Ausgabe 
12.7.1902 Erstes Blatt
 
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es Herrn Gemeindevorstehers Wagner- Oberquambach. Das Ergebnis der Preisverteilung war Folgendes:

Bullen:

1. Abteilung.

Gemeinde Kröffelbach 1. Staatspreis 120 Mart, Karl Eberg- Weglar 2. Staatspreis 100, Karl Jung I.­Heinrich Kern I.- Werdorf Hochelheim 1. Preis 40, Heinrich Kern I.- Werdorf 2. Preis 30, Fr. Weller- Azbach 3 Preis 20, Johannes Müller IV.- Hörnsheim 4. Preis 10 Mt. Lobende Aner­erfennung erhielten: Heinrich Luh- Lüzellinden, Fr. Weller- Azbach.

2. Abteilung.

Fr. Schmidt- Gr.- Rechtenbach 1. Staatspreis 120 Mt. und Silberne Medaille. Gemeinde Wißmar 2. Staats­preis 100, Joh. Hecker IV.- Schwalbach 1. Preis 30, Beter Martin V.- Steindorf 2. Preis 30, Heinrich Luh­Lüzellinden. 3. Preis. Lobende Anerkennungen erhielten: Heinrich Jung II.- Niederkleen, Gemeinde Niederbiel, Jakob Böser II.- Oberbiel, Martin Glaum IV.- Ebers­göns, Konrad Lehnhard IV.- Reiskirchen, Heinrich Veit­Schwalbach, Johs. Bopf- Hörnsheim und Fr. Weller­Azbach. Gemeindevorsteher Johannes Wagner Ober­quembach für ein Gespann junger Stiere einen Sonder­preis von 50 Mt., gestiftet von Herrn Freiherr von Solemacher und lobende Anerkennung.

Biegen:

Johannes Schäfer, Weglar 1. Pr 10 Mt., P. Simon, Wezlar 2. Pr. 8, Emil Maas, Weglar 3. Pr. 6 Mt., Fr.

Sport in seinen verschiedenen Abarten gleichsam spielend er­reicht. Wir kann diesen so offenfundigen Vorzügen gegen­über das steifleinene deutsche Geräteturnen standhalten?

Ufer Ww., Garbenheim 4. Pr. 5, Ludwig Roth, Wezlar Körperlichen im Menschen ernst meint, wer sich mit den

5. Pr. 5 Mt.

Um 3 Uhr begab man sich zur Festtafel, bei der Landrat Dr. Sartorius die Gäste begrüßte und Freih. v. Solemacher im Namen der Gäste dankte. Freund­liche Beachtung fand auch Herr Vorsteher Diehl- Obern­dorf mit seiner Ansprache, die die Eintracht und Gemütlich­teit in der Zusammensetzung der Festgenossen feiert.

3. Abteilung, Polizeidiener Hecker- Schwalbach 1. Staatspreis 80 Mark, Heinrich Köster- Oberweg 1. Preis 40, Ge­meinde Griedelbach 2. Preis 20, W. Kuhl II.- Groß­Rechtenbach 3. Preis 10. Lobende Anerkennung erhielten: Wilhelm Althen- Reiskirchen, Philipp Debus- Launsbach, Georg Jung- Lügellinden, Georg Michel- Hörnsheim. Kühe.

Giessener Cagesneuigkeiten.

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Wer es mit einer wahren Harmonie des Geistigen und physiologischen, ethischen und ästhetischen Vorgängen inner­halb der deutschen Turnkunst genauer befaßt hat, wer ihrer Bedeutung für das deutsche Volkstam gerecht wird, der wird ihr jenes so oft leichtfertig ausgestellte Armutszeugnis aug voller Ueberzeugung nicht geben. Während jeder Sport, sei es wegen der Einförmigkeit der Bewegung, die nur be­stimmte Muskelgruppen in Thätigkeit setzt, sei es wegen der Beschränkung auf eine bestimmte Tages- oder Jahreszeit, wegen der Rostspieligkeit oder des Zeitaufwandes an einer gewissen Einseitigkeit leidet, nimmt das Turnen den Vorzug für sich in Anspruch, an alle diese Rücksichten nicht gebunden zu sein. Es ist und bleibt die umfassendste Leibesübung, bei der alle Teile und Muskeln des Körpers durch die verschiedensten Bewegungen in Thätigkeit gesetzt und damit gekräftigt werden. Es ist völlig unabhängig von der Tages­und Jahreszeit, vom Wetter und anderen Umständen; Turn­anstalten und Turngeräte sind überall zu finden, wenn sie nur Jemand benußen will. Somit ist das Turnen das wichtigste und allseitigste Mittel für die Jugend wie für Erwachsene, Körper und Geist vor Erschlaffung und Ver­weichlichung zu bewahren, dem Körper Kraft und Gewandt­heit, dem Geist Mut und Entschlossenheit zu geben, den Einzelnen frisch und rege zu erhalten für seine eigene Thätigkeit sowie für die Aufgaben, die das Vaterland an ihn stellt.

** Morgen ist den Gießenern wieder reichlich Gelegenheit geboten, einen kleinen für die Gesundheit überaus nüglichen Spaziergang mit der ange­nehmen Abwechslung zu verbinden, die sich auf einer Anzahl von umliegenden Dörfern bietet. Zunächst die Heuchelheimer Kirmeß die erste in der Umgegend. Damit beginnen wieder die tollen und vollen Sonn­und Montage, die man im August, September und Oktober im lustigen Hessenland so häufig findet. Von jeher war die Heucheiheimer Kirmes beinahe mehr von Gießenern als von Heuchelheimern besucht. Im nahen Königsberg bei Bber feiert der Gesangverein Liederfreund" sein 25jähriges Stiftungsfest.

Spediteur Ferdinand Völk Weglar 1. Staatspreis 120 Mark und Silberne Medaille, Schultheiß Tasch­Azbach 2. Staatspreis und Broncene Medaille 100, Wilh. Medebach- Aßbach 3. Staatspreis 70, Joh. Schee­pers- Burgsolms 1. Vereinspreis, Wilh. Amend- Groß­Rechtenbach 2. Vereinspreis 40, Johs. Lang I., Hörns­heim 3. Vereinspreis 40, W. Amend- Gr- Rechtenbach 4. Vereinspreis 30, Anton Schwarz- Hörnsheim 5. Ver­einspreis 30, L. Velte- Azzbach 6. Vereinspreis 30, L. Velte- Azbach 7. Vereinspreis 20, Wilh. Otto- Weglar 8. Vereinspreis 20, Heinrich Feiling- Aßbach 9. Vereins­preis 20, W. Befort- Weglar 10. Vereinspreis 10, Gg. Koch- Azbach 11. Vereinspreis 10.

** Ruderregatta. Der gestern Abend stattgefundene Meldeschluß für die am 27. Juli stattfindende 11. Ruder- Regatta hat ein sehr günstiges Resultat ergeben: Von 19 Vereinen sind 39 Boote mit 183 Ruderern gemeldet worden. Es ergiebt dies gegen das Jahr 1900 einen ganz erheblichen Fortschritt nnd beweist, wie beliebt die Gießener Ruderregatta ist. Hauptsäch­lich werden die erstklassigen Rennen von den besten Mannen Deutscher Rudervereine sehr stark bestritten und versprechen bei Vortrefflichkeit der Mannschaften die Rennen sehr interessant zu werden.

Ferner sind für Kühe in Anbetracht der großen Anzahl prämiierungswürdiger Tiere, für welche feine Staats- und Vereinspreise mehr zur Verfügung standen, bon verschiedenen Seiten noch eine Anzahl von Sonder preisen gestiftet worden und zwar von: Verband der Herdbuchgesellschaften 30 Mark, Herrn Landeshauptmann Sartorius- Wiesbaden 20 Mt., Herrn Landrat Dr. Sartorius 20 Mr.

Diese Preise à 10 Mark wurden folgenden Besitzern zuerfanut: W. Log- Steindorf 12. Preis, Joh. Müller­Dutenhofen 13. Preis, Jaf. Birk- Garbenheim 14. Preis, Fr. Jung- Hochelheim 15. Preis, Konrad Gath- Neukirchen 16. Preis, Wilh. Saltenberger- Griedelbach 17. Preis und Heinrich Birkenstock- Hochelheim 18. Preis.

** Das Promenaden- Konzert fällt morgen aus. r. Der Schwimmverein Gießen hielt gestern Abend im Hotel Schüß seine erste Versammlung ab. Sie war gut besucht. Wie verlautet, beabsichtigt der Verein im September ein größeres Schauschwimmen zu veranstalten.

