Ausgabe 
19.11.1902 Zweites Blatt
 
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Wr. 270.

Zweites Blatt.

rima Aepfelwein Haus gebracht 60 fa., durch die Poft bezogen viertel

mement preis: in Gießen, abgebolt monatlich 5

J. Arnold.

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Bfteingalie

jährlich Mr. 1.50.

rattabellagen Obe beffische Familienzeitung( täglich) berbeinsch Britschrift für Landwirtschaft. Ob nud Bartenbau, fowie die Gießener Zeifenblasen wöchentlich). Tas Plat erscheint an allen Werktagen nachmittags.

Mittwoch, den 19. November 1902.

Gießener

11. Jabraana.

Suttoreis: Die einipaltige Petit eile für Gießen wie ganz berbeffen, die Kreise Weglar und Wla burg 10 Big. fonit 15 Big.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Vi

Postzeitungelifte No. 3032

Redaktion und Erpedition:( Siesen Neuenweg 28. Ferus, rechanschluß Nr. 362.

Neuelle Nachrichten

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**

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gi ßen.

Vermischtes.

Schließlich sind die Briefau's briften oft in unfeferlichen Schrift zügen g schrieben. Wie leicht fann z. bei undeutlicher ** Von der Poft wird viel darüber gefla t, in mie be- Strift der Ortsnam Sombra für Hamburg, Alteno für Simmern mit den ſchön ich make die Zahl der uranbring! chen Bestferdungen Altona, Barleshaus n für susen glefen werden. mieten. Desal. ber Noben Jahr zu Jahr zunimmt. Nav den uns zugebenen Iche große Laft durch die Sendurgen mit unzulänglicher auch über in uniit ei urg'n it es allerings farm claublich, wie lechtfertig Ausschrift der Post erwöchst a ht z. B. aus der Thatsache anten Wilhelmſtr. 8 u die Abfender bei der Auflieferung der Bestiendungen bervor, daß bei größeren Bostämtern b sondere mit mehreren inige 4, 5, 6 u. 7-3imma bren. N men'lich sind es die Anfichtspest arten, die bei Beamten besetzte Dienststellen bestehen, die sich mit nichts Bi fenftod u Schneider. g nbeit von Ausflügen, auf Re sen us v. vielfach in der- meiter als mit der Ermittelung ungenau addressierter Brief­ater Lane geschrieben werden, hi denen am me sten infindungen befaffen. Daß solche Sendungen, mern der Em­nebſt Rüche, fofort u beri Mezi hung a fündigt wird Dit grua fommt es vor, Näb. Wallthorftroke Nr. 13. au folchen Ra tn die Adreff hlt. Frner wird ut möbl. Wohn- und Sali fig die antierung der Karten veraeff n. was tarn zur gimmer auch einzeln zu benge hat, daß der Empfäng r. statt über die Sendung er Grünbergerftr Re 3 part zu sin, die Annahme aus leicht erfärlichem Verbrus

