Ausgabe 
14.6.1902 Erstes Blatt
 
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Don de Gießner Bickelstaan.

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I.

Giessener Cagesneuigkeiten.

* Radrennen auf dem Sportplatz. Wir wollen nicht verfehlen, auch an dieser Stelle nochmals auf das morgen stattfindende Rennfest der Wanderer G.-R.-G. hinzuweisen. Der Gau 9 des D. R.-B. fährt offiziell am Sonntag früh 6 Uhr per Rad in Frankfurt ab. Die Teilnehmerzahl wird auf 4-500 geschätzt und trifft ungefähr gegen 11 Uhr hier ein, wo Empfang und Frühschoppen bei Konzert im Cafè Royal statt­findet. Kameraden und Freunde des Sports haben denselben Zutritt. Nach demselben zwangloses Mittag essen ebendaselbst und im Hotel Victoria". Gegen 3 Uhr allgemeine Abfahrt zum Rennen. Für die Rennen selbst liegen zahlreiche Meldungen vor, darunter von den besten deutschen Amateuren, die sich hier ein Stelldichein geben. Hauptsächlich auf den Ausgang des Hauptfahrens ist man gespannt, in dem die Meisterfahrer Bässler- Hannover und Drescher Mainz auf einander treffen. Das Rennen wird eins der spannendsten werden, die bisher hier gesehen die bisher hier gesehen worden sind.

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Wilhelm Hartmann II aus Heuchelheim und Heinrich Jung II von Wieseck. Die Geschäfte des Amtsanwalts be= sorgte Gerichtsassessor Fr. Wahl. Ein Glaser und ein Gemüsehändler, beide von hier, sind angeklagt, einen Stu denten förperlich mißhandelt zu haben. Sie werden zu je 50 Mart Geldstrafe ev. 10 Tage Gefängniß, verurteilt. Der Hausbursche Klee, der ungefähr 2 Mt. unterschlagen hat, wird zu 10 Mt. Geldstrafe ev. 2 Tage Gefängnis ver­urteilt troß seiner Jugend wegen seines troßigen Leugnens. Ein Zeuge, der unentschuldigt ausblieb, erhielt eine Dcd­nungsstrafe von 10 Mt. Der Arbeiter Schön aus Großenbuseck war der Beleidigung und des Widerstandes gegen einen Bahnschaffner angeklagt. Er erhielt eine Geld­strafe von 20 Mart ev. 4 Tage Gefängnis. Der Land wirt M. von Traisa a. Lda. erhielt wegen Sachbeschädigung 5 Mt. Geldstrafe. Der vorbestrafte Maurer Heinrich Möbus von Burkhardsfelten ist der Körperverlegung an­geflagt, ausgeführt mit ein.m Stallbrett. Er erhielt 2 Wochen Gefängnis. Ein Schuhmacher und ein Tagelöhner erhalten wegen Beleidigung je 25 Mt. Geldstrafe und auferdem wurde dem Beleidigten, Zimmermeister Müller aus Altenbuseck, Publikationsbefugnis zugesprochen. Ein Schlosser von hier erhält wegen Körperverlegung eines fieinen Jungen 60 Mt. Geldstrafe ev. 12 Tage Gefängnis. Zum Schluß standen zur Verhandlung 3 Privatflagen wegen Beleidigung, von denen zwei durch Vergleich erledigt wurden. Die dritte Klage war gegen den verantwortlichen Redakteur der ,, Deutschen Volkswacht", Hirschel, gerichtet, der die Belei­digung durch sein Blatt begangen haben soll. Der An­geklagte erhielt 50 Mt. Geldstrafe.