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Versteigerung zurückgesetzter Sachen. Es kommt bekanntlich oft vor, daß den hiesigen Geschäftsleuten Waren zugeschickt werden, die sie gar nicht bestellt haben. Diese Waren werden dann einfach dem Spe­diteur zurückgegeben und dann, da dieser natürlich kein Risiko tragen will, versteigert. Heute Morgen wurden bei Spediteur Lynker allerhand Sachen, Feuerwerks­bei Spediteur Lynker allerhand Sachen, Feuerwerks­förper, Zigarren, Stühle, Waschtische 2c. zu teilweise spottbilligen Preisen verkauft eine gute Gelegenheit für solche, die noch neue Sachen sehr billig haben für solche, die noch neue Sachen sehr billig haben wollen.

Lobende Anerkennungen erhielten für Kühe: Konrad Weber- Steindorf, Anton Schwarz- Hörns­heim, H. Möglich- Nauborn, W. Riel- Reiskirchen, 2. Schäfer- Lüzellinden, Joh. Beppler II- Hörnsheim, Schult­heiß Tasch- Atzbach, Joh. Feiling- Azbach, Joh. Weber II­Hochelheim, Phil. Jung- Hochelheim, Georg Beppler VII­Hörnsheim, W. Otto- Wezlar, Ph. Debus- Launsbach, Joh. Schäfer- Azbach.

Rinder.

Heinrich Weber- Aßbach 1. Staatspreis 120 Mark und Broncene Medaille, W. Amend- Gr.- Rechtenbach 2. Staatspreis, L. Amend- Dorlar 3. Staatspreis 70, Peter Schneider- Münchholzhausen 1. Vereinspreis 40, W. Otto- Wezlar 2. Vereinspreis 40, Anton Schwarz­Hörnshein 3. Vereinspreis 30, Joh. Müller II.- Hörns­heim 4. Vereinspreis 30, Ludwig Lenz- Hörnsheim 5. Vereinspreis 30, Georg Beppler Hörnsheim 6. Ver­einspreis 30, Heinrich Koch- Azbach 7. Vereinspreis 20, Joh. Schäfer- Aybach 8. Vereinspreis 20, Heinrich Loß­Bechlingen 9 Vereinspreis 20, Jafob Boch- Steindorf 10. Vereinspreis 20, W. Mohr- Reiskirchen 11. Vereins­preis 10, Karl Fr. Stroh- Neiskirchen 12. Vereins­preis 10.

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Der 6. und 9. Preis sind besonders gestiftet vom Präsidenten der Landwirtschaftskammer Freiherrn von Solemacher.

Aus Hessen und nachbargebieten.

Neuere physiologische Untersuchungen, die den Uebungs­wert der einzelnen Bewegungen feststellen, unterscheiden Dauer-, Schnelligkeits-, Geschicklichkeits- und Kraftübungen. Die Dauerubungen, wie Rudern, Raofahren, Schlittschuh­laufen u. a., stellen rhytmisch wiederholte Bewegungen dar, die jedoch in der Schnelligkeit der Aufeinanderfolge so weit gemäßigt sind, daß das Gleichgewicht der verschiedenen in Frage kommenden Organthätigkeiten erhalten bleibt. Während jie bei mäßigem Betrieb auf die Thätigkeit der Lunge und des Herzens belebend einwirken und die geleistete Muskel­arbeit sich auf größere Mustelmassen verteilt, können die Schnelligkeitsübungen, wie Laufen, Bewegungsspiel, Tanzen u. a.. leicht bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit der inneren Organe getrieben werden und zu Athemlosigkeit, Blutüberfüllung in den Lungen, Anhäufung von Ermüdungs­stoffen in den Muskeln führen.

** Zu Lollar begeht, wie wir in letter Nummer be­richtet, der Gesangverein Liedertafel sein 15. Stiftungsfest. Für Lollar und Umgegend gewinnt die Feier noch dadurch an Interesse, weil der Kammermusiker Herr L. Kümmel ein Lollaer Kind seine gütige Mitwirkung zugesagt hat. t. Büdingen, 11. Juli. Vom 12.- 14. dss. findet hier das VI. Gauturnfest des Kinzig gaues statt. Etwa 1000 Turner haben sich bereits angemeldet.

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Lobende Anerkennungen erhielten für ihre Rinder: Joh. Schäfer Witte- Hörnheim, Ph. Debus­Launsbach, Johannes Krombach II.- Lüzellinden, Joh. Ludwig- Hörnsheim, K. Schieferstein- Launsbach und K. Jung III.- Hochelheim.

