Ausgabe 
19.11.1902 Erstes Blatt
 
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Vermischtes.

V[ Die Braut in der Kiste.] Sir Horece Humbold, der frühere englische Botschafter in Wien, hat bekanntlich seine fogenannten ,, Enthüllungen" herausgegeben, in denen er Deutschland heftig angreift. Troß dieser Feindschaft gegen uns darf man ihm nicht absprechen, daß er höchst amü­sante Sächelchen aus seiner Diplomatenlaufbahn mit­teilt. Speziell eine aus seiner Konstantinopeler Zeit ist sehr interessant. Ein Korrespondent der ,, Times" in Non­stantinopel hatte sich in eine der Töchter eines reichen griechischen Kaufmannes verliebt. Er hatte ihr die Ehe bersprochen und das Mädchen liebte ihn wieder. Aber der Bater widersetzte sich der Ehe aufs hartnäckigste und so faßten die Liebenden aus Verzweiflung den Plan, der Engländer sollte die Griechin auf dem Seewege entfüh­ren. Da das Mädchen nach orientalischer Sitte sehr streng bewacht wurde, so blieb nur der Weg übrig, sie in einer Kiste als Frachtgut auf ein Schiff zu bringen, das der Journalist dann gleichfalls besteigen sollte. Das Unter­nehmen glückte: die Kiste mit der kostbaren lebenden Last gelangte unversehrt an Bord. Aber als dann unter­wegs der Liebhaber sie öffnete- welche Enttäuschung! Das war nicht seine Angebetete sondern ihre ältere und viel weniger hübsche Schwester stieg heraus. Die jün­gere hatte im letzten Moment den Mut verloren, und die ältere hatte sich entschlossen, sie zu vertreten. Der Eng­länder war zunächst entsetzt dann aber machte er gute Miene zum bösen Spiel, heiratete das Mädchen und wurde sehr glücklich.

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£[ Unsere Kleinen.] Einer Serie humoristischer Aus­sprüche aus Kindermund, die soeben ein süddeutsches Blatt mitteilt, entnehmen wir folgende niedliche Geschicht­chen: Mar fragt seine Tante, was Raubtiere seien, worauf ihm zur Antwort wird, das seien solche Tiere, welche andere Tiere auffressen. So", meint er, dann ist also das Pferd auch ein Raubtier. Denn ich habe schon oft gesehen, wie es nach Fliegen schnappte." Ein ander.s Mal spricht Mar mit seiner ziemlich gleichaltrigen Schwester über den Sündenfall, und er wirst dabei zufällig die Frage auf, wann das wohl gewesen sei. ,, Natürlich im Herbst", meint seine Schwester. Denn sonst wären ja die Aepfel nicht reif gewesen." Mar hat alle Abend nach dem Zubettgehen ein Nachtgebet zu sprechen. Eines Abends hört sein älterer Bruder ihn das Gebet zwei­mal sprechen. Na meinetwegen, denkt er sich, soll er's nochmals beten, wenn es ihm Seelenruhe schafft. Da wird bas Gebet zum dritten Male gesprochen. Jetzt wird der Bruder ärgerlich, und beim vierten Gebete läuft er be­stürzt zu Max und fragt ihn, was denn das heißen solle. Ja, weißt du," erwiderte Mag, ich habe die ganze Woche zu beten vergessen, und das will ich jetzt nach­holen." Mar ging auch einmal mit seiner Tante spa­zieren und kam dabei an einem herrlichen Garten vor­bei. ,, Ciehst du, Mar, hier in diesem Garten hat deine Tante als fleines Kind gespielt," erzählt die Tante ihrem Neffen. So, Tante? Ah, der muß aber alt sein," war die unbefangene Antwort. Ein schon älterer Knabe hörte seinen Bruder, einen Studenten, darüber schimpfen, daß man immer Tinte und Feder ins Kolleg schleppen müsse. Eines Tages überraschte er seinen Bruder mit einer sehr einfachen Erfindung. ,, Du, ich weiß jetzt ein Mittel, wie man ohne Tinte und Feder schreiben kann." Erstaunt fragte der Student: So, wie geht denn das?" ,, Mit Bleistift," lachte der Knabe.

