ng über die Convention
werden dürfe, auch nicht um ein besseres Wahlverfahren.
ngs leichtes Spiel. Riebie Allgemeinheit der Wahl, die nicht preisgegeben stimmung nicht abhängig machen. Die Vermehrung 1 mit solchen bereits ausgestattet, und zwar Preußen mit nagelt würden.( Beifall Drei Jahre Ansässigkeit und noch dreijährige Staats zuge- sein, bei der zweiten Lesung event. gegen die Vorlage ringen, Hamburg, sowie Bremen mit je 1. Das Groß
feiner Fraktion) hält
8 Duntle. Redner wen Fällen sechs Jahre. Es sei das eine Ungerechtigkeit gegen
hörigkeit, die die Vorlage fordere, das seien in meisten
th, der nicht der rig ersten Reichsfanglers
den Teil der Bevölkerung, der unfreiwillig um des Broderwerbes fluftuiere, was heute in den wenigsten Fällen noch freiwillig geschehe, namentlich nicht bei Arbeitern, die ver
Was die Steuerrückstands=
Der städtischen Abgeordneten hingegen könnte ein Grund zu stimmen.
Oberregierungsrat Dr. Weber wendete sich gegen den Vorwurf des Abg. Bähr, als würden durch die Vorlage die Städte bevorzugt, was er an der Hand statistischen Materials widerlegt. Abg. Backes( natl.) spricht sich für die Vorlage aus unter der Bedingung, daß die Wahlpflicht eingeführt Nächste Sigung morgen 9 Uhr. Tagesordnung:
werde.
erwidert, er tönne nicht heiratet jeien. Diese Leute nun, die durch die Härte des Convention einen Sprun Lebens gezwungen werden, zu fluktuieren, die treffe man Stanzler, habe in der erste durch solche Rautelen. eitwilligst Sachverständig lausel angehe, so sieht Redner hierin eine der häßlichsten nommen werden soller Chitanen gegen die Massen, denn für gewöhnlich sei die Wahlrechts vorlage. borberaten. Seit mehrheit mit den Steuern rückständig aus Armut, und für
efannt, wer da noch nic
Oder nicht-( Ruf lints verloren. Nachdem d
ihre Armut die Leute noch besonders bestrafen, sei sehr
An die Wahlurne gehörten solche Bestimmungen
nicht, denn hier thäte sich wieder eine neue Quelle der
Preussischer Landtag.
Berlin, 11. Juni.
12, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Elsaß- Lothherzogtum Hessen, seiner Einwohnerzahl nach der 6. der deutschen Bundesstaaten und in dieser Beziehung bor Hamburg und Bremen rangierend, habe nun gleichfalls ein Anrecht auf eine Reichsbankhauptstelle, die dem Lande wegen ihrer größeren Unabhängigkeit von Vorteil sein müsse. Auch werde der der Hauptstelle statutenmäßig beizuordnende Bezirksbeirat dann nur aus Angehörigen der hessischen Industrie und des hessischen Handels zusammengesetzt sein und dadurch speziell die Hessischen Landesinteressen besser ins Auge gefaßt und eindringlicher gefördert werden können. Eine andere Frage wird es sein, in welche hessische Stadt die Reichsbankhauptstelle gelegt wird. * Radrennen. Die nächsten Sonntag beim Rad
worden, glaube er, dahlbestechung auf. Die Aufgabe der kleineren deutschen 18 auffordern zu könne Staaten, die ja nicht mehr viel auf dem Gebiet der hohen Abgeordnetenhause nochmals Polizei Verord- morgen ab zur Ausstellung in dem Schaufenster des
erwidert, ob die Co sozialpolitischer Natur.
auswärtigen Politik zu thun hätten, sei jetzt wesentlich Die hessische Kammer von
schaden werde, sei imm heute in ihrer jezigen Zusammensetzung ist aber nicht das
men.
nungen gegen die Trunksucht in Aussicht. Der Gesezentwurf betr. die Vorausleistung zum Wegebau wird in 3. Lesung und der GeAdickes, Unfallfürsorge für Gefangene. Die Hoffnung am 14. Juni die Session schließen
= c sehr wohl von einer Spiegelbild der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, samtabstimmung angenommen. Morgen Ler.
wie, der Abg. Heydenreich behauptet; denn die Steuer
die Intereffen der Zadehung erhält, burch die Induſtrie. Bon den 8 Millionen beauch die Interesen le into Beatout, alten 4,6 Millionen, also über fier( Beifall links) and e bie patrite, ble fieben größeren Städte in fen am besten gewire sea. Die Masse, beret, für die die sozialen Geſetze gemacht würden, müßten auch entsprechend mit zu reden gaber. Die wachsende Einsicht der süddeutschen Staaten in dieser Beziehung sei freudig zu begrüßen. Der Redner gemplifiziert auf Württemberg und Bayern, ja selbst
Convention annehme.