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ön. möbl. Rimmer sofort ten des von hm abverlanet n Nachporto verwigert. Da päter zu vermieten. ben Täler dr eiren wie der anderen Mrt auch die Ah. Näb. Marktstraße Nr. 11 er fib häufi unzureich nd oder auch gar nicht genannt Oher beller Ladelen so steht die Poft bei aller Tindigkeit der Fae, der ohne Wohnung in ger Empfänger oder der Abs nder der art ist. ratlos Srsreicher Lage per sofort zu vermieten. en über und die Sendurg n leiben uranbrinal ch. Die Näb. Neustadt 53t hat des alb schon au shresten müss n, üb r den Brife afelbft sind zwei, fost nen in Bah ort n, b liebten ueflu sorten, häufig he enschränke mit Glocauft n uefich punften 2c., mo A sichte poftferten in Wass n Schiebthüren zu verfavinliefert werden, Tafeln mit furz n in die Aug n fallenden öbl. Zimmetriften an ubr naen, welche die Absender auf das Er­Kabinet zu vermieten, rnis der vollständigen Aufschrift und der Franfierung ifen, eine Mareael, die in den Beitungen vielf ch­Neuenmen 36 1. aber aus obigen Tha sachen erhellt ihr mit Unrecht one 3 Zimmerwohit. It worden ist. Aber auch bei Briefen und anderen Küche und Rubehör zu vermibungen loss n es die Absender bei der Abfessing der Babnbefitr. 2 Label brift leider nur zu oft an der nötigen Sorgfalt fehlen. chön möbli tes Zimmer Empfänger ift bäufig urgenau bezeic net; es fehlt Vore Mäh Eu miosplay 8 part. Stand, Wohnort, Stra, Hausnummer oder es ft e äumige 4 Zimmerwohnt angegeben, ob der Adr sfat im Vo d r-, Hint r- oder event. mit( Gartenant il, Birte nebäude, im ersten w ten usw Stedmert, rechts oder ab, zu vermieten, beziehbar vm Flur wohnt, A gaben, die namen Ich hei Se. Piebioftrake gen noch großen Städt n bei dem ä figer Woh unge. leine Familienwohnus, d m Ward im Gesbäftsleben und dem unablässinen fort zu vermi ten. Näh. Tiefenmea Nr. 9 bon Fremden, oft unerläßlich find. rner werden Durch Berſegun des de boufi de schlag n ud eft nas vielen Jr farten up mann Be er iſt deffen feite or nonn outer dem Ote dr Feit ng noch ren inneg babte Boban ere te gleichen Namens att und die Ame der es nem ufe Afterweg 29 11 ar später zu vermiet laffen baben, die groar ph ich Lage des Per immu go

t.

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Sanitätsrat Dr. Haupt Enfa möbl. Zimm bermieten

* ntmed r nach Peving Rierunasbenf, od r nach m Fuß Gbg uso genauer zu ezeichnen. Bei burgen rech Londo ten ch P stanstalt wird in den Sonnenitrake if chrif en oft de Nm ft lu en anstalt dera ff

ranfi rterstraße it der erste Stod, bestehend Zimmern Bleichplay. Ga

nd allem Zubehör, forie S ng und Rutfche mob ung. iort zu berm.

Näb.

With Plant, Bahnboiih

3w i3imme und

Dr. Rumseys Patient.

Noman von Dr. Halifar und T. L. Meade. Autorisierte Bearbeitung von C. Wegner.

( Nachbrud verboten.)

Was ich sage, Herr Baron. Man darf nicht einmal sehen,

33 mme wo nunc ich mit Ihnen spreche. Wir dürfen um Gottes willen nicht n meinem Neubau, Marbammen gesehen werden. Ich bin heimlich, von niemandem er­Straße 27, fofort u bermint, nach London gekommen, um Ihnen eine Mitteilung zu 3-4-3imm rwohnud die Augen wie verzweifelt gen Himmel richtend, flüsterte

G. Kabflachen und Sie zu bitten zu bitten o mein Gott!"

III Stod fcfort in bermiete Näh. Marburgerftr

Ein große unmöbirtes

wie bringe ich es ihm nur bei?"

Fuß.

Sie erbleichte bis in die Lippen, sie zitterte von Kopf " Herr Baron", sagte sie endlich gepreßt, man hat Argwohn Argwohn geschöpft?" fragte der Baron verständnislos,

höpft."

Zimmer bopit

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Et phanstraßem er die Stirn fräufelte. Worüber? Was haben arg= reub'ag 6 II Std schche Leute mit mir zu schaffen? Sie ſegen mich in Er­

3- Zimmerwo nung

Küche per fof. ev. später zu

Näb Eüdanlage 10 part

nen, Hetty. Fehlt Ihnen vielleicht etwas? Ich entsinne mich, waren immer ein geheimnisvolles kleines Geschöpf, aber Sie en sich gewaltig verändert, Hetty."

Er wandte sich ihr voll zu und schaute sie prüfend an.

Möbl. Zimm Ich weiß es, Herr Baron, aber das macht nichts. Ich

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e nicht diese heimliche Reise unternommen, um von mir zu en. Herr Baron, bedenken Sie, man schöpft Verdacht

"

Webfteingaffe N. Kommen Sie mit nach Hause und erzählen Sie bort", fagte 2 feine möbl. 3. morey, in dem eine leise, ganz leise Erregung aufstieg. Eine andere

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Emil Bender, Neuft b

pfindung brachten Hettys geheimnisvollen Worte nicht hervor. Ich fann nicht mit in Ihr Haus kommen", wiederholte Ich habe diese Reise ristiert, um Sie zu warnen." Vor Frau Everett, Herr Baron!"

Gießener Stadtthea Wich zu warnen vor wem?" Donnerstag, b. 20. Novemba Frau Everett, die Freundin meiner Frau? Sie wissen Cinmaliges Gaftfpic was Sie reden! Da sind wir dicht am Park. Wenn

Alwine Wird

also wirklich nicht in mein Haus fommen wollen, so lassen uns in den Vart gehen. Dort können Sie mir fagen, Sie zu berichten haben."

Audrey winfte Hetty, ihm zu folgen. Sie überschritten breite Straße und befanden sich bald im Park. Nun reden Sie", sagte der Baron. Ich habe nicht lange also mit Frau Everett?"

Die Fran vom Me

Schauspiel in 5 Aften voda ich nachher mit Arthur spazieren gehen muß. Was ist

Henric Jblen

Erhöhte Preise

Litterarisches.

hierbei in erster Linie darum. in der gesamten iatis­faktiongebenden Studentenschaft der Ueberzeugung Bahn zu brechen, daß zum Austragen von Ehrenbändeln die blanke Waffe am ace guetsten ist. Es handelt sich weiter darum, Mittel zu finden, um Reibungen zwischen Studenten und Offizieren vorzubeugen, bei den ehrengerichtlichen Verhandlungen für die Gleich­berechtigung der Studenten mit den Offizieren zu sorgen, und schließlich die Pistole als Austragungswaffe beim Zweikampfe zwischen Studenten und Offizieren mög­pfänger alücklich ermittelt wird, ihm mit einer oft erheblichst auszuschließen und an ihre Stelle die blanke sichen Verspitura zugeh n fönnen davon scheinen sich die Waffe treten zu lassen. Wir werden den weiteren Ver As nder vielfach teine Vorstellung zu machen. Aber nicht lauf dieser Bewegung aufmerkiam verfolgen und auch blog eine deutliche, i den Ameifel aus chli Bende Rezeichnun nach der Versammlung die für sie vorbereitete Reso­d- 8 Empfäng r8 und des Bestimmung ortes it erforderlich, lution zum Abdruck bringen. 8 märe auch qut, wenn man sich daran q möhnen möchte, auf dem Briefumschlage stets den Namen usw. d& Absenters anzugeben, damit die Best in der Lage ist, falls die Sen­hung aus irgend eincut Grunde unbeft bar ble bt, sie dem Absender ohne Wet ä figkeiten zurückzug ben. Denn wenn bes nicht arlingt, wer en die Sendungen nach einer drei­moratiaen Lagerfrist dem Fener überg ben Es ist erstaun lich, welche aroke Anzahl den Brief n unbestellbar bleibt und mana 1s irgend welcher Anhaltspunkte dem Absen er nicht zurüda g hen merd n tann. So fi ana führt, daß die 3 hl der im Jabre 1901 im ganzen Reicheporg biete un­anbringlich gebliebenen Poftendungen, die der Vernichtung preisara ben werden mußt n, sich auf nicht weniger als 1329 183 tüd belief. nn man bedenkt, wieviel Herger und Verdruk meift entsteht, wenn eine Bostsendung. die man längst in den Händen des Empfängers mähnt, durch die rigene Schuld des Abfenders ihre Bestimmung verfehlt hat, so ist es e flärl ch, we'ch Wicht gleit einer bis ins Alinste gebenden Genauraleit bei Abfaffung der Priefaufschrift beizu messen ist Velleicht fönnen diese Beilen dazu beitragen, bierouf hinzuweifen.

