Nr.
155.
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Obechessische Familienzeitung.
" O. das fagte er Ihnen auch?" But schade, weil er direkt nach Australien zurückgeben wird." Aber sie konnte ihn nicht annehmen, leider nicht, es war
verloren, aber nach drüben" bedew
schon nach drüben" abgereift ſei.
" Nach drüben", dachte Colonel Bristo,„ er bat feine Beit
bak Mr. Edmonstone nicht zu Hause, daß er am Nachmittag
ham Routinent.
Nr. 156.
Erstes Blatt. Abonnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährlich Mt. 1.50.
Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) d Oberhessische Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau, sowie die Gießener Seifenblasen wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
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Mittwoch, den 9. Juli 1902. arzon greate
Gießener
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11. Jahrgang.
Insertionsvreis: Die einspaltige Petitzeile für Gießen wie, ganz Oberbeffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. o sonst 15 Pfg.; Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg. disg thin
lug and Postzeitungsliste No. 3032. do 18 dus duse tim non
inged odd of sild Redaktion und Expedition: Gießen, Neuenweg 28. di schip sd magadang sibulad sid
Neuelle Nachrichten
( Gießener Tageblatt)
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Anabhängige Tageszeitunge
spidialed childsgr ( Gießener Zeitung)
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für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Drud und Verlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. Wilh. Keller'sche Buchdruckerei,( gegr. 1783); für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein, Gießer
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Was bieten die ,, Giessener Deueste Nachrichten" ibren Lesern?
Die„ Gießener Neueste Nachrichten" wollen zur politischen Aufklärung Jedermann beitragen und die Intereffen aller Stände, vornehmlich die Interessen des gesamten Bürgerstandes und der wirtschaftlich Schwachen vertreten. Die„ Neuesten Nachrichten" dienen keiner ausgesprochen politischen Partet, aber weniger dem Interesse eines Einzelnen.
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Seite 2.
Nr. 155.
Das eitle Droschkenpferd. Kleines Feuilleton.
Oberhessische Familienzeitung.
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Die„ Gießener Neueste Nachrichten besprechen in zahlreichen Original- Leitartikeln und einer sorgfältig ausgearbeiteten politischen Rundschau die spolitischen und wirtschaftlichen Tages- und Zeitfragen in unabhängigem Sinne und Geiste. har ilgum& bi trid Täglich werden der Redaktion die wichtigsten Nachrichten aus aller Welt durch eins der größten Depeschen- Bureaus auf dem sichersten und schnellsten Wege übermittelt.
Zahlreiche Korrespondenten aus dem gesamten Verbreitungsgebiete unferes Blattes teilen alles Wissenswerte in volkstümlicher und ferniger Form mit, decken vorhandene Mißstände auf und geben so ein interessantes und treues Spiegelbild des ländlichen Lebens. iddalled" mi
Im lokalen Cell werden die Tagesneuigkeiten zur Kenntnis gebracht, kommunale Fragen und Wünsche besprochen, die Erscheinungen des Vereinslebens registrirt, über die Stadtverordnetenjitzungen unterrichtet. Das fünstlerische Leben unserer Stadt: Theater, Konzert 2c. wird in eingehenden Besprechungen verfolgt.
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Vorzügliche Romane, Feuilletons aus allen Gebieten, praktische Mitteilungen verschiedenster Art, juristischer Fragekasten, allgemeiner Briefkasten bieten des Unterhaltenden und Belehrenden eine Fülle. In den Beilagen:
Oberbeffische Familienzeitung( täglich) kommen vorzügliche Romane zum Abdruck, dabei ist für unsere Kleinen eine Rätselecke mit eingefügt. Backende Gedichte werden die Leser ebenfalls darin finden. Die Giessener Seifenblasen( wöchentlich) sorgen für den nötigen Wit und Humor und in der Oberhessischen Zeitschrift für Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau( wöchentlich) finden unsere Landwirte und Gartenbesitzer reiche Anleitungen und Belehrungen für die Bewirtschaftung ihrer Ländereien und für die Haltung aller nützlichen Haustiere; den schädlichen Tieren wird zur passenden Zeit ein Wort für deren Vernichtung und Bekämpfung geschrieben.
