Ausgabe 
18.8.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

el. Die Firma, efen dafür einen Definitiv feststeht, bt, follen jebr hen sein. Ganze in London ein orüber war und ngestrichen hatten, Stechenbauies a 50- oven geftellt. Bolier zu freng ch, daß die Ar

iffen unzufrieden

beitslehrer sämtliche vier ller, äring fat" gut", zwei efreundeter Seite Das Initiut fein

Gin in Gießen rzlich eine Ent ftöberte dort, er

d) an eine Gruft rgründet. Do imtüdisch fein­eine solche Gruft. De Arbeiter ver ollen sein. Aus n Berunglüdten ihn ans Tages r, daß er einige Liffen. rmann bei der nem mit Rüben­eam Ufer der Stelle fürzte Wagen und n mit fremder uns folgender crichtung von anischen Petro­haben wieder g bon fleineren Petroleum- Ge

e gezogen wird, macht und wird waltung aufge auf Bahnhöfen d die Benutzung bereits in schr verbieten bezw. Beseitigung der tion gegen die nicht das All­stehen, sondern Selbstverständlich , sondern sogar ch jeder Nichtung ben wird dieser nicht, denn sie ▪ndern gegen ein t: das System Konsumenten Der Ausschaltung Gebieten, bezw. einung der Jezt Lage und die ab ländischen großen elben ist die Folge Den Handelsweise. ch vielen Tantan coleum- Gefellschaft er Gesellschaft doch zu sein als bisher desto besser ist es erfehrt würde es taatseisenbahn die af den Bahnhöfen de, im Gegenteil jämtliche Anlagen

den müssen, denn eine gewiffe Kon

ifellos einen Gin­wird, je mehr Tantanlagen c dann eine Macht n haben, die bei Ausschreitung un welche zu erlangen en ift.( Wir geben n Kenntnis, unfere uns bor.) desjährigen Sommers Ligen Sommerwochen

en mehr, wie genug cher Mann, der auf teinnahme angewiefen fchäßung ganz anders ar, ausfüllen. Denn deutschen Landschaften it miferabel, oder fo gevermieter und Ge erfrischen fönnen vor gen, in manchen, fon es fchon leer, und in

Bohnungen und Gelaf ete loegeschlagen worden nden Leute", Runftreiter

Seiltänzer, Karoussel-, Panorama-, Theaterbefizer, auch die fliegenden fleinen Sommertheater nicht zu vergessen, dran gewesen, besonders die kleineren Unternehmer in dieser Reihe deren Besitzer feinen früheren Sparpfennig haben. Für die Sommer- Theater hätte der regenreiche Sommer sonst ja eigentlich günstig sein müssen, aber der triste Sommer mit seinem schwachen Verdienst drückte auf die Einnahmen. Und nun erst die wandernden Buden". Wie manches verregnete Vereinsfest, Schützenfest, Vogelschießen, bei denen noch Stand geld bezahlt werden mußte, war zu verzeichnen, und dabei wollte das Personal Geld und Nahrung, mußten die Utensilien gebrauchsfähig gehalten werden. Und die Unkosten sind bei olchen Unternehmungen nicht mehr billig, überall verlangt das Bublifum Neues und will gewonnen sein. Es ist eine rebliche, fleißige Geschäftswelt, die dem Amüsement dient; leider hat der Erfolg diesmal sehr, recht sehr gefehlt.

** Die Sterbelasse des Bundes deutscher Gastwirte, juristische Person, mit dem Size die Darmstadt, hatte im legten dem neunten Rechnungsjahre einen Gesamt­umsatz von 1,075,959 Mart. An Beiträgen wurden 333,952 Mart erhoben, dagegen an Sterberenten 172,386 Mark verausgabt. Das Gesamtvermögen beziffert sich gegen­wärtig auf 782,947 Mart; innerhalb Jahresfrist vermehrte

sich dasselbe um 152,305 f.

Zuderfabriken und Raffinerien für

Colonialwaren- Händler.

Nach langen Vorarbeiten ist das Projekt: Zucker fabriken und Raffinerien für Rechnung einer Genossen­schaft von Colonialwarenhändlern zu betreiben, soweit gediehen, daß beim Königlichen Amtsgericht in Magde burg die Eintragung ins Genossenschaftsregister erfolgt ift. Die Genossenschaft firmiert: 3ud erfabriken und Raffinerien für Colonialwaren Händler, e. G. m. b. H. Siz der Gesellschaft ist Magdeburg.

Gegenstand des Unternehmens ist: Herstellung von Zucker aller Art und Verkauf an die Mitglieder.

