Ausgabe 
7.8.1902 Erstes Blatt
 
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herbeigeführt zu haben. Wenn man sie im Lande ließe, würden sie eine ständige Gefahr für dieses werden. Zur Krönungsfeierlichkeit des englischen

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Königs.

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** Stiftungsfest des Wingolf. Gestern Abend bewegte sich der Festzug des Wingolf vom eigenen Haus an der Liebigstraße aus durch die Stadt. Einen ähnlichen, gut arrangierten Zug haben wir hier wohl selten gesehen. Zuerst darauf die alten die Vorreiter und die Regimentskapelle Herrn" z. T. in Wagen z. T. zu Fuß. Hieran schlossen sich die Fahnen- Deputationen von sämtlichen Universitäten, an denen eine Wingolf- Verbindung besteht. Dann kam die endlose Reihe der Aktiven und Gäste in den verschiedensten bunten Müßen. Eine zweite Musikkapelle marschirte in der Mitte des Zuges. Am Restaurant Perkeo erhielt der Bug einen vielleicht gar nicht erwünschten Anhang, indem sich 5 Angehörige eines hiesigen Korps hinten anschlossen. Die Wingolfiten werden sich das Ihre gedacht haben.

Die Dispositionen für die große Flottenrevue sind jetzt entgültig festgestellt. Es nehmen daran teil 101 britische Schiff, nämlich 20 Schlachtschiffe, 24 Kreuzer, 15 Kanonenboote, 32 Torpedoboot- Zerstörer und 10 Schulschiffe. Die Nach­frage zu Tribünenpläßen für die Krönung steigt. Mittlere Pläge werden bis 150 Mt., gute bis 300 M. bezahlt. Alle Provinzbürgermeister sind zu der Krönung eingeladen worden. König Eduards Genesung hält in glänzender Weise an, daß er mit Zustimmung der Aerzte sogar be­schlossen hat, eine Parade über die Kolonialtruppen abzu­halten. Der König soll darauf bestanden haben, daß gerade dieser Teil des Festprogrammes zur Ausführung gelange, da er besonders die Eingeborenen, die wochenlang in einem für sie ungewohnten Klima ausgehalten haben, auf keinen Fall enttäuschen wolle. Die Truppenschau wird infolgedessen am 11. August, allerdings nur bei günstiger Witterung ab gehalten werden.

König Eduard wohnte am Dienstag der Regatta in Cowes bet. Kaiser Wilhelms Yacht " Meteor" wurde von der englischen Yacht Brunhilde geschlagen.

London. Der in Irland reisende australische Kardinal Morand hielt am Montag eine Rede, in der er erklärte: Würde Australien wie Irland nach den Launen der Staats­männer in Westminister regiert, so würde es mit dem britischen Reiche nicht 24 Stunden vereint bleiben.

London, 6. August. General White, der Ver­teidiger von Ladysmith, hat einen Ehrendegen abge­lehnt, welchen ihm die Stadt Abreville als Ehrengeschenk überreichen wollte.

** Ein tüchtiges Gewitter ging in der letzen Nacht von rauschendem Regen begleitet über Gießen nieder. Glücklicherweise kam es nicht näher als bis auf 1--2 Kilometer heran. Erst gegen 1/2 4 Uhr legte sich das Rollen des Donners. Uns hat es eine ersehnte Ab­Rollen des Donners. Uns hat es eine ersehnte Ab­fühlung in der drückenden Schwüle der letzten Tage, den Landleuten einen erwünschten Regen gebracht.

Saloniki, 6. Aug. Zwischen Albanesen und türkischen Truppen fand beim Schrida- See ein blutiger Zusammenstoß statt. Der Führer der Albanesen sowie 13 Mann wurden getötet, die übrigen Albanesen versprengt.