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Unablässig ist die Redaktion der„ Gießener Neueste Nachrichten" bemüht, den Kreis des Gebotenen zu erweitern, ausgehend von dem Gedanken, daß für das Volk das Beste gut genug ist. Man abonnirt für 60 Pfg. pro Monat bei freier Zustellung( incl. der drei Beilagen) bei unsern Trägern, in der Expedition, Gießen, Neuenweg 28, oder bei der Post. Die Redaktion der„, Giessener neueste Nachrichten". DOOOGO
Was kann man gegen die Steigerung der Mietspreise thun?
Unser M- Mitarbeiter aus Frankfurt schreibt uns: Wie bekannt, werden jetzt im Anschluß an den Erlaß der preußischen Ministerien des Innern und der Finanzen in verschiedenen Städten laut höheren Auftrags Erhebungen über die Mietspreise angestellt. Mit Recht wenden die Behörden dieser wichtigen Frage ihre volle Aufmerksamkeit zu, denn nichts ist seit den fiebziger Jahren so sehr im Preise gestiegen, als die Mietswohnungen. Dabei sind diese nicht etwa in gleichem Verhältnis teurer geworden, wie sich die Durchschnittseinnahmen des Staatsbürgers seitdem vermehrt haben. Im Gegenteil! Ehemals wurde von den untersten Erwerbsschichten in der Regel nicht mehr als ein Sechstel des Einkommens für die Wohnungen aufgewendet. Heute aber sind die Mietswohnungen so teuer geworden, daß durchschnittlich weitaus mehr zur Bestreitung der Mieten verbraucht wird. Wenn sich manche Familien diese Lasten vielleicht auch durch Weitervermieten erleichtern, so ist das immerhin ein sehr zweifelhafter Ausgleich. Denn man weiß ja, daß das Vermieten an " möblierte Herren" und das großstädtische Schlafburschenwesen große Gefahren für Gesundheit und Sittlichkeit mancher Familien mit sich bringt.
Auf die Mietspreise hat der seit einem Menschenalter gesunkene Geldwert, der die Bodenpreise, Zinslasten, den Aufwand für Baumaterialien und Löhne erhöhte, einen bedeutenden, aber ganz natürlichen Einfluß ausgeübt. Hierzu kommt noch, daß inzwischen in größeren Gemeinden städtische Gas- und Wasserleitungen eingerichtet wurden, die naturgemäß ebenfalls die Preise erhöhten. Die schlimmste Preiserhöhung hat die Spekulation verschuldet. Häuser sind eine Waare geworden und gehen von Hand Das Baugelände und die fertigen zu Hand. Jeder Käufer will am Wiederverkauf verdienen und so steht manchmal ein Baugrund oder ein Haus in letter Hand doppelt so hoch im Preise als beim ersten Besitzwechsel. Der Mieter aber ist der Packesel, der alle Lasten tragen muß.
Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß die öffentliche Meinung und die Regierung die Frage aufwerfen, ob nicht gegen eine solche allgemeine Preistreiberet vorgegangen werden muß. In verschiedenen
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Das Erbbaurecht
Städten ist das schon geschehen. In Frankfurt a. M. beispielsweise hat die Stadtverwaltung vor den Thoren ihren Grundbesitz durch Landankäufe erweitert und, sobald ein Teil dieses Besizes in Baublocks umgewandelt und verkauft war, auch dementsprechend aufs Neue anstoßendes Land angekauft. Neuerdings hat die Stadt in Aussicht genommen, auch unter Anwendung des Erbbaurechts eigene Häuser zu bauen. ist bekanntlich Errungenschaft des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches und gestattet es, daß man auf einem für 100 Jahre gepachteten Grund und Boden eigene Häuser erbauen kann. Die Miete muß jährlich entrichtet werden; nach 100 Jahren aber fällt das Haus dem Besizer des Grundes und Bodens zu. macht aber die Bedingung, daß die einzelnen Häuser nur zum Anschaffungspreis weiter verkauft werden dürfen. Dadurch ist mit einem Schlage die Spekulation beseitigt.
