Ausgabe 
14.8.1902 Erstes Blatt
 
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Unterhandlungen en ohne Weiteres cuppen bereit ge legten Schulen, igiten sein dürfte, legteren beläuft coff follten die

errumpelt werden. jedoch Befehl, das Menge vorzugehen. Deputirte Graf de

ein Abzeichen vorangetragen wurde: runde Schilder, kunst­bolle mit Fahnentuch umwickelte Thore, Fahnen in den verschiedensten Farben. Die Stadtknabenschule trug weiß- grün, die Realschule und das Realgymnasium rot- weiß, das Gymnasium weiß- blau. Den Zug an­führen sollte eigentlich die Regimentskapelle. Diese wurde aber leider noch in letzter Stunde nach Mainz beordert und stellte daher nur einige Inba­liden." Die kürzlich erst gegründete Feuerwehr fapelle bewies gestern schon sehr anerkennenswerte Leistungen.

Gewalt zu weichen, sich die Kinder auf die Spielpläge verteilten.

rdje begaben. In die Schulen ge mit Wafferitrable zum zweiten Male geriffen und die gebragt.

Lichen Filialen der en borgenommen e, welche bei der Donirt hatte, ber eftor erklärt, daß berlieren würde, In befürchtet, daß

führt hat.

Die Regierung hat egierte auf dem

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ndon telegraphiert, d dem venezola Abficht mitgeteilt egen. Amerifa sobald Deutsch zu beabsichtigen. keiten.

ausgegeben am ntum an Kirchen,

manches Vorurteil Bessimist behauptet, zu viel geübt und der., Aufführung" 1 mehr Vergnügen hres daran, aber erig sind, daß sie Spiele, die beim den, waren den zeit her durchweg mist wandte sich Kinderspielen. Gr den jugendlichen wie Neid und inem Standpunkt er eben jeden er­wir hoffen nach folche pädagogisch Begleiterscheinungen chört haben. uszug der Kinder er Bürgermeisterei Spalier gebildet. Mufitkapelle und rgermeister; dann lich auch hier den Ben Kleidern und eganz kleinen." nschule( inoffiziell)

durch eine Musik­an. Die Kinder en, denen immer

Als der Zug auf dem Festplatz angekommen, hielt Herr Oberlehrer Hahn eine furze Ansprache, worauf Da konnte man die verschiedendsten Spiele sehen. Bock­springen, Weitspringen, Sadhüpfen, Seilziehen usw. das mit Recht so beliebte Wurstschnappen" nicht zu vergessen. Die Mädchen führten natürlich gefittetere Spiele auf, als die wilden Buben, meistens Ball­spiele. Der Ball spielt ja überhaupt im Leben des Mädchens die Hauptrolle, bis zum 12. Jahre der von der andere. Nach den Gummi, vom 16. an Spielen fam die ,, pädagogisch gefährliche" Preis ver­teilung. Meistenteils wurde gelost. Wer No. 1 hatte, durfte sich zuerst aussuchen, usw., so daß also die lezten nicht mehr die große Wahl und Qual im Aus­

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suchen hatten, wie die ersten.

Ebensogut wie dir Kinder, amüsierten sich auch die

Erwachsenen. Der Himmel war gnädig gewesen. Die Wirte fonnten mit dem Durst wohl zu frieden sein. Reißende Geschäfte machten auch die Bäckereien hauptsächlich mit den Riesenbretzeln. Im ganzen mögen also etwa halb Gießen wohl gegen 10000 Menschen auf dem Festplatz gewesen sein. Irgendwelche Zwischen fälle, daß etwa Kinder oder Ehrenjungfrauen belästigt oder beim Spiel gestört worden wären, sind uns nicht bekannt geworden.

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Der Verlauf des Festes kann in jeder Beziehung als wohlgelungen bezeichnet werden und allgemeines Bedauern war bei Jung und Alt, als die Trompete das unerbittliche Signal zum Sammeln und Rückzug gab. Aber man soll bekanntlich aufhören zu essen, wenn es am besten schmeckt- und Feste zu feiern, wenn die Stimmung am besten ist. Die eine Kapelle blieb im Philosophenwald und fonzertierte noch einige Zeit. Die Wohlgeordnet zog der Zug in die Stadt zurück. Befangenheit, mit der die Kleinen, im Bewußtsein, von allen Seiten beschaut und fcitisiert zu werden, hinaus­marschiert waren, war einer frohen Lebhaftigkeit ge­wichen. Ueberall erschollen lustige Lieder. Mancher Graubart fnurrte" unwillkürlich mit und verfiel in einen ganz unbürgerlich strammen Schritt, wenn er die forschen Turn- und Marschlieder aus jugendlich, fräftigen Stehlen hörte. Ja schön ist die Jugend sie kommt nicht mehr.

