erstaunte aber ber Borbesizer, als nach etwa drei Wochen der Hund, zwar ganz erschöpft, aber wohlbehalten, bei ihm wieder eintraf. Er war durch Ueberspringen einer hohen Mauer seinem neuen Herrn entlaufen und hatte den weiten, über hundert Kilometer langen Weg nach seiner alten Heimat innerhalb dreier Tage wieder zurückgefunden. £[ Dewet über Deutschland.] Der ,, Tägl. Rundschau" geht vom Pfarrer Schowalter ein Brief von Dewet und Botha zu. Pfarrer Schowalter schreibt hierzu: ,, Jn wie guter Erinnerung die Burengenerale Berlin haben, zeigt ein Brief Dewets aus London vom 30. Oftober, worin er mir die Gründe seiner Heimreise darlegt und zum Schluß schreibt: Empfangen Sie auch meine herzlichsten Grüße an die deutschen Freunde, die ich nie vergessen will oder werde. Ihr Freund Dewet." Beim Abschied sagte Dewet zu mir: Pastor, jezt soll mir noch einmal Einer etwas über die Deutschen sagen, dann kriegt er es mit mir zu tun!" Bei seinem Abschied von England antwortete Dewet einem Vertreter des Daily Chronicle auf die Frage, ob er irgend eine Mitteilung an das Publikum zu hinterTassen wünsche: Ich eigne mich nicht für solche Dinge; meine Gesundheit ist nicht gut, und ich gehe aufs Veldt zurück. Mein Aufenthalt in England aber hat mir gut ge= fallen, man war überall sehr freundlich gegen mich. Sagen Sie den Leuten, daß ich für diese Freundlichkeit meinen Dank ausspreche." Das Daily Chronicle fügt hinzu: ,, Jeßt, wo General Dewet aus Gesundheitsrücksichten auf das Veldt zurückkehrt, können wir davon überzeugt sein, daß er gewisse Illusionen(?) fallen lassen wird, und daß er loyale Dienste leisten wird, zu deren Ausführung keiner unserer früheren Gegner mehr geeignet ist, als er."
[ Einen netten Scherz aus der Kinderstube] finden wir in den M. N. N. Der kleine Willy: ,, Du, Mama, warum weint denn das Karlchen fortwährend?" Mama:
Ja, weißt du, das tun alle kleinen Kinder. Es tut ihnen halt weh, wenn sie neue Zähne bekommen."— Willy nach einer Weile nachdenklich: ,, Aber Mama, wenn ich nun Bauchweh have, frieg' ich da auch einen neuen Bauch?"
[ Eine Enthüllung.] Jezt ist auch die bekannte schöne Otero" enthüllt worden. Nachdem ein Berliner Blatt glaubhaft" nachgewiesen hat, daß Sarah Bernhardt aus Frankfurt a. O. stammt, tommt jetzt der Petersburger ,, Listot mit der Enthüllung, daß die Otero gar nicht Otero heiße, sondern Ida Spizberg. Das Blatt will die Nachricht von einem alten Spanier haben, der angeblich die schöne Ida genau kennt. Wenn nun aber auch dieser ,, Spanier" fein Spanier ist? Heutzutage, wo alles gefälscht wird, kann man selbst einem uns noch so spanisch vorkommenden Namen nicht mehr recht trauen, und der Gewährsmann des ,, Listok" ist vielleicht ein Landsmann aus Neutomischel oder aus. Samter.
( †)[ Ein kleiner Irrtum.] Bei dem Uebertritt deg Schriftstellers Gaston Pollonais vom Juden- zum Christentum, der bekanntlich in der Pariser Presse zu erregten Erörterungen Anlaß gab und auch schon ein Duell zur Folge hatte, wird jezt in einem republikanischen Blätte auch der Missionar Domenech, der die Taufe vollzog, heftig angegriffen, weil er die Republik geschmäht habe. Dabei wird eine urfomische Geschichte in Erinnerung gebracht, die dem guten Pater vor Jahren passiert ist. Domenech hatte in der Nationalbibliothek ein aus Ame rifa stammendes Manuskript des 18. Jahrhunderts entdeckt und glaubte darin die Schriftzeichen der Rothäute gefunden zu haben. Das Buch, das er darüber veröffentlichte, hatte einen ungeheuren Erfolg, namentlich als der deutsche Professor J. Pezoldt in den angeblich_indianischen Aufzeichnungen die Arbeit eines deutschen A B C- Schüßen entdeckte, der hundert Jahre vor Busch seine literarischen Arbeiten mit originellen Handzeichnungen versehen hatte.
