Ausgabe 
9.7.1902 Erstes Blatt
 
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Recht und Pflicht ist; das Zentenm wird den Grafen Ballestrem in Gleiwiß nicht fallen lassen! Graf Ballestrem wurde 1898 in Gleiwiz mit 14690 Stimmen gegen 2366 sozialdemokratische und 889 freisinnige Stimmen gewählt. Diese Ziffern sind für die Propaganda und die Hoffnungen der Posener und Biedermannschen Blätter nicht gerade vertrauen erweckend." Auch wir glauben, daß das Zentrum der polnischen Belastungsprobe mit Ruhe entgegen sehen darf. Mit Interesse aber wird man ansehen dürfen, was die polnische Propaganda gegen die utraquistische Geistlichkeit Oberschlesiens vermag.

* Ein trauriger Gedenktag. Am 3. Juli waren es fünfzig Jahre, da Dr. Lorenz Hannibal Fischer als Kommissar des deutschen Bundestages auf der Weser bet Bremerhaven die deutsche Flotte meistbietend versteigerte.

- Die Würzburger Professoren- Affäre führt zu einer Disziplinarsache wegen Beleidigung des Kultusministers( d. h. wegen angeblich beleidigender Aus­

ist in London ein großartiger Empfang zugedacht, wohl mit als eine Entschädigung der guten Londoner für den einstweiligen Aufschub der Krönungsceremonie. Anarchie auf Cuba.

General Lee veröffentlicht eine großes Aufsehen erregende Erklärung, daß Cuba an der Schwelle der Anarchie stehe. Bunächst sei ein finanzieller Zusammenbruch zu befürchten, weil Cubas Einnahmen allein aus den Zöllen kommen, lettere aber, seitdem die Amerikaner die Insel verließen, stark im Abnehmen begriffen seien. Ferner ständen schlimme Unruhen von Seiten der Neger bevor. Dazu käme das Schüren der Politiker gegen den Präsidenten Palmas.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Der feierliche Schluß des Landtages findet am Freitag, den 11. Juli, im Residenz­schloffe statt. ** Pfarrer Dr. Grein hat die Wahl des evange­Kirchenvorstandes der Stadtkirche zu Darmstadt angenommen und wird an die Stelle d des zum Superinten­denten der Provinz Oberhessen ernannten Pfarrers Petersen ette in

brücke in der Niederlegungs- Erklärung und wegen Veröffent- lischen

lichung in der Presse); sie wird auch einen Ministerwechsel herbeiführen. Letteres erfolgt indeß keinesfalls während der Landtagsdauer. Eine Stellungnahme der übrigen Minister dahin, daß sie sich mit dem Kultusminister solidarisch er­flären, ist nicht zu erwarten, da die Sache nicht als eine politische Frage, sondern als eine persönliche Angelegenheit des Kultusministers betrachtet wird.

Zum Direktor im preußischen Ministerium des Innern an Stelle des zum Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts ernannten Herrn Peters soll der Regierungspräsident von Waldow in Königs­berg ausersehen sein.

Aus der Zolltariskommission. Wie ein parlamen­tarischer Berichterstatter meldet, hat die wachsende Aus­dehnung der sozialdemokratischen Reden in der Zoll­tarif- Kommission die Besorgnis gesteigert, daß die Arbeiten nicht rechtzeitig erledigt werden können. Es sollen Erwägungen über Geschäftsordnungs- Bestimm­ungen im Gange sein, durch die es möglich wäre, ohne die Rechte der Minderheit zu beschränken, eine Be schleunigung des Fortganges der Arbeiten zu erreichen. Den sozialdemokratischen Mitgliedern sollen bereits da­hingehende Andeutungen gemacht worden sein.