Hochschulnachrichten.

** Marburg, 16. Nov. Dem Dr. Balthasar Wil­helm Gerland in Accrington in England, geboren zu Kassel, der vor fünfzig Jahren bier sein Doktor- Gramen bestand, wurde aus Anlaß der Feier dieses Jubiläums von der philofophischen Fakultät der hiesigen Universität das Doktor Diplom erneuert.

Eine Studentenversammlung, deren Besuch aber nur Studenten gestattet ist, wird am nächsten Dienstag, den 18. Novbr., abends 8 Uhr, in der Aula der Universität stattfinden. Es handelt sich

" Ich will mich so furz wie möglich fassen. Also: vor| furzem tam Frau Everett nach Großhofen und logierte in meines Onfels Gasthof. Eines Morgens ging sie auf die Ebene unglücklicherweise traf sie mich auf der dorthin führenden Straße. Sie bat mich, ihr die Stelle zu zeigen, wo der Mord begangen wurde. Ich stand gerade bei ienem Erlengebüsch, wo aber das haben Sie natürlich vergessen, Herr Baron, Frau Everett stand neben mir, und ich zeigte ihr den Fleck. Ich beschrieb ihr auch die Scene, wie die beiden Männer miteinander kämpften."

Bei diesen Worten fam Audrey die Erinnerung an seinen Traum zurück. Er war sehr ruhig, sein Geist ziemlich klar in diesem Augenblick.

,,, Weiter, Hetty, weiter", mahnte er. Das interessiert mich ungemein. Merkwürdigerweise bin ich in letzter Zeit oft von Visionen über diesen Word heimgesucht worden. Vorige Nacht erst wieder. Weshalb solche Visionen zu einem kommen, der absolut nichts davon weiß, ist mir ein Rätsel!" Nun, Herr Baron, man sagt

" Was sagt man?"

" Es ist ein altes Sprichwort", murmelte Hetty, die Sonne bringt es an den Tag-"

H

Das Sprichwort fenne ich, was Sie aber damit meinen, ist, mir unerklärlich", erwiderte der Baron nachdenklich. Wenn Sie, Hetty, von diesen Visionen oder Träumen heimgesucht würden, dann könnte ich das begreifen, denn Sie waren ja ein Augenzeuge. Uebrigens, da Sie einmal hier sind, können Sie mir vielleicht helfen. Ich habe meinen Spazierstock gerade zur Zeit jenes Mordes verloren und fann ihn nicht wiederfinden, soviel Mühe ich mir auch damit nahm. Ich gäbe sonst etwas darum, wenn ihn wieder, äude."

" Sie werden ihn nie finden, Gott im Himmel sei Dank dafür! Nie nie werden Sie ihn finden!"

" Es freut mich, daß Sie wenigstens den Verlust meines Stockes nicht als Geringfügigfeit betrachten. Die meisten Menschen lachen, wenn ich von einer solchen Kleinigkeit, wie ein Stod es ist, ein Aufsehens mache. Sie fagen also, ich werde ihn nie wiederfinden? Nun, vielleicht nicht. Daß ich feinen Berbleib so total vergessen habe, das ärgert mich, und, benfen Sie sich, Hetty- letzte Nacht hatte ich einen Traun, nein, es war mehr eine Vision. Ich sah den Mord- ich sah den Ermordeten und sah auch den Mörder. Ich gab mir alle erdenkliche Mühe, aber ich fonnte auch nicht den leisesten Schimmer seines Gesichts sehen. Und doch hatte ich den glühenden

Nach deutschem Muser. Nun hat auch Amerika seine " Jugendwehr", wie wir in Deutschland. Man nennt sie dort" Brivat- Militärschule", und ist stolz darauf, eine wertvolle Einrichtung geschaffen zu haben, da die Anerziehung des militärischen Drills, der dort noch im Anfangsstadium ist, für Amerika wichtig erscheint. Aus hochinteressanten Bildern, die in ihrer neuesten Nummer vom 16 November die Berliner Illustrierte Zeitung" bringt, er­fahren wir, daß die amerikanische Jugendwehr sogar mit Kanonen manöveriert, Schießübungen veranstaltet, Schneeschuh- Laufen erlernt und anderes mehr. Aktive Offiziere des stehenden Heeres haben die Ausbildung

übernommen.