[ der Pottwal und die Ehrenlegion.] Als Hanotaur, ber ehemalige französische Minister des Auswärtigen, noch im Amt war, so erzählt der Gaulois" in seiner lezten hier eingetroffenen Nummer, sah er eines Tages mehrere Professoren des naturwissenschaftlichen Museums in sein Arbeitszimmer treten. Und einer nahm das Wort und sprach: Der Jardin des Plantes" ist in Gefahr, denn er hat keinen Bottfisch; wir brauchen einen Pottfisch, geben Sie uns einen Pottfisch!" Ich habe leider keinen Bottfisch bei mir," erwiderte der Minister, aber ich werde sofort einen Kredit für den Anka if dieses Waltieres votieren lassen." Und so geschah es; er erhielt einen Kredit bon 10 000 Francs. Man erfuhr, daß ein Fischer auf den Falklandinseln, der sich von den Geschäften zurückgezogen hatte, einst einen prächtigen Pottfisch erbeutet und als Andenken behalten habe. Der Vertreter Frankreichs auf den Falkland- Inseln suchte den Gentleman auf und machte ihm den Vorschlag, das interessante Wassertier gegen ein Häuschen Banknoten einzutauschen. Der Fischer aber lehnte rundweg ab. Bitten, dringende Vorstellungen, alles war umsonst. Plößlich hatte der Vertreter Frankreichs einen genialen Gedanken: ,, Wenn man Ihnen die Ehrenlegion gibt," sagte er zu dem Fischer, ,, würden Sie uns Ihren Pottfisch auch dann noch verweigern?" ,, Dann nicht; ich würde ihn sogar gratis hergeben." Der Vertreter schickte sofort ein Telegramm an den Minister: Fischer gibt Pottfisch umsonst, wenn Ehrenlegion."- ,, Auch gemacht," erwiderte Herr Hanotaux. Der Fischer wurde dekoriert, der Pottfisch wurde abgeschickt, und das Säugetier des Meeres erregt jeden Tag die Bewunderung der Kindermädchen und der nicht deforierten Soldaten.
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Dr. Rumseys Patient.
Roman von Dr. Halifar und T. L. Meade Autorisierte Bearbeitung von C. Weßner.
( Rachdruck verboten.)
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:) Eine Tartarennachricht wird von Hamburg aus telegraphisch verbreitet. Danach sollte auf dem eben im Hamburger Hafen eingetroffenen Postdampfer ,, Sithonia", Eigentum der Hamburg- Amerika- Linie, während er sich an der afrikanischen Westküste auf hoher See befand, plözlich der Steuerbord kessel explodiert sein. Durch Dampfausströmung wäre die ganze Wachmannschaft verbrüht worden. 16 Mann fielen der Explosion zum Opfer, ihre Leichen wurden den Wellen übergeben." Unmittelbar darauf teilt aber die Direktion der Hamburg- AmerikaLinie mit, daß diese ganze Schauermär von A bis 3 erfunden ist. Der Dampfer ,, Sithonia" von der HamburgAmerika- Linie hat während der ganzen Reise nicht den geringsten Unfall erlitten. Ein zweites Schiff dieses Namens liegt im Hamburger Hafen nicht und gibt es auch nach dem Register des Bureaus Veritas" nicht. Unverantwortlich ist es von dem Fabrikanten dieser Lügennachricht, Todesangst in die Familien der angeblichen Opfer getragen zu haben.
£ Ein Eisenbahnunfall fand in der Nähe von Reims statt. Dabei wurden 10 Personen teils schwer, teils leicht verletzt. Dem Bruder des ehemaligen französischen Ministers des Auswärtigen wurden beide Beine zermalmt. Man mußte zu einer Amputation schreiten, an deren Folgen Hanotaur, der Generalrat des Seinedepartements ist, in der Nacht darauf verstarb.