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Spätigteil bei Berlin und als b fammer Halle d findet am 1. Oft

ficherte Herrn Co Januar mit der tariats betraut Großherzoglicher erfprießliche T namentlich aud jungit erschienen Eingäng 1. Nachtrag Berichte in Riaut

Auf Anregung des Vereins zur Förderung wirt­schaftlicher Interessen Hennef a. d. Sieg beantragten wir bei Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. die Ein­führung im Preise ermäßigter Rückfahrkarten zum Be­suche der Ausstellung in Düsseldorf. Dieser auch von Großh. Bürgermeisterei Gießen gestellte Antrag wurde abgelehnt und mitgeteilt, daß Arbeiter auf der Strecke Weglar- Köln in einer Anzahl von mindestens 20 Per­sonen einschließlich ihrer sachverständigen Führer, jedoch nur an Sonntagen, in 3. Wagenklasse zu drei Pfennig für Hin- und Rückfahrt pro Person und Kilometer be­fördert würden. Wir veröffentlichten diese Mitteilung in den drei Kreisblättern unseres Bezirks. Postwesen. Großh. Ministerium des Innern machte auf§ 50 der Postordnung, wonach unmittel­baren Staatsbehörden die Portobeträge unentgeltlich gestundet werden können, aufmerksam. Wir teilten mit, daß wir gegenwärtig feinen Anlaß hätten, davon Gebrauch zu machen, uns dieses Recht indessen vor­behielten.

Die Handelskammer Friedberg legte uns ein Gesuch der Ortsgruppe Buzbach des deutsch­nationalen Handlungsgehilfen- Verbandes um Wieder­aufnahme des Antrages:" Beseitigung der Mißstände bei Ausführung des Gesetzes über Sontagsruhe und Herbeiführung einer einheitlichen Schließung der Läden an Sonntagen um 2 Uhr nachm. zur Zustimmung vor. Wir erwiderten, daß wir nach wie vor an unseren früheren, bereits Mai 1900 eingenommenen ablehnenden Stellungnahme festhielten.

In zarten Händen. Ein Sergeant vom 116. Inf. Regt. hatte vor einigen Wochen eine Erbschaft von einigen Tausend Mark erhoben. Sein Rückweg führte ihn über Frankfurt. Die Sehenswürdigkeiten zogen ihn weniger an, mehr die Kneipen, wo zarte Hände essigsauren Wein und dergleichen Zeug fredenzen. In einer Weinwirtschaft am Bahnhof gefiel es ihm besonders gut. Die Kellnerin Justine Wenner war aber auch gar so ein netter Käfer! Und wie wußte sie den Marsjünger zu bethören und bestricken. Das Kriegerherz brannte im Nu lichterloh, und willig folgte der 116er in's Chambre separee." Komm, ich erzähl Dir was" flüsterte schmachtend die Hebe, hing dem Adams in zweierlei flüsterte schmachtend die Hebe, hing dem Adams in zweierlei Tuch im Handumdrehen eine Zeche von 59 Mt. auf und fingerirte so nebenbei einen Tausendmarkschein aus dem Be fingerirte so nebenbei einen Tausendmarkschein aus dem Be­siz des Anderu, in den ihrigen. Der Rausch ist kurz, der Kater lang. Auch bei dem 116er stellte sich bald ein greu licher Kazenjammer ein, der angesichts des verschwundenen Scheines um so größer war. Zum Glück bekam der Soldat sein ererbtes Geld wieder; die Kellnerin wurde dieser Tage von der Frankfurter Straffammer auf 5 Monate nach Preungesheim geschickt.

Newyork, 6. Aug. Da die Situation im pennsylvanischen Streifgebiet immer ernster wird und die Minen- Arbeiter ent­schlossen sind, jedes Einschreiten von Militär mit Gewalt zu verhindern, fordert der Sun" das Eingreifen der Union­Regierung, um Blutvergießen zu verhindern.

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Newyork, 6. Aug Nach einem Telegramm aus Rap Haitien wurde General Yumeau in der Nähe von La Turbe geschlagen und mußte sich zurückziehen.

Aus China. Der französische Konsul hat den chine­sischen Behörden mitgeteilt, daß Frankreich seine Truppen aus Shanghai zurückziehen werde, sobald die übrigen Mächte

dies thun.

Giessener Cagesneuigkeiten.

** Der Großherzog ist gestern Nachmittag nach London zur Krönungsfeier gereist; in seinem Gefolge befinden sich der funktionierende Generaladjutant Oberst v. Wachter und Flügeladjutant Rittmeister Krämer.

ab

** Audienzen. Der Großherzog empfing am 6. Aug. u. A. den Oberstleutnant a. D. Cramolini, Präsident der Kriegerkameradschaft Hassia", den Major z. D. Morne weg, Bezirksoffizier beim Landwehrbezirk Gießen, den außerordentlichen Professor Dr. Horn von der Landesuniversität Gießen.

