Ausgabe 
19.11.1902 Zweites Blatt
 
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Das Will ich gern. Indessen

Was mach' ich nur?. Beständig, fie zu essen."

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er weigert sich

Sie wird ihm woll nicht schmecken", sagt Der Doktor da mit Lachen.

In diesem Falle müßte man

Sie eben schmackhaft machen.

Daß er die Suppe essen wird,

Das kann ich garantieren,

Wenn Sie mit Maggi- Würze nur

Es mal dabei probieren."

Aus dem Gerichtssaal.

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Schöffengericht.

H. W.

Gießen, 18. November.

Zur Vorführung fommt der Arbeiter Joppen von au&- wärts, angeflegt wegen Betteln. Das Urteil lautet auf zwei Tage Haft. Eodann wurde aus der Untersuchungs­haft vorgeführt und die Prostituierte Anna Lollot aus Frankenberg Sie ist ang flagt und geständig, die polizei­lichen Kontrolvorschriften übertreten zu baben. Die An­geftaute erhält zwei Wochen Haft. Die Obsthändlerin Frau Sommerlad von Gießen hatte Strafbefehl erhalten, weil sie in der Zeit von 2-3 Uhr Sonntags nachmittags ist ver­fauft hatte. Der Verteidiger bestreitet, daß diese Studen als

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Gottesdienstzeit im Sinne des Gesetzes gelte und macht ferner geltend, daß es doch den Ladeninhabern gestattet sei, während jener Zeit ihre Verkaufslokale off n zu halten. Es erfolgt Freispruch. Agent Arthur Heß von Gießen begründet den gegen einen Strafbefehl wegen Tierquälerei erhobenen Einspruch damit, daß er lediglich seinen Hund wegen Un­fo gsamfeit bestraft hätte. Die 8 ugen befunden jedoch unter Eid, daß sie Aergernis an der Behandlung des Hundes ge­Die Dienst nommen baben. Urteil: 10 Mt. Geldstrafe. magd Lisette Sänger von Hattenrod erfä't wegen Ueber­Sodann tretung der Gesinde Ordnuna 15 Mt. Geldstrafe. fommt zur Verhandlung die Stra suche cecen Oefonom Rölzer von Gießen wegen Vergehens gegn§ 328 R. St.-G.-B. Der Vestr ter der Staatsanwal stafi bontragt vine Gefängnis­strafe von 10 Tagen, eventu a 100-150 Mt. Geld­Strafe. Der Verteidiger hält nur eine Uebertretung vor­liegend un beantragt die Verhängung einer Geldstrafe von höchst ne 30 Wif. Die En scheidung wird am 28. d. Mts., bermittags 10 Uhr, v rfündet. Hierauf wild gegen einen 17 Jahre alten Burschen Nam ns Weigand von Groken Linden wegen Körperverl Bung verhandelt. Der Angeklagte, der sich gegenwärtig in der Fremde au'hält, ist von der Vers pflichtung zum& schinen entbunden und deshalb nicht an­wesend. Nach der Beweisaufnahme wird Angeklagter zu einer Geldstrafe von 40 Mt., event acht Tage Gefängnis v'urteilt. Dem vielfach vorbestraften Taglöhner Peter Jakob zu Gießen wird wieder einmal Körperverlegung zur Last g leat, beg ingen an zwei Tagen an einem Mächen. In anb t acht der geminen und rohen Handlungsweise des An­

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| geklagten beantragt der Amtsanwalt 4 Monate 14 Co Gefängnis. Das Urteil lautet auf nur drei Monate fängn 8, da das Gericht bei einem Fall annimmt, daß Angeflagte gereizt worden sei.

Oeffentlicher Sprechsaal.

( Eingesandt.) Die Latrinenreinigum in hiesiger Stadt soll auf pneumatisch und gerudleifer Wege erfolgen und zwar in der Weise, daß die Wu in den Abfuhi fässern du ch eine auf einem Beiwa.g aufgestellte Luftpumpe entzogen, dann durch ein glei falls auf dem Wagen angebrachtes Ocfchen geleitet m verbrannt werden soll. Die betr. Arbeiter scheinen lb der Wichtigkeit der Verbrennung der giftigen nicht überzeugt zu sein; denn Schreiber Dieses hat ich wiederholt beobachtet, daß besonders in den früher Morgenstunden das Verbrennen der bakterienti schwangeren Luft nicht erfolgt. Die Passanten die Stunden haben doch das gleiche Anrecht auf gefar Luft als die der späteren und möchte man bon rufener Seite Schritte thun, daß dieser Unregelmäßint X. Y. Z gesteuert werde.

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Druck und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm Wilh. Keller'sche Buchdruckerei( gegr. 1783); für die Rdaktion verantwortlich Ibin Klein, Gießen

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NB. Sofern das Verbringen der Cotes- bis zu 6 Centnern - auf die betr. Lagerplätze( Keller, Stall 2c.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Vergütung.

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Di se Firmen beiebnen ebenftebende Preise unserer Gascofes samt Anfuhr wie das Gaswerf und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Centnern.

Die Preise unserer Mascofes für die Abnehmer auß rhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Octroirück ver gütung von 4 Pfennig für den Gentner.

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Freitag, den 21. d. Mts, nachm. 3%, Ah Als Leichen fra im Saale der höheren Mädchensaule dahier( Schillerstraße) stattfindet, ergebenst eingeladen.

Tagesordnung.

1. Mitteilung des Egebnisses der Oberbevision der Rechnung für 1900 durch Großh. Ober- Rechnungs­tammer.

2. Desgleich n des Ergebnisses der Vorprüfung de Rechnung für 1901 durch den bestellten R visor; Entlastung des Rechners.

3. Mitteilung des Ergebnisses der sta tgehabten Kussen­revisionen

4. Verteilung des Ringewinns und B will gung der Mit el:

a. zur Prämiirung von Dienstboten,

b.

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Sparern,

c. zu wohlthätigen und gemeinnüßigen Zwecken. 5. Bw lligung der Kosten für die Pienniusparkasse. 6. Beratung und Fests zung des Voranschlags für 1903 7. Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern:

8. Wahl von vier fehlenden Spark si ve tretern in Gruppe e durch die Vertreter der Grupp. b( Bürger­meister der Landg meinden). Gießen, den 3. November 1902.

Ter Direktor der Spar- u. Leihfasse Gießen.

Wiener.

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