Ein Irrenwärter als Mörder. Wie vor einigen Tagen berichtet wurde, sollte in Graz der30jährige Frre Hermann Gleichweit seine Mutter, die ihn auf ihre inständigen Bitten unter der Aufsicht von zwei Wärtern bei sich im Hause verpflegen durfte, in einem unbewachten Augenblick mit einer Eisenstange erschlagen haben. Jezt hat es sich herausgestellt, daß nicht der arme Irre, sondern einer seiner Wärter, Josef Tschedinag, der furchtbaren Tat schuldig ist. Er gestand bei seiner Verhaftung, die Frau Gleichweit erschlagen, beraubt und den wahnsinnigen Sohn des Muttermordes verdächtigt zu haben.
Jedes Jahr raubte ihm mehr von seiner geistigen Kraft, von feiner Energie, von seinem Lebenssaft, und ießt vermögen nicht einmal mehr Bücher sein Interesse zu erwecken. Er sitt stundenlang still da und legt die Hände in den Schoß, er schläft nicht, fondern blickt wie geistesabwesend vor sich ins Leere. Unser kleiner Sohn ist fast das einzige Wesen, das noch eine gewisse Macht über ihn hat, das ihn dann und wann aus seiner dumpfen Lethargie aufscheucht. Er liebt das Kind abgöttisch aber selbst diese Liebe leidet bereits unter dem unheimlichen Druck, der auf feinem Gemüt lastet. Er spielt nicht mehr mit dem Kinde, das ungewöhnlich flug und aufgeweckt für sein Alter ist, sondern begnügt sich damit, Arthur auf die Kniee zu nehmen, seinen Hals von den kleinen Aermchen umschlingen zu lassen und stundenlang so zu ſizen. Er hat den Kleinen schon völlig an das Stillſizen gewöhnt. Das Kind liebt seinen Vater innig und folgt seinem leisesten Wink. Mein Mann ist von Jahr zu Jahr einfilbiger ge= worden, er spricht immer weniger und und ich fürchte, er denkt auch jezt nicht mehr viel! Er ist völlig teilnahmlos gegen alles, und, obgleich ich ihn noch immer so innig liebe wie früher kommt er mir doch manchmal mehr wie ein Automat denn ein Mensch vor." Heiße Thränen verschleierten Margaretes Augen; sie trocknete dieselben mit heftiger Bewegung ab.
Schuß ab. Mit einem gewaltigen Sage sprang der Tiger, laut brüllend, auf den Begleiter des Soldaten, den Bauern Negram Wali. Während die beiden auf Leben und Tod rangen, schoß der Soldat zum dritten Male und traf den Tiger wieder. Die Bestie ließ nun den Negram Wali fahren und stürzte sich auf den Angreifer. Der Kampf hätte sicher einen schlimmen Ausgang genommen, wenn es dem Soldaten nicht gelungen wäre, sein Seitengewehr dem Tiger ins Herz zu stoßen. Der Tiger brach zusammen, doch auch der Soldat hatte so starken Blutverlust erlitten, daß er sich nur mühsam auf den Füßen halten konnte. Der lebensgefährlich verwundete Bauer wurde nach Nachitschewan ins Hospital gebracht.
Eine unheilvolle Explosion wird aus Newyork gemeldet. Der Zeitungsbefizer Hearst hatte aus Anlaß der Feier seines Wahlsieges und desjenigen der demokratischen Partei in Newyork in der unmittelbaren Nähe des Madison Square Garden eine große Menge Feuerwerkskörper ausstapeln lassen, die um 10 Uhr Abends aus unbekannter Ursache explodierten. Die Folge war ein entsetzliches Unglück. 12 Menschen wurden in Stücke gerissen, während 82 Personen schwere Verlegungen davontrugen. Der Plazz war von einer dicht gedrängten Menschenmenge umlagert. Etwa 40 000 Personen hatten sich dort Kopf an Kopf zusammengedrängt. Als die Explosion erfolgte, bemächtigte sich eine ungeheure Panik der Menge, welche die Verletzung vieler anderen zur Folge hatte. Die Polizei rückte mit 500 Mann an und sperrte den Plaz ab. 12 Personen, welche die Oberaussicht über das Feuerwerk führten, wurden verhaftet.