Das schon heute in Buchform erscheinende Programm giebt eine genaue Uebersicht aller Rennen. Die zur Verteilung kommenden Preise, welche seit gestern in dem Schaufenster der Firma Aug. Oßmann Selters­weg zur Ausstellung gelangt find, erregen das lebhafte Interesse aller Passanten. Wie immer, so hat auch dieses Mal die Rennleitung alle Gegenstände der Aus­schreibung genau abgefaßt, so daß die Sieger vollauf ihre Rechnung finden und Beschwerden in dieser Be­ziehung, wie man sie an anderen Pläßen gewöhnt ist, hier nicht vorkommen werden. Nach Schluß des Rennen findet auf der Hardt- Terrasse Preisver= teilung und Konzert der Regiments- Kapelle bei gänzlich freiem Eintritt statt, was wir noch besonders hervorheben. Nach den sorgsam getroffenen Vorberei­tungen haben wir die zuversichtliche Erwartung, daß alles geliugen und ein guter Besuch das Fest krönen wird. Die Parole für morgen heiße darum:

Auf zum großen Rad- Rennen."

a. Brauerverband. Heute abend 9 Uhr hält der Ver­band der Brauer eine Versammlung im Wiener Hof" ab. Auf der Tagesordnung steht: Die Mängel der Arbeiterversicherung", über welches Thema Herr Gräf-Frankfurt referieren wird Wir weisen bei dieser Gelegenheit auf den Artikel in Nr. 125 unserer Zeitung Mängel und Lücken im Invaliditätsgeset" hin.

s. Urlaub von kaufmännischem Personal. Wir brachten fürzlich eine Notiz, daß in Marburg die Kaufleute da­hinstrebten, jährlich einen 8-14tägigen Urlaub zu be­kommen. An vielen anderen Orten sei diesem gerechten Verlangen schon Folge geleistet. Wir können zu unserer Genugthuung mitteilen, daß auch in unserer Stadt eine Firma Benner und Krumm nicht nur den kauf männisch Angestellten, sondern auch den be­schäften Arbeitern, natürlich unter Fortzahlung des Lohnes, 8 Tage Urlaub giebt.