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** Der Erbe von Esmond- Hall nennt Ernst Riemann den spannenden Kriminal- Roman, der in der heutigen Nummer

unserer Unterhaltungsbeilage beginnt. Der talentvolle Ver­

fasser, der seinen Stoff einem englischen Vorbilde verdankt, fährt uns in die patriarchalische Stille und Abgeschiedenheit eines ländlichen Pächterhauses, dessen Frieden jäh durch einen geheimnisvollen Mord gestört wird. Diese unselige That ist der Ausgangspunkt eines langen Schmerzensweges für eine sympathische Mädchenerscheinung, die sich vom Vaterherzen losreißt, um in blindem Vertrauen dem unwürdigen Ge­liebten zu folgen. Ihr Leben ist zertrümmert, sie hat aber die Genugthuung, daß durch sie der Verbrecher entlarvt wird, und ihre Leiden als Grundstein dienen, auf dem sich das Glück ihrer theuersten Freundin aufbaut.

** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Ludwig Philipp aus Nieder- Märlen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Bad- Nauheim.

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Ferien, du goldenes, freudebereitendes Wörtchen! O schöne Zeit wie liegst du weit, da auch wir ein mal viele Tage sorglosester Fröhlichkeit und Ungebunden­heit uns hingeben durften! Wie oft schon seit jenem legten Urlaub haben wir dem Schicksal gezürnt, daß es uns nicht die Kouponscheere in die Wiege gelegt, deren fruchttragende Thätigkeit uns erlauben würde, in die Schaar derer zu treten, die jetzt in die Berge, in die Wälder, an das Meer und an den Rhein" wandern fönnen. Die Pforten der Schulen werden sich bald auf die Dauer von fünf Wochen schließen, um Lehrern und Schülern Erholung zu geben vom Lehren und Bernen. Der Bücherranzen fliegt in die Ecke, vergessen wird Fibel und Rechenbuch. Auch das Gericht ist in den Ferien. Der Herr Assessor und der ihm seelisch berwandte Herr Leutnant eilen an die See, dort Para­graph und Kommiß zu vergessen und die Herzen der Damen zu fniden. Kurz, alles wandert. Der Herr Profeſſor ſtieg vor 14 Tagen vom Lehrstuhl herab, um fich einmal anderswo zu zerstreuen"; Bruder Studio schloß seine Bude ab, um nachdem er auf dem Windhof noch einige Schmisse sich hatte aufbrennen laffen draußen bei Battern auf Requifition zu gehen und neue Kräfte zu sammeln für das ernsteste Studium( wo, sagt die Expedition.) Alles geht, nur einer muß bleiben, der Redakteur, weil die Ferien un­seligerweise in die Erntezeit der ſauren Gurken fallen. ** Eine vom hygienischen Standpunkt aus weittragende, im Rasirsalon einschneidend wirkende Erfindung hat ein Mainzer Friseur gemacht. Es ist ein Apparat, welcher frischen Rasirschaum erzeugt, mit einem dazu gehörigen, aus­wechselbarem Pinsel, beides zum Patent und Musterschutz angemeldet. Durch diese Neuheit ist man im Stande, jeden zu Rasirenden mit frischem Schaum und neuem Pinsel zu bedienen, welches beides noch mit teiner Person vorher in Berührung war, wodurch jede Krankheitsübertragung durch Binsel und Seife ausgeschlossen ist. Die Neuheit gelangte anläßlich des 21. Verbandstages Deutscher Friseur- und Berrückenmacher, welcher vom 26.- 31. Juli in Düsseldorf

9. September 1897 bon Alvensleben, Neu- Battersleben, Sezen laffen. Das Cauer- Berlin die meisterhaft wieder enwart des Haijers thüllt werden. Die Tendetem 44. Lebens Den fieben Kindern, 6 jähriger glücklicher

rde, gehörte in den Kaisers, der häufig en Heim geweilt hat. ihren Gemahl, dem Den Grafentitel ber Albensleben ganz Einschätzung durch es Monuments er

lich zu Tage

treten

al besteht aus einem ldachin in gothischem m Sarfophag ruht, wellt, in Lebensgröße e Wappen nud ein

stattfand, zur Vorführung und fand bei den Fachleuten all­seitige Anerkennung. ** Keine Steuern zu bezahlen brauchen die Einwohner von 6 im Kreiſe Gießen gelegenen Landgemeinden und zwar Albach, Bergheim, Bersroth, Ettingshausen, Hattenrod und Staufenberg mit Friedelhausen. Diese Gemeinden sind in der glücklichen Lage, durch den Besiz an Gemeinde- Grund­eigentum für das Rechnungsjahr 1902/3 auf jede Steuer ihrer Einwohner verzichten zu fönnen.

