Ausgabe 
6.8.1902 Erstes Blatt
 
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Errungenschaften stets schwieriger zu erkämpfen sind. War die Zahl der beim vorjährigen Kreis- Turnfest zum Einzel­wettturnen Antretenden nicht ganz 300, so stieg solche in diesem Jahre auf nahezu 600, in demselben Verhältnis er­scheinen auch die errungenen Preise. Wurde doch derartig wacker geturnt, sodaß die Hälfte, ca. 290 Turner mit Preisen bedacht werden mußten. Die Sieger unseres Turnvereins haben sich an diesem Wettkampf ehrenvoll beteiligt und wie gleich gesagt werden soll, mit recht schönem anerkennungs­wertem Erfolg. Es erhielten, wie in einem Teil unserer gestrigen Nummer bereits mitgeteilt,

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C. Müller den 8. Preis mit 64 Punkten, A. Berghoff 44. Chr. Schmidt 84. Erfterem war es wohl vergönnt, im vorigen Jahre den 4. Breis zu erringen, indessen die Punktzahl bleibt hinter der diesjährigen zurück, ein Beweis, daß der diesjährige Erfolg ein bedeutend besserer ist. Hierzu kommt noch, daß zufolge eines Jertums, diese Punktzahl um einen Bunft zu gering angegeben ist, sodaß die bereits eingelegte Reklamation dem Turner Müller den richtigen Erfolg, den 6. Preis mit 65 Bunften bringen wird. Die beiden anderen Turner haben gleich guten Erfolg, befinden sich solche doch erst im Alter von 19 Jahren. Von Entsendung einer Musterriege mußte der Verein durch die Erkrankung eines Turners absehen.- So war auch diese turnerische Veranstaltung für unseren Turnverein eine Anerkennung seiner Leistungsfähigkeit, ver­bunden mit dem Ansporn, weiter zu arbeiten an der ächt turnerischen Sache, den Preisturnern aber rufen wir aus Dant ein fräftiges Gut Heil" zu.

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** Die Gail'sche Freiw. Feuerwehr hielt gestern Abend eine Hauptübung mit darauffolgendem Brandangriff in der Wolfengasse an dem Faber'schen Besitztum ab. Die Mannschaft rückte vom Kirchenplaß mit gutbesetzten Gerät­schaften ab, voran die unter Leitung des Herrn Kapellmeister Weller gut organisirte Mufitkapelle. Der Angriff flappte vorzüglich, im Nu waren sämtliche Geräte in Bewegung. Dem Corps fieht man auf den ersten Blick eine stramme Schulung an.

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§ 28.

13. Karl Seuff- Bürgel, T.-G. 62,4. Peter Emrich­

Die vorstehenden Bestimmungen finden auf Offenbach, T.-G. 62,4. Wilh. Leuteriz- Frankfurt, T.­die Militär- Roßarzt- Aspiranten u. Fechtflub 62,4. 14. Peter Friz- Bieber, T.-V. 62,2. 15. Friz Morch- St. Johann- Saarbrücken, T.-G. 62,1. folgenden Vorbehalten Anwendung: a) die Militär- Roßarzt- Eleven sind von der Prüfung Albert Herbert- Darmstadt, T.-G. 62,1. 40. Jakob im Hufbeschlag auf den tierärztlichen Hochschulen Lippert- Buzbach, T.-V. 57,4. 44. Anton Berg zu entbinden, falls sie eine solche Prüfung an einer hoff- Sießen, T.-V. 57. 58 Michael Kettel- Fried­Militär- Lehrschmiede oder an einer tierärztlichen berg, T.-V. 54,4. 67. Ferdinand Hain- Friedberg, T.-V. 53,1. 83. Leopold Köhler- Friedberg, T.-V. 50,3. 84. Lehranstalt bereits bestanden haben; Christ. b) die Militär- Roßarzt- Eleven find, falls sie das Heinrich Henes- Bad- Nauheim, T.-V. 50,2. Studium der Tierheilkunde vor dem 1. Oktober Schmidt- Gießen, T.-V. 50,2. 1905 begonnen haben, zu den Prüfungen auch dann zuzulassen, wenn sie nur das im§ 5 Ziffer 1 zu a der Bekanntmachung vom 13. Juli 1889 bezeichnete Maaß wissenschaftlicher Vorbildung besitzen.