Die Stadt
eigenem Grund Häuser errichtet und diese an Arbeiter Andere Städte, wie Ulm beispielsweise, haben auf Brundbuch eingetragen wurde, verkauft, daß sie die mit der Bedingung, die als sog. Servitut in das Häuser nur mit Genehmigung der Stadt und nur zu bestimmt festgesezten Preise weiter geben
dürfen.
Napoleon der III., der in Mühlhausen i. E. für die dortige Fabrikbevölkerung Mietshäuser bauen ließ, hat es versäumt, die Bedingung zu stellen, und siehe da, nach einiger Zeit war die tollste Spekulation wieder flott im Gange. Die Arbeiter wohnten teuerer
als zuvor.
Soll eine weitere Steigerung der Mietspreise verhütet werden, dann ist dreierlei notwendig: Der gelder niedrig und eine bequeme Tilgung der KaufBaugrund muß billig sein, der Zinsfuß für die Bausumme muß ermöglicht werden. Inwieweit kleinere Städte sich die Wohnungspolitik der größeren Städte zu eigen machen sollen und können, werden wir in einem späteren Artikel darlegen.
Krönungs- Pläne.
Die„ Times" fündigt im ersten Leitartikel an, daß der König, wenn nichts unerwartetes dazwischen komme, im August gekrönt werde. Es spreche sehr viel
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ind
dafür, daß der König die Krönung durchmache, ehe er zur Herstellung seiner Gesundheit sich für längere Zeit von der Arbeit zurückziehe. Wenn die Krönung im August stattfinde, müsse das glänzende Zeremoniell bedeutend verkürzt werden, doch würden dann die Soldaten aus den Kolonien und die indischen Soldaten noch hier sein und bei dem Krönungsaufzuge verwendet werden. Der„ Daily Mail" zufolge spricht man davon, daß die Krönung am 12. oder 19. August stattfinden solle. In den nächsten zwei, drei Tagen werde der König von den Aerzten genau untersucht werden, worauf eine offizielle Ankündigung betreffs der Krönung erfolgen werde. Der„ Standard" bringt eine offenbar bon einem Arzte geschriebene Darstellung des gegenwärtigen Zustandes des Königs, worin es heißt: Man fönne nicht von einer baldigen Krönung sprechen, wenn die Zeremonie nicht fast ganz privater Art sein solle. Ein Mann mit einer offenen Wunde, Zeremonie durchmachen, die anstrengend sei, auch wenn die noch immer stark absondere, fönne feine öffentliche
schreibt, dem Stönige sei sehr darum zu thun, to ball
man sie noch so abkürze. Der„ Manchester Guardian"
wie möglich gefrönt zu werden. Er fönne die Luftveränderung und die Ruhe nicht völlig genießen, ehe die Krönung nicht stattgefunden habe. Der König werde darum, wenn alles gut gehe, gefrönt, ehe sich das Parlament im Auguſt vertage.
Politische Nachrichten.
Berlin. Der Reichs- Anzeiger veröffentlicht die Verleihung des Kronenordens 1. Klasse an Geheimrat Krupp und die Ernennung des bisherigen außerordentlichen Brofeſſors an der Univerſität Tübingen Dr. Theodor Paul zum
* Graf Ballestrem soll fort, nämlich aus dem Mandate des Kreises Gleiwig i. D.-S. Die Polen stellen dem Zentrum die Wahl: Entweder erklärt sich das Centrum damit einverstanden, daß im Wahlkreise des Grafen Ballestrem ein polnischer Canditat aufgestellt wird- oder Zentrum und Polen spalten sich und stellen ihre Sonderkanditatur auf. Darauf erwidert die„ Neisser 3tg.":" Was den Herrn Ballestrem betrifft, so wird sich die Sache gar nicht schwierig stellen. Das Centrum wd in Oberschlesien thun, was
Direktor des taiserlichen Gesundheitsamtes.