Eber:

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ps. Groß- Umstadt, 10. Juli. Der Hilfsgerichts­schreiber Weimar wurde zum Gerichtsschreiber beim Amtsgericht Gernsheim ernannt.

Die concentrirteste Form der Leibesgymnastik sind die Kraft- und Geschicklichkeitsübungen, wie sie beim Geräte­turnen im Stug und Hang am Reck, am Barren, an den Schaufelringen, beim gemischten Sprung am Bock und Pferd beim Weit- und Hochsprung über die Schnur oder feste Hindernisse, beim Stabspringen und Gerwerfen zum Aus­druck kommen. Während sie Herz und Lunge nur in eine mäßig gesteigerte, belebende Thätigkeit verschen, führen sie zu vielseitigen Beherrschung der Wustulatur, insbesondere der Brust und der Schultern, des Ruckens und der Arme. Auf die Hirn- und Nerventhätigkeit über sie den wohithatigsten Einfluß aus. Hierher gehören vor allem die turnernschen Höchstleistungen, die man unter dem Namen Gipfelturnen" zusammenfaßt. Es sind die Uebungen an den einzelnen Geräten, die an die Kraft, Geschicklichkeit und Willensan­strengung die höchsten Anforderungen stellen. Auch fängt man an, ihre ethische Bedeutung in neuerer Zeit zu würdigen. Sie sind die vortrefflichste Schule zur Erziehung des Wutges und der Entschlossenheit. Bei ihnen gebt der Turner auf Augenblicke den festen Halt und vertrauenbietenden Griff am Gerät auf, oder baut, frei in der Luft schwebend, allein auf seine Kraft.

fc. Mainz, 11. Juli. Im nächsten Sommer findet hier der 15. Deutsche Feuerwehrtag statt, der 3 Tage in Anspruch nehmen soll. Nach einer nun schon jetzt getroffenen Vereinbarung zwischen der Stadt Wainz und unserer Freiwilligen Feuerwehr sollen diese 3 Tage nicht mit Festlichkeiten, von denen, um mit Wippchen zu reden, immer die eine der andern die Thür in die Hand giebt, totgeschlagen, sondern mit ernsten Beratungen und lebungen ausgefüllt werden. Nur ein Festzug und eventuell ein großes Abendkonzert sind vorgesehen. Dagegen ist mit dem Feuerwehrtage eine lehrreiche Ausstellung von Feuerwehrutensilien verbunden.

Jat. Süß II.- Niederbiel, 1. Preis 35 Mart, Gg. Michel­Hörnsheim, 2. Preis 25, Joh. Hoppe- Oberndorf 3. Preis 20, W. Pferd II.- Garbenheim, 4. Preis 20, Georg Michel- Hörnsheim, 5. Preis 15, G. Weller III. Münchholz, 6. Preis 12 Mark."

Mutterschweine.

Heinrich Knor Garbenheim, 1. Preis 40 Mark, W. Süß- Niederbiel 2. Preis 30, Kaufmann Fiedler­Dorlar, 3. Preis 30, Ludwig Hengst- Dorlar, 4. Preis 25, Konrad Schmidt- Reiskirchen, 5. Preis 20, Karl Anork- Garbenheim, 6. Preis 15, Karl Schäfer- Reis­firchen, 7. Preis 12, Schulth. Petry- Reiskirchen, 8. Preis 10, Fr. Kinzenbach I.- Münchholzhausen, 9. Preis 10, W. Amend- Gr.- Rechtenbach, 10. Preis 8 Mark.

Deutsches Gipfelturnen.

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Während der Körperhaltung bei manchen Sportübungen aus Lässigkeit oder Zweckmäßigkeitsgründen etwas Unfertiges und Unfreies anhaftet, ja, von vielen sogar darin etwas dem Sport Eigentümliches gesucht wird, kann das Gipfelturnen durch die Harmonie und Schönheit seiner Bewegungen zu einer Quelle reinen ästhetischen Genusses werden. Wenn der echte Turner mit weiser Ersparnis der Kräste, mit An­spannung jeder Muskelfaser und voller Konzentrierung des Bewußtseins auf die Uebung zu einem wuchtigen Sprunge ausholt oder eine verwickelte Schwungübung am Reck voll­führt, so sucht er zugleich jene klassische Schönheit der Linien zu erzielen, die sich durch die Abrundung der U.bergänge, die Elastizität und Leichtigkeit der Bewegung und das freie Spiel der Gelente charatterisiert. Raum eine andere Art förperlicher Bethätigung kommt somit dem Gerät turnen an ästhetischem Bildungswert gleich.

Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Dr. Otto Knört im Berliner Tag" einen von gründlicher Sachkenntnis zeugenden und mit scharfer Logit geführten Vergleich. zwischen Turnen und Sport, insbesondere zwischen dem gesundheitlichen und dem ästhetischen Bildungswert beider förperlichen Uebungen für unser Volf. Wir geben die sehr zeitgemäßen, allgemeine Beachtung verdienenden Aus­führungen nachstehend wieder:

Turnen oder Sport? Diese wichtige Frage scheint neuerdings immer mehr zu Gunsten der Sportübungen des Radfahrens, Ruderns, der Schlag- und Stoßballspiele deutschen und fremden Ursprunges entschieden zu werden.

Dem eigentlichen Turnen, insbesondere dem an den Geräten, wird mit Vorliebe und immer lauter nachgesagt, daß es nicht mehr zeitgemäß sei, daß es an den Körper über­mäßige Anforderungen stelle, daß es den Geist nach ange= strengter Arbeit nicht entlaste, daß Kautschufübungen und Heilgymnastik dieselben Dienste thäten.

Allerdings wohnt den meisten Sportübungen gegenüber dem Turnen eine mächtige, werbende Kraft inne. Die Leichtigkeit und Schnelligkeit, mit der ihre verhältnismäßig einfachen Bewegungen erlernt werden, der mäßige Kraftauf­wand bei ihnen, der ständige Aufenthalt in freier Luft mit fortwährendem Wechsel der Scenerie, die Möglichkeit eines freieren geselligen Verkehrs, auch mit dem anderen Geschlecht, üben auf Außenstehende einen magischen Baubec aus, dem sie meist rettungslos anheimfallen. So hat das Radfahren mit elementarer Kraft alle Gesellschaftskreise vom Brinzen bis zum Arbeiter erfaßt, so wingt in England der Lord Biegenzuchtverein Wetzlar, 1. Pr. 10 Mt., Heinrich Pfaff, ebenso das Schlagholz wie der Straßenjunge. Was das Launsbach, 2. Preis 6 Mt. Turnen Jahrzehnte lang nicht vermocht hat, das hat der

Ferner wurden noch folgende Sammlungspreise für Rindvieh ausgegeben: Gemeinde Azbach 75 Mt., Gemeinde Hörnsheim 75, Gemeinde Hochelheim 50, Ge­meinde Steindorf 50.

Biegenböde:

Neueste Nachrichten.

* Berlin, 11. Juli. Zu der Berufung des Generals Budde an die Spitze des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten ist nach einer hiesigen Correspondenz ausdrück­lich die Kanal- Vorlage als eine der ersten und wichtigsten Aufgaben seiner ministeriellen Thätigkeit be­zeichnet worden.

*

Schnel

komme

Berlin, 11. Juli. Zwischen dem Oberbürgermeister von Posen Witting und der National- Bank für Deutschland sind Verhandlungen wegen Eintritts des­selben in die Direktion der Bank im Gange.

* London, 12. Juli. Die Ceremonie der Krönung soll zwischen dem 8. und 12. August stattfinden. Der fönigliche Zug durch die Straßen Londons ist auf­gegeben worden.

Marttbericht.

Auss

I.

Ziehung a

Möglich

Höchst gewinne.

Gießen, 12. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt tosteten Butter per Pd. 0.95-1.10 Mt. Hühnereier 1 St. 6-7 Bfg., Enteneier St. 7-8 Pfg., Gänseeier 1 St. 11-12 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Erbsen per Liter 19 Pfg., Linsen per iter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, huhner per Stüd Mt. 1.00-1.50, Hahnen, pr Stud Mr. 0,00-1.00, Enten per Stüd 2.40-2.60, Gänje p. Bid. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bfg. Schweine­fleisch gesalzen per fund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 66-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3tr. 500-6.00 mt., 3wiebeln per 3t. Mt. 10.00-11.00, Milch per Liter 18 Pfg., Kirschen per Pfd. 20-30 Pfg.

Wut giebt den Speisen Würze nnd Kraft.

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