Ausgabe 
18.7.1902 Zweites Blatt
 
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Nr. 16

m's Haus gebra

Gratisbeilage

Oberbeffifche

ungen über 561 248 168 Mr. abgeschlossen. Der Zu-|- Die Gegenwart sei die Finsterniß. Und daran seien gang überstieg den Abgang um 57294 Policen und die Juden schuld, die mit eisernen Besen ausgefehrt graf werde hart!( Beifall, Pfeifen der Vorsitzende läßt unter Hallo und Protestrufen einen Besucher aus dem Saale führen). Dann beginnt der Redner, nach­

zu die historische Abteilung des Großen Generalstabes in 293 093 143 Mt. Summe. Hieran waren die bedeutend- werden müßten aus dem Lande der Germanen. Land: bonnementa

sten Anstalten mit folgenden Summen beteiligt: ( gegr. 1827) mit 807 747 200 Mt. Gotha

Stuttgart. Alte Leipziger Stettiner Germania Viktoria. Karlsruhe.

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1854)

605 448 782

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1830)

593 551 950

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1857)

574 708 285

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1861) 1864)

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515 118 583 474 092 361 Summa 3570 667 161 Mt. Auf diese sechs Anstalten entfiel demnach die gute Hälfte( 53,3 Proz.) des gesamten Lebensversicherungs­bestandes der 45 Gesellschaften.

Das Blatt

für S

dem er noch bemerkt, daß er Offizier sei, die bekannte Gartenbau, Rede des Generalobersten v. Loe zu fritifiren. Was wolle v. Loë mit dem Lobe der tapferen jüdischen Soldaten sagen? Sei es ein Wunder, wenn unter hunderttausend Juden sich ein Beherzter finde?! Und der Herr Graf fährt sehr erregt fort: Will denn Herr v. Loe jüdische Offiziere? Dann gewinnen wir keine Schlacht! Loë hat seinem Striegerruf geschadet! Das * Der Erfinder der Postkarte. Ministerialrat Prof. Kapital, für das unsere Väter fämpften, gehört den a. D. Dr. Emanuel Herrmann ist in Wien 63 Jahre Deutschen! Als der Redner dann, die Herren Sozialisten" alt gestorben. Er war 1839 zu Klagenfurt geboren. auffordert, fönigstreu zu sein und die Juden zu be Durch ungefähr 30 Jahre war er Professor der Volfs- fämpfen, entsteht große Unruhe. Der Vorsitzende vertagt wirtschaft. Prof. Herrmann's Erfindung, die korre- die Versammlung und läßt inzwischen zwei weitere Be­wirtschaft. spondenzkarte, trat von Oesterreich ihren Sieges- fucher hinausführen. Graf Pückler fordert endlich besonders zug durch alle Länder an. Im Jahre 1869 veröffent­die Berliner auf," Männer des Lichts" zu werden und lichte Herrmann in der Neuen Freien Presse" einen den heiligen Geist" zu empfangen, und schließt mit Artikel: Ueber eine neue Art des Korrespondenzmittels dem Gedicht:" Der Gott der Eisen wachsen ließ...." der Post". Er regte an, daß alle geschriebenen oder Beifallslärm folgt der Rede; der Vorsitzende legt diese durch Kopiermaschinen oder mittelst Durchdruckens er­durch Kopiermaschinen oder mittelst Durchdruckens er- Kundgebung als Freude darüber aus, daß man den zeugten Karten im Formate eines gewöhnlichen Brief- Herrn Grafen" zu Ende sprechen hören konnte.- Bei kouverts offen mit einer Zweifreuzermarke durch die der noch folgenden Rede des Herrn Bruhn über ,, Deutsch­Post versendet werden dürfen. Der damalige öster- lands wirtschaftlichen und nationalen Niedergang" leert beginnt ein reichische Generalpostdirektor, Sektionschef Ritter von reichische Generalpostdirektor, Sektionschef Ritter von sich der Saal erheblich ein Beweis dafür, daß nur Maly griff den Gedanken auf. Neugier das Gros der Besucher herbeigeführt hat. Auf der Straße wurde Graf Pückler von einer nach Hunder erfaßt bon ten zählenden Menge mit Zurufen empfangen, die nur und aktuell vom geringem Wohlwollen für seine Person zeugten. esem Rom ( B. B.-C.)

