Ausgabe 
7.8.1902 Erstes Blatt
 
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Thätigkeit bei den Altesten der Kaufmannschaft in Berlin und als derzeitiger erster Assistent der Handels­fammer Halle a. S. zur Seite steht. Der Eintritt findet am 1. Oftober I. J. statt. Der Vorsigende ver­sicherte Herrn Cand. phil. E. Vogel, welcher seit Mitte Januar mit der provisorischen Verwaltung des Sefre­tariats betraut war, der dankbaren Anerkennung Großherzoglicher Handelskammer für seine pflichtgetreue, ersprießliche Thätigkeit und wie diese Anerkennung namentlich auch der verständnisvollen Abfassung des jüngst erschienenen Jahresberichts gelte.

Eingänge:

1. Nachtrag zum Handelsregister des Kaiserl. Gerichts in Niautschau.

2. Denkschrift der Handelskammer Offenbach betr. Vereinbarungen über Warenerzeugungen und Waren­verkauf.

3. Eingabe der Handelskammer Freiburg i. Br. an das Ministerium des Innern, Karlsruhe, betr. Zu­gehörigkeit von Fabrikbetrieben zu den Zwangsinnungen.

4. Eingabe der Vereinigung für die Zollfragen der Papier verarbeitenden Industrie und des Papierhandels an den Reichstag zu Zolltarifentwurf 656/8. Desgl. an den Reichskanzler: Neuregelung unserer Handels­beziehungen zur Schweiz.

3. Eingabe des Zentralausschusses kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine an Preuß. Staats­ministerium, betr. Anträge zur Regelung der Nahrungs­

mittelfontrolle.

6. Denkschrift der Handelskammer Hamburg: Haf­tung der Rheder aus dem Frachtvertrage.

7. Vorlesungsverzeichnis der Akademie für Sozial­und Handelswissenschaften in Frankfurt a. M.

8. Gingabe der Handelskammer Darmstadt an das Reichs- Bostamt Berlin, betreffend Briefdienst mit

England.

9. Mitteilungen des deutschen Handelstages: Fest stellung der Wünsche in Bezug auf die Handelsver­tretungen. Deutscher Kolonialfongreß 1902.- Hand­werkskammern und Industrie.

10. Zweifelhafte Firmen: Brüssel, London, Barcelona, Libau( Nußl.), Rustschuk, Internationale Griechische Aus­stellung in Athen.

11. Mitteilungen des Großh. Ministeriums des Innern, daß der Freundschafts-, Handels-, Schifffahrts­und Konsularvertrag mit Guatemala vom 20. Septem­ber 1887 für 22. Juni 1904 gekündigt ist.

12. Mitteilungen über: Lage des südafrikanischen Marktes. Wirtschaftliche Verhältnisse des Orient­marktes und der deutsche Export nach der Türket. Handelsverkehr mit Chile, Canada, Südafrika, Formosa, Meriko, Neuseeland und Argentinien.

13. Bericht des Ausschusses für das Studium zur Errichtung einer technischen Reichsbehörde in Berlin. 14. Handelskammer Magdeburg: Verband mittel­deutscher Handelskammern, Vorschriften für die beeidigten Probenehmer von Getreideölsaaten 2c.

Aus Hessen und nachbargebieten. V. Klein- Linden, 6. August. Montag abend saßen in einer hiesigen Wirtschaft eine Anzahl Südländer, deren Witz und Laune sich sogar auf die Erleichterung Nach kaum einer der Wirtschaftskasse ausdehnte. Minute Abwesenheit des Wirtes war dessen Kasse um etwas leichter geworden. Auch die vortrefflichen Fleisch­waren, die sie in letzter Stunde bei einem hiesigen Metzger erwirkt haben, dürften ihnen teuer zu stehen

fommen.

n Hungen, 7. Aug.( Privattelegramm.) Ein frecher Raubanfall wurde gestern auf eine Frau gemacht, die von Treis- Horloff nach Hungen ging. Der Räuber hatte gehört, daß die Frau eine bedeutende Geldsumme von Tr.-H. nach Hungen mitbringe und ihr unterwegs aufgelauert. Zu­nächst nahm er ihr den Handkorb ab, fand aber nur 5 Mt. und einige Pfennige darin. In der Meinung, daß die Frau noch einige hundert Mark in den Kleidern trüge, tnebelte sie der Unhold und durchsuchte sie aber vergeblich, dann schlug er sich seitwärts in die Büsche. Am abend wurde er bereits in der Person des Wilhelm Schwinn aus Kohden bei Nidda verhaftet.

** Büdingen, 6. August. In Langenbirg hein tötete sich der in der 80er Jahren stehende Auszügler Roth, indem er sich den Hals abschnitt. Er setzte sich dabei in einen Stuhl und fing das Blut in einem

Eimer auf.

wenn wir in der Monat dort ein­es sehr verdienten Sonneberg, Herrn wir der Schwester Cerblichen leberrefte beimrat v. Bechtold Vorfigenden, einige ten vertreten. Herr Schmerz der Kammer und ein besonderes

die Kammer durch des Innern forderte

e Weylar, 6. Aug. Heute traf das hessische Jäger. bataillon Nr. 11 aus Marburg zu einer Gefechtsübung hier ein. Herborn, 6. Aug. Hier soll Ende September eine Aus­stellung von Obst und Gemüse, sowie Obstweinen abgehalten

werden.

Herborn. Die Frau des Walzmeisters Sch. in Sinn wurde unter dem Verdachte, gemeinschaftlich mit ihrer Tochter beren neugeborenes Rind umgebracht zu haben, verhaftet urd ins hiesige Gefängnis abgeführt.

** Frankfurt a. M., 6 August. Auf dem Blücher­platz geriet heute ein Automobil zwischen 2 Trambahn­wagen, von denen der eine von vorn, der andere von hinten, fam. Alle 3 Fahrzeuge waren in voller Fahrt. Das Automobil wurde in tausend Stücke zermalmt. Die 3 Inſaſſen, 2 Herren und 1 Dame flogen heraus. Die beiden Erſteren kamen mit dem Schrecken davon. Die Frau erlitt einige Verlegungen, die nicht lebens­gefährlich sind.

Jer zu äußern, nadh schiffe an die Han­Es wird beschlossen, mern in Verbindung anzustellen. Die faufmännischen ten erledigt. gesordnung werden dete die Beratung pelsfammerfefretärs erbern waren einige worden. Man ent nipper aus Nieder

olion eine längere

** Wald- Michelbach, 6. Auguft. Mit Frau und 2 Kindern spurlos verschwunden ist der Ellenwaren­und Kleiderhändler Valentin Moldozik von hier unter Hinterlassung von Wechselschulden in be­trächtlicher Höhe. Alles Wertvolle aus der Wohnung ist mit verschwunden. ** Vom Main, 6. August. Der Dekonom Anton Seufert aus Altenmünster trant in Stadtlauringen

aus einer Flasche, die er mit Schnaps gefüllt glaubte, Karbolsäure. Er gab nach wenigen Minuten den Geist auf. g Wiesbaden, 6. Aug. Heute langte hier der Kellner Hans Holzer aus Wien an, welcher einen Buren­Huldigungs- Marsch aber nicht etwa einen musikalischen- sondern zu Fuß von Wien nach Utrecht am 15. Juli ange­treten hatte, ein.( Ein zweiter Teilnehmer erkrankte in Linz.) Holzer ist ein bereits mehrmals prämiierter Distanzgeher und will bis Mitte August in Utrecht sein. Die täglichen Leistungen des Distanzgehers betrugen nach seiner Angabe zirka 70 Kilometer. Die gesamte hiesige Arbeiterschaft begeht am Sonntag gemeinsam ihr Sommerfest.

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** Kastel, 6. August. Beim Spielen mit einem ge­ladenen Revolver() schoß der 15jährige Bäder lehrling Ludwig Grabbe den Sjährigen Nachbars­sohn Göbel eine Kugel in den Kopf. Die Verlegung ist lebensgefährlich.

26. Mittelrheinisches Kreisturnfest zu Worms 1902.

Worms, 6. August. Mit dem Festdienstag erreichte das Fest sein Ende und wir können ruhig sagen: Worms darf befriedigt

cuf dasselbe zurückblicken. Alles ist programmgemäß verlaufen und die geſetzten Erwartungen gingen nicht nur in Erfüllung, sie wurden sogar fast durchweg über

troffen.

Die größte Zahl der auswärtigen Turner hat Worms am Sonntag Abend verlassen. Sie werden gewiß alle vollbefriedigt aus unseren Mauern ge­des Lobes über die gastfreundliche Aufnahme, die sie gefunden. Einige Turner, die schon viele Turnfeste miterlebten, baten auch der Polizei für ihr verstän­diges Verhalten besonderen Dank auszusprechen. Am Dienstag Vormittag wurden die Resultate des Sonderwettturnens bekannt gegeben. An demselben hatten 60 Turner teilgenommen.

Siegerliste des Sonder Wettturnens. Höchsterreichbare Punktzahl: 30. Mindestzahl: 20. Auszeichnung Diplom.

1. Fritz Hartenfels- Coblenz, T- V. 271/2. 2. Wilh. Lenz- Wiesbaden, M.-T.-V. 26. 3. Jakob Hermann­Frankfurt, T.-V. 252. 4. Georg Hed- Nied, T.-V. 25. 5. Wilh. Wilh. Wizel- Bornheim, T.-G. 242. Otto Jodoy- Weisenau, T.-V. 24/2. 6. Hugo Baumeister- Trier, T.-V. 24. 7. Hans Höpfener- Wiesbaden, T.-V. 232. 8. Wilh. Dörr- Bornseim, T.-G. 23. 9. Otto Müller­Bockenheim, T.-V. Vorw. 2212. Bockenheim, T.-V. Vorw. 22. Emil Beckel- Wies­baden, T.-G. 2212. 10. Robert Braun- Frankfurt, T.­und Fechtklub. 22. Wilh. Friedrich- Bockenheim, T.-G. 22. 11. Paul Andreß- Wiesbaden, T.-G. 212. W. F. Hesselink- Wiesbaden, T.-G. 211/2. Jean Brüning- Kob­lenz, T.-V. 212. C. Schäfer- Bornheim, T.-G. 21. 12. Heinrich Bodelle- Bornheim, T.-G. 21. Wilh. Kehm­Bockenheim, T.-V. Vorw. 21. Friedr. Luckhaupt- Darm­stadt, T.-G. 21. Philipp Seng- Kelsterbach, T.-V. 21. 13. Heinr. Sunder- Nied, T.-V. 2012. Frizz Funk­Hanau, T.-G. 2012. Georg Port- St. Ingbert, T.-V. Hanau, T.-G. 2012. Georg Port- St. Ingbert, T.-V. 2012. 14. Starl Strumbiegel- Wiesbaden, T.-G. 20. J. 2012. 14. Starl Krumbiegel- Wiesbaden, T.-G. 20. J. Kraft- Bornheim, T.-G. 20. Jakob Winger- Koblenz, 15. Karl Müller- Fechenheim, T.-V.

T.-V. 20.

Vorwärts 20.

Siegerliste vom Wett- Ringen am Dienstag Nachmittag. ( 8 Teilnehmer).

1. Karl Müller, Turn- Verein Vorwärts, Fechenheim,

2. Eduard Andres, Turn- Verein, Gaubickelheim.

*

*

Bestandteile einer hölzernen Bettstatt flogen. Zwei Wachleute drangen in das Haus, das ein Hotel Garni ist, und stellten fest, daß sich in dem Zimmer, dessen Fenster noch offen stand, ein älterlicher Herr in Nacht­kleider befand, der in feingebildeten Ausdrücken mitteilte, er habe dem Hauswirt wiederholt gesagt, daß er sein Bett zum Fenster hinauswerfen werde, wenn die Flöhe darin nicht weniger würden. Es sei ihm nichts anderes übriggeblieben, als einmal das Wort zur That werden zu lassen. Er gab auch seine Starte ab, welche zeigte, daß er ein Professor an der Straßburger Universität ist. Die Polizeileute fanden keinen Grund zur Amtshand­lung und rieten dem Wirte zu einem Ausgleich, da er nach den Drohungen des Gastes auf den Ausgang der Sache gefaßt sein mußte. Der Figaro", so bemerkt hierzu die" Neue Freie Presse"," meldet nicht, welcher Fakultät der alte Professor angehört- der Philosophie schwerlich. Philosophen benehmen sich auch unter den peinlichsten Umständen geduldiger. So hat Sydney Smith die Flöhe, die ihm in einem nicht allzureinlichen Gasthause eine schlaflose Nacht verursacht hatten, nur mit Hohn bestraft, indem er sagte: Wenn sie einig gewesen wären, hätten sie mich aus dem Bett hinaus­

geworfen."

* Einen Unglückstag hatte, wie die Bayer. Ldsztg."

erzählt, am Samstag ein Bamberger Bahntechniker. Bei einem Rabausflug nach Dreuschendorf befam er Streit mit seinem zukünftigen Schwager, der damit endete, daß der Bamberger gehörig vermöbelt wurde. Auf der Heimfahrt warfen ihn Bigeuner vom Rade. Nachdem er einige Büffe abbekommen hatte, gelang es ihm, zu entkommen. Die Bigeuner sandten dem Radler mehrere Schüsse nach, die aber unfall beschieden sein. Ein Hund sprang ins Rad, so daß die Laterne in Trümmer ging. Mißmutig ob seines Miß­geschicks bestieg er das Rad und strampelte weiter. In Bamberg angekommen, wurde er von einem Schußmann an­gehalten und notiert, weil er ohne brennende Laterne fuhr.

ihr Biel verfehlten. Kurz vor Bamberg sollte ihm ein neuer

Hochschulnachrichten.

Professor Dummler, der Präsident der Zentral­direktion der Momumenta germaniae, feiert heute das goldene Doktorjubiläum. Der jetzt 72 Jahre alte Gelehrte ist der Sohn des Berliner Verlagsbuchhänd­lers Ferd. Dnmmler. Seit 1888 bekleidet Dummler sein jetziges Amt.

Der Professer der Theologie Dr. Althaus in Göttingen, hat den Ruf an die Universität Erlangen abgeschlagen."

Die philosophische Fakultät der Universität B re 8- Ia u ernannte den Leipziger Juristen Prof. Dr. Mitteis zum Ehrendoktor.

Aus dem Gerichtssaal.

Wezlar, 6. August.( Straffammer.) Aus der Unter­suchungshaft vorgeführt wird der 17jährige Schlosser­lehrlin'g Wilhelm B. von Naunheim. Er ist be schuldigt eines Verbrechens gegen§ 176,3 des Str.- G.­B., welches er am 6. Juni d. J. dadurch begangen hatte, daß er die 11jährige Katharine P. von Nieder­girmes auf dem Wege zwischen dort und Naunheim zu mißbrauchen suchte. Die Verhandlung wird bei verschlossenen Thüren geführt und B. nach 13stündiger Verhandlung mit 1 Jahr Gefängnis bestraft.

Neueste Nachrichten.

Japan in den Welt- Postverein eintreten. Berlin, 7. Aug. Vom 1. Dezember 1902 ab wird

Den Schluß des Festes bildete ein Brillant- hier Feuerwerf, das wirklich alle Erwartungen übertraf. nieder, der vielfach Straßen- Ueberschwemmungen verursachte.

Vermischtes.

Im Befinden des Professors Virchow ist eine weitere Wendung zum Besseren eingetreten. Der Patient unternimmt zeitweise kleine Ausfahrten. Das Allgemeinbefinden ist be­friedigend.

*

Anläßlich der Primus- Katastrophe ist eine Ver­sammlung von Delegirten aller Berliner Gesangvereine einberufen worden. Es handelt sich um die Beschluß fassung über ein großes Sängerfest zu Gunsten der Hinterbliebenen der Mitglieder des Hamburger Gesang­

bereins Treu".