Die Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach sendet uns von ihrer 5. Sigung folgenden Protokoll

Auszug zu.

Gießen, 30. Juli 1902.

2. Dentichrift Bereinbarungen bertauf

3. Eingabe das Minifterium gehörigkeit von F 4. Gingabe Papier berarbeite an den Reichsta an den Reichsta beziehungen zur 5. Gingabe gewerblicher und ministerium, be mittelfontrolle. 6. Dentich tung der Rhede 7. Vorlejun und Handelswif 8. Eingabe das Reichs- ofta England. 9. Mitteilung ftellung der Wüns Deu tretungen. werfsfammern un 10.3weifelha Libau( Rußl.), Ru ftellung in Athen

Wie bereits aus den Tageszeitungen hinlänglich bekannt, hat die Handelskammer Mainz sich wegen Errichtung einer Reichsbankhauptstelle für das Großherzogtum Hessen in Mainz an das Großh. Ministerium des Innern gewendet. Wir sprachen uns zustimmend dazu aus; gleichzeitig liegt eine Eingabe der Handelskammer Darmstadt vor, welche die Hauptstelle in Darmstadt errichtet wünscht.

Anwesend sind die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Kommerzienrat Heichelheim, Balser, Grüne wald, Hoos, Statz, Moll, Nowack, Rinn, Röhr, Schirmer, Schmall, Steinecke, Wallach, Zurbach, sowie der Sekretär Vogel. Entschuldigt fehlten die Herren: Dürbeck, Jhring und Ramspeck.

** Ernennungen. Der Großherzog übertrug am 2. August dem Pfarrer Adolf Cloß zu Wallernhausen die evangelische Pfarrstelle zu Holzhausen, Dekanat Rod­heim. Der vortragende Rat im Ministerium des Innern Oberregierungsrat August Weber wurde mit der Versehung der Funktionen eines Ministierialrats in diesem Ministerium beauftragt.

An das Großh. Ministerium des Innern wurde auf Grund einer Eingabe des Deutschen Handelstages an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, Großh. Ministerium wolle in Anbetracht der Bedeutung der Hess. Handelskammern, wie sie zumal nach Erledigung des neuen Handelskammergesetzes in Erscheinung treten werde, auch seinerseits bei der Reichsregierung für die Anerkennung der Handelskammern als be­rufene Vertreter von Handel und Industrie eintreten.

1. Geschäftsbericht. Eisenbahnwesen. Ein bei der Allgemeinen Deutschen Kleinbahngesellschaft mit Unterstüßung Großh. Bürgermeisterei gestellter Antrag, es solle der Fahrplan der Bieberthalbahn ferner in gemeinschaftlicher Beratung der Großh. Bürger meisterei, der Verwaltung der Bieberthalbahn und Großh. Handelskammer festgestellt werden, wurde abgelehnt, doch soll der Fahrplanentwurf behufs Begutachtung frühzeitig diesen Behörden unterbreitet werden.

Dem Großh. Ministerium der Justiz wurde auf Anfrage über die Erfahrungen, welche mit den für die Proteststunden für den Wechselverkehr getroffenen Be­ſtimmungen gemacht worden, mitgeteilt, daß eine Aenderung beim Erlaß einer reichsgesetzlichen Vorschrift nicht erwünscht sei.

11. Mitteilu Innern, daß der und Konfularbert ber 1887 für 22. 12. Mitteilu Marktes. 238 marktes und d Handelsverkehr

Unsere Stammer hatte seinerzeit in Wahrnehmung der Interessen des hessischen Holzhandels erfolgreich bei Großh. Forstfiskus die Anregung gegeben, daß die Nadelhölzer entrindet zum Verkauf kommen, und es entspricht dem Wunsche unserer Holzhändler, dies System auch in den preußischen Waldungen, wo sie vielfach als Käufer auftreten, eingeführt zu sehen. Bisher hat sich die preußische Regierung zu der Frage ablehnend verhalten, es ist indessen zu erwarten, daß sie sich dieser berechtigten Forderung nicht auf die Dauer werde entziehen können, zumal diese Maßregel im Interesse eines reellen Holzhandels liegt und zugleich der besseren Konservierung der Nadelhölzer dient. Die Kammer hielt es für geeignet, zur För­derung der Angelegenheit an den Nordwestdeutschen Verein für Holzindustrie das Ersuchen zu richten, in einem wiederholten Antrage beim preußischen Land­wirtschaftsministerium dies gemeinsame Interesse zu vertreten. Unserem Wunsche ist seitens genannter Korporation beifällig entsprochen worden, wir werden s. 3t. über den Erfolg berichten.