** Ueber die Höhe des Finderlohnes herrschen im Publikum häufig irrige Anschauungen. Nach dem neuen Bürgerlichen Geſetzbuch beträgt der Finderlohn im Wert bis 300 Mart fünf vom Hundert. Der Anspruch auf Finder­lohn ist ausgeschlossen, wenn der Finder die Anzeigepflicht unterläßt oder den Fund verheimlicht; auch kann dann straf. gerichtliche Verfolgung wegen Funddiebstalhs eintreten.

** Wo gehören die Kriegsdenkmünzen hin? Die Köln. Btg." schreibt: Aus unserem Leserkreis ist uns die Frage zugegangen, ob die Behörde das Recht habe, die Ablieferung von Kriegsdenkmünzen an die Kirche derjenigen Gemeinde zu verlangen, der ein verstorbener Besizer ſolcher Denkmünzen zuletzt angehört hat. Diese Angelegenheit, die für weitere Kreise ein Interesse haben dürfte, regelt sich nach den Sta­tuten der betreffenden Denkmünzen. Danach sind die Kreuze von Düppel und Alsen, sowie die Erinnerungsfreuze für den

Feldzug 1866 nach dem Tode der Beſizer in den Kirchen

aufzubewahren, wogegen nach den Statuten vom 20. Mai in der Familie verbleiben.

1871 die Denkmünzen für den Krieg 1870/71 nach dem Tode

Aus Hessen und Nachbargebieten.

m. Nieder- Weisel, 14. August. Herr Wachtmeister Held von Buzbach ergriff gestern im hiesigen Felde einen etwa 17 Jahre alten Burschen, welcher aus einer einen etwa 17 Jahre alten Burschen, welcher aus einer Erziehungsanstalt entwichen und aus Schwalheim stammen soll.

* Wabern, 12. Aug. Aus der hiesigen 3 wang 3- erziehungs- Anstalt sind mehrere Böglinge durchge­brannt. Vermutlich haben die Ausreißer ihren Weg über Marburg nach Frankfurt genommen.

* Bad- Orb, 14. Aug. Durch Entgegenkommen der fgl. Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M. ist es der Bad Orber Kleinbahn gelungen, von morgen, den 15. August ab direkte Fahrkarten von und nach den für den hiesigen Badeverkehr am meisten in Be­tracht kommenden Stationen der Staatsbahn einführen zu fönnen, womit auch eine direkte Abfertigung des Gepäcks bis nach der Endstation verbunden ist. Eine wesentliche Neuerung liegt ferner in der Ausgabe ge­mischter Starten, die auf der Staatsbahn für die vierte Wagenklasse, auf der Orber Bahn für die dritte Klasse Gültigkeit haben. Vorläufig werden direkte Fahrkarten außer von der Station Orb noch von folgenden Staats­bahnstationen ausgegeben: Frankfurt a. M. Haupt­und Ostbahnhof, Sachsenhausen, Oberrad, Offenbach, Hanau Ost und West, Langenselbold, Meerholz, Geln­Hausen, Wirtheim, Salmünster- Soden, Schlüchtern, Steinau, Elm, Fulda, Bebra, Büdingen, Stockheim, Nidda und Gießen.

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Kassel, 13. Aug. Der Obstbauverein für den Reg.­Bez. Kassel wird seine diesjährige Bezirksobst- Aus­stellung vom 19.- 21. Sept. in I m mmenhausen abhalten.

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Frankfurt a. M., 13. Aug. In der Brauerei Henrich, Darmstädter Landstraße 125 ereignete sich heute Nachmittag ein schwerer Unglücksfall. Ein im Betriebe be­findlicher Aufzug stürzte herab, wobei ein Arbeiter getötet und ein anderer schwer verletzt wurde.

verhaftet. Das arme Mädchen liegt an den Folgen des Verbrechens, das bereits vor 3 Wochen begangen wurde, schwer frank darnieder. Aus Angst vor dem Wüftling hatte das Mädchen die wahre Ursache der Krankheit verschwiegen.