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Der Dampfer Trier" des Norddeutschen Lloyd, von Bremen nach Cuba bestimmt, sollte Coruna an­laufen, um dort Auswanderer aufzunehmen. An der Küste herrschte dichter Nebel. Der Dampfer mußte infolgedessen äußerst langsam fahren. Die Strömung warf das Schiff gegen das Land und der Dampfer strandete vier Meilen westlich von Coruna an flippen­reicher Stelle. Die Ausladung des Dampfers hat be­gonnen. Zahlreiche spanische Fahrzeuge leisten Hilfe

und man hofft, daß es gelingen wird, die Trier" wieder flott zu machen. Die Beschädigung des Schiffes ist nicht bedeutend.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten, Budde, hat den Präsidenten der königlichen Eisenbahndirektionen mitgeteilt, es sei ihm erwünscht, diejenigen der etats­mäßigen höheren Eisenbahnbeamten, die ihm noch fremd find, allmählich persönlich fennen zu lernen. Die Präsi­denten find deshalb ersucht worden, die betreffenden Herren ihrer Ressorts zu veranlassen, sich gelegentlich

einer dienstlichen oder Urlaubsanwesenheit in Berlin dem Minister vorzustellen. Man kann diesem Wunsche nur beipflichten.

Die Königin der Niederlande wird mit ihrem heute Abend in Schaumburg eintreffenden Gemahl voraussichtlich am 16. Juli direkt nach Holland zurückkehren.

Lübed. Die Bürgerschaft hob das städtische Leihhaus auf und nahm das lange angestrebte Wohnungspflege gesez an.

treten.

** Die Puppe. Maurice Ordonneaus Operette in 4 Aften ging gestern im Saale des Theatervereins ( Cafe Leib) als Gastspiel des Emser Kurtheaters in Scene. Wer das Stück gesehen, weiß ja, welch tolle Einfälle in demselben verflochten sind und daß das Bublifum zum Lachen des öfteren angehalten wird. Die Direktion hat es an der Einschulung nicht fehlen lassen und die Spieler haben zum großen Teil ihr Möglichstes geboten. Leider blieb der Besuch hinter den Erwartungen.

Es wird uns geschrieben, daß das für heute ange= fündigte 3 weite Gastspiel des Emser Kurtheater­Ensembles wegen Indisposition der ersten Sängerin ausfällt.

antwortlichkeit und Selbstachtung nur durch seine Existenzfähigkeit gesichert ist, durch im Beruf unerfahrene, vom Großfapital völlig abhängige Personen verdrängt und zu Grunde gerichtet werden. Im lezten Grund würde unser ganzes Volk schweren Schaden leiden, indem durch die Zunahme der Zahl der Wirtschaften und die damit Hand in Hand gehende Abnahme der Qualität derselben die Unmäßigkeit gefördert würde. Wir halten es im Gegenteil für wünschenswert, daß, wie in Gießen, auch in anderen Städten durch Orts­statut die Konzessionserteilung beschränkt werde und auch auf dem flachen Lande möglichst scharf der Nach­weis des Bedürfnisses gefordert und den darauf bezüg­lichen Ausführungen der Gemeindeborstände so viel wie möglich stattgegeben werde".- Der Rhein- Main­dieser Frage auch für Bedürfnisnachweis aus. Gastwirte- Verband sprach sich bei der Behandlung

von

v. Nach einer von der Großh. Brandversicherungsanstalt für Gebäude gefertigten Statistit tamen im Großherzogtum in den Jahren 1887-1901 nach Abzug der Blizzschäden 6176 Gebäudeschäden durch Brand vor, welchen 371 erwiesenermaßen und 121 mutmaßlich durch Kinder verursacht waren. Es sind dies nahezu 8 Prozent der fraglichen Brände. Der entstandene Ge­bäudeschaden berechnet sich nahezu auf 871097, bezw. 234316, zusammen 1105 413 Mark. 8 Kinder büßten bei den Gebäudebränden das Leben ein. Das Bürgerliche Ge­setzbuch bestimmt in§ 832:

" Wer kraft Gesetzes zur Führung der Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, die wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geistigen oder förperlichen Zustandes der Be­aufsichtigung bedarf, ist zum Ersaße des Schadens ver­pflichtet, den diese Person einem Dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersaßpflicht tritt nicht ein, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt hat, oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden sein würde. Die gleiche Verantwortlichkeit trifft denjenigen, welcher die ** Der Hochstabler Haug wurde nach längerer Ver­Führung der Aufsicht durch Vertrag übernimmt." handlung zu 3 Jahren Gefängnis und 300 Mr. Geld­ftrafe verurteilt. Beantragt waren 4 Jahre Zuchthaus, Vormünder und Pfleger zu einer sorgfältigen Ueber­Hierin liegt eine eindringliche Warnung für Eltern, 1000 Mark Geldstrafe und Aberkennung der bürgerwachung der Kinder, namentlich zur herannahenden Zeit der lichen Ehrenrechte auf 6 Jahre.

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** Die Direktion der Hess. Landeslotterie schreibt uns: Gegenüber der mehrfach aufgetretenen Behauptung, daß eine Juli stattfin senden Ziehung der Schloßfreiheits­Verschiebung der planmäßig am nächsten Dienstag, den 15. lotterie beschlossen worden sei, wird erklärt, daß ein solcher Beschluß keineswegs gefaßt worden sei.

* Die D- Bug- Diebe sind immer noch an der Arbeit. In dem D- Buge Frankfurt- Basel wurde einem Engländer auf Station Frankfurt ein Kreditbrief über einem Engländer auf Station Frankfurt ein Kreditbrief über 1200 Pfund Sterling von Taschendieben gestohlen.

** Hilfszüge bei Eisenbahnunfällen werden jetzt auf allen Bahnhöfen, wo sich Eisenbahndirektionen bezw. Eisenbahnbezirksvorstände befinden, aufgestellt. Auf diesen Stationen stehen Züge bereit mit einem Wagen 2. und 3. Klaſſe, der die Aerzte und die Rettungs­fasten aufnimmt, ferner mit 2 Gerätewagen. Verzeich­nisse der zur Begleitung der Hilfszüge beſtimmten Bahn­ärzte und Beamten werden jetzt auf allen Stationen ausgehängt.

** Der Vorstand des hessischen Zweiges der Süd­westdeutschen Konferenz für Innere Mission hat, wie wir hören, an das Ministerium sowie an die Erste Kammer der Landstände eine Ein­gabe gerichtet, in der es u. A. heißt: Wir sind gewiß nicht in dem Berdacht, einem einzelnen Stande zum Besten der Gastwirte einer partiellen Aufhebung zu lieb Ausnahmebestimmungen zu befürworten und der Gewerbefreiheit das Wort zu reden. Dieser ein­zelne Gewerbestand nimmt aber durch den Ausschank der geistigen Getränke eine besondere Stellung ein, welche Vorsichtsmaßregeln berlangt. Es wird niemand leugnen, daß, je größer die Anzahl der Wirt­13. Juli, den Gedenktag der Schlacht bei Tannenberg ſeſt- schaften ist und je uneingeschränkter die Zahl derselben lich zu begehen. Eine Schilderung der Schlacht aus einem Roman von Sienkiewicz wird in vielen Tausenden von keit zum übermäßigen Alkoholgenuß in einer das vermehrt werden kann, die Verführung und Möglich Volkswohl in fittlicher, finanzieller und wirtschaftlicher in der Gegenwart durch rasches und reichliches Ver­Beziehung gefährdenden Weise zunimmt. Der Schuß der dienen besonders der Versuchung des Alkoholmißbrauchs ausgesetzten Arbeiterklasse, sowie der ſittlich noch Un­Jugend männlichen und weiblichen Geschlechts, verlangt gefestigten, Ungereiften und Schwachen, besonders der

Bosen. Die Polen gedenken am fommenden Sonntag,

Exemplaren als Voltsbuch verbreitet.