Mitglied der Genossenschaft kann jeder Colonial­warenhändler, welcher gleichzeitig Ladeninhaber ist, werden, der die Statuten der Genossenschaft für sich als bindend anerkennt und den festen Beitrag von 100 Mt. als Geschäftsanteil entrichtet. Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft dieser sowie unmittelbar den Gläu­bigern gegenüber haftet der Genossenschafter nach Maß­gabe des Genossenschaftsgesetzes bis zum Betrage von 100 Mt. für jeden Geschäftsanteil. Jeder Genossen­schafter fann 300 Anteile erwerben. Die Zahl der Ge­schäftsanteile, welcher jeder Genossenschafter erwerben muß, richtet sich nach dem Quantum Zucker, das er sich pro Jahr abzunehmen verpflichtet, und zwar ist für je 20 Gentner Zucker ein Geschäftsanteil von 100 Mk. zu erwerben.

Wer also der Genossenschaft beitritt und z. B. zehn Jahre lang jedes Jahr 100 Centner Zucker von den Genossenschaftsfabriken beziehen will, hat nur einmal 5 Anteilscheine à 100 Mf zu erwerben und dafür ein­malig 600 Mark zu zahlen. Ebenso haftet der Genosse nur in Höhe dieses Betrages und kann niemals ge­zwungen werden, Nachzahlungen zu leisten. Zahlungen bis 300 Mark müssen bis 30. September d. J., größere Beträge können in Raten bis 1. August 1903 geleistet

werden.

Durch Verarbeitung der Rüben direkt auf Raffinade und dadurch, daß der fertig werdende Zucker schon im Voraus an die Genossen verkauft ist, werden größere Ersparnisse an Unkosten gemacht. Wenn ferner in Be­tradht gezogen wird, daß der Gewinn, den sonst die Rohzuckerfabriken, Raffinerien und Zwischenhändler er zielen, und daß deren teurer Verwaltungsapparat doch mit verdient werden muß, den Genossen zufällt, so wird es wohl Jedem einleuchten, daß die Genossenschafts­fabriken stets in der Lage sein werden, den Zucker be­deutend billiger zu liefern, als wie solcher von anderen Bezugsquellen zu haben ist.

Durch Gründung der Genossenschaft haben die Colonialwarenhändler einen wirklichen Schritt vorwärts, auf dem Wege der Selbsthilfe gethan, um so mehr als auch dem kleinen Kaufmann Gelegenheit geboten wird, fich an der Genossenschaft zu beteiligen. Dadurch, daß die Anteilscheine auf nur 100 Mark lauten, kann auch der weniger Bemittelte von den Vorteilen der Genossen schaftsfabriken Nutzen ziehen.

ging ein fürchterlicher Regen nieder. Glücklicherweise dauerte er nicht lange, der Himmel hellte sich wieder auf. Allmählich trafen 5 Vereine mit ihren Fahnen ein. Auch der Regierungs­trafen 5 Vereine mit ihren Fahnen ein. Auch der Regierungs­Vertreter Herr Kreisamtmann Dr. Heinrichs erschien und schritt die Front des Kriegervereins ab. Gegen 3 Uhr etwa setzte sich der Zug in Bewegung. Voran die Kinder beider Gemeinden, sodann eine Gewehrsektion, die Musik, der festgebende Kriegerverein mit Herrn Dr. Heinrichs, dann Kriegerverein Leihgestern, Gesangverein" Jugendfreund" Kriegerverein Leihgestern, Gesangverein" Jugendfreund" Steinberg, Gesangverein Liederkranz und Germania" Waßenborn. Nachdem der Zug durch beide Dörfer mar­schiert war, kehrte er wieder nach dem Festplatz zurück und nahm an der Tribüne Aufstellung. Herr Vors. Leicht be. grüßte die Anwesenden und gab das Wort Herrn Dr. Heinrichs, der mit einer kurzen Ansprache die dem Verein vom Kaiser geschenkte Fahnenschleife überreichte und mit einem Hoch auf Se. Majestät schloß. Nach ihm ergriff der Schriftleiter der Hassia", Herr Medizinalrat Dr. Bogt­Butzbach das Wort. Er wies zunächst auf die mit dem Gründungstag, den 18. Auguſt als Tag von Gravelotte verknüpften Erinnerungen. Der jungen Generation fomme es zu das zu erhalten, was die Väter blutig errungen hätten. Diesem Zweck: Das deutsche Bewußtsein lebendig zu erhalten, dienten vor allem die Kriegervereine. Hier würden nur Elemente aufgenommen, die sich zum Wahlspruch gemacht hätten: Mit Gott für Kaiser und Reich". Seine Rede, die mit großem Beifall aufgenommen wurde, flang aus in ein begeistertes Hoch auf das deutsche Vater= land. Der Vorsitzende dankte Herrn Dr. Vogt mit einem dreimaligen Hoch, in das Alle Anwesenden freudig ein­stimmten. So war der offizielle Teil erledigt. Nun kam auch das Vergnügen an die Reihe. Auf zwei Tanzböden wurde noch bis spät nach den Klängen der Wiesecker Kapelle getanzt. Im Festzug mögen etwa 300 Personen gegangen sein.

