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gehört zu den lohnendsten Genüssen, die man sich mit überstehende 41. Division vereitelte diesen Versuch dadurch, den einfachen Mitteln der Natur verschaffen kann. daß sie selbst weit rechts ausholend, um den feindlichen linken Durch diese reizvolle Landschaft zieht nun der rauhe Flügel herumgriff und so die Stellung der Garde aufzurollen Krieger in nie enden wollenden Reihen; sobald er im drohte. Das Gefecht gestaltete sich dadurch momentan noch Waldrande verschwunden, folgt ihm mühsam die Pro- günstig für die Besaßung von Weißensee, daß ein Bataillon viantkolonne, deren Bedeutung für die Erhaltung einer 49. Regiments, weit voraus stürmend, in das Dorf eindrang, schlagfertigen Armee hinreichend bekannt ist. Da die aber hier bald umfaßt und zurückgeschickt wurde. Die 41. Leute ausschließlich durch die Magazine verpflegt werden, Division entwickelte sich allmälig mit allen Kräften in der so ist die Thätigkeit der Proviantkolonnen eine be- Linie Weißensee halbwegs Tempel, umfaßte dabei den sonders bedeutungsvolle. Jede Division verfügt über rechten Flügel der Garde bei dem Gehöft Klischt, und war 2 Proviantkolonnen, die abwechselnd zwischen Magazin bald in der Lage energisch gegen den gegenüberliegenden und Truppe sich bewegen und letztere mit den Bedürf- Gegner vorzugehen und ihn zurückzudrücken. nissen des Lebens, d. h. mit Fleischkonserven und Brot derart versorgen, daß jeder Soldat die für die kommende Mahlzeit erforderlichen Lebensmittel und etwas Kochholz bereit bei sich führt; so bilden die Kolonnen einen ruhelos zwischen Magazin und Magen arbeitenden Pendel.
Den Proviantkolonnen folgen die Biwakskolonnen, Holz und Stroh für die biwakirenden Truppen, und zwar für 4/5 der Ausrückestärke, mit sich führend, außerdem folgen den Truppen noch Trinkwasserkolonnen, die in besonders konstruirten Karren die Wasserversorgung regeln und vereinfachen.
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10. September.
Bereits vor 7 Uhr traf der kaiserliche Hofzug in Tempel ein; der Kaiser, in der Uniform eines Grenadier- Regiments begab sich mit seinem Gefolge sofort nach Besteigung seines Schimmels nach dem Manöverfelde und bald zeigte der scharf sich gegen den blauen Himmel abhebende Signalballon seinen Standpunkt auf einer markanten Höhe südwestlich Tempel an; der Sonderzug init den kaiserlichen Gästen und deren zahl= reichem Gefolge, sowie den Vertretern der Presse fuhr um 7 Uhr in Bahnhof Tempel, wo die Pferde zum Bereiten des Schlachtfeldes ihrer Bestimmung harrten, vor und das Manöverfeld belebte sich rasch wieder mit bunten Uniformen und deren interessanten Trägern.
Von den Höhen nordwestlich Kurzig, von Pieske her, erscholl der Donner der rothen Kanonen, deren Feuer von der Höhe zwischen Grunzig und Neudorf, und von den Batterieen der im Anmarsche von Grohow her befindlichen 6. Division erwidert wurde; um 7/2 war die Schlacht von Weißensee bis Pieste in vollem Gange.
Nach den Absichten der kommandirenden Generale sollten beide Korps zum Angriffe vorgehen, es mußte daher bei der Nähe der innegehabten Stellungen zu einem interessanten Begegnungskampfe kommen.
Die Kavallerie- Division B war, um ihrem Auftrage gemäß, dem Feinde in Rücken und Flanke zu fallen, von Obergörzig auf Gunzig vorgegangen, hier auf die feindliche Ravalleriedivision getroffen und hatte sich, ebenso wie ihr Gegner auf eine beobachtende Haltung beschränkt. Somit war auch für heute der Wunsch der Zuschauer nach einer glänzen den schneidigen Attacke von 12 Kavallerie- Regimentern unerfüllt geblieben.
Um so erfreulicher war die bald zum Durchbruche tommende Nachricht, daß der Kaiser für den morgenden Tag ein Manöveriren des aus beiden Divisionen zusammengestellten Reiterkorps, und zwar unter seiner kai serlichen Führung, in Aussicht genommen habe.
Inzwischen wogte der Kampf in und um Weißensee. Die Garde und 6. Division hatten den Auftrag, den feindlichen rechten Flügel zu umfassen. Die der Garde gegen
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Nähmaschinen.
Zu einer erfreulichen Attacke zwischen dem Jägerregimente zu Pferde und den 2. Dragonern fam es vor dem Vorgehen der 10. Division in dem Gelände westlich Tempel, in dem die Dragoner Sieger blieben. Die Jäger räumten das Feld und setzten sich auf den rechten Flügel ihrer nunmehr über Pieste und Tempel zum Angriff gegen die aus dem Buchwalde debouchierende Infanterie der 6. Division vorgehende 10. Division. Der Angriff gelang, nachdem auch die 9. Division von Seeren hr in den Kampf eingegriffen hatte und den rechten Flügel der feindlichen Division stark bedrohte. Blau mußte gegen 8½ die Stellung dem Gegner überlassen und auf Grochow abziehen. Einen Rückhalt fand die 6. Division bald an der von Lagow eintreffenden 5. DiriTempel marschieren sollte, in diesem Marsche aber von den, sion, die dem Korpsbefehle nach nördlich der Seenlinie auf Teilen des roten Korps aufgehalten war, und nun auf dem die Engen östlich Gr. Kirschbaum zu forcieren suchenden nördlichen Kampsplatz erst eintraf, als die Entscheidung bereits zu Ungunsten der eigenen Truppe gefallen war.
Um 9 Uhr erschien das Signal„ das Ganze Halt!" Der Kaiser, umgeben von seinem glänzenden Gefolge, hat dem Kampfe mit Spannung von der Höhe westlich Tempel zugeschaut und war lange noch nach Beendigung des Manövers in lebhafter Unterhaltung mit seiner Umgebung, in der der Earl of Lansdone durch seine weithinleuchtende rote Uniform besonders auffällt
Um 10 Uhr fuhr der Sonderzug mit den Fürsten und den Gästen des Kaisers nach Frankfurt zurück, der Kaiser aber begab sich mit fleinem Gefolge nach seinem Zeltlager bei Weißensee, um dort die Nacht inmitten seiner Krieger zu verbringen. v. W.
Vermischtes.
* Kaiser- Automobil und Kaiser Feldwagen. Für das diesjährige Kaise manöver ist eine Anzahl Automobilwagen für den Personen- und Lastverkehr in Dienst gestellt worden. Ein Wagen davon ist, wie die Korrespondenz Dettbarn berichtet, zur Benutzung durch den Kaiser bestimmt und besonders elegant ausgestattet. Der Wagen ist in hellgrauer Farbe gehalten und fann eine Fahrtgeschwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde entfalten. Die Bedienungsmannschaft besteht aus einem Ingenieur Offizie und einigen Unteroffizieren der Eisenbahnbrigade. Der Kaiser hat sich für die Erledigung seiner Korrespondenz im Manöver nach eigenen Angaben einen Feldwagen bauen lassen. Dieser Wagen ist mit 6 Pferden bespannt und hat sich während der Gefechtszeiten stets in unmittelbarer Nähe des Kaisers aufzuhalten. Durch Herablassen einer Platte wird der Wagen zu einem Schreibsekretär umgewandelt, denn er zeigt nun zahlreiche Fächer, die Papier, Tinte, Feder, Geländekarten, Blankos
für Manöverordres 2c. enthalten. Da der Wagen mit Zelt wänden und Ueberdachung versehen werden kann, so ist sein Benutzung auch bei Regenwetter oder starkem Winde ge stattet. Eilige Regierungsangelegenheiten werden vom Mo narchen an diesem Feldwagen ebenfalls vollzogen.
* Die hannoversche Landesbank stellte ihre Zahlungen ein. Ueber die Hälfte des Aktienkapitals soll berloren sein. Der Generalversammlung soll die Liquidation vorgeschlagen werden. Der Vorstand glaubt, bei ruhiger Geschäftsabwickelung würden allen Gläubiger voll be friedigt werden. Die am 6. Januar 1899 errichtete Landesbank besitzt ein Grundkapital von 1000000 Mt. in Aftien à 1000 Mt. Auf das Aktienkapital waren berechtigt ab 1. Oftober 1901. Die Bank verteilte in 50 Proz. eingezahlt, fernere 25 Proz.-dividenden: den Jahren 1899 bis 1901 5, 5 und 4 Prozent
Dividende.
wohner im Dorfe Uebelroda bei Koburg. Er nahm * Einen eigenartigen Selbstmord beging ein Ein ein fleines leeres Tintenfaß, füllte dasselbe mit Spreng pulver und nahm es, die Oeffnung nach außen gefehrt, in den Mund. Mittels eines Streichholzes brachte er nicht aus; er zog sich eine gräßliche Verümmelung dann das Pulver zur Entzündung. Die Wirkung blieb der ganzen Gesichtspartie zu und ist am folgenden Tage an den Folgen gestorben.
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So ein Tag wie dieser war auf der Heide noch nicht erlebt worden. Es war um die Mittagszeit, die Leute saßen neben den Gräben und
aßen ihr Mittagbrot, als Giner om Forsthause
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gelaufen
fchloffen
Denft Euch, Leutlein, den Förster haben sie gesien
in Retten.
Die Leute sprangen mit offenen
usdoctor
Nr. 212.
Freitag, den 12. September
Oberbelische
Famili
1902