Lösung harrte. Generalmajor z. D. Paul v. Schmidt ist gegenwärtig an der Ausarbeitung eines solchen Werkes, wo­jüngster Zeit die ersten Bausteine zu solchem Monumentalbau geliefert hat Sie wird auch vor allem berufen sein, ein derartiges, streng wissenschaftliches Werf her­auszugeben, das auf Grund amtlicher und archivalischer Quellen alle Seiten der geschichtlichen Entwickelung unseres Heeres in Betracht zieht: Aufbringung, Organisation, For mation, Bekleidung, Ausrüstung, Bewaffnung, Unterhaltung, Disziplin, Offiziertum, Erziehung, militärischen Geist, Aus­bildung, reglementarische Schulung, Fechtart, Führung und noch viele andere wichtige Faktoren, die sich nicht alle auf­zählen lassen. In dieser Geschichte werden unwillkürlich zwei Grundgedanken zum Ausdruck kommen müssen: der maß­gebende Einfluß uuserer Herrscher auf die Gestaltung des Heerwesens und das immer mehr sich durchringende nationale Wehrtum, das endlich in der allgemeinen Dienstpflicht Ge­stalt gewinnt, und nicht nur für Deutschland, sondern auch für fast alle anderen europäischen Staaten zum Vorbild wird. Das Unheil von 1806 und 1807 wird mit ſittlicher Ent­rüftung lediglich der Entartung des Offizierkorps, dem Gamaschendienst und der Unfähigkeit der Führung zuge­schrieben, ohne zu bedenken, daß die ganze Nation mitschuldig war und daß Verhältnisse und Verhängnisse mitsprachen, die feinem Menschen zur Last gelegt werden können. Hand in Hand mit der allzu harten Verurteilung des Heeres von 1806 geht die Ueberschätzung der Landwehr von 1813 und die Unkenntnis ihrer Entstehung und ihrer Leistungsfähigkeit. Dieselbe Unkenntnis findet sich dann bei den Gegnern und fanatischen Tadlern der Reorganisation von 1859-61, die ohne von der geschichtlichen Entwickelung eine Ahnung zu haben, die Landwehr von 1813 mit der von 1859 in einen Topf werfen und gleichzeitig für Miliz und Volksbewaffnung schwärmen. Gerade die beiden großartigen Reorganisationen von 1808 und von 1859-61 in großen Zügen zutreffend zu schildern und ihre Art und Bedeutung in das rechte Licht zu seßen, war dem Verfasser eine besonders wichtige Auf­gabe. Für die Neugestaltung des Heerwesens durch König Wilhelm I boten die 1897 veröffentlichten militärischen Schriften des unvergeßlichen Herrschers ein unschäßbares, reiches Material. Das Königlich Preußische Kriegsministerium

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Achtung! Saure Gurken! Die tote Saison mit ihrem schreck nsvollen Mangel an Neuigkeiten bereitet den Pariser Blättern schwere Sorgen. Man kann jetzt die abenteuer­lichsten Dinge in französischen Blättern lesen. Zum Lustigsten in dieser Art zählt eine Weldung, welche der Pariser " Figaro" ganz ernsthaft seinen Lesern auftischt. Nach dieser Meldung seien die Stationsvorsteher an sämtlichen deutschen Bahnhöfen angewiesen worden, Papageien anzuschaffen, welche den Namen der Station, zu der sie gehören, ausrufen, um die Schaffner dieser Mühewaltung zu entheben. Natürlich dürfen diese Stationspapageien sonst keinerlei anderen Sprach unterricht genießen. Um ja teinen Zweifel zu lassen, daß das Blatt diese Meldung" für ernst nimmt, wird die witzige" Bemerkung hinzugefügt, es sei noch nicht ent­" hieden, ob diese Papageien Wüzen oder Helme zu tragen haben." In Paris giebt es jetzt allerdings Hundstagshize.