Es ist bereits eine geraume Zeit her, daß hier in Gießen eine ulfige Geschichte passierte, die gewiß schon öfters passiert ist, die aber trotz allem Typischen, was fie enthält, etwas so speziell Gießenerisches verrät, daß fie manchem alten Schwerenöter gewiß gleich wieder einfallen wird, wobei er bei einigem Nachdenken einige Parallelerscheinungen in dem geistigen Leben unserer maßgebenden Personen ohne große Mühe erkennen kann. Also: Der Bürauvorsteher Eklich hielt Hochzeit, oder bielmehr seine Tochter hielt Hochzeit mit dem Diätar Artig. Eklich, der natürlich seine besten Freunde zu dem Feste eingeladen hatte, ging leutselig umher, sprach mit jedem einzelnen, fragte den Bäckermeister Wuppdich, wie ihm der letzte schwere Sonntagsfrühschoppen be­tommen, flopfte, mit den listigen Aeuglein zwinkernd, seinem Intimus, einem alten pensionierten Feldwebel, vertraulich auf die Schulter, furz betrug sich als ein musterhafter angehender Schwieger- und Großpapa. Selbst dem kleinen Handschuhmacher Lecker hörte er noch einmal zu, als dieser seine Erlebnisse aus dem fiebziger Kriege bereits zum dreiunddreißigsten Male zum Besten gegeben hatte, auch dem bekannten, am liebsten gruselige Gespenstergeschichten erzählenden, halb ver­rückten Schneidermeister vom Nahrungsberg drehte er nicht dem Rücken zu, wie sonst, sondern er lächelte, scheinbar zustimmend, mit ernstem, bedeutungsvollen Kopfnicken zu ihm hinüber. Kurz, in der Seele Eklichs war nicht das leiseste Stürmchen vorhanden. Ta plöß zog durch seine Nase ein überaus lieblicher Geruch, ein Geruch, dem ein Gießener nur in Ausnahmefällen wiederstehen kann. Der Geruch nämlich nach Bickel­steinen. Natürlich juckt es mich sozusagen in der Feder, schon beim bloßen Anblick dieses Wortes, in einem be­geisterten Hymnus auf das edelste Produkt unserer Allein, das hat feinen Heimatsküche auszubrechen. 3wed- dem Gießener braucht man von Bickel staan" nichts mehr zu erzählen und ein Fremder hat ja doch keinen Begriff davon. Der Eflich nun macht sich leise auf die Socken und schleicht in die Küche, wo seine Schwägerin, ein gar arger Wüterich, mit glühen­den Wangen und dem alten leidenschaftlichen Köchinnen angeborenen energischen Zug um den, vielleicht schon oft mals verbrannten Mund herumhantierte. Herr Gott, Lenche", sagt er, was meege die schmecke"." Was?" fagt fie, als wüßt sie von gar nichts. Ei, die scheene, scheene Bickelstaan" sagt er, nimmt eine Gabel, taucht fie vorsichtig in die Pfanne und praktiziert sich einen Brocken auf die Zunge. Sackerlot" sagt er, und schnalzt mit der Zunge; im selben Augenblick geht die Thüre zur Küche auf und das verdußte Gesicht Wupp: dichs erscheint. Er hatte seinen Freund eigentlich nach einem intimen Orte fragen wollen, aber jetzt fragte er ganz baff: ,, Guck de amol dai zwa Filou an, hats Küßche denn aach gut geschmeckt?" und weg war er wieder. Nun geht das Kameel hin und verzählt dene annere, aich dhet mich mit der Lene abfisse, des anfüllig stalb, der net emol en ordentliche deutsche Schkat spiele kann." Wie er wieder in die ,, gut' Stub" hinüberkommt, sieht er den dicken Wuppdich denn auch richtig neben der Frau Schönhals stehen und mit der über irgend etwas fichern. Daß dich Hallunk der Teuwel holt" sagt Eklich vor sich hin und guckt seinen Freund wütend an. Auf einmal aber geht ihm ein erleuchtender Gedanke durch den Kopf: ,, Wenn de dem schlächte Kerl zubor­teemst." Worüwer denke Se denn so nach, Herr Eflich?", sagt im Vorübergehen der Gastwirt Kreide. " Ja denke Se sich an," entgegnet Eflich, ech war de vorhin in der Küch unn wollt e Mol nach de Bickel­staa guce." Der Andere lächelte verständnisinnig. " Ich hab se nadierlich aach e Mol versucht, das hätte Sie aach gedahn, un weil se so deligat warn, hab ich bor lauter Vergniege mit der Zung' geschnakzt. Das hat nu da inne das dick Bierfaß gehört und behaupt nu steif und fest, ich hätt' die Lene, mei Schwägerin, dei alt Dampfwalz", gefißt. Wer spricht da von Küssen?" fragte der Pfarrer, der auch eine ausgezeich nete Köchin hatte. Er hörte von Eklich genau dieselbe Geschichte und so nach und nach alle andern Gäste. Na, dachte der Attentäter, jetzt fannst mer fomme, Wuppdichelche. Und richtig, er wurde den ganzen Abend gar nicht aufgezogen. Nach ein paar Tagen begegnete ihm auf der Schoor ein guter Freund, den er aber nicht eingeladen hatte. Eklich," sagt der, Du weest, ich maans gut mit Dir, mach mer dei Faye mit der Lene net gar so offefundig, es fennt der schade? Der Eklich läuft spornstreichs in Schipkapaß", wo ein berühmter Stammtisch war und ruft den dicken Bäcker­meister, der schon etliche gepekt hatte, heraus. Schlächter Hond, Du verdirbst mer mei Renommee, wann ich en Sturrent wär un faa flane Stinner mehr hätt', wärscht morje frieh im Schiffebergerwald e Leich. Wai fannst De Vich unnersteh' un bei de Leut herumschwäße, ech hätts mit der Lene? Die Bickelstaa haw' ich versucht un net der Lene ihr Schnut, verstehst de mich? Wann e unglick bassiert, hast Du die Kost zu trage, Du miseraweler Sterl!" Der Wuppdich machte zuerst ein Gesicht wie die Kaz, wenns donnert. Dann aber brach er los: Neun un neunzig Deuwel solle mich lotweis hole, wenn ech was gesagt hab. Jed' Dippche, des ich heut getrunte hab, soll Gift sei für mein ale Sterper, De Hals will ich breche.... Der Eflich war schon Der Eflich war schon längst davon. Der Wuppdich konnts nicht gewesen sein, dazu hatte er sich zu heilig verschworen. Aber wer es wirklich gewesen war, hat er in seinem ganzem Leben nicht herausgebracht.

