Ausgabe 
5.8.1902 Erstes Blatt
 
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Straßen Gepräge. Den An tommengruß in der

advoll hergerichteter und Fahnenschmud Die Bewohner der

Hauptteil der Straße ilder mit Willkomm willkommen!

men!

4. Aschaffenburg, Turnverein: 5. Bornheim, Turngemeinde: 6. Mainz, 1817:

7. Darmstadt, Turngemeinde: 8. Frankfurt, Turngemeinde:

40,8 40,683 40,665 40,61 40,522 40,416 40,381 40,291

9. Wiesbaden, Männer- Turnverein:

10. Worms, Turngemeinde:

11. Offenbach, Turngesellschaft:

12. Niederrad, Turnverein:

40,132

13. Fechenheim, Turnverein Vorwärts:

40,02

14. Wiesbaden, Turngesellschaft:

15. Kreuznach, Turnverein:

39,95 39,75

16. Obererlenbach, Turnverein:

39,625

39,532

zi!

Wehr

erheer!

17. Amingen, Turnverein:

18. Butzbach, Turnverein:

19. Mainz, Männer- Turnverein:

20. Schwanheim, Turngemeinde:

21. Biebrich, 1846:

Straft

haft!

einen grünen Guir

straße geschmückt.

1 lesen:

feit und Straft

39,42 39,33 39,23 39,031

38,932

38,716 38,716

38,64

38,150

38,13 38,016

37,80 37,754 37,7 37,44

22. Kastel, F.- F.:

23. Bürgel, Turngemeinde:

24. Schwanheim, Turnverein:

e fanden wir die

25. Steddernheim, Turnverein Vorwärts:

26. Saarbrücken, Männer- Tnrnvein:

38,35

- war quer über

27. Neuwied, Turnverein:

28. Eltville, Turnverein:

29. Frankfurt a. M., Turn- und Fechtklub:

chen Turnerschaft!

30. Roblenz, Turngesellschaft:

31. Frankfurt, Turnverein:

er Eindruck, daß die

fung zu beschreiben.

alle Schönheit und

33. Koblenz, Turnverein:

32. Höchst a. M., Turngemeinde:

34. Mühlheim a. M. Turngesellschaft:

37,40

en Turnern einen

35. Oberrad, Turngemeinde:

36. St. Johann, Turnverein:

37. Oberrad, Männer- Turnverein:

38. Alzey, Turnverein:

39. Schierstein, Turngemeinde:

40. Staufen bei Frff., Turnverein:

41. Neunkirchen, Turngesellschaft:

42. Erbengeim, Turnverein:

37,34 37,31 37,182 37,149 37,05 37,05 37,025 36,967 36,849

estrebt war. instiegen.

r dem Wettturnen

em Turnen nahmen

Festplatz während Bild sportlicher

d, Red und den

der Arbeit sehen e Publikum den Uebungen mit ausschuß war den Abends die Preis

43. Mainz, Turngesellschaft!

44. Amöneburg, Turnverein: 45. Rastel, Turngesellschaft: 46. Keltheim, Turnverein: 47. Griesheim, Turngemeinde: 48. Hanau, Turngesellschaft: 49. Alsheim, Turnverein:

36,7 36,582 36,55 36,4 36,38 36,233

Auszeichnung bestehend in Diplom und Kranz.

2. Rang.

var unstreitbar der

auf dem Jurplat

1. Geissenheim, Männer- Turnverein:

ch 1 Uhr durch die

2. Bockenheim, Turngemeinde:

m Festplaß sich be

3. St. Johann, Turngemeinde:

ung von der Größe man hört, daß zirka id 12 Musikkapellen an demselben teil­etwa 35 Minuten. nen, was der Zug

4. Geisenheim, Turnklub:

5 Nied a. M,

Turnverein:

6. Rüdesheim, Turngemeinde:

7. Oppenheim, Turnverein:

8. Kreuznach, Männer- Turnverein:

35,95 35,94 35,817 35,65

35,499

35,453 35,425 35,33 35,3

35,098

9. Heiligenwald, Turnverein:

10. Brezenheim, Turnverein:

35,14

n Ganzen war es

11. Urberach, Turnverein:

12. Bockenheim, Turnverein Vorwärts:

34,88

13. Biebrich, Turngesellschaft:

34,8

34,67

ude. Der Festaus: den, Herren Ober­nann Wolff, er geschmückten Höde Begrüßung beim Zahl waren die nstadt, Offenbach, Von Wormser engesellschaft, Dagen sich beteiligte, die in ihren chiken ten ein anziehendes rmfer Fechtklub

nde. Ein Bachus und Brauervereins

gteilnehmer wurden ad mandher Blumen­

die richtige Adresse.

steher und zwei Schuß. Unseres Wiff- ns nach, Wormser Schutz nann­recht vorteilhaft aus. t verfäumen, derjenigen Arbeit der Aufstellung men hatten. Vor allem gerwein, welcher an den ibers hervorragend be gen. fdem Feftplage begannen fammengestellten Feststab 1500-1600 Turner teil,

Tittelrheinischen Kreisturn­en standen unter Leitung

deder, und wurden von eturnt. Herr Oberbürger end über die mustergiltigen

Ansprache mit einem ve­I" auf unseren Kaifer und hden Turnern im Namen efriedigung aus.

erregten.

fanden verschiedene Turn­Resultate der Vereinswett Sieger- Lifte folgen: ereinsturnen ormittag.

m, Kranz und Schleife.

Bunftsabl

41,409

41,325

41,099

14, Arheiligen, Turnverein:

15 Eckenheim, Turnverein: 16 Pfiffligheim, Turnverein:

17. Bessungen, Turngemeinde:

18. Mühlheim a. M., Turnverein: 19. Sachsenhausen, Turngesellschaft:

20. Koblenz, Turn- und Fechtklub:

34,532

34,5 34,48 34,383 34,383 34,38

34,150 33,55 33,23

33,131 33,043 32,94 32,915 32,86 32,821 32,22

21. Offenbach, Turngemeinde: 22. Sachsenhausen, Turnverein:

23. Mainz, Turn- und Fechtklub:

24. Osthofen, Turner- und Feuerwehr- Gef.:

25. Horchheim, Turnverein:

26. Fechenheim, Turnverein:

27. Ober- Ingelheim, Turngemeinde:

28. Bischofsheim, Turnverein:

29. Eberstadt, Turnverein:

30. Langen, Turnverein Vorwärts:

31. Dogheim, Turnverein:

32,2

32. Weisenau, Turnverein:

33. Rödelheim, Turngesellschaft:

34. Wezlar, Turnverein:

35. Nierstein, Turnverein:

36. Kostheim, Turnverein:

37. Oberursel, Turnverein: 38. Neuhausen, Turnverein:

39. Oberstein, Turn- und Fechtklub: 3. Rang.

Auszeichnung bestehend in Diplom.

1. Guntersblum, Turnverein:

2. Oberstein, Turnverein:

3. Dittelsheim, Turnverein:

4. Hillesheim, Turnverein:

5. Worms, Turn Gesellschaft:

6. Bingen, Turnverein:

7. Darmstadt, Turngesellschaft:

8. Gonsenheim, Turngemeinde: 9. Oberolm, Turnverein: 10. Bornheim, Turngesellschaft: 11. Oberrad, Turn- und Fechtklub: Auf dem Festplate.

32,15 32,099 32,01 31,925 31,686 31,325 31,182

31,17

30,916

30,9 30,713 30,482 30,465 29,415

29, 28,7

28,55 28,675 27,799

herrscht am Abend ein sehr reges Leben, nicht nur die Festhalle, sondern auch sämtliche Bierzelte waren dicht besetzt. Die Wirte und der Finanzausschuß fönnen mit der Sonntags- Einnahme zufrieden sein.

Aus Hessen und Nachbargebieten.