Erntemonate, wo Scheunen und Höfe mit Stroh und Heu gefüllt zu sein pflegen. Werden die Aufsichtspflichtigen bei einem durch Kinder verursachten Brande von einer Feuer­ihnen der Beweis der geübten genügenden Auf­versicherungs- Gesellschaft auf Schadensersatz belangt, so liegt sicht ob.- Auch sei auf die Verordnung von 1856 hin­gewiesen, wonach Kaufleuten der Verkauf oder die Ab­gabe von Streich feuerzeug an Kinder verboten ist. die mit Recht so beliebte Seuchelheimer Kirmeß ** Kirmeß. Am nächsten Sonntag und Montag findet statt.

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Die kleinste Schule in Hessen dürfte die in Friedrichsdorf bei Liebenau sein, die von ganzen 8 Schülern besucht wird.

Gekürzter Stil. Die Provinzialdirektion Rhein­hessen, das Kreisamt, sowie die Kreisschulkommission Mainz richten an die ihnen unterstellten Dienststellen und deren Beamte folgendes Ausschreiben: Durch unser

Amtsblatt Nr. 7 vom 2. Juni 1881 ist auf höhere Weisung bereits angeordnet, daß bei den lleberschriften ( dem sogenannten Kopfe) der an uns zu erstattenden Berichte die Ausdrücke unterthänig" oder gehorsamst" in Wegfall kommen sollen. Wir empfehlen Ihnen auch in den Berichten selbst sich zukünftig aller überflüssigen sog. Devotionalien, wie gehorsamst", submissest", ergebenſt"," geneigtest", gefäßigst" usw., zu enthalten.

Bravo!( Red.)

** Wie man sich fühle Zimmer schaffen kann. Heiß brennen die Sonnenstrahlen, und wir klagen über unerträg­liche Hize. Wir entfliehen der heißen Straßenluft und ziehen uns in unsere fühlen Gemächer zurück. Jedoch der Temperaturunterschied zwischen außen und innen ist so ring, daß er uns nur eine zeitlang erfrischend erscheint, im Sinne der Reinheit, sondern im Sinne der Kühle. bald jedoch ermattend und ermüdend wirft. Wieder ver­langen wir nach frischer Luft; freilich nicht wie im Winter Deffnen wir aber das Fenster, so strömt selbst auf der Schattenseite noch mehr Hiße ein, denn Alles strahlt Wärme Winter. Wie muß man die Ventilation regeln, um eine aus. Da ist denn die Ratlosigkeit oft noch größer als im einigermaßen erträgliche Temperatur zu erzielen? Ein regel­zweck, sondern man muß ein bestimmtes Prinzip verfolgen. loses, gelegentliches Deffnen der Fenster hat gar keinen

Württemberg. Die Abgeordnetenkammer sprach sich heute mit 43 gegen 34 Stimmen für die Einführung einer obligatorischen Besteuerung der Warenhäuser durch die Gemeinden aus. Die Regierung wollte nur eine fakultative Steuer. Ein Antrag der Steuer- Kommission, die vorgeschlagene Warenhaussteuer ganz fallen zu lassen, wurde mit 49 gegen 27 Stimmen abgelehnt. Der König von Jtalien reist in der Nacht gebieterisch, daß man die Gelegenheiten auf das nötige Jm hygienischen Institut der Hochschule zu Best sind da­

zum Freitag von Mailand nach Rußland ab und trifft am Sonntag früh in Petershof ein. Der Besuch am deutschen Kaiserhofe ist für Ende August in Aussicht genommen. Er wird drei Tage in Anspruch nehmen. Die zu Ehren des Gastes geplante Parade ist auf den 30. August festgesezt worden. Der Bar wird den Besuch des italienischen Königs im Januar erwidern. Wie der König Zanardelli mitgeteilt haben soll, will Kaiser Nikolaus an den Tauffeierlichkeiten für den italienischen Königssprossen teilnehmen, dessen Geburt im Dezember erwartet wird.

Rußland. Der Entbindung der Barin wird in Barskoje Selo bereits für Ende August entgegengesehen. Wie es heißt, will der Kaiserhof, sobald die Barin wieder reisefähig ist, für mehrere Monate nach Livadia

in der Krim übersiedeln.