r. Schiffenberg, 17. Aug. Es wird noch nicht allge= mein bekannt sein, daß seit einigen Wochen die alte Kloster­tirche auf dem Schiffenberg- wenigstens äußerlich auf Kosten des Staates restaurirt wird. Der Bau ist im ro­manischen Stil ausgeführt- eine Basilika, die aber nur ein vollständiges Seitenschiff hat. Das Seitenschiff, das nach dem Burghof zu stehen müßte, ist nur angedeutet. Man sicht infolge dessen vom Hofe aus in die römischen Bogen gänge hinein. So ändern sich die Zeiten. Früher hat man in der Basilika andächtig dem Prediger gelauscht- bald wird man in ihrem Schatten seinen Topp" trinken. In etwa 4 Wochen werden die Bauarbeiten beendet sein

** Wiesed, 18. Aug. Heiter und fidel ging's gestern auf unsere Kerb" her, überall sah man fröhliche Gesichter. auf unsere Kerb" her, überall sah man fröhliche Gesichter. Das Wetter hatte ein Einsehen mit und dadurch viele Gießener Das Wetter hatte ein Einsehen mit und dadurch viele Gießener nach hier gelockt. Die Tanzböden wurden fleißig benutzt und neben einem frischen Glas Bier hatten die Wirte für einen recht kräftigen Imbiß gesorgt das doch für das doch für Kirchweihen immer die Hauptsache ist. Der heutige Tag wird das gleich gute Vergnügen bringen.

k. Aus dem Bieberthal, 18. Aug. Der uralte Berg­bau bei Königsberg ist bereits seit dem Jahre 1898 ganz zum Erliegen gekommen, weil ihm die Bahn fehlt. Die ganz zum Erliegen gekommen, weil ihm die Bahn fehlt. Die alten Schlackenhalden und die ausgedehnten Bingengänge be­weisen es. Die Namen mancher Gruben sind älter als jede geschichtliche Ueberlieferung. In uralter Zeit, wo man selbst Chausseen und fahrbare Wege nicht kannte, wurde bereits der edle hochhaltige Roheisenstein von Königsberg nach dem Salzbödethal gebracht, wo er bei dem Dorfe Hütte und an der Schmelzmühle verarbeitet wurde. Die Be förderung war äußerst mühsam und geschah in Körben auf Pferde- und Eselsrücken. Alle Hoffnungen auf eine Voll­bahn von Wetzlar nach Gladenbach, welche Königsberg be­rühren sollte, sind aber durch den Ausbau der Bahn Herborn­Gladenbach zu nichte geworden. Auch die schon öfters er­rühren sollte, sind aber durch den Ausbau der Bahn Herborn wähnte Fortführung der Bieberthalbahn bis Königsberg scheint sich nicht zu verwirklichen. wähnte Fortführung der Bieberthalbahn bis Königsberg

Ernteferien beginnen an den meisten Volksschulen der a. Aus dem Kreise Wetzlar, 18. Aug. Die diesjährigen hiesigen Gegend erst mit dem heutigen Montag. Die un­günstige Witterung, der Mangel an Sonnenschein, hat die Fruchternte sehr verzögert. Wie die Heuferien, so sind auch ginn richtet sich nach dem Stand der Ernte und der Witterung. die Fruchternteferien sogenannte bewegliche Ferien; ihr Be­Alljährlich werden 7 Wochen Ferien gegeben, welche sich auf die Zeit der Heu-, Frucht- und Kartoffelernte verteilen. Da sich die Fruchtferien diesmal sehr hinausgeschoben haben, so liegen zwischen ihnen und den Herbstferien nur 14 Tage Anmeldungen zum Beitritt müssen bis 30. Sep- Schulzeit. Nach Verfügung des Landratsamtes zu Weglar tember dieses Jahres erfolgen. Einzahlungen für Rech- müssen die Herbstferien mit dem 10. Oftober beendigt sein, nung der Genossenschaft können auf deren Giro- Conto bei der Reichsbank in Magdeburg erfolgen. was für die Verhältnisse mancher Orte etwas verfrüht ist, und Beitrittserklärungen werden auf Verlangen von Statuten da bis zu diesem Zeitpunkt die Ernte noch nicht beendigt ist. dem Vorſtande der Zuckerfabriken und Raffinerien für betrug gestern die Gesamtfrequenz 18,757 Kurgäste, ** Bad- Nauheim, 15. Aug. Nach amtlichen Zählungen Colonialwaren- Händler e. G. m. b. H. in Magdeburg| gegen 16,765 im Vorjahre, also 1,992 Personen mehr in