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Bormittage& Bugleich Ch Lutasgemeinde. Vormittage 9 Bormittags gemeinde. Pfarre Nächftfolgende bendmahl für die pgotte bienft ftatt.. ameinde erbeten. An demfelben bie evangelische Ge

Gießen, 13. Juni 1902 aus Merkenfrizz tritt eine Pause ein bis 3.30 Uhr nach­Nach Beendigung der Verhandlung gegen K. Rüb sachen" zur Erledigung. mittags. Es fommen nur noch zwei Dreimänner­sachen" zur Erledigung. Die jeßige Frau Autsch hatte vor ihrer Verheiratung zwei uneheliche Kinder geboren, sie in Marburg in Pflege gegeben, sich aber, wie die Anklagebehörde behauptet, nicht weiter um sie befümmert, in erster Linie fein Kostgeld für sie auf­gebracht, obwohl sie in Nauheim in guter Stellung war. Sie wurde deshalb vom Schöffengericht in Nauheim zu 10 Tagen verurteilt. Gegen dieses Er­

n. E ne Versammlung der Holzarbeiter findet heute abend 9 Uhr im Wiener Hof" statt. Es wird bei dieser Gelegenheit über den Verbandstag berichtet werden. Die Holzarbeiter von Friedberg halten die entsprechende Versammlung am 21. Juni ab.

*** Das Promenadenkonzert findet morgen 11 Uhr in der Ost anlage mit folgendem Programm ſtatt: Ouverture zu Göthes Göß von Berlichingen Ehrichs. Ehrichs. 2) Krönungsmarsch Meyerbeer. 3) Carlotta- Walzer Millöcker. 4) Introduktion und Chor aus Lohen­grin- Wagner.

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fenntnis legte die Angeklagte Berufung ein. Der Gastwirt Staatsanwalt beantragte statt 10 Tagen 3 Wochen, während der Verteidiger auf Freisprechung plädiert. Urteil: Die Sache wird vertagt. Die letzte Affäre führt auf die traurigen Zwistigkeiten zurück, die anläßlich der Bürgermeisterwahl in vielen Orten gerade in der letzten Zeit besonders häufig vorkommen, auf. Mit dem größtem Bedauern müssen wir unsere Leser daran erinnern, daß nicht allein wirtschaftliche, politische und verwandschaftliche Beziehungen Zwietracht säen, sondern daß in manchen Ortschaften Oberhessens noch heutzutage ein religiöser Streit tobt, den man kaum für möglich halten sollte. Der evangelische Pfarrer 3inn in Herbstein war schon wiederholt auf seinen Amtsgängen von offenbar katholischer Seite denn Katholiken und Evangelische leben in Herbstein im ärgsten Unfrieden mit einander- auf die gröb­lichste Weise, nämlich durch Nachpfeifen etc. insultiert worden. Allein die Thäter waren niemals mit Sicher­heit zu ermitteln. Am ersten Osterfeiertag v. J. begeg= nete Zinn auf dem Wege nach Langenheim 3 Bürschchen, die ihm sehr frech insultierten, daß er sich den einen von den dreien packte und ihm verschiedene über zog, wobei der Stock zerbrach. Nun wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverlegung gegen Zinn erhoben, allein die Staatsanwaltschaft hielt diese Anzeige für nicht begründet u. lehnte die Erhebung einer Anflage ab. In der Beschwerdeschrift an den Oberstaatsanwalt vergaß der Vertreter des angegriffenen Böttinger jedoch, einen Antrag auf Strafverfolgung des Pfarres zu stellen. Als Privatkläger hatte Böttinger auch nichts erreicht, denn der Pfarrer wurde vom Schöffengericht frei­gesprochen von der Anklage der einfachen Körperver­letzung, da er in berechtigter Notwehr gegenüber gemeinen Angriffen sich befunden habe. Gegen dieses Urteil legte Böttinger Berufung an die Straffammer ein. Sein Vertreter, der bekannte Rechtsanwalt und Landtagsabgeordnete Brentano, sowie der Verteidiger Zinns, Rechtsanwalt Grünewald, gaben sich unter der eindringlichsten Unterstüßung des Präsidenten alle erdenkliche Mühe, einen Vergleich zwischen den Parteien herbeizuführen und so dem konfessionellen Frieden in Herbstein aufs beste zu dienen. Leider scheiterte der Versuch an Versuch an dem Verhalten des katholischen Geistlichen aus Herbstein, der als Zeuge geladen war. Bedauernd hob Herr Landgerichtsrat Dr. Güngerich dies besonders hervor. Wegen vorgerückter Stunde mußte die Urteilsverkündung auf nächsten Freitag ver­schoben werden.