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Titel:

man es de

Der Bezir

Eine Ben

* Munweiler.( Konton Ensisheim), 15. Juli. Ein Familienzeit entsetzliches, wahrhaft schaudererregendes Berbrechen, wie es glücklicherweise zu den Seltenheiten in der Verbrechergeschichte Bom 25. 2 gehört, wurde in dem Dorfe Munweiler Samstag Abend verübt. Seit 7 Uhr Abends vermißte die Familie Johassed ihr vierjähriges Töchterchen. Die noch während der Nachtwärd über die bei Laternenschein angestellten Nachforschungen blieben er­folglos, bis heute früh 5 Uhr kurz oberhalb des Dorfes das hatte folgenden Kind als Leiche aufgefunden wurde. Die Leiche lag ver­steckt in dem Gebüsche, mit dem das eine Ufer des zur Zeit tm zu veranlaff vollständig ausgetrockneten Bettes des Thurbaches bewachsen tahr lebenden ist, und sie war oberflächlich bedeckt mit Erde von dem an- doet deutschen grenzenden Acker und mit Holzteilen aus Zweigen. Den veterinäi polizei cachforschungen des Amtsrichters gelang es alsbald, der Quarantäne, S Thäter zu ermitteln in der Person des erst dreizehn mehr. Zur Be jährigen, noch schulpflichtigen Alphons Siffert. Der junge Wüstling gestand die grauenhafte That ein. Altona aus: Von Reue soll der jugendliche Verbrecher keine Spur gezeigt haben.

Eine nicht minder hochsommerliche Geschichte die übrigens mit auffälliger Regelmäßigkeit um diese Zeit er­scheint"- wird durch die Aug. Ztg." aus dem kleinen Flecken Petit- Moulin in Belgien berichtet: Seit einiger Zeit fühlte ein junges Mädchen, Amelie Piretto, schnell ihre Kräfte schwinden, während ihr Magen in anormaler Weise zunahm. Die Aerzte wußten sich ihr Leiden nicht zu er flären, bis sie eines Tages auf die Idee kamen, sie mit X- Strahlen zu durchleuchten. Da machten sie die über: raschende Entdeckung, daß das junge Mädchen eine große Eidechse im Magen hatte. Sie erklärten es sich so, daß das Mädchen Quellwasser getrunken und ein junges Tier ver­schlungen hatte, das nun in seinem Körper wuchs. Eine Operation erwies sich als unmöglich, das unglückliche Mädchen starb nach furchtbaren Qualen vor einigen Tagen.

hat in danfenswerter Weise aus seinen Archiven dem Ver­fasser die sämtlichen Reglements seit dem Jahre 1726 zur Verfügung gestellt, die mit Ausnahme des Reglements von 1788 auf anderem Wege überhaupt nicht zu be­schaffen sind. Ueberall ist Herr General v. Schmidt unter Benutzung der besten, oft schwer zugänglichen Quellen be­müht gewesen, den überreichen Stoff so zu sichten und zu verarbeiten, daß ein übersichtliches, für Jedermann verständ­liches und anschauliches Bild der betreffenden Entwickelungs­periode zu stande kam. Neben der Betonung des Wirkens unserer Herrscher und der nationalen Eigenart unseres Heeres wurde die Ausbildung und Erziehung der Soldaten, die Entwickelung und das Wesen des Offiziertums, sowie die Fechtweise besonders berücksichtigt, während manches, was für eine vollständige und erschöpfende Heeresgeschichte uner­läßlich sein würde, teils nur flüchtig berührt, teils ganz aus geschieden wurde. Dem sachkundigen Offizier sollte nicht zu wenig, dem größeren Lesepublikum nicht zu viel gegeben werden. Jedem Offizier der Preußischen und Deutschen Armee, überhaupt jedem Deutschen, der sich für die Ent­wickelung unseres Heerwesens interssiert, wird das Buch, welches im Verlag von Karl Herman Düms, Berlin W. 57 erscheint, hoch willkommen sein.

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Fortschritte der Lebensversicherung in Deutschland. Nach der statistischen Abhandlung über Zustand und Fortschritte der deutschen Lebensversicherungsanstalten", ist der Zugang an Lebensversicherungssummen bei den deutschen Gesellschaften im vorigen Jahre wiederum Es wurden größer als in allen Vorjahren gewesen. im Jahre 1901 insgesamt 119 005 neue Lebensversicher=

Brennholz- Verkauf.