" Ich würde Sie mit all' diesen Aufzählungen nicht belästigen, Herr Doftor", fuhr sie tapfer fort, wenn mich nicht etwas Besonderes dazu triebe. Die geistige Depression hat sich nämlich jetzt auch auf seine Gesundheit erstreckt, und darum komme ich zu Ihnen." Ganz recht, sprechen Sie sich nur ruhig aus, gnädige Frau. Nehmen Sie sich Zeit, ich höre aufmerksam zu."
"
Die Gesundheit meines Mannes hat in lezter Zeit bedenklich gelitten", fuhr die Baronin fort. Sie wissen, daß er der iebige Befizer von Großhofen ist. Er hat eine tiefe Abneigung gegen diese seine Heimat gefaßt- meiner Ansicht nach eine ganz unbegründete Abneigung. Er weigert sich beharrlich, unseren Wohnfiz dort aufzuschlagen. Ich hänge an Großhofen und seinen Bewohnern, unser Söhnchen gedeiht nirgends so prächtig als dort auf dem Lande. Wenn wir ein paar Monate dort lebten, schien es mir, als blühe er ordentlich an Leib und Seele auf. Wenn ich es irgend einrichten fann, gehe ich manchmal auf ein paar Wochen hin und nehme Arthur mit. Im letzten Herbst überredete
) Ein amerikanischer Frauenmorder. In Boston wurde Dr. Alan G. Mason, Mitglied eines der dortigen cornehmsten Klubs und sehr reich, verhaftet. Während der letzten Monate wurden in den Vorstädten von Boston fünfzehn weibliche Personen von einem unbekannten Indibiduum angefallen und furchtbar mißhandelt. Zwei der Unglücklichen, Agnes Macphee und Klara Morton, erlalagen den schrecklichen Verwundungen. Klara Morton, Wäscherin in einem Irrenhause, wurde am vergangenen Sonnabend im Garten der Anstalt ermordet. Diese letzte Bluttat führte endlich zu der Festnahme des Verbrechers, welcher begreiflicherweise der Schrecken der Einwohner von ganz Boston geworden war, und er entpuppte sich zum allgemeinen Erstaunen als der hochgeachtete Dr. Mason. Man nimmt an, daß er geisteskrant ist.
Ueber einen Kampf mit einem Tiger berichtet die Petersburger Zeitung" aus Nachitschewan: Ende September begegneten der Grenzsoldat Mußlin und der Bauer Negram Wali einem großen Tiger. Der Soldat riß sofort das Gewehr von der Schulter und feuerte einige Schuß ab. Stark schweißend suchte sich der getroffene Tiger durch die Flucht zu retten. Der Grenzsoldat wollte sich aber die seltene Beute nicht entgehen lassen und nahm die Verfolgung auf. Als er in Schußweite war, feuerte er einen zweiten
ich meinen Gatten, daß er wenigstens auf eine Woche mit nach Großhofen ging, ich habe es bitter bereut." " Ah- und weshalb?" fragte Dr. Rumsey.
Bunte Chronik. Bei einer Jagd auf der Heinersdorfer Feldmark entlud sich das Gewehr des Bauerngutsbesizers Wilhelm Rex, während er einen angeschossenen Hasen mit dem Kolben erschlagen wollte. Die volle Ladung drang Rex in den Unterleib und tötete ihn auf der Stelle.
" Als wir in Großhofen angelangt waren, änderte sich sein Wesen plötzlich wie mit einem Schlage. Seine Apathie schien von ihm gewichen, er begann gesprächiger zu werden. Er machte lange Spaziergänge und richtete seine Schritte mit Vorliebe auf die Ebene von Salisbury, welche in einiger Entfernung vom Schlosse liegt. Stets ging er allein dorthin, oft noch spät des Abends und kam nie vor Mitternacht nach Hause.
In Weisenau bei Mainz wurde eine Falschmünzerwerkstätte ausgehoben.