** Zur Erleichterung des Besuchs der Düssel= dorfer Ausstellung wird am 12. August ein Sonderzug von Gießen nach Düsseldorf befördert, zu welchem auf nachstehenden Anhaltestationen Sonderrückfahrkarten 2. und 3. Klasse zum einfachen Schnellzugspreis mit 10 tägiger Gültigkeitsdauer ver­ausgabt werden. Der Sonderzug wird schnellzugs­mäßig im nachstehenden Fahrplan gefahren: Gießen

-o. Die Freiwillige Gießener Feuer­wehr hatte gestern Abend ihre sechste, ordentliche Hauptübung; derselben wohnte Herr Branddirektor Traber mit bei. Die Mannschaften waren fast voll­

zählich angetreten. Herr Traber nahm versuchsweise einige Abänderungen bei dem llebungsreglement vor, welche nach der llebung für gut befunden wurden, und sich bei einem eventuell ausbrechenden Brande sehr praktisch erweisen werden. Die ganze lebung verlief zur vollen Zufriedenheit der Führer.

** Das Regierungsblatt Nr. 48, ausgegeben am 5. August, enthält: Bekanntmachung, die Einführung der Städteordnung in der Kreisstadt Bensheim betreffend.

Wetzlar Dillenburg Troisdorf

Düsseldorf Hbh.

Abf. 6.43 Vorm.

6.58

7.32

9.58

Ant. 11.07

Der Fahrkartenverfauf beginnt am 4. August und wird am 11. August Mittags geschlossen. Bei genügen­der Beteiligung sind für später weitere Sonderzüge in Aussicht genommen.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August geht auch ein Sonderzug von Düsseldorf Haupt­bahnhof nach Gießen ab, welcher auf alle bahnhof nach Gießen ab, welcher auf alle Fahrtausweise, die für Schnellzüge gültig sind- auch auf Sonderrückfahrkarten- benutzt werden

fann.

** Die 20. allgemeine Pfarrkonferenz der evangelischen Geistlichen der Provinz Oberhessen soll am Mittwoch, 13. August, vormittags 1211 Uhr, in Steins Garten" stattfinden. Nach Eröffnung mit Gesang und Gebet wird dieselbe durch den neuen Superintendenten der Provinz, Herrn Oberkonsistorialrat Petersen, mit einer Ansprache begrüßt werden, worauf der Referent des Tages, Herr Professor Lic. Eger von Friedberg, über das Thema Wie ist über die gegenwärtige Kon­firmationspraris und über die neuesten Vorschläge zu ihrer Reform zu urteilen?" sprechen wird; eine Diskussion soll auf den Vortrag, für den 11 Leitsäße zur Besprechung auf­gestellt sind, folgen. Mit Gesang und Gebet wird die Konferenz geschlossen, und um 2 Ühr soll ein gemeinsames Mittagsmahl in" Steins Garten" die Tagung, bei der Gäste herzlich willkommen sind, beschließen.

Zu bemerken ist, daß der erste Sieger eine Bunft­zahl erreichte, die noch auf keinem Mittelrheinischen Kreisturnfest erzielt wurde.

Die Beförderung erfolgt im nachstehenden Plan: Düsseldorf Sptbbf. Abf. 11.42 Abds. am 12. Aug.

** Viehmarkt. 5. Aug. Es waren 900 Stück Rindvieh mit Kälbern aufgetrieben. Das ist für Gießener Verhältnisse über aus gering. Auch der Handel war im Allgemeinen nicht besonders.

Köln Troisdorf Wezlar Gießen

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Rückfahrkarten haben 10 Tage Gültigkeit."