Biehmärkten

tie deutsche hedarf des de eugen. Info anderhältnismä rid. Die tommendem S iundheitsschäd noftischen Im gegenwärtig Tasche herum Jugend auf Mer Grenze eagiere auch mehr. Wenn uridgegangen

Die Leser der Gießener Neueste Nachrichten sollten dadurch mit unsere Zeitung in engere Verbindung treten, daß sie interessante Vorfälle, Mißstände aller At, kurz alles für einen größeren Kleis Wissenswerte der Redaktion mitteilen. Wahr­heitsgemäße sorrespondenzen über interessante Vorfälle werden honoriert, Mißstände werden durch öffentliche Besprechung zur Kenntnis der berufenen Stellen gebracht und so deren Abstellung eingeleitet. Vereinsnachrichten, Berichte über General­bersammlungen, Festlichkeiten wollen uns, wenn kein Berichterstatter der Neueste Nachrichten" anwesend ist, die Herren Schriftführer einsenden, wir werden sie alsdann gern zum Abdrud bringen. Ein jeder zieht aus solchem Verfahren Vorteil: erwedt

Graf Pückler hat wieder geredet. Gestern Abend sprach Braf Bückler- Klein- Tschiene in den Concordia- Sälen in Berlin über das Thema Licht und Schatten". Das herrliche" Licht, so führte er aus, repräsentirten die blonden Germanen, der Schatten seien einzig und allein die Juden und ihre Gefolgschaft. Die Theater, Tingeltangel und Spielhöllen seien in den Händen der Juden. Der Materialismus werde dem ideal veranlagten Germanen durch die Juden eingeimpft. Die Zeit des Mittelalters, als man noch das Chetto hatte, sei licht gewesen, aber das Licht sei zurückgegangen

Vergebung von Bauarbeiten.

das Intereſſe für den Berein, trägt zur Abstellung eines Uebelſtandes Brenzen zurit bei, ein Verein wird in weiteren Kreisen bekannt, was der Ge: wie Biſſenſch winnung neuer Mitglieder förderlich iſt uſw. Alſo bei jeder paſſen- oder in seinem

Die zur He stellung eines eisernen Thores mit Lung­In der Königlichen Oberförsterci Elbrighausen bei Battenberg sollen aus dem Einschlag des Wirtschafts- steintgorpfeilern beim Kesselhaus der neuen Kliniken nötigen jahres 1901/02 folgende Holzmengen im Wege des schrift- Steinhauer- und Schlosser- Arbeiten nebst Material­Lieferungen, werden hierdurch unter Hinweis auf den Mini­lichen Aufgebots verkauft werden: Loos: 1. Distr. 98399= 21 rm Buchen- Scheit, 176 sterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Bergebung auf dem Sub­rm Buchen Knüppel, 9 rm Weichholz- Ruüppel und 1 rm missionsweg ausgeschrieben. Nadelholz- Knüppel.

2008: II. Distr. 123a, 125, 129= 61 rm Buchen­Scheit, 120 rm Buchen- Knüppel.

2008: III. Distr. 123a, 156 rm Buchen- Knüppel. 2003: IV. Distr. 131= 97 rm Nadelholz- Knüppel 2,5 m und 1,2 m lang, sämtlich trocken und 157 rm Nadel­holz- Reiser III. Kl.

den Gelegenheit muß die Parole sein: das schreibe ich der

Die Ausfügrungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Antslokal zur Einsicht offen, und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstfostenpreis in Empfang genommen

Die Gebote sind für jedes Loos getrennt pro rm Scheit, Knüppel und Reiser abzugeben. Das in den einzelnen Schlägen figende Holz wird auf Verlangen durch Herrn Förster Usinger zu Pfüße vorgezeigt.

Die schriftlichen Gebote sind unter verschlossenem Um= schlag mit der Aufschrift: Submission auf Brennholz" an die Oberförster ei Elbrighausen zu Battenberg so zeitig ab­zusenden, daß solche zu der

werden.

1443

Angebote sind bis zum 25. d. Mts., vormittags 10 Ugr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofret an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, 9. Juli 1902. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Reuling.

am Montag, den 21. Juli d. J., vormittags 10 Uh im Geschäftszimmer der Oberförsterei in Gegenwart etwa et­schienener Bieter stattfindende Eröffnung der Gebote in die Hände des Forstmeisters gelangt sind. Mit Abgabe des Ge­botes unterwirft sich Bieter bedingungslos den Verkaufsbe­dingungen, welche gegen Abschriftgebühren von hier bezogen

werden können.

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