- Das Fischerfahrzeug ,, Perseverance" ist durch Sturm in der Nordsee mit 14 Mann, der Fischdampfer ,, Cecilia" mit 18 Manu Besaßung untergegangen. Alle ertranken. - In Kopenhagen kam die Polizei einer internationalen Diebesbande auf die Spur. Einer der Genossen ist bereits verhaftet.
Eines Tages fragte ich ihn, warum er immer allein ausgehe und immer auf die Ebene? Er antwortete mit erzwungenem Lachen und einem seltsamen Ausdruck in den Augen: er befinde fich auf der Suche nach seinem Lieblingsspazierſtock, den er vor Jahren verloren habe. Er maß dieser mich so lächerlich dünkenden Aufgabe ein solches Gewicht bei, daß ich nicht umihin konnte, über seinen Eifer zu lächeln. Da wurde er furchtbar erregt und erklärte mir mit blizenden Augen, von der geringfügigen Sache, über die ich lachte, hinge Tod oder Leben für ihn ab. Gleich nach diesem wilden, leidenschaftlichen Ausbruch verfiel er wieder in seinen Trübsinn; er wurde schweigsamer und gleichgiltiger denn je zuvor. Am nächsten Tage verließen wir Großhofen, und von da an iſt es mit seiner Gesundheit immer mehr abwärts gegangen. Er verlor den Appetit und leidet auch an Schlaflosigkeit."
" Schlaflosigkeit", wiederholte Dr. Rumsey nachdenklich, das gefällt mir in diesem Falle garnicht."
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In Forest bei Brüssel stürzten zwei im Bau be findliche Häuser ein. Acht Arbeiter wurden verschüttet, fünf derselben sind bereits tot aus den gezogen worden. Man fürchtet, daß d schütteten ebenfalls ums Leben ge
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Kleine Gerichtschronik. In dem Prozesse, welchen die Stadt Kiel gegen den Reichsfiskus um das Eigentums recht am Hafen führt, wurde jetzt das Urteil verkündet. Der Stadt Kiel wurde das Eigentumsrecht nach dem Klageantrage zuerkannt.
" Wie alle anderen Symptome seines Leidens, tam auch diese Schlaflosigkeit allmählich über ihn. In demselben Maße, wie der Schlaf ihn floh, schien sein Gehör sich zu schärfen; das allerwinzigste Geräusch weckte ihn auf. Gegen meinen Willen versuchte er es mit kleinen Dosen Chloral, aber das verschlimmerte seinen Zustand nur noch. Seit einiger Zeit fällt er gegen Morgen immer in einen unruhigen Schlummer, aus welchem er, wie in Schweiß gebadet, und in einem schrecklichen Zustand erwacht. Nacht für Nacht geht das so; er faßt plößlich meine Hand und fragt mich mit vor Erregung erstickter Stimme, ob ich etwas im Bimmer sähe." Nichts", antworte ich ihm.
,, Wache ich, oder schlafe ich?" fragt er dann. " Du bist wach", antworte ich.
-- Das Schwurgericht zu Gera verurteilte den mit Zuchthaus vorbestraften Einwohner Thaufelder aus Wünschendorf wegen fortgesetter Gefährdung von Eisenbahn- Transporten zu zehn Jahren Zuchthaus.
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Die Rostocker Strafkammer verurteilte den Professor Dr. Binder von der dortigen Universität wegen Zweifampfes zu 6 Monaten Festungshaft. Er hatte am 26. Juli d. J. mit dem damaligen Kommandeur des 90. Füsilier- Regiments in Rostock, jezigen Generalma or und Brigadekommandeur v. Paczensky und Tenczyn ein Pistolenduell, das unblutig verlief.
" Dann ist es, wie ich fürchtete", versezte er.„ Ich sehe es - ich sehe es ganz deutlich. Siehst Du es denn nicht? Du mußt es sehen dort ist es ja, dort, neben dem Fenster. Sichst Du den hellen Lichtschein nicht? Sichst Du nicht das Bild in der Mitte?" Dann erschauert er fröstelud und der Angstschweiß tropft ihm von der Stirn.