London. Die Besserung im Zustande Chamberlains macht gute Fortschritte, er hatte eine gute Nacht verbracht. Die Verwundung des Kolonialministers war doch ernster, als anfänglich angenommen wurde. Er hat alle für diese Woche eingegangenen Verpflichtungen einschließlich des Vor­sizes beim Krönungs- Reichs- Bankett in der Guildhall am Freitag aufgeben müssen. Chamberlain verbleibt vorläufig im Krankenhause.

* Für Ende dieser oder Anfang nächster Woche wird in England das Eintreffen Lord Kitchners aus Südafrika erwartet. Dem Besieger der Buren"

Je mehr

das Bedürfnis hinaus errichtet werden, umsomehr müssen die Wirte, um existieren zu können, auf Verdienst bedacht sein. Der finan­ziell gutstehende Wirt kann auf Ordnung in seinem Hause halten, er ist nicht auf die letzten Pfennige an­gewiesen, er kann den unmäßigen weiteren Aus­schant verweigern, während der über das Be­dürfnis, in scharfem Konkurrenzkampf ar­beitende, vielleicht auch nur als 3apfer einer Großbrauerei bald hier, bald dort etablierte Wirt leicht der Gefahr unterliegt, auch auf unreelle und die Mäßigkeit und Sparsamkeit der Gäſte bedrohende Weise Geld verdienen zu wollen. Nachdem in legter Zeit im preußischen Landtag ernst und ein­gehend über die Alkoholgefahr verhandelt worden, brauchen wir nicht weiter auszuführen, wie nötig es ist, zu verhüten, daß die Anzahl der Wirtschaften, der Quellen des Alkohols, zunimmt. Dies würde sofort der Fall sein, sobald volle Konzessionsfreiheit in un­gesunder Weise eingeführt würde. Das Großkapital würde dann noch mehr Wirtschaften errichten, ab­hängige Wirte hineinseßen, andere altrenommierte Wirtschaften zu Grunde richten und schließlich auch den von ihm abhängigen und scharf verpflichteten Wirt nicht auf seine Kosten kommen lassen und so das Proletariat vermehren. So würde, was tief zu be­flagen wäre, der ehrbare Wirt stand, dessen Ver­

Man

hielt im Sommer Wochen hindurch die Fenster zuerst am Tage offen und nachts geschlossen, dann umgekehrt und ver­glich dabei stets die Temperaturen der freien Luft mit der­jenigen im Bimmer. Dabei ergab sich, daß bei am Tage ebenso hoch stieg, wie im Freien. Waren dagegen die Fenster geöffneten Fenstern die Temperatur im Zimmer beinahe im Bimmer viel gleichmäßiger und fühler, mindestens 7 am Tage geschlossen und des Nachts offen, so blieb die Luft Grad Celsius niedriger als im Freien. An Tagen mit hohen Außentemperaturen war der Unterschied besonders groß. Dieser Vorteil läßt sich also einfach durch eine zweck­entsprechende Handhabung des Deffnens der Fenſter er­reichen. indem als Regel befolgt wird, daß die Fenster am Tage verschlossen und möglichst verdunkelt, des Nachts aber offen gehalten werden. Dabei kann urgehindert die frische Nachtlust in unsere Zimmer eindringen und Wände nnd Innenluft fühler erhalten. Unterstüßen wir diese wohl­Möbel abkühlen, welche dann ihrerseits wieder am Tage die thuende Ventilation Nachts noch durch das Deffnen der

Thüren, so werden bei Tag und Nacht unsere Zimmer von einer angenehmen Temperatur erfüllt sein. Und auch dies trägt bei zur Freude und Zufriedenheit im Leben!

Aus Hessen und Aus Hessen und Nachbargebieten.

1. Lehnheim b. Grünberg, 8. Juli. Von einem plötzlichen Tode wurde beim Baden im Mörlauer Teich ein 25jährige

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