Im Ganzen haben 280 Turner Preise erhalten. Am Nachmittag fand Festbanfett

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in dem großem Festzelte statt. Auf Wunsch des geschäfts­führenden Ausschusses übernahm Herr Oberbürgermeister Röhler- Worms das Präsidium über dasselbe mit Worten des Dantes für die gewaltige Arbeit, welche die verschiedenen Ausschüsse zum Gelingen des Festes geleistet haben. Der 2. Kreisvertreter Schatt- Hanau gedachte der Feststadt, der Bürgerschaft und Frauen von Worms. Auf eine vom Vorsitzenden des geschäftsführenden Ausschusses, dem Herrn Kathreiner gehaltenen Rede, in welcher das gute Ein­vernehmen und das freundliche Entgegenkommen der Stadt nebst Stadtverwaltung, insbesondere auch das des Herrn Oberst Dietlein, Kommandeur des 118. Inf.- Regts., welcher nicht nur den Wünschen bereitwilligst entsprochen habe, sondern noch mehr gethan habe, sehr zum Ausdruck fam. Hier habe sich der innige Zusammenhang zwischen Armee und Turnerei gezeigt. Und was von dem einzelnen Regiment gesagt werde, gelte, bei dem Korpsgeiste des Heeres, doch auch der ganzen deutschen Armee. Dieser, dem 118. Regiment und dem Herrn Obersten Dietlein galt sein dreifaches Gut Heil".( Leb­haftes Bravo.)

** Von Hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Heinrich Dregl aus Göttingen wegen Diebstahls von Staatsanwaltschaft Gießen; Dienstknecht August Szubrien aus Mergwald wegen Vergehens gegen§ 183 St.-G.-B. von der Staatsanwaltschaft Gießen; Hausdiener Louis Leon­hard Bernaskoni aus Freiburg i. Br. wegen Beleidi gung von Staatsanwaltschaft Gießen; Taglöhner Friedrich Schul aus Alsfeld wegen Strafvollstreckung vom Amtsgericht Alsfeld; Prostituierte Anna Strauch aus Ober- Schmitten wegen Betrug vom Amtsanwalt zu Mainz.

** Viehmarkt. 6. Aug. Es sind nur 3 Stück Rind­vieh aufgetrieben, weil die Behörde nur den 5. anseßte, aber troßdem stets an zwei Tagen gehandelt wird. Das ist den Leuten noch nicht bekannt. Außerdem waren 436 Schweine aufgetrieben. Der Handel ist sehr flau.

** Der Beschluß des Bundesrats betr. Abände rung der Vorschriften über die Prüfung der Tierärzte hat folgenden Wortlaut:

Auf Grund der Bestimmungen im§ 29 der Gewerbe­ordnung für das deutsche Reich hat der Bundesrat beschlossen:

An Stelle der§§ 5, 27 und 28 der Vorschriften über die Prüfung der Tierärzte( Bekanntmachung bom 13. Juli 1889) treten folgen Bestimmungen: § 5.

A. Naturwissenschaftliche Prüfung. 1. Bedingungen der Zulassung.

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** Nr. 32. der Jugend"( Moltke- Nummer) enthält unter anderem: Titelbild( Moltke ohne Berücke) von Franz Lenbach." Im deutschen Land" von " Moltke" von Biedermeier mit Walther Püttner. ei. Gine Moltke- Kritik"." Der neue General" von Freiherr von Schlicht. ,, Reitdiplom" von Angelo " Legende" von Goethe mit Zeichnung von Jank. L. v. Zumbusch- Aktuelle Beilage enthält unter an­derem: Rede des französischen Generals Grande- Pa­cole". Die Reise der Volksvertreter zur Flottenbe­Wenn Alles wackelt". Versewig". sichtigung". Moltte- Plutarch"." Weltchronif".- Studenten­brief aus Bayreuth"." Marterl aus Frankreich". ,, Epistolae virorum obscurorum novissimae". Toll­wut".- ,, Die Wolfenkcazerin" von Paul Rieth.

Die Zulassung zur naturwissenschaftlichen Prüfung ist bedingt durch den Nachweis, daß der

Kandidat

a) die erforderliche wissenschaftliche Vorbildung besitzt. Dieser Nachweis ist zu führen durch das Reifezeugnis eines Gymnasiums, eines Realgym­nasiums oder einer Oberrealschule oder einer durch die zuständige Centralbehörde als gleichstehend an­erkannten höheren Lehranstalt;

b) nach erlangter wissenschaftlicher Vorbildung mindestens drei Semester hindurch tierärztliche oder andere höhere wissenschaftliche deutsche Lehr­anstalten besucht hat. § 27.

Die Bestimmungen des§ 5 Ziffer 1 zu a treten mit dem 1. April 1903 in Kraft. Die­jenigen Kandidaten der Tierheilkunde, welche bereits vor dem 1. April 1903 das Studium der Tierheilkunde begonnen haben, sind zu den Prüfungen auch dann zuzulassen, wenn sie nur das im§ 5 Ziffer 1 und zu a der Bekanntmachung bom 13. Juli 1889 bezeichnete Maaß wissenschaft licher Vorbildung besitzen.

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26. Mittelrheinisches Kreisturusest zu Worms 1902.

Worms, 5. August.

Hierauf ergriff Herr Oberst Dietlein das Wort:

langjam geben die gegen. Für die Fu pflanzen und die tigens gefchaffen, unverkennbar. Au Stangenbohnen in find, obwohl die Musfehen zeigen. teine gegeben. In naben des Herbites im April und Ma wieder zum Teil Frankfurt herzogin von Se Brinzeffin Elifab London ab, u wohnen.

Meine verehrten Herren! Ich danke Ihnen für die freundliche Kundgebung, die Sie an das Regiment und die Armee gerichtet haben. Als Vertreter der letzteren möchte ich hier die Versicherung abgeben, daß der alte Geist, der vor 32 Jahren uns bewegte, auch heute noch in unseren Reihen lebt. Wie damals fönnen wir auch heute sagen: Lieb Vaterland magst ruhig sein", ganz gleich, ob die Wacht nun an der Wiosel, am Belt oder an der Weichsel steht.( Lebhafter Beifall.) Weine Herren! Wenn ich auf die liebenswürdigen Worte erwidern soll, so thue ich das gerne in diesem Kreise, unter einer Schaar von frischen, fröhlichen Turnern und Freunden und Gönnern dieser schönen Kunst. Diese Kunst ist ja eng verwandt mit unserem Beruf, dem Soldatenberuf. Das Turnen ist ein gar wesentlicher Dienst bei uns, nicht nur, um unsere Leute zur Gewandtheit und Entschlossenheit zu erziehen, sondern auch um den Körper zu sählen und uns rüstfahig zu machen. Wenn ich hier in diesem Kreise diese leuchten­den Augen sehe, wenn ich die starken, von Kraft strogen­den Leute, die hier in den letzten Tagen einpassirt sind, den musterhaften Zug mir vergegenwärtige, dann kommt mir manchmal der Wunsch: Hättest du solch eine Truppe unter dir, mit der fönnte man, wie man zu sagen pflegt, den Teufel aus der Hölle holen.( Stürmische Heiterfeit und Beifall.)

Auch der Festmontag verlief in glänzendster Weise. Schon vom frühen Morgen an waren die Straßen von Turnern belebt, welche dem Weckruf folgend auf den Festplatz eilten, um entweder an dem Einzelwett­turnen selbst teilzunehmen oder das Amt eines Kampf­richters zu übernehmen.

Zum Einzelwettturnen traten 600 Turner an, von denen 540 bis zum Schluß aushielten. Trotzdem an allen Geräten ununterbrochen des Vormittags über fleißig geturnt wurde, mußte noch der Nachmittag zum Wettturnen verwandt werden. Zu dem Einzelwett­turnen zählte auch ein Wettlaufen, das auf einer 200 Meter geraden Bahn vor sich ging.

Bei der Preisverteilung der Einzelwettturner, welche Dank der eifrigen Thätigkeit des Berechnungsaus­schusses bereits am Abend um 8 Uhr stattfinden konnte, wurden folgende Turner nach der uns amtlich zur Verfügung gestellten Siegerliste prämiiert.