83.ſet ſelbſtverſtändit Its die Intereſſen der & der Reichstag vert
Die namentliche 26. ergiebt Annahme berselber Es folgt die Gejant einsteuergefeß. Die Anofraten und Freifinigen. bittet und erhält die& er nächsten Sigung sein
rlieſt ſodann die kaijo stag bis zum 14. Ottobe fließt mit einem so
gr.
andtag.
Darmstadt, 11. Juni svorlage. sich gegen den Vorwar twurf nicht genügend be
t aus, daß diese Borlag ſchett Landtag set lange
, daß etwas zu Stand echt der Selbstbestimmung und deshalb verlange
gleichen geheime Der gefeßgebenden Gewalt
in den Händen der
nämlich die erste Kamme
Daß das legte Drittel& 2. Kammer, dem g Dem Re en würde. Abg. Heydenreich beton ht der Arbeit. Der Ge Indirekten Wahlrecht, was Imanners erfahren ahltorruption und ortschritt begrüße er isses. Andererseits ab gen, die tief bedauerli
en bas bodite pra
urmelt fie und läßt der
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Schauder geht über fie f geholfen hat's nicht. 2
and er sigt davor.
so oft der Maniel zur Land gekommen ist ohne Kraft war, bisc ihm nur immer beffer. S der weinenden, racheflehen geworden. Nur eins an den schwarzen Augen b geht vor das Bild, das
nders wie eine blante
och der Alte- wie er b
orcht- ja, ein Schritt fo
n Junge- wie fein Bat glättet fich ihr Geficht, n and blidt beinah übermit
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ahrt das fofort
die nationalliberale Partei in Baden habe in ihrem Programm das allgemeine direkte Wahlrecht aufnehmen müssen. Freilich sei die Angst vor der Sozialdemokratie für viele bter das Ausschlaggebende für ihre Stellung diesem Entwurf gegenüber. Aber ob nun diese Vorlage Gesez würde, oder hiele, den Vorteil würden in beiden Fällen die Sozialdemotraten haben. Auch würde die Vorlage, wenn sie jetzt fiele, doch immer wiederkommen. Ja, die Hauptparole bei den neuen Wahlen, die bevorstehen, würde die Stellung zu dieser Wahlrechtsvorlage sein. Wer dazu helfen wolle, das Land vor schweren Stämpfen zu bewahren, der muß für diese Vorlage eintreten. Wer dagegen seine Hoffnung ſtüße auf den In differentismus des Voltes, der stehe auf thönernen Füßen. Der Redner wünscht, daß die Bahn freigemacht werde für
Fortschritte und gesunde Entwicklung.
Staatsminister Rothe erklärt, daß die Regierung sich nicht veranlaßt sehe, in den Hauptvoraussetzungen der Vorlage etwas zu ändern.
Geh. Staatsrat von Krug führt aus, die Teilnahme des Voltes sei bei der direkten Wahl eine gerechtere und richtige, als bei der indirekten. Man müsse anerkennen, daß durch die Einbringung dieser Vorlage eine erhebliche Stonzeſſion gemacht worden sei, aber man müſſe das Recht, mit Stautelen sich vorzusehen, der Regierung auch zubilligen.
Abg. Gutfleisch ist von der Vorlage erfreut. Er habe gehofft, daß sie im Hause nicht das Maß von Widerspruch finden würde, wie es schon geschehen sei und offenbar noch geschehen würde. Das direkte Wahlrecht sei nicht absolut, aber relativ entschieden das Beste. Er könne nur wünschen, daß mit seiner Hilfe das Volk seine Aufmerksamkeit, seine Interessen wieder mehr den aufgaben des Staates zuwendet. Eine Verödung des politischen Lebens sei durch die in direkte Wahl eingetreten, die nicht andauern düre. Deshalb begrüße er das direkte Bahlrecht. Es biete in sich selbst die Mittel, aus den Gefahren herauszukommen, weil die Wähler durch das Wahlrecht immer mehr an politischer Einsicht gewinnen. Das direkte Wahlrecht sei ein Volkserzieh
ungsmittel bester Art. Was die Kautelen an
gage, to tene er sie entbehren in der Vorlage, aber das direkte Wahlrecht sei ihm so viel wert, daß er es um dieser Kautelen willen unter feinen Umständen fallen laffen würde. Der Redner giebt seinem Bedenken Ausdruck gegen die Wahlpflicht und gegen die Proportional wahl. Er möchte im Interesse der guten Sache alle besonderen Wünsche unterdrückt wissen. Würde dieses Gesetz angenommen, so sei er der Ueberzeugung, daß die kammer ſeit langem kein Gesetz gemacht habe, das so jehr zum Teile des Volkes sei.( Beifall.)
Abg. Reinhart( nl): Er wolle nur seiner persönlichen Ansicht Ausdruck geben. Er begrüße es, daß die Regierung dem Wunsche der Bevölkerung nach dem direkten Wahlrecht nachgekommen jei, damit beuge sie ukünftiges Kämpfen vor, indem sie das direkte Wahlrecht gebe, und zwar unter gewissen Kautelen, die er im großen und ganzen nur billigen könne. Was mit zahlt, soll auch mit raten, was nicht zahlt, dem sei er nicht geneigt, das Wahlrecht zuzusprechen. Er habe im Einverständnis mit einigen seiner Freunde im Ausschuß die Wahlpflicht beantragt, wozu ihn die Zahlen bei den Reichstagswahlen veranlaßt haben, aus denen hervorgehe, daß die oppositionelle Partei den Vorteil bon der direkten Wahl hätte, weil die Vertreter der bürgerlichen Parteien zu Hause bleiben. Sehr wichtig sei auch, daß die Vorlage die Vermehrung der Vertreter der Städte vorsehe, deren Berechtigung Redner nach weist. Wer um deswillen die Vorlage ablehne, handle nicht gerecht gegen die Städte.
Abg. Bähr( Antis.) spricht sich für das direkte Wahlrecht aus, wenn er und seine Freunde auch nicht verkennen könnten, daß die Regierung das Land benachteilige zu Gunsten der Städte. Er schließt sich dem Wunsche des Abg. Dr. David an um Beseitigung der Steuerrückstandsklausel im Interesse der kleinen Bauern. Bon der Einführung oder von der Nichteinführung des Wahlzwanges würden er und seine Freunde ihre Ab
Sophaede und sieht zu, n Recht, Reid möchte es a und Söhne einmal an La Die Herren sind und es g illen haben die Weiber gen nicht wieder, im Haufe men eine Festzeit für Alle ( Fortegung folgt)
zu können, ist aufgegeben, zumal im Herrenhauſe pas Arbeitsmaterial bis dahin nicht erledigt werden tann. der Gesezentwurf betr. die Ausführungsbestimmungen zum Fleisch beschauge ſeße ist zwar in der Stommission durchberaten worden, kann aber vor den 14. d. M. kaum auf die Tagesordnung im Abgeordneten hause gesetzt werden. Die Tagung wird sich daher bis zum 16. oder 17. Juni hinziehen.
Giessener Cagesneuigkeiten.
*
Gießen, 12. Juni.
Die Zeit der Konzerte. Alle Abende beinahe finden in Gießen Stonzerte statt, so lange die Witterung günstig
iſt.
Mittwoch und Freitag wird im„ Café Leib" fonzertiert. Gestern war großes Konzert der Regimentsfapelle in Steins Garten. Heute abend wird in demselben Garten das zweite Abonnements= konzert unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirektor Krauße stattfinden.