* Die Sammlung für die Bedürftigen der ,, Primus­Katastrophe" hat bis jetzt 158,875.23 Mark ergeben. * Tran, schau! Wem? Eine föstliche Szene spielte fich in einem Potsdamer bekannten Tanzlofal ab. Madame ist seit acht Tagen in der Sommerfrische, der gnädige Herr auf einer längeren Dienstreise, und Jette hütete mit dem fleinen Perri" das Haus. Nun traf es sich zufällig, daß Madame nach hier zurückkehrte, um einem Bekannten Potsdams Schönheiten zu zeigen, der gnädige Herr feine Reise unterbrach, um einmal in der Wohnung nach dem Rechten zu sehen und Jette mit ihrem Schatz dem gewohnten Sonntag Nachmittags­Spaziergang und Tanz nachging. Wer beschreibt aber Das Erstaunen der Beteiligten", als Jette während des Spaziergang und Tanz nachging. Wer beschreibt aber das Erstaunen der Beteiligten", als Jette während des Tanzes ihren Dienstherrn erblickt, wie er gerade ihre Freundin zum Tanze auffordert. Sie will sich mit ihrem Schaz heimlich drücken, um von ihrem Herrn nicht erkannt zu werden und rennt am Ausgange mit der gnädigen Frau zusammen, die soeben mit einem fremden Herrn am Arm das Lokal betritt. Die Rache des Professors. Wie der Figaro" aus Baris berichtet, wurden die Bewohner der Impasse Chartière in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch aus dem Schlafe aufgeweckt, weil im Hause Nr. 7 unter entseglichem Fluchen ein Fenster aufgerissen wurde und nacheinander aus diesem Kopfpolster, Decken, Lein­und nacheinander aus diesem Stopfpolster, Decken, Lein­tücher, Matragen, Strohsad und endlich die einzelnen

*

Berlin, 7. Aug. In den frühen Morgenstunden ging ein starkes Gewitter verbunden mit heftigem Regen Reval, 7. August. Ueber die Zweikaiser­Zusammenkunft in Reval wird telegraphiert. Nachdem an Bord des" Standard" das Mahl einge nommen war, folgten die Uebungen der Marine" Artillerie. Heute früh finden Geschwader- Evolutionen statt. Die russische Preſſe fährt fort, die Kaiser- Zu­sammenkunft als bedeutendes politisches Ereignis zu behandeln.

Paris, 7. Aug. Die Schließung der geistlichen Schulen veranlaßte gestern wiederum vielfach Kund­Schulen veranlaßte gestern wiederum vielfach Kund­gebungen der klerikalen Bevölkerung. In Epinal blieben zwei Dekrete unausgeführt, da die Bevölkerung an den

Schulen Wache hielt.

Paris, 7. Auguft. Der Prinz von Sagan wurde gestern wegen thätlichen Angriffen auf den Ad­bokaten Barbour zu 500 Fres. Geldstrafe, sein Freund de Marilly zu 100 Frcs. verurteilt.

London, 7. Aug. König Eduard hat gestern abend seinen Einzug in London gehalten. Seine Erscheinung machte einen überraschend günstigen Eindruck. Er entstieg ohne Unterstüßung dem Salonwagen und ging ohne Benutzung eines Stockes auf dem Bahnsteige umher, wo er sich mit mehreren Personen in heiterster Laune unterhielt. Der König ist etwas magerer geworden, hat aber eine gesunde bräun­liche Gesichtsfarbe. Er bestieg aber ohne jebe Hilfe einen offenen vierspännigen Landauer und begab sich nach dem Buckingham- Palast. Eine große Menschenmenge begrüßte ihn mit freudigen Zurufen, auf die der König fortwährend dankte. Im Publikum herrscht große Genugthuung und Ueberraschung über die erstaunlich schnelle Genesung des

Königs.

Eingesandt.

Bei dem gestrigen Festzuge des hiesigen Wingo If ereignete sich, als der Zug den Seltersweg paffierte, ein sehr unangenehmer Zwischenfall. Als der Zug am Restaurant Perfeo vorbei fam, schlossen sich 5 heitere Studenten der Starkenburger dem Zuge an. Ob dieses Benehmen fein" zu nennen ist, überlassen wir dem Urteil.

Einige Bürger.