§ Launsbach Bei günstiger Witterung hielt der hiesige Turnverein am vergangenen Sonntag sein diesjähriges Schauturnen ab, wobei sehr schöne Leistungen erzielt wurden. Der Verein weist einige recht gute Turner auf und sah man an dem Gebotenen, daß fleißig geübt wird. Der

Festplatz war gut besucht, die Krofdorfer Rapelle ließ ihre flotten Weisen ertönen und dem Tanzgenuß gaben sich recht viele hin. Ein sogenanntes Tanzgeld wurde nicht erhoben, darum auch die rege Beteiligung beim Tanz. Für die leib lichen Bedürfnisse hatte Herr Erlenwein bestens gesorgt. Die aufgestellten Buden thaten ein Uebriges zur Unterhaltung der Festbesucher, ein Geschäft war leider nicht zu machen, da fremde Vereine nicht eingeladen worden waren.

"

Wezlar. In der letzten Zeit ist vielfach die hiesige Viehmarktfrage erörtert worden. Dem Wetzl. Anz. wird nun folgende Erklärung zugesandt: Die Behaupt­ung: Die Bewohner von ermannstein, Naun heim und Waldgirmes dürfen nur dann auf die hiesigen Märkte Vieh auftreiben, wenn dasselbe an der Streisgrenze tierärztlich untersucht, für gesund befunden und die Untersuchungsgebühr bezahlt worden ist", ist ebenso unrichtig, wie ihr Rückschluß auf den Niedergang der hiesigen Märkte. Die in Frage kommenden Polizei­verordnungen schreiben eine Untersuchung an der Streis­grenze resp. vor der Einfuhr in den Streis ausdrücklich nur für Händlervieh, d. h. Vieh von Viehhänd­lern vor. Die Bewohner von Hermannstein 2c., das soll doch wohl heißen, die Bauern dieser Ort schaften, können ihr Vich ohne jede kosten, auf die hiesigen Viehmärkte auftreiben. Beizubringen ist nur ein Ursprung sattest des betreffenden Bürger­meisters, resp. Vorstehers, in dem bescheinigt ist, daß das fragliche Tier aus dem betreffenden Orte stammt, welcher seuchenfrei sein muß. Diese Bescheinigung, welche doch keinerlei Mühe verursacht, ist ebenfalls kostenfrei, die tierärztlichen Gesundheitsscheine für Händ­lervieh aus anderen Kreisen werden natürlich von den Kreistierärzten ausgestellt, aus deren Bezirk das Vieh stammt. Nur für die Händler von Hermannst ein und Waldgirmes werden die betreffenden Untersuch ungen an der Kreisgrenze durch den Veterinärbeamten des Kreises Wetzlar ausnahmsweise vorgenommen, um diesen Händlern, die sonst wegen der weiten Ent­fernung des Wohnsitzes des Kreistierarztes von Bieden­kopf den Weglarer Markt nicht besuchen könnten, dieses zu ermöglichen.

In Kirchgöns hat der Landwirt Joh. Konr. Velte einen fremdländischen Weizen gesät, der an einem Halm 8 bis 10 Aehren zeigt. Er soll mit demselben den 4fachen Körnerertrag erzielen.

Dortelweil( Kreis Friedberg), 3. Aug. An der Kloppen­heimer Gemarkungsgrenze wurde gestern nachmittag im Felde die Leiche eines gutgekleideten, etwa 30 jährigen Mannes ent­deckt. Der Verlebte hatte eine Schußwande in der rechten Schläfe und hielt den abgefeuerten Revolver in der Hand. Bei der Leiche wurden außer einigen, in fremder Sprache abgefaßten Schriftstücken feine Bapie.e vorgefunden, die auf seine Personalien schließen lassen.

Altenstadt( Wetterau). Bei der vergangenen Woche zum 3. Mal abgehaltenen Bürgermeisterwahl siegte abermals H. Ph. W. Kroll mit 118 Stimmen. Der seit herige Bürgermeister Wagner erhielt keine Stimme, dagegen Landwirt Brack 31. Wie man hört, soll abermals Rekla­mation eingereicht werden, demnach dürfte das Ende in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten sein.

Frankfurt. 50 Jahre freiwilliger Feuer­wehrmann. Der Kommandant der freiwilligen Feuer­wehr Rödelheim und vor einigen Wochen von der Regierung zum Feuerlösch- