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Jakobsdorf usw. Dann die 12 er, an ihrer Spitze der neue Kommandeur, Oberst von Oven; noch einmal flog der Blick die Oder hinauf auf die malerischen Hänge bei Schwetig, bie Eisenbahnbrücke, den weithin fichtbaren Bismarckturm und die saftigen, von hohen Baumgruppen durchzogenen Wiesen, den originellsten Anblick, den Frankfurt weit und breit uns bieten fann; manch einem mag es wehmütig dabei ums Herz gewesen sein bei dem Gedanken, daß er den im Laufe der letzten 2 Jahre so oft und unter den verschiedensten Verhältnissen zurückgelegten Weg nun zum lezten Male durchschreite vor seiner Entlassung; noch einen Blick auf die rauschenden Wogen, auf das mit blähenden Segeln vorüberziehende Segelboot, ade, du schöne Oder ,,, wer weiß, wann wir uns wiedersehen!" Das Regiment von Alvensleben! Du, bei uns ist sie nicht so breit und schön!" ruft der Krossener Musketier seinem Nebenmann zu; liebt er doch das Wasser, an dem er groß geworden, mit dem er vertraut war von Kind auf, der biedere Spreewälder! Das ArtillerieRegiment Generalfeldzeugmeister", die 12. Brigade aus Prenzlau und Neuruppin, die Fürstenwalder Ulanen, das 54. Artillerie- Regiment; in langen Reihen ziehen sie über die Brücke zum fröhlichen Scheinkampf.
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Fröhlicher Hauptmann! Lustige Kriegsleute! Wo eine Reihe voraussichtlich sehr anstrengender Tage in solch freudiger Stimmung angetreten wird, fann man mit Bestimmtheit darauf rechnen, daß sie ohne Mißstimmung ertragen werden. Für die Verpflegung ist ja ausreichend gesorgt. Im Tornister ist Fleisch- und Gemüsebüchse, im Brotbeutel eine Hand voll Kochholz. Beide ermöglichen es der Truppe in jedem geeigneten Moment abzukochen und Mittagstafel zu halten. Die hinter den Kolonnen herfahrenden Marketenderwagen werden ihr Uebriges thun, daß der Geldbeutel leichter und der Durst gelöscht wird. Für Unterkunft sorgt das um den Mantel geschnallte Zelt und die nachgeführten Kolonnen mit Wärmeholz und Stroh. Diese Einrichtung erlaubt den Truppen, sich der wohlverdienten Ruhe hinzugeben, wo es der Lage nach paßt, ohne nach meistens langen Märschen ein Quartier aufsuchen zu müssen, das mehr oder weniger zu den zweifelhaften Genüssen zählt. Gewähren doch die Zelte selbst bei nasser Witterung eine trockene Unterkunft. Der oberste Kriegsherr wird sein Hauptquartier im Schloß in Sonnenburg aufschlagen. Seine hohen Gäste, sowie die fremdländischen Offiziere werden in Frankfurt Quartier nehmen und das Manöverfeld täglich mit Sonderzug erreichen. An den Tagen, an denen der Kaiser selbst die Führung eines Korps übernimmt, geht die oberste
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Heereslettnng an den Prinzen Albrecht über. Der| tung" berichtet: Der a. o. Professor und Vorsteher der Aufenthalt der Oberleitung wird durch den Signal- Universitäts- Tierklinik Dr. Künnemann, verläßt die Uniballon angezeigt werden, von dem aus auch die Zeichen versität Breslau und siedelt nach Hannover über. Im Interzur Unterbrechung oder Beendigung der Uebung gezur Unterbrechung oder Beendigung der Uebung ge- esse dieser Disziplin und der Entwicklung des Instituts ist geben werden. Die Wolfen haben sich verzogen, der Aus der häufige Wechsel der Dozenten sehr zu beklagen. Himmel blaut über dem weiten Feld! Hoffen wir auf Genf wird dem Bund geschrieben: An Stelle des vereinen frischen fröhlichen„ Krieg im Frieden" unter den unglückten Dr. Dunant hat der Staatsrat Herrn P. Stroehlin Augen des Allerhöchsten Kriegsherrn. zum Konservator des epigraphischen Museums ernannt, Herr Stroehlin ist Präsident der Schweizerischen numismatischen Gesellschaft. In Aachen starb am 6. d. Dr. Karl Stahlschmidt, Professor der Chemie an der dortigen Technischen Hochschule.
Vermischtes.
* Ein reimsüchtiger Schüler. Ein schwäbischer Bezirksschulinspektor bemerkte an einem etwa elfjährigen Knaben, daß derselbe in der Prüfung ganz merkwürdiger Weise auf eine gestellte Frage einen Vers machte. Er machte den Ortsschullehrer darauf aufmerksam, welcher erklärte, daß dies sehr oft im Unterricht vorkomme. Der Inspektor erbat sich ein paar Proben an Namen der Ortsbewohner. Der Leh er sagte zu dem Poeten:„ Eduard, Dein Nachbar heißt Franzen, fannst Du darauf im Reim antworten? Und er er hielt die prompte Antwort:
Mein Nachbar, der heißt Franzen
Wenn Prüfung aus, dann schnallen wir den Ranzen!" " Nicht übel," brummte der Inspektor. Noch so ein Beispiel, Herr Lehrer!" Der Lehrer spricht: „ Eduard! Der Herr Schultheiß hier heißt Gtefel."
Litterarisches.
Serbe's Meß- Adreßbuch für Leipzig. 100.( Jubiläums) Ausgabe. Als ein faufmännisches Hilfsmittel par exellence muß Serbe's Meß- Adreßbuch für Leipzig bezeichnet werden, das zur diesjährigen Michaelismesse in fünstlerischem Einbande und in 100. Auflage seinen Weg in die Oeffentlichkeit nimmt. Im Verlage der Pardubitz'schen Buchhandlung, deren Inhaber C. Herm. Serbe war, ist im Jahre 1863 die erste Auflage des Adreßbuches erschienen, das sich aus ganz kleinen Anfängen zu seiner jezigen Höhe entwickelt hat. Heute wird das Werk allseits als treuer Wegweiser und Ratgeber betrachtet, ja es ist ein Vademecum für für die gesamte kaufmännische Welt. Der erste Teil enthält ein peinlichst genau ausgearbeitetes Verzeichnis der Meßfirmen mit Angabe ihrer Branchen und Meßlokale in Leipzig, der zweite Teil bringt eine Aufführung der Firmen nach Waren, Fabrikaten, Geschäftsbranchen und Geschäftslokalen während der Leipziger Messen, wogegen uns der dritte Teil ein übersichtliches Verzeichnis der Meßfirmen in alphabetischer Reihenfolge ihrer Domicile mit Angabe ihrer Hauptartikel bor Augen führt; ferner enthält das Buch im vierten Der Inspektor hatte genug bei der Prüfung dieses Teile das„ Exporthandbuch für das Deutsche Reich", Ortsgenies!
Antwort:
" Der Schultheiß hier heißt Giefel,
Hat oft zerrissene Stiefel."
Der anwesende Dorfmagnat wurde etwas rot und lächelte. Inspektor:„ Nun, Eduard, Du bist ja ein recht wackerer Dichter, aber auf meinen Namen wirst Du wohl nichts reimen fönnen, ich heiße nämlich Wunster." Und Eduard sagt ohne bedenken:
" Der Inspektor, der heißt Wunſter, Und was er thut verhunzt, er!"
Hochschulnachrichten.
Die sächsische Landesuniversität Leipzig beabsichtigt, im Jahre 1909 ihr 500 jähriges Bestehen besonders feierlich zu begehen. Um die erforderlichen Mittel jederzeit bereit zu halten, wird deshalb der„ Vossischen Zeitung" zufolge, schon jetzt der nötige Fest fond zusammengebracht in der Weise, daß alljährlich 6000 Mf. dafür angelegt werden und er schließlich die Höhe von 50,000 Mt. erreicht. Damit hofft man auch die geplante groß angelegte Jubiläumsfestschrift zu bestreiten. Die Breslauer Bei
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eine Beigabe von praktischem Werte. Unter dem Titel ,, Kleines Leipziger Adreßbuch" wird dem Meß- Adreßbuche ein Anhang beigefügt, der den Zweck hat, jene Leipziger Firmen aufzunehmen, die mit der Messe in keinerlei Beziehung stehen, jedoch aus irgend einem Grunde großen Wert darauf legen, in dem Buche angeführt zu sein. Die Jubiläums- Ausgabe erschien in wahrhaft künstlerischem Einbande( das Werk kostet bei Frankozusendung Mt. 2.40) und so können wir denn Sie Anschaffung des Buches selbst, als auch eine Reklame darin der Geschäftswelt aus voller Ueberzeugung empfehlen.
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Nr. 210.
Mittwoch, den 10. September
Oberbeliche Famili
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