3 app's begonnener Roman Rhenania sei's Im Unterhaltungsteil wird Arthur Banier" fortgesetzt, dessen Anfang allen neu hinzu­tretenden Abonnenten auf Wunsch fostenlos nachgeliefert wird. Ein Postabonnement für Nobbr. und Dezbr. foftet bei allen Bostanstalten 90 Pfg.

Leicht abzuhcifea.

Zur Mutter spricht der alte Arzt: Die Krankheit ist im Schwinden. Ihr Söhnchen wird sich auf dem Weg Der Bess'rung bald befinden,

Er ist so munter wie zubor In längstens zwei, drei Wochen. Sie müssen ihm zur Stärfung nur Recht kräft'ge Suppen fochen.

Die Mutter seufzt: Herr Doktor, ja,

Wunsch, das Gesicht zu sehen. Was ist Ihnen, Hetty? Sie sehen ia ganz weiß aus!"

-

"

Reden Sie nicht weiter, Herr Baron", stöhnte fie. Gott weiß, ich habe viel um Sie und Ihre Familie erlitten, aber es giebt Grenzen Grenzen wenn Sie noch ein Wort reden, dann dann Es thut mir leid, daß meine Worte solchen Eindrud auf Sie machten, Hetty. Sie sehen garnicht glüdlich aus, armes Kind! Ihr Gesicht sieht viel älter aus Ihr Mann behandelt Sie doch hoffentlich gut?"

" Ach, er ist so gut, wie ich es verdiene, Herr Baron. Ich konnte ihm feine Liebe schenken- er wußte das von Anfang an. Vor fünf Jahren heiratete er mich, weil ich hübsch war. Tante Fanny meinte, verheiratet zu sein, das wäre das beste für mich sicherer jedenfalls- aber es ist ein Unrecht, einen Mann zu heiraten, wenn das Herz einem anderen gehört." Ach ja, der arme Franzius- Sie liebten ihn doch, nicht wahr?"

" Nein, Herr Baron-"

" Richtig, ich vergaß, es war Everett! Armes Kind- kein Wunder, daß Sie gealtert sind."

Audrey streifte Hetty mit einem müden Blick, seine bisher flaren Gedanken verschwammen wieder wie im Rebel

,, Everett war es auch nicht", flüsterte Hetty mit vor Leiden­schaft zitternder Stimme.

Audrey beachtete nicht, was sie gesagt. Seine Teilnahm losigkeit wirfte ernüchternd auf sie und hielt sie davon zurück, das niederschmetternde Geständnis zu machen.

Ich will Ihnen nur noch sagen, warum ich soweit her= gefommen bin- dann gehe ich", fügte sie mit gebrochener Stimme hinzu. Es betrifft Frau Everett. Also sie stand niit mir bei den Erlen, ich beschrieb ihr die Scene des Mordes, als sie mich plötzlich durchbohrend aniah. Sie sagte Herbert Franzius sei der Er­mordete aber der Mörder wäre nicht ihr Sohn, nicht Frant Everett. Sie rebete nit einer ganz schrecklichen Stimme und fagte, fie rüßte die Wahrheit ie tönnte es beschwören, daß ihr Sohn unschuldig sei. Ach, Herr Baron, da befam ich einen furchtbaren Schreck- daß ich beinahe die Wahrheit eingestanden hätte!"

" Beinahe die Wahrheit eingestanden? Was soll das heißen?" Herr Baron, ist es denn möglich, daß Sie sie nicht kennen?" Hetty holte tief Atem und warf einen scheuen Blick auf ihren Begleiter.