Der Antrag der Handelskammer Metz beim Deutschen Handelstag, betr. Nichtberechnung des Wagenstand­geldes an Sonn- und Feiertagen wurde unterstützt. Wir hatten uns bereits 1898 mit der Frage beschäftigt. ( Antrag Verden.) Wegen der ablehnenden Haltung des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten jahen wir jedoch damals von weiteren Schritten ab. Wir be­zeichneten in unserer Eingabe die Berechnung des Wagen­standsgeldes als eine Strafe, die für eine Zeit auf­erlegt wird, zu der das Arbeiten gesetzlich verboten wird, während die Berücksichtigung der Sonn- und Feier­tage für die Ladefrist der Bahnverwaltung bezw. der Lieferfrist zu gute fommt.

Zu dem Projekt eines Eisenbahnbaues Fulda Meiningen sprachen wir der Vereinigung zur Hebung der Verkehrsverhältnisse Fulda unsere Zu­ſtimmung aus.

Bei Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. beantragten wir einen Zusammenschluß des S.- Zuges 82 ( Hagen- Betzdorf Gießen, der in Gießen abends 9.05 ankommt, mit dem Zug 531 Gießen- Fulda, der Gießen abends 8.42 verläßt und in Fulda 11.19 ein­trifft. Durch diesen Zusammenschluß wünschten wir eine direkte Verbindung Hagen- Eisenach( Ab Fulda 11,44, an Eisenach 1.33 nachts) erreicht zu sehen. Dem Gesuch konnte wegen der einzuhaltenden Kreuzungen auf der eingeleisigen Strecke Gießen- Fulda nicht entsprochen werden.

** Ludwig- und Alicestiftung. Die seit 38 Jahren bestehende Ludwig- und Alicestiftung wurde im Vorjahre in zwei Teile zerlegt. In ihrer Neugestaltung als Sterbefasse für hessische Volksschullehrer und Unterstützungs­fasse für bedürftige Lehrer- Reliften hat sie sich während des abgelaufenen ersten Jahres als überaus segensreiche In­stitution erwiesen. Die Sterbekasse umfaßt bereits 2413 Mit glieder mit 1,266,000 Mart versicherter Sterbegelder. An die Hinterbliebenen von 33 im lezten Jahre verstorbenen Mitgliedern wurden im Ganzen 8040 Mark Sterbegelber ausbezahlt. Neu eingetreten sind im abgelaufenen Jahre 212 Mitglieder. Der Gesamteinnahme von 42,696 Mart stehen 31,010 Ausgabe gegenüber. Es wurde somit ein Ueberschuß von 11,686 Mart erzielt. Die Unterstüßungs­tasse, das Lehrer- Waisenstift, hatte eine Einnahme von 5323 Mart und eine Ausgabe von 4322 Mart, also einen Ueberschuß von genau 1000 Mart. Aus 59 Agenturen gingen 1109 Marf an freiwilligen Beiträgen ein. An 87 Wittwen und Waisen gelangten zusammen 3800 Mark Unterstüßungsgelder zur Auszahlung. Das gesamte Kapital­vermögen beträgt 212,278 Mark. Davon entfallen auf die Sterbefasse 169,978 und auf die Unterstüßungskasse 42,300 Mt. ** Die Mitgliederzahl des katholischen Lehrervereins im Großherzogtum Hessen beträgt nach dem neuesten Verzeichnisse 941. Davon fommen auf Rhein­hefsen als die kleinste Provinz die größte Anzahl, nämlich 507, dann folgt Startenburg mit 354 und Oberhessen mit 68 Außerhalb des Großherzogtums zählt der Verein 12 Mit­glieber. Nach ihrer amtlichen Stellung finden wir unter den 941 Angehörigen des Vereins 486 Lehrer, 228 Geist­liche, 174 Lehrerinnen und 53 aus anderen Berufen. Obwohl die Besoldungsverhältnisse der Lehrer im Groß­herzogtum Hessen wohl mit am günstigsten unter den deut­schen Bundesstaaten geregelt sind, so macht sich trotzdem der Mangel gerade an fatholischen Lehrern in Hessen immer mehr und mehr bemerkbar. Welch ein Mangel an fatholischen Lehrern herrscht, zeigen Fälle, in denen Stellen mit Organistendienst Lehrerinnen übertragen werden mußten. Es ist auffallend, daß nicht mehr katholische junge Leute sich dem Lehrerberufe widmen, der ohne erheblichen Kosten aufwand für die Ausbildung in verhältnismäßig frühen Jahren eine gut bezahlte und sichere Stellung bietet.

