sehr drastische Aeußerung machte: wo finde man denn heute einen Staatsbeamten, der über die Minute hinaus arbeite, und Karl Schmall schlagen 1500 Mt. vor. Auch

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In der geftrigen madtte Oberbürgermeister hdem die Städte Me Seater cine Union eing canfhin das Großh. Finanzen, dem das Kurt felift, für dieses unte

Beitritt zu der Vereinig met die Stelle eines Le igen- Marburg- Bad Subvention für das Unte 50 Mt, fir Gießen 3 Bei darauf erfolgter orgungen im Betrage tehnungsjahre 1901/02 ahr nimmt das Wort

Das neu zu er sprechen. Er ert cimgendes Bedürfnis

annit endlich einmal bejuchen, aus den Bar fragen, woran liegt eber und weiter find et guten Jahreszeit herbürgermeister giel annt fei, die eing -Neubau einer miljen. Durch der Ethmandt jeten die Euch liegen geblieben zum Frühjahr fo beit beginnen fon me leberzeugung, Berwaltung um die

ler den Wunich a ordnete ihm ge he, daß der je nt der Sache be

lärt, Herr Berbe Arbeit nud da wo Bir zu sorgen, d

mit zu flager ett, bag fic ang der Schul- Bau rigen da, er wolle tiefelben abzugeben oinne Georgis.

machen lajien. manzielle Frage

Thätigteit m efonderen Leiter Berbel bedürfe ehenden Hilfe Soulbausbau b

Stadtv. Sa

Arbeit an Herrn