* Vom Main, 13. Aug. Die berühmte Meister­Eiche" bei Werneck, die hart am Waldrand" neben der Werneck- Rüdelhäuser Chaussee steht und wegen ihres bedeuten­den Umfang und Alters- sie soll ca. 500 Jahre alt sein -weit und breit bekannt ist, ist vergangene Nacht abge brannt. 8wei junge Leute hatten sie in Brand gesteckt.

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Der Arbeit Schmitt in Waigolshausen, der seinen 12jährigen Sohn erschlug, wurde zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die Frrenanstalt von Werneck gebracht. Das 12 Jahre alte Kind der Wittwe Auth tam dem Herdfeuer zu nahe und wurde am ganzen Körper schwer

verbrannt.

** Vom Main, 12. Auguft. Ein junger Arbeite aus Bürgstadt war in einem Steinbruche damit be­schäftigt, Felsgestein loszubrechen, als sich plötzlich ein starker Steinblock loslöste und den bedauernswerten 18 Jahre alten J. Brand zu Boden schmetterte und so fürchterlich verstümmelte, daß er alsbald star b.

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Fabrit-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Offenbach, 12. Aug. Der 6. Verbandstag der erklärte sich nach eingehenden Verhandlungen gegen die Unter­ſtüßung der infolge einer Maifeier gemaßregelten Mitglieder. Dem Vorstand wurde Decharge erteilt. Morgen beginnen die Beratungen über die Einführung der Arbeitslosen- Unter­

ſtüßung.

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Offenbach a. M., 13. Auguft. 48 Arbeiter der hiesigen Aftien Gesellschaft für Schriftgießerei und Maschinenbau streiken wegen Lohndifferenzen. ** Darmstadt, 13. Aug. Die Arbeiten zur Wieder­herstellung der Turnhalle der Turngemeinde Darm stadt sind nunmehr soweit vorangeschritten, daß ihre Wieder­eröffnung voraussichtlich am 31. August stattfinden wird.

** Darmstadt, 13. Auguft. Der durch die Tett­weiler Affäre bekannte Gymnasiallehrer in P. Dr. Ahl­heim, welcher am 2. Pfingstfeiertag in Bangwaden seine Nichte aus Fahrlässigkeit erschoß und deshalb mit 2 Monaten Gefängnis bestraft wurde, erhielt im Gnaden­wege diese Strafe in Festungshaft umgewandelt. ** Mainz, 13. August. Der 11. Bundestag deutscher Gastwirte findet im Januar 1903 hier statt.

** Mainz, 13. Aug. In der Wallstraße wurde heute ein Soldat des 117. Inf.- Regiments Namens Fleischmann in dem Augenblid festgenommen, als er ein Mädchen zusammenciß, um an ihm ein Verbrechen zu begehen.

dienstetes Mädchen mußte sich ein amtliches Papier in Mom­** Ein bestohlener Polizeidiener. Ein in Mainz be­bach besorgen und begab sich deshalb in die Wohnung des hiesigen Polizeidieners. Es benußte einen unbewachten Augen­blick, um eine wohlgefüllte Börse, welche auf einem Tische lag, zu stehlen. Bei einer Haussuchung in Mainz wurde das gestohlene Gut gefunden.

dem Rochus berge das weit und breit bekannte

** Bingen, 13. August. Am 17. August findet auf Rochus fest statt.

** Langenschwalbach, 12. Aug. Die geschiedene Großherzogin von Hessen kehrt am Donnerstag den 14. ds. mit der Prinzessin Elisabeth von Langen­schwalbach nach Coburg zurück und nimmt in dem jezt für sie renovirten Palais Edinburg, das früher von dem verstorbenen Erbherzog Alfred( ihrem Bruder) bewohnt war, mit ihrer Tochter dauernden Wohnsiz.

* Homburg v. d. H., 13. Aug. Der Kaiser trifft am Samstag den 16. Aug nachmittags im hiesigen Schlosse ein.

** Aus der Pfalz. Eine eigenartige Maßregel gegen säumige Steuerzahler hat Dürkheim ergriffen. Die Stadtbehörde ließ in einem Aushängetasten am Eingange des Gemeindehauses eine schwarze Lifte" anbringen, auf der alle diejenigen Personen verzeichnet sind, deren Gemeindesteuern der Uneinbringlichkeit wegen niedergeschlagen werden mußten. Die Stadt verwaltung spekuliert hier auf das Ehrgefühl der Steuerschuldner. Ob mit Erfolg, wird sich erst zeigen müssen.