Siegerliste des Einzel- Wettturnens am Montag Vorm. und Nachm. ( Wir bringen nur die Namen der ersten 15 Sieger und derer aus dem Gaue Hessen.) Preise:

Auszeichnung, bestehend in Diplom und ranz: ( Die Bunftbruchzahl bedeutet Sechstel. 68,2-681/ 2 Punkte.)

M. H. Diesen Wunsch möchte ich aber auch ins Braktisch übersetzen und an Sie die Bitte richten: Schicken Sie uns recht zahlreich Ihre Söhne und Brüder als Freiwillige in unser Regiment!( Bravo!) Es sind heute, in dieser Stunde, gerade 32 Jahre her, daß an den alten Grenzen unseres Reiches, des damaligen Vaterlandes, unsere Heere Schulter an Schulter in treuer Waffenbrüderschaft zusammen­gestanden haben, um den ruchlosen Friedensstörer von unseren Grenzen fernzuhalten, und heute, vor 32 Jahren, um diese Zeit etwa, da war ein erster durchschlagender Erfolg errungen, der die Sache ins Rollen brachte. Was war es denn damals, das uns, teilweise unsere Väter und Brüder, mit Begeisterung und mit heiligem Zorn im Herzen zu der Fahne eilen ließ, um unseren hochseligen König, nachmaligen Kaiser Wilhelm I. und seinen be­währten Führern zu folgen. M. H.! Es ist vorgestern bereits von berufener Stelle aus unseres deutschen Vater­landes gedacht worden und das, was in jenen Tagen uns errungen worden ist. Jeder, der damals zur Fahne eilte, der war sich bewußt, daß es darauf ankomme, frevelhafte Hände vom eigenen Heim fernzuhalten. Das eigene Heim ist das, was für die meisten in erster Linie den Begriff des Vaterlandes ausmacht: das eigene Heim und die deutsche Frau, der deutschen Frau in ihrer Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit, als treu sorgende Gattin und als liebende Schwester. Und dieser deutschen Frau soll das Hoch gelten, das meinen Worten nachtlingen soll. Die deutsche Frau, so wie sie ist, die wahre deutsche Frau, sie lebe hoch!

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Die Rede des Herrn Oberst Dietlein fand stürmisch­freudige Aufnahme. Kräftig brauste ein dreifaches freudige Aufnahme. " Cut Heil" durch die Festhalle und überall konnte man wahrnehmen, welch' großen Beifall die Worte gefunden. Die Regimentskapelle intonirte die Wacht am Rhein", welche stehend gesungen wurde. Am Samstag Abend waren beim Festkommers an Kaiser Wilhelm und unsern Großherzog Huldigungs- Telegramme abgesandt worden, folgende Antwort- Telegramme liefen nun im Laufe des gestrigen Nachmittag bei Herrn Oberbürger­meister Köhler ein: Berlin, 4. Aug. Se. Majestät der Kaiser und König lassen den zum Kreisturnfest in Worms ver­sammelten Turnern für den Huldigungsgruß bestens danken.

1. Heinrich Seufer- Kastel, Turn- V. 68,2. 2. Hein rich Winter- Offenbach, T.-V. 67,3. 3. Jean Müller­Offenbach, T.-V. 66,3. 4. Heine. Happel- Bornheim, T.-G. 66,1. 5. Georg Reck- Nied, T.-V. 65,3. 6. Georg Bergmann- Offenbach, T.-G. 63,3. 7. Aug. Gens- Staſtel, T.-Q. 64,1. 8. Karl Müller- Gießen, T.-V. 64. 9. May- Gas- Niederrad, T.-V. 64,5. 10. Hch. Seibert­St. Johann, T.-V. 63,2. 11. Heinrich Berger- Frank- Ihnen und den Turnern herzlich für freundlichen Gruß. furt, T.-G. 63,1. 12. Konrad Beer- Frankfurt T.-V. 63.

Auf Allerhöchsten Befehl: Der Geh. Kabinetsrat: J. V.: v. Valentini, Geh. Ober- Regierungsrat. Wolfsgarten, Jagdschloß, 5. Aug. Ich danke

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Ernst Ludwig.

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