bersandt.

Aus Heffen und Nachbargebieten. n. Waßenborn, 18. Aug. Ein frohbewegtes Treiben herrschte gestern in Wagenborn und Steinberg. Der hiesige Kriegerverein beging sein 28jähriges Stiftungsfest. Im letzten Augenblick noch schiene es, als wollte der Himmel einen Strich durch die Rechnung machen. Um zwei Uhr- um diese Beit sollte eigentlich der Festzug sich schon in Bewegung seßen-

eld- Schränke

Geld

Panzerkassen, Aktenschränke

für Gemeinden und Behörden

708

Kassetten und Kopierpressen

preismässig.

Fr. Krogmann. Kassenschrankfabrik.

dieser Saison. Auch die Zahl der Bäder ist um 2,606 höher, nämlich 227,399 gegen 224,793 im Jahre 1901. gräßliche& Verbrechen verübt worden. Gegen 11 Uhr F. Friedberg, 17. Aug. Heute Morgen ist hier ein erschien ein Schuhmachergeselle beim Schuhmachermeister Deutsch in der Wohnung und brachte erst dem Manne mit einem Schusterkneip mehrere Stiche bet und dann der zur Hülfe eilenden erst 28jährigen Frau. Die Verlegungen der Letteren waren so schwere, daß sie nach ihrem Transport

mol bouWilh. Herbert Marktplatz 2.

Marktplatz 2.

Spezialgeschäft für moderne und solide Schuhwaren.

Neuheiten

für Damen, Herren und Kinder. Streng reelle Bedienung. Grösste Auswahl.

in die Gießener Klinik verstarb. Der Mann hat noch 3 Kinder, wovon das jüngste erst 4 Wochen alt ist.- Dem Verbrecher wird hoffentlich eine recht exemplarische Strafe blühen. Der Ehemann befindet sich im Spital in Fried­berg. Der Thäter soll in einem Anfall von Geistesge­ftörtheit gehandelt haben.

**

Frankfurt a. M., 17. Aug. Das fortgesette Steigen der Schweinepreise hat die hiesigen Schweinemesger beran laßt, die Preise wesentlich zu erhöhen. Das Pfund Leber- und Blutwurst soll statt 60 Pfg. 68 Pfg. toften. Wurststücke zu 10 Pfg. dürfen nicht mehr abgegeben werden. Das fleinste Stück Wurst soll 12 Pfg., das fleinste Stück Schinken 25 Bfg. foften. Für Fleischwurst, Cervelatwurst, Schinkenwurst u. s. w. wird der Preis um 10 Pfg. pro Pfund erhöht. Schweinefleisch wird pro Pfund mit 5 Bfg. höher bewertet. Kotelettestücke sollen nicht mehr unter 1 Mr. das Pfund abgegeben werden.( Auch die Hanauer Schweine­megger haben die Preise um 10-20 Pfg. erhöht.) ** Frankfurt a. M., 18. Auguft. Das neue eröffnet werden.

Schauspielhaus soll nun endgiltig am 25. Oftbr.

Hanau, 15. Aug. 8um Syndifus der hiesigen Handelskammer wurde in deren heutiger Sizung Dr. Schulte, bisher wissenschaftlicher Hilfsarbeiter bei der Handels­fammer in Röln, gewählt.

fabrik von Fr. Kreutern u. Cie. dahier feierte gestern ihr ** Hanau, 16. Aug. Die Bijouterie- und Juwelen­60 jähriges Geschäftsjubiläum. Die Fabrik ist aus den fleinsten Anfängen hervorgegangen, gehört heute aber zu den bedeutendsten Werken dieser Branche.