[ Die Frau mit dem Bart,] eines der Weltwunder des Zirkus Barnum, ist in Amerika gestorben. Nach einem alten Volksglauben besteht ein gewisser Zusammenhang zwischen männlicher Kraft und einem starken Haarwuchs: man hält allgemein den stark behaarten Mann für besonders kräftig. Bei Frauen scheint aber dieser geheimnisvolle Einfluß der Haare nicht vorhanden zu sein, denn Annie Jones( so hieß die Frau mit dem Barte) starb an der Schwindsucht. Sie verdiente 800 Mark wöchentlich, was schon ein ganz hübsches Einfommen ist, und es kann nicht Wunder nehmen, daß sie bei einem solchen Einkommen drei Männer fand. Ein Beweis dafür, daß es nicht nur Männer gibt, die ihren Frauen gestatten, die Hose zu tragen, sondern auch solche, die nichts dagegen haben, wenn die schönere Hälfte auch den Bart trägt.
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Margarete", fährt er fort,„ um Gotteswillen! schau doch hin fage mir, daß Du es stehst!" " Ich sehe nichts-
" Dann ist die Vision nur für mich bestimmt! Sie quält und verfolgt mich! Mein Gott, was habe ich gethan, um das zu verdienen! Margarete- dort seh nur- bort den hellen Lichtkreis in der Mitte das Bildes stellt einen Mord vor zwei Männer sind auf dem Bilde- ia, ich weiß fegt- ich sehe die Ebene bei Großhofen der Mond tritt hinter die Wolken da stehen die zwei Männer und fämpfen miteinander. Gott im Himmel, der eine fällt der andere beugt sich über ihn. Ich sehe das Antlig des Gefallenen, aber das des Mörders sehe ich nicht. Ich würde beruhigt sein, wenn ich sein Gesicht fähe! Wer ist es, Margarete- fage mir, wer ist es?"
Dann fällt er wie bewußtlos in die Kissen zurüd. Diese Scene findet jest Nacht für Nacht statt, Herr Doktor. Gegen Morgen verschwindet die Vision, die meinen armen Mann so schrecklich foltert, er fällt in einen tiefen Schlaf und erwacht spät am Vormittag, ohne eine Ahnung von den Vorfällen zu haben, die ihn in der Nacht so schrecklich peinigen.
Am Tage ist er wieder unempfindlich, gleichgiltig wie ein Holzblock, und betrachtet sich als das, was er in Wirklichkeit ist; ein von dem furchtbaren Verhängnis der Audreys heimgesuchter Mann." Die Symptome, welche Sie mir soeben schilderten, sind allerdings beängstigender Natur", versezte Dr. Runisen nach einigem Nachdenken." Sie weisen auf ein völlig zerrüttetes Nervensystem hin und machen, wenn man das schreckliche Erbübel der Audreys hinzurechnet, den Fall zu einem sehr ernsten. Selbstverständlich dürfen wir die Hoffnung nicht aufgeben, aber die ständige Wiederfehr der nächtlichen Vision hm, das dünkt mich ein ganz merkwürdiges Symptom. Spricht Ihr Herr Gemahl unveränderlich davon, daß er das Gesicht des Mannes, welcher den Mord beging, nicht zu sehen vermag?" " Ja, immer. Es scheint, als ob er den Gemordeten Nacht für Nacht mit gen Himmel gerichtetem Antlig erblicke, aber der Mörder fehrt ihm stets den Rüden zu. Lezte Nacht schrie er ganz erbarmungswürdig und laut auf, daß mir das Blut in den Adern gerann: Wer ist der Mann? Der am Boden liegt, ist Herbert Franziuser wurde im Frühling seines Lebens dahingerafft er ist ein toter Mann! Und dort dort steht sein Mörder er dreht mir den Rücken zu aber wer ist es- wer? O mein Gott!" So schreit er in wahnsinniger Angst und wiederholt immer die Frage: Wer ist es? Wer hat Franzius ge mordet? Ich gäbe alles, alles darum, was ich besize, wenn ich das wüßte- wenn ich sein Gesicht nur ein einziges Mal sehen könnte!"
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das Trinkgeld geben muß,
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zable meine Gefühl, nicht stehe, sehe ich ein Trinkgeld angenommen geld geben? Sohn des Ho der letztere g
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