*[ Wie man berühmt wird.] Eine Kopenhagener Sän­gerin, so wird von dort berichtet, war ohne Engage­ment. Glücklicherweise aber wohnte sie in einem Hause, in dem dieser Tage ein schauderhaftes Verbrechen, der bereits berichtete Muttermord, vor sich ging. Ja noch mehr: nur durch eine Bretterwand war das süß schla­fende Fräulein von dem Ort der grauenvollen Tat ge­schieden. Sie mußte natürlich zeugen, obschon sie nichts weiter wissen konnte. Doch war das ihr Glück. Jede Zei­tung brachte Violas reizendes Konterfei- was Wun­der da, daß die Variétédirektoren der Hauptstadt sich die Beine abliefen, um die bekannte Sängerin Fräulein Viola für ein Auftreten zu gewinnen. Schon der erste Abend ihres Auftretens merkwürdigerweise nennt sich die glückliche Bühne auch noch ,, Der Sarg"- hat Frl. Violas Künstlerruhm gefestigt. Ob es lange dauern wird? |:[ Internationale Heiratsvermittlung.] In der ,, Newyorker Staatszeitung" vom 4. November liest man: Das Land, in dem die Grenzen groß sind und der Zar weit ist, stellt an unseren Newyorker Sanitäts- Kommissär, den guten Dr. Lederle, eigentümliche Zumutungen. Das Volk von Rußland hat uns die egyptische Augen­entzündung gebracht, welche der Arzt bekämpfen muß, und nun kommt gar ein hoher Adel aus dem Gouvernement Grodno und will Lederle zum Heiratsver­mittler machen. Unter ,, P. C. Briefkasten, Nr. 505" Kus­niza, Grodno, Rußland, will ein Heiratskandidat Ant­wort auf folgenden Brief haben: Ich wende mich an Ihnen, allerwertester Departement, miet der Biete, Sie werden mir eine amerikanische Dame nennen, mit wel­cher ich mich spätter in Ehefesseln vereinigen lassen könnte. Bin ich Grundbesizer und Edelmann. Ist Vatter meines ein General und Mutter ein Edelfräulein aus Livland. Bin ich erzogen in Deutschland und spreche dieses Lan­dessprache nebst französisch und russisch. Junge Dame muß von gutes Familie sein und 50 000 Dollars haben oder merr, unabhängig für ihr selbst. Bin ich 25 Jahre und würde wünschen Weib von gleichem Alter oder we­niger. Wenn nicht, bin auch mit Witwe, etwas älteren zufrieden. Ohne Unterschied der Relligion, wenn 50 000 Dollars oder merr." Von den jungen Damen, die in Dr. Lederles Departement mit schönen Wimpern und an Schreibmaschinen ,, klimpern", hat leider keine 50 000 Dollars mit ihrer zarten Hand zu vergeben. Eine sagte, sie wäre mit ihrem Charley zufrieden, obwohl er kein russischer Graf ist, sondern nur Vormann in einer Tor­tenfabrik. Eine andere stellte sich den Russen als voll­bärtig vor und würde ihrem Künftigen einen stets gut parfümierten Schnurrbart erlauben. Eine dritte erklärte, fich nie mit dem Vertreter einer Nation einlassen zu wollen, die Talglichter ist und Spiritus trinkt. Nach­bem Dr. Lederle erfahren hatte, daß er seine Damen mit bem russischen Grundbesizer und Edelmann nicht glück­lich machen fonnte, übergab er ben Brief der Deffent­lichkeit.

Unser neuester Kreuzer. Der von der Aktiengesel­schaft Weser" für die kaiserliche Marine erbaute kleine Kreuzer Frauenlob" ging von Nordenham aus zu einer zweiten Probefahrt in See, welche troß des unsichtigen

Wetters ohne Störung berlief. Es wurde zwei Stunden lang mit der kontraktlichen Leistung von 8000 indizierten Pferdekräften gefahren, wobei Maschinen und Kessel zu vollständiger Zufriedenheit arbeiteten. Die Geschwindig­feit betrug etwa 21 Seemeilen pro Stunde.

Die Löwin auf der Zirkusgalerie. Eine aufregende Szene spielte sich dieser Tage in einem Zirkus zu Bjelzy, Rußland, ab. Der Löwenbändiger Tatti führte in der Arena zwei afrikanische Löwinnen und ein junges Pferd vor. Während die Löwinnen verschiedene Kunststücke mach­ten, schlug das Pferd plößlich aus und traf eine der Löwinnen mit seinen Hufen. In wilder Wut lief die Löwin durch die Arena und rüttelte an den Gitterstäben, die den Zirkusraum vom Zuschauerraum trennten. Tatti be­fahl einem Diener, die Käfigtür zu öffnen, um die Löwin in ihren an die Arena grenzenden Käsig zu jagen. In der Verwirrung öffnete dieser jedoch eine falsche Tür, die nach dem Zuschauerraum führte. Mit einem gewaltigen Sage sprang die Löwin hinaus, sezte über die unteren Stuhlreihen hinweg und stand plößlich mitten unter den Galeriebesuchern. Es entstand eine furchtbare Panik: in wilder Flucht eilten die Zuschauer dem einzigen Ausgange zu, mehrere Damen wurden ohnmächtig, und es ist ein wahres Wunder, daß sich nicht ein großes Unglück ereig­nete. Einem Schuhmann gelang es, die aufgeregte Menge einigermaßen zu beruhigen, indem er veriündigte, daß die Löwin gefangen sei. Das war aber nicht der Fall; die Löwin spazierte vielmehr auf der Galerie hin und her und schien sich um das Publikum überhaupt nicht zu fümmern. Nach längerer Zeit gelang es endlich, jie wieder in ihren Käfig hineinzulocken. In diesem Augenblicke aber gab es eine neue Sensation; als die Käfigtür geöffnet wurde, schlüpfte die zweite Löwin hinaus und schritt mit majestätischer Ruhe durch den Zirkusraum ins Freie. Der Birkus war glücklicherweise eingezäunt, sodaß die Löwin nicht auf die Straße gelangen konnte. schließlich den Käfig auf den Platz vor dem Zirkus, worauf die Löwin endlich den Rückzug antrat.

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Man rollte

V Der gestohlene Neubau. Daß ein Haus gestohlen wird, dürfte trop Rabbi Ben Akibas bekanntem Ausspruch noch nicht dagewesen sein. Der Fall hat sich aber jetzt in Steinbruch bei Wattenbach in der Nähe von Kassel ereignet. Als der Besizer des besagten isoliert stehenden Hauses nach längerer Abwesenheit eintras, um die Räume zu besichtigen, fand er das Haus nicht mehr vor. Es war wirklich gestohlen, bis auf den Grund abgebrochen vom Erdboden verschwunden. Der mehrere Stunden ent­fernt wohnende Verwalter des Hauses konnte dem auf so peinliche Weise überraschten Eigentümer als einziges Ueberbleibsel des ehemaligen Besizes nur die Schlüssel überreichen. Die gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet.

( 4) Unterschlagungen beim Schlesischen Bankverein. Bei einer Revision der Effekten des Schlesischen Bank­vereins hat sich herausgestellt, daß der langjährige Effek­tentassierer die Summe von 230 000 Mark veruntreut hat. Dabei kommt in Erinnerung, daß genau vor 10 Jahren ein Filialvorsteher des genannten Instituts 300 000 Mart unterschlagen hatte.

Sittlichkeitsverbrechen im Bahnzuge. In einem Nachtzuge zwischen Bonn und Godesberg versuchte ein junger Mann aus Neuenahr an einem jungen Mädchen aus Godesberg ein schweres Sittlichkeitsverbrechen zu begehen. Das Fräulein zog die Notleine, und der Zug­beamte nahm den Uebeltäter in Gewahrsam. Die Bahn­beamten überlieferten ihn in Godesberg der Polizei­behörde, welche ihn nach erfolgter Vernehmung zur Ün-­tersuchungshaft nach Bonn abführen ließ.

£ Appetitliche Würste. In Libau wurde dieser Tage eine Wurstfabrik behördlich gesperrt, in welcher die ver­endeten Kadaver von Schweinen, Kühen, Pferden, Hunden und Kazen verarbeitet wurden. Es wurde konstatiert, daß die Fabrik mit dem Libauer städtischen Schinder in Ver­bindung stand und alle Tierleichen von ihm bezog, um sie in das Wurstzeug zu mengen. Der Eigentümer der Fabrik wurde verhaftet. Da sind die Berliner Roßfleisch­Würste denn doch wahre Delikatessen.

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Ein kaukasischer Rinaldo Rinaldini. Zu Anfang des Jahres 1900 trat so teilen soeben russische Blätter mit im Jelissawet polschen Gouvernement eine Räuber­bande auf, die im Laufe von drei Monaten eine große Menge von Raubüberfällen und Morden verübte. Die Bande wurde von dem Bauern Kjar Mahmed angeführt, einem Manne, der an Verwegenheit und Grausamkeit die meisten kaukasischen Räuber übertraf. Vor einigen Tagen wurde Kjar Mahmed zum Tode durch den Strang verurteilt, wobei Folgendes über seinen Lebensgang be­kannt wurde: Der Räuberha iptmann war 1888 wegen schwerer Verbrechen zur Zwangsarbeit verurteilt und nach Sachalin deportiert worden. Es gelang ihm jedoch bald, von dort zu entfliehen und unter unjäglichen Beschwerden und Gefahren die Heimat zu erreichen. Hier sammelte er eine Bande verwegener Männer um sich und beschloß, vor allen Dinge an den Manne, der ihn den Behörden ausgeliefert hatte, Rache zu nehmen. Dieser Mann hieß Gamed Mola Bajar und lebte in demselben Dorfe, aus dem der Räuber stammte. Kjar Mahmed schlich sich in einer Nacht mit seinen Genossen in das Dorf, drang in die Wohnung seines Feindes ein, ergriff ihn an den Haaren und trennte ihm mit einem wuchtigen Säbelhieb den Kopf vom Rumpfe. Dem Neffen des Ermordeten, einem Knaben von 14 Jahren, jagte er faltblütig eine Kugel durch den Kopf, um von ihm nicht verraten zu werden. Seit diesem Tage verübte Kjar Mahmed fast täglich Ueberfälle auf einzelne Personen, die er unbarmherzig niederstach, wenn nicht rechtzeitig ein sehr hohes Lösegeld entrichtet wurde. Am 7. Mai d. Js. erhielt ein Polizeikommando die Mit­teilung, daß Kjar Mahmed mit seiner Bande sich an einem in der Nähe von Tiflis belegenen Verstecke im Ge­birge aushalte. Der Schlupfwinkel der Räuber wurde um­stellt, aber Kjar Mahmed feuerte seine Leute an, bis zum letzten Atemzuge zu kämpfen, worauf die Räuber ein heftiges Gewehrfeuer eröffneten. Als die Räuber aber schließlich die lebermacht und damit die Nuzlosigkeit eines Widerstandes erkannten, schwangen sie sich in den Sattel und suchten in der Flucht ihr Heil. Doch wohin sie sich auch wandten, überall wurden sie von einem Kugelregen empfangen, durch den ein Räuber nach dem andern von dem Sattel geworfen wurde. Schließlich wurde auch Kjar Mahmed von einer Kugel getroffen und geriet völlig hilflos in die Hände seiner Verfolaer. Man fand bei ihm mehrere Tausend Rubel in barem Gelde.

Ein Dynamitattentat. Durch Dynamit wurde in Chicago am 3. November Nachts das Häuschen eines Arbeiters Namens Cordeck vollständig in die Luft ge­sprenat und der Arbeiter nebst seiner Frau und sechs

Kindern furchtbar verftlimmelt. Der Mann selbst und d jüngste ind wurden so zerfleischt, daß sie kaum erkenntlich ins Hospital gebracht wurden, wo sie im Sterben lie gen. Die Frau und die übrigen fünf Kinder wurden weniger schwer verletzt. Man mußte sie aus den Trüm mern herausgraben. Der Anblid war ein furchtbarer.

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ein neuer Geift.

und als unmodern

Als der Tat verdächtig ist ein Arbeiter Namens Mis Aberglaube, Liebe

verhaftet, welcher allerdings leagnet und gegen den keine direkten Beweise vorliegen, der jedoch mit Corded Stre tigkeiten hatte, weil dieser ihm die Hand seiner Tochter verweigerte.

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Ein Behmgericht unter Knaben. Kirchhof von Atlantic City wurde kürzlich die Leiche eines

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13jährigen Schuljungen an einem Baume hängend auf. tägliche Brot For gefunden, nachdem dessen Eltern schon tagelang nach branden fie nicht me

dem Verschwundenen allerorts vergeblich gesucht hatten Die angestellte Untersuchung stellte fest, daß sich in dor tiger Gegend ein Knabenklub gebildet hatte, der sich fast

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allnächtlich in einem Kornfelde versammelte, um sich von gewachsen ist, treu Sensationsgeschichten, insbesondere den Taten von Räu iebend gebegt von

bern und anderen großen Verbrechern zu unterhalten

Die Lehrerin des getöteten Knaben deponierte, daß e Rampf bes Lebens ihr das Datum angekündigt habe, an dem seine Le Wunderkraft bewal bensuhr ablaufen" würde, daß sie aber darauf kein Ger deals ganz bon fe sich das Los gezogen hätten, wer von den anderen auf durchaus modernen gehängt werden solle, und daß sich der Todesfall auff Innern ben beiligen diese Weise erklären dürfte! Eine gerichtliche Untersuchungsabren weiß, führt

wicht gelegt hätte. Man glaubt, daß die Knaben unter

wurde durch den Koroner der Stadt unverzüglich ein

geleitet.

Buch, die sich dur

: Ein Duell wegen des Kleinen Kohn." De desertreise treue And bekannte Berliner Gassenhauer ,, Haben Sie nicht de

zu einer Beleidigungsklage geführt.

Fin

kleinen Kohn gesehen" hat kürzlich in Wien, wie gemelder& neueften Drigin In Budapest, begannen mit der Ber das Kohn"-Kouplet ebenso populär ist, wie im schön in unferer geftricen Wien, führte es sogar zu einer ritterlichen Affäre, d einen blutigen Ausgang fand. Der Bankbeamte Som Waldmann spielte nämlich in einem Restaurant cin Partie Billard, als der Jurist Josef Gosztolak ihm da geflügelte Wort ins Ohr schrie: ,, Haben Sie nicht dem

fleinen Kohn gesehen?" Waldmann war über dieje Stage Aus Heffen

** In Langsd derart empört, daß er Gosztolak mit seinem Billardque einen wuchtigen Hieb versette. Gosztolak ließ Waldman fordern, und es fand zwischen ihnen ein Säbelduelfen ift der Schwe statt. Der Waffengang endete mit einer schweren Vesten Bused und legung Gosztolats.

Mädchenhandel in Ungarn. Aus Oedenburg wi

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Groß- Felda, 17.

berichtet: Vierzig ungarische Mädchen wurden von eine er verlor in hiefiger Seelenverkäufer aus Kanizsa mittels Bahn am 12. d. Mtn Bortemonnai durch Dedenburg nach Wien geführt. Den Mädchen, dorgens bei der Loka aus dem Somogyer Komitat stammenn, wurde gesag and gefunden und ko daß sie gegen hohen Lohn nach Hamburg verdungen sinhne das der Empfäng Auffallend ist, daß ein so großer Mädchentranspom ehrlichen Fir geben. bisher nicht angehalten wurde.

£ Panit im französischen Parlament. In der letzte × Groß- Feľa, 1 Sigung der französischen Deputierten fammer hörte m kurz nach der Eröffnung vom Wandelgange her Schüte bier im Saale d fallen. Eine furchtbare Aufreg ing bemächtigte sich die 38. ordentliche G Abgeordneten und man glaubte zuerst an ein Attentond Borichuz- Ve Die Unruhe legte sich aber, als man erfuhr, daß eäftliche Teil bot den Mann in voller Feldwebel- Uniform, der augenscheinlen und Alles regelt irrsinnig war, die Schüsse in die Luft abgegeben ha fichen Leitung mie de Direktor und der d ohne jemanden zu verletzen.

Moderne Räuberromantik. Der berüchtigte belgie Rechner diefer Geie Räuber Schipperke ist jetzt endlich gefangen genommann das Feitmabl worden. Jahre lang hatte dieser kühne Räuber der beredtes Zeugnis ters. In der gebol

lizei und der ganzen Gendarmerie der Provinz A werpen ein Schnippchen geschlagen, bis auch ihn endl das Schicksal ereilte. Er hatte auf einer Kirmes zu der Uhrzeiner von getrunken und war in der Nähe von Hulshout auf italtete ein kleines D Landstraße eingeschlafen. So fanden ihn die Gendarmer wieder die deutſche die ihn fesselten und nach Heyst- op- de- Berg ins Gefängeladen wurde, ſeine nis brachten. Schipperke ist etwa dreißig Jahre alt leiten.

hat vorläufig wegen zahlreicher Berbrechen eine bret die Frauen

jährige Gefängnisstrafe zu verbüßen. Er war ein sehr schickter und schlauer Bursche, der der Polizei das Leb recht schwer machte. Er lebte gewöhnlich in den W

Himmliche Freud gebt forben

** Aus dem Ohm

ihn fürchtete, wurde er oft unterstützt und versteckt, wandten besuchen fid In Sizilien we Gdanten in id

jetzt die Jagd auf den sizilianischen Briganten Bar hen Anidhluß mitein lona, der seit vielen Jahren die Umgebung von Paler des ftrebt einer eng

bald sich die Polizei blicken ließ.

unsicher macht, von der Polizei wieder mit großer En gie betrieben. In dem Heimatsorte des Briganten,

der

ganzen

We

stronovo, wurden 60 Personen unter dem Verdacht mpfen aerüftet zu Begünstigung festgenommen, darunter außer allen dathal durchzieht g milienmitgliedern Varsalonas auch reiche und angesehftrebender Mid Persönlichkeiten, darunter ein Marquis Ordova. Bei meine Beweglichkeit Verhaftung des Gutsbesizers Lino in Castronovo famnung erreicht wie c zu einem blutigen Zusammenstoß mit den Karabenieri, ite werden immer

Senen einer tot und zwei verwundet zusammenbrach Erst nach stundenlangem erbitterten Kampfe tonnte überwältigt werden.

£ Neue vulkanische Ausbrüche. Nach Meldungen c Apia( Samoa) befindet sich der Vulkan auf der Ju

einem Dorf liegt die Asche zwei Zoll hoch.

bt fein Lager an

was früher nur icuntoiten zu erb

den meisten Drtid

- In den en heute in Strant

Savaii in Tätigkeit. Es haben sich fünf oder sechs man durch G ter gebildet, welche Rauch und Flammen ausstoßen. ferleitungen 2c. 3 ten Tagen erfolgten wiederholt bedrohliche Ausbrüche ung. Wirtschaftlic Vulkans Stromboli auf den Liparischen Inseln an acht gegeben, ja, sizilischen Küste, unter Getöse schleudert er Aschenteenbahnen wie ist in Schrecken versezt, zumal auch häufige Erders stein, Rirfeld",

aus; einige Häuser wurden beschädigt. Die Bevöller

terungen stattfanden.

- Edler Wettstreit. ,, Mein Jsidor hat für

ederacmürden ref

hluß an die gro

' n Wiz gemacht und ihn an ein Wigblatt eingesch ein Hindernis

Was jagen Sie, so' n Honorar. Per Wort eine hat er gefriegt!"- ,, Und mein Theodor hat einem Sc manne eine Grobheit gesagt und zehn Mark hat j Wort gekostet!"

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- Vorbehalt. Herr( zu seinem Reisebegleiter): Kosten für Reise und Verpflegung bezahle ich; mur Ansichtskarten müssen Sie sich selbst kaufen."

Herr

Schrecklicher Traum. Bekannter: ,, Was du denn so verstört aus, lieber Freund?" eine einzige Tochter hat, die fünfzigtausend Mark Mit bekommt): ,, Denke dir, mir hat heute Nacht geträu ich hätte fünfzigtausend Töchter und eine Mark Mitg - Ein guter Familienvater. Richter: ,, Sie ben in den lezten Jahren ungeheuer viel zusamme stohlen, Angeklagter!" Angeklagter: ,, Herr Richte tut auch not, wenn man seinen Kindern eine anständige ziehung geben will!" ( Megg. H.