Bon oberhessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Schachtmeister Julius Vuk ad uno wiß aus Bukareniz und die Erdarbeiter Celesto, Paul und Trentani aus Oleggio- Grande wegen Körperverlegung vom Unterfuchungsrichter II zu Gießen; Händler Wilhelm Müller suchungsrichter II zu Gießen; Händler Wilhelm Müller aus Beerscheid wegen Unterschlagung von der Staatsanwaltschaft Gießen; Taglöhner Heinrich Reichel aus OberEisenhausen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Vilbel; Emma Rohpeter aus Münden wegen Diebstahls vom Polizeiamt Gießen; Fuhrknecht Johannes Schneider aus
ießen wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Gießen; Hausbursche Karl Richard Schwalbe aus Marienberg wegen Unterschlagung vom Amtsanwalt zu Gießen; Tag löhner Georg Sch wöbel aus Neckarau wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Friedberg; Heinrich Wißel aus Frankfurt a. M. und die Prostituirte Helene He in eder geb. Kanzelberger, aus Waidholz, beide wegen Diebstahls i. w. R. von der Staatsanwaltschaft Gießen; Tapezier Adolf Zimmermann aus Langenschwalbach wegen Betruges i. w. R. von der Staatsanwaltschaft Gießen; Dienstknecht Heinrich Fritzges aus Gößen wegen Betruges vom Amtsanwalt zu Friedberg; Schlosser Karl Hardt aus Gießen wegen Einbruchsdiebstahls vom Unterſuchungsrichter I zu Gießen; Gerber Karl Lehmann aus Backnang wegen Körperverlegung von der Staatsanwaltschaft Gießen.
** Gewidmet von den Jagdfreunden. War da dieser Tage* ganz in unserer Nähe in einem Dorfe, welches Gießener Jägern gut bekannter Nimrod gestorben. Dein hiesigen Freunde beſtellten einen prächtigen Kranz mit Schleife, der am Begräbnistage zum Zuge an die Bahn geschickt werden sollte. Die Jäger warteten dort vergeblich auf den Gärtnerburschen, der aber erst, als der Zug sich schon in Bewegung befand, auf den Bahnsteig gestürzt kam und einem im Zuge befindlichen Herrn auf dessen Anruf: soll der Kranz noch mit, diesen der nur leicht verpackt war, im letzten Moment noch zu reichen konnte. Der Empfänger des Kranzes woйte zwar auch zur Beerdigung, aber nicht zur Beisegung des Jägermannes, er fuhr noch einige Stationen weiter als dessen Jagdcumpane. Dort angekommen, hatte der Leidtragende gerade noch Zeit, seinen Kranz von der schützenden Hülle zu befreien und sich dem Trauergefolge anzuschließen, daß sich nach dem Friedhof in Bewegung setzte. Nach der Beſtattung arrangierte der Todtengräber die vorhandenen Kränze auf dem Grabhügel. Selbstverständlich kam der schöne von Gießen mitgebrachte Kranz mit der prächtigen Schleife bei dem Arrangement an sehr sichtbarer Stelle. Man staunte seitens des Traugefolges nicht wenig, als man am Kranz die Inschrift las: Gewidmet von den Jagdfreunden! War es doch eine 80jährige Großmutter, die man begraben hatte. Die Richtigkeit überlassen wir unserem Berichterstatter.
* Anfang dieser Woche entsprang ein seit mehreren Monaten dahier zur Besserung befindlicher Irrsinniger. Der Gefangene gab als Ursache seines Entspringens an, daß er sich in Großen- Linden bei dem Besizer der Branntweinfabrik Geld zur Heimreise holen wollte. Der Bedauernswerte stammt aus Starkenburg. Reichsbankhauptstelle für Hessen. In hessischen Zeitungen wird augenblicklich die Errichtung einer Reichsbankhauptstelle in unserem Großherzogtum angelegent lich empfohlen. Alle größeren Bundesstaaten wären
Herrn Aug. Oßmann Seltersweg und werden sicherlich Die Vorber das Interesse aller Passanten erregen. faufsstellen für die Eintrittskarten befinden sich im „ Hotel Victoria", Cafè und Conditorei Hettler und Schreibmaterialien- Handlung H. Noll, Mäusburg. Die Mitglieder des Curatoriums wollen ihre Starten im den besseren Plägen sind daselbst zu bedeutend er
Cafe settler in Empfang nehmen. Die Billets zu mäßigten Preiſen zu haben, wie aus der heutiger Annonce und den Plataten erfichtlich ist. Die Nac frage nach denselben ist schon jetzt eine starke und fann den Interessenten nur dringend empfohlen werden, sich die gewünschten Pläge vorher zu sichern.
300 Mark Belohnung! Am 31. Mai Nachmittags ist in Altona die Ehefrau Backhaus in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden worden. Es liegt Raub- mord vor. Der mutmaßliche Thäter, der Matrose Johann Ernst Speck, geb. am 11. Oftober 1863 zu Trebsen, welcher bei Backhaus gewohnt hat, ist seit 31. v. Mts. flüchtig und wird ſteckbrieflich verfolgt. Derselbe ist 1,71 Meter groß, trug dunkelblonden Schnurrbart, das Haar in der Mitte gescheitelt, einen blauen Jacketanzug mit zwei Reihen Knöpfen und braunem Filzhut. Geraubt sind außer ca. 100 Mt. 6 filberne Theelöffel, eine silberne Herren- Remontoir- Uhr und Belohnung von 300 Mark ausgesezt. Nach einer Dresden wohnt, gestern Mittwoch Nachmittag von einem Kriminal- Gendarmen gestellt. Speck trug einen Revolver der sofort tot blieb. Speck floh, wurde jedoch von einem bei sich. Er feuerte drei Schüsse auf den Gendarmen ab, Soldaten festgenommen.
Nickelkette. Für die Ergreifung des Thäters ist eine
Meldung aus Dresden wurde Speck, deſſen Vater in
Aus Hessen und Nachbargebieten.
r. Dillenburg, 11. Juni. Eine große Anzahl Ver treter des Gast- und Schankwirte- Gewerbes fanden sich gestern im Dillstädtchen zum 9. Delegiertentag des Wirte- Verbandes Nassau und am Rhein ein. Um 11. Uhr vormittags begannen im„ Deutschen Haus" die Verhandlungen. Ausführlicher referiert wurde über die Feierabendstunde auf dem Lande, bezw. deren gleichmäßige Regelung, die Bedürfnisfr age, die Kohlensäure frage und über die bis ießt gemachten Erfahrungen, betr. Nu hepausen im Als Ort zur AbGastwirtschaftsgewerbe. haltung des 10. Verbandstages wurde Wiesbaden gewählt.
Neueste Nachrichten.
* Berlin, 12. Juni. Der Reichsfanzler hat den
bayrischen Mitgliedern des Reichstages, welche heute früh in München zu den Sigungen des bayrischen Landtages an wesend sein mußten, die nötigen Wagen für den Nachts dorthin abgehenden Expreßzug zur Verfügung stellen lassen, ſodaß sie noch an den Schluß- Abstimmungen über die Zucker
und Branntweinsteuer im Reichstage teilnehmen fonnten.
* Berlin, 12. Juni. König Albert verbrachte einige Zeit im Zimmer außer Bett. Der König fühlte sich etwas frischer.
Sibyllenort, 12. Juni. Das heute Morgen 7 Uhr über das Befinden des Königs Albert ausgegebene Bulletin lautet: Die lektvergangene Nacht war durch erschwertes Atmen und die dadurch bedingte allgemeine Unruhe öfter gestört. Die Herzthätigkeit bedarf hie und da der Anregung. Der Appetit ist fortdauernd ein guter.
* Berlin, 12. Juni. Dr. Georg von Bleichröder ist gestern Abend 10 Uhr auf seinem Schlosse Lechenich erlittenen Verlegungen, die er sich bei einem Automobil- Unfall zugezogen, gestorben.
* Berlin, 12. Juni. Wie ein Lemberger Blatt berichtet, haben die Beamten des Lemberger Magistrats telegraphisch dem radikalen tschechischen Reichstags- Abgeordneten Klofac ihren Dank und ihre Hochachtung dafür ausgedrückt, weil er im Reichsrate gegen die polenfeindliche Marienburger Rede Kaiser Wilhelms Protest erhoben hat.
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Haag, 12. Juni. Die erste Angelegenheit, welche vor dem Haager Schiedsgericht verhandelt werden wird, ist wahrscheinlich eine Geldfrage zwischen Merito und den Vereinigten Staaten, welche Kirchengelder betrifft. Rom, 12. Juni. In ganz Italien ist ein WetterIn Oberitalien sind zahlreiche sturz eingetreten. Schneefälle zu berzeichnen. Die Temperaturen sind überall anormal gesunken.
* Wien, 11. Juni. Bei der Inspizierung des 5. Dragoner- Regiments durch den Erzherzog Otto stürzte der beste Reiter des Regiments Oberstleutnant Rupprecht mit dem Pferde, wobei ihm die Hirnschale zertrümmert wurde.