w. Der Gesangverein Liederkranz veranstaltet morgen Nachmittag bei günstiger Witterung eine Partie nach dem Ludwigsbrunnen. Ist die Witterung nicht günstig, dem Ludwigsbrunnen. Jit die Witterung nicht günstig, so findet von abends 6 Uhr eine Abendunterhaltung im Cafè Leib statt.

** In Wiesed feiert morgen Sonntag der Gesang verein Jugendgrund sein 20 jähriges Stiftungsfest. Möge gutes Wetter und eine zahlreiche Beteiligung dem Verein die Mühe, welche er zur Vorbereitung verwendet hat, lohnen.

Aus Hessen und nachbargebieten.

p. Münster, 13. Juni. Am nächsten Sonntag findet in unserm herrlich gelegenen Flecken das Bundesfest des Hausberg- Wetterauer Sängerbundes statt Hoffentlich erscheinen di Gäste recht zahlreich. Soweit es in den Kräften der Bevölkerung von Münster steht, wird alles dazugethan, den Gästen einen angenehmen Aufenhalt zu bieten.

Fellingshausen. Morgen, Sonntag, 15. Juni, findet ein großes Kriegerfest hier statt. Zahlreiche aus­wärtige Vereine werden daran teilnehmen. Der Fest­play liegt sehr schön, kurz vor dem Ort. Das Bier liefert die Brauerei Denninghof in Gießen. Sie hat liefert die Brauerei Denninghof in Gießen. Sie hat dafür Sorge getragen, daß die Besucher des Festes bei schlechter Witterung in einer Halle geschütztes und an­genehmes Unterkommen finden.

kohden wurde das ihm anläßlich seines Rücktritts vom n. Nidda, 11. Juni. Dem Bürgermeister Odel in Amte verliehene Ehrenzeichen für Verdienste" vom Re­gierungsrat Boeckmann überreicht.

A Babenhausen, 12 Juni. Das hiesige neue Garnisons lazareth ist nun im Rohbau fertig. Dasselbe umfaßt 3 ge­sonderte Gebäude. Es wird den strengsten Anforderungen der modernen Hygiene entsprechend eingerichtet.

Aus dem Gerichtssaal.

Schöffengericht.

Gießen, 13. Juni.

Die Sigung wird um Uhr durch Herrn Amts­gerichtsrath Gebhart eröffnet. Als Schöffen fungieren

Hochschulnachrichten.

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Straßburg. An der hiesigen Universität sind dies­mal 1132 Studenten immatrikuliert( gegen 1133 im Winter und 1118 im Sommer vorigen Jahres), wovon 77 gegen 74 im vorigen Sommer auf die theologische, 281 gegen 330 auf die rechts- und staatswissenschaftliche, 286 gegen 283 auf die medizinische, 239 gegen 210 auf die philosophische und 249 gegen 221 auf die mathe­matisch- naturwissenschaftliche Fakultät entfallen. Landeszugehörigfeit nach treffen 573 gegen 619 im Winter und 571 im vorigen Sommer auf Elsaß- Both­ringen selbst, und zwar 410 auf Unter- Elsaß, 89 auf Ober- Elsaß und 74 auf Lothringen. Preußen ist mit 283 Studenten vertreten gegen 256 und 269 in den letzten beiden Semestern: darunter sind 50 aus Hessen­Nassau, 104 aus der Rheinprovinz. Die Zahl der bis

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