Phil. Bonn aus Erfelden, gegen welchen eine Unter­** Darmstadt, 17. August. Der 60jährige Auszügler fuchung eingeleitet war, da er sich an minderjährigen Mädchen hat Sittlichkeitsverbrechen zu Schulden kommen lassen, hat sich dieser Tage im Rhein ertränkt.

** Darmstadt, 17. Auguft. Die Ziehungstage der sechsten Klasse der 5. Großherzogl. Hessisch- Thüringischen Landeslotterie sind nunmehr wie folgt festgesetzt. Am 22., 25., 26., 27., 29. und 30. August, sowie am 1., 3., 4., 5. und 8. September. Im Ganzen werden noch 14 000 Gewinne gezogen und sollen in den ersten bier Tagen mindestens je 2000 Nummern aus dem Glücks­

rade gezogen werden.

** Gegenüber der in verschiedenen Blättern erschienenen Nachricht aus angeblich gut unterrichteter Quelle, daß der weitere Anschluß süd­deutscher Staaten, insbesondere von Württemberg, an die Hessisch- Thüringische Lotterie bevorstehe, können wir ießt bestimmt erklären, daß diese Nachricht ent­schieden falsch ist. Wohl find gelegentlich der Konzessionsverhandlungen bezüglich der Schloßfreiheits­Lotterie von Seiten einzelner Stollekteure süddeutscher Staaten diesbezüglicher Anfragen erfolgt, doch haben feinerlei Verhandlungen stattgefunden, und liege von Seiten der Direktion 3. 3t. auch keinerlei Ab­sicht noch weitere Ausdehung vor. Mit der demnächst beabsichtigten Vermehrung der Losezahl auf 100 000 wird auch die Stelle eines Ober- Inspektors mit einem Einkommen von ca. 5 bis 6000 Mart neu geschaffen und ist hierfür ein Fachmaun aus Sachsen soweit bestimmt. Für die am 1. September frei­werdende Stelle des 2. Direktors haben sich bisher 11 Bewerber gemeldet, doch ist eine bestimmte Entscheidung noch nicht getroffen.

** Homburg v. d. H., 17. Aug. Der deutsche Kron prinz ist heute Morgen 7½½ Uhr hier eingetroffen.

** Mainz, 17. Aug. Während der Anwesenheit des Raisers hat es natürlich an polizeilicher Mißgriffen" nicht gefehlt. Am Rheinufer verhaftete ein Gensdarm eine Dame, weil sie sich auffällig" benommen habe. Die Dame legt­timirte sich auf der Polizei als eine adelige Dame aus Berlin. Sie weilt gegenwärtig zur Kur in Wiesbaden.

* Mainz, 16. Aug. Der hiier tagende ,, ongreß katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands", hat in Sachen der Frauenfrage den Antrag angenommen, daß die weiblichen Personen hin­schriften unterworfen werden sollen und daß Prinzipale, sichtlich ihrer Ausbildung denselben gesetzlichen Vor­die wegen unfittlicher Handlungen an ihrem weiblichen kaufmännischen Personal oder sonst wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit verurteilt find, kein weibliches Personal mehr halten dürfen.( Sehr vernünftiger An­trag. D. R.) Ferner wurde in der Waarenhaus. besteuerungsfrage der Antrag, wegen Einführung einer progressiven Umsatzsteuer angenommen. Weiter soll für die Errichtung faufmännischer Schieds­Gewerbegerichte eingetreten werden. Schließlich wurde gerichte durch Reichsgesetz und Angliederung an die ein die Sonntagsruhe betreffender Antrag an genommen, der dem Reichstage unterbreitet werden soll, wonach für alle faufmännischen Angestellten, die völlige Sonntagsruhe einzuführen ist. Der nächste nicht zum Kleinhandel gehören, die reichsgesehliche Kongreß findet in München- Gladbach statt.

** Kassel, 15. Aug. Nach Unterschlagung von 1000 Mart ist der bei dem Rechtsanwalt Dr. Weis dahier beschäftigt gewesene 18 jährige Schreiber Binn flüchtig gegangen. Bis jetzt fehlt jede Spur von ihm.

Patent­

Garbenbänder

mit Holz- Verschluss naturell und gefärbt, in ver: schiedenen Längen, bester Erfah für Strohfeile und im Ge brauch wesentlich billiger als diese, empfiehlt billig

M. Rosenthal Liebigstraße 13. Telephon Nr. 218.

Kleine Plakate: Möblirte Zimmer zu ver­mieten

Laden zu vermieten Wohnung zu vermieten

2C. 2C.

DasStück 10 Pfg. zu haben in der Druckerei der Gießener Neueste Nachrichten.