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Zur Feststellung der Wünsche hinsichtlich der Handelsverträge wurden diesbezügliche Erläuterungen von uns ausgegeben und die Interessenten um Ein­reichung der betr. Wünsche gebeten. Wir machen an dieser Stelle nochmals darauf aufmerksam mit dem Hinweis, daß deren Vertretung durch den deutschen Handelstag nur dann möglich ist, wenn wir in der Lage sind, sie noch im laufenden Monat dort ein­zureichen.

Merifo, Neufeel 13. Bericht Errichtung einer 14. Handela deutscher Handels Probenehmer bor

Aus Anlaß des Hinscheidens des sehr verdienten Präsidenten der Handelskammer Sonneberg, Herrn Stommerzienrat Ilgen- Lindner gaben wir der Schwester­kammer unser Beileid zu erkennen.

Bei der Ueberführung der sterblichen Ueberreste des Herrn Provinzialdirektors Gebeimrat v. Bechtold war die Kammer durch ihren Vorsitzenden, einige Herren Mitglieder und ihre Beamten vertreten. Herr Kommerzienrat Koch gab dem Schmerz der Kammer durch Niederlegung eines Kranzes und ein besonderes Beileidschreiben zu erkennen.

Auch eine von uns angeregte Neueinlegung eines Morgenzuges um 7 Uhr von Fulda nach Gießen zum Anschluß an den hier um 10.04 vorm. nach Köln und Hagen fahrenden S. 81 konnte für absehbare Zeit nicht in Aussicht gestellt werden, da hierfür ein allgemeines Desgl. wurde bei Verkehrsbedürfnis nicht vorliege. der Großh. Verkehrsinspektion Gießen ein Anschluß des 3uges 529 der Strecke Gießen- Fulda an S. 77 Frank­furt- Gießen angeregt. Ab Frankfurt 4.20, an Gießen 535, ab Gießen nachm. 5,20, an Fulda 8.35. Das Gesuch wurde an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. weitergegeben, aber abgelehnt, da der S.- Zug 77 ab 1. Oktober d. J. eine um 10 Minuten spätere Abfahrts­zeit erhält, damit er in Frankfurt a. M. noch die Anschlüsse von den Schnellzügen Nr. 166( München­Aschaffenburg- Frankfurt)- wie von uns bereits früher beantragt- und Nr. 47( Mainz- Frankfurt) aufnimmt. Aus diesem Grunde kann S.- Zug 77 der erbetene An­schluß an den Zug 529 nach Fulda nicht gegeben werden, weil letzterer Zug nicht soviel später gelegt und be­schleunigt werden kann, um in Gießen noch diesen An­schluß aufzunehmen.

Von beiden Seiten wurde die Kammer durch Dankschreiben beehrt.

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2. Das Großh. Ministerium des Innern forderte die Handelskammer auf, sich darüber zu äußern, nach welchen Grundsätzen die Staatszuschüsse an die Han­delskammern zu verteilen seien. Es wird beschlossen, sich mit den hessischen Schwesterkammern in Verbindung zu setzen und ſtatiſtiſche Erhebungen anzustellen.

3. Es werden verschiedene die kaufmännischen Fachschulen betreffende Angelegenheiten erledigt. Die übrigen Punkte der Tagesordnung werden für die nächste Sitzung zurückgestellt.

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Den Schluß der Sigung bildete die Beratung über die Wahl des fünftigen Handelskammersekretärs. Aus einer großen Anzahl von Bewerbern waren einige Herren zur engeren Wahl gestellt worden. Man ent­schied sich für Herrn Dr. C. Knipper aus Nieder­Weisel, welchem seit seiner Promotion eine längere

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