Forchheim, 13. Aug. Bei der Neichstagserfahwahl im Kreise Forchheim- Kulmbach erhielten nach den bis heute Abend 9 Uhr festgestellten Ergebnissen Faber( ntl.) 1266, Deinhardt( Soz.) 790, Weilnböd( Bauernbund) 423 und Zöllner( Str.) 161 Stimmen.

Neueste Nachrichten.

** Frankfurt a. M., 13. Aug.( Kriegsgericht.) Der Einjährig Freiwillige Ludwig Arnold, 4. Kompagnie des 81. Infanterie- Regiments, ist, wie gelegentlich der ersten Verhandlung in dieser Sache mit geteilt wurde, am 29. Juli 1900, nachdem er zehn Mo­nate gedient hatte, fahnenflüchtig geworden, hat zwei Jahre in Zürich gelebt und sich am 25. Juni d. Js. wieder gestellt. Arnold giebt, wie bekannt, an, er habe nicht die Absicht gehabt, sich dauernd seiner Dienstpflicht zu entziehen, sondern er habe sich nur der ihm wider­fahrenen Behandlung entziehen und zurückkehren wollen, sobald die Vorgesezten gewechselt hätten. Namentlich hielt er die Gesundheit seines Stompagniechefs, des Hauptmanns von Roques, dem er Voreingenommenheit gegen die Einjährigen vorwirft, dermaßen für er­schüttert", daß er glaubte, auf den baldigen Abgang desselben rechnen zu dürfen. Um festzustellen, inwiefern die Vorwürfe Arnold's gegen seinen Hauptmann in Bezug auf die Behandlung der Einjährigen der 4. Komp. im allgemeinen berechtigt seien, sind heute zwei frühere Einjährige dieser Stompagnie als Zeugen geladen. Sie. wissen nichts zu Ungunsten ihres früheren Stompagnie- heitslotterie fand heute morgen statt. Es fiel die Chefs auszusagen.( Beide sind Offiziers- Aspiranten). Brämie von 60 000 Mt. auf Nr. 7739 nach Beerfelben Hauptmann v. Roques giebt zu, daß er Arnold streng( auf das Los, welches zuletzt mit 200 Mr. gezogen behandelt habe, dieser habe es aber nicht besser ver- wurde) 40 000 auf 21 356 nach Mannheim, 10 000 auf dient. Das sagen auch die beiden Zeugen: Arnold ſei 23 602 nach Mainz und Karlsruhe, 2000 auf 2046 eben kein Soldat gewesen. Auch daß er dem Arnold( Karlsruhe) 3000 auf 16 995( Mainz) 3000 auf 23 206 einen Sergeanten mit zu einem Rechtsanwalt gegeben( Darmstadt) 1000 auf 3966( Mannheim), 12 739, 19 420, 22 888( sämtlich in Darmstadt). habe, giebt Herr von Roques zu, aber nur aus dem Grunde, damit sich Arnold nicht wieder betrinke. Der Angeklagte, der seiner Zeit auch einen Selbstmordversuch gemacht hat, wird wegen unerlaubter Entfernung bom Heere, nicht wegen Fahnenflucht, zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wird Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur angerechnet. Die Verhandlung war öffentlich.

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Privattelegramm.

Die erste Ziehung der Darmstädter Schloßfret.

Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. Donnerstag, 14. Aug. heiligen Beichte. Freitag, den 15. Aug.

Mariae Himmelfahrt.

6.30 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.

Vormittags von

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7 Uhr: Die erste heil. Messe,

vor und in derselben. Austeilung der heiligen Kommunion.

** Frankfurt a. M., 13. August. Fürstin Metschersky aus Petersburg ist heute mit Gefolge hier eingetroffen und im Hotel Imperial abgestiegen. Frankfurt a. M., 13. Aug. Der 25jährige Kauf­mann Hlinezky in Bockenheim wurde gestern früh wegen eines Sittlichkeitsverbrechens, begangen an der 12jährigen Tochter des Kutschers Grünig in der kleinen Eschenheimergasse Nachmittage 2.30 Uhr: Fest- Andacht mit Segen.

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8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

9.30 Uhr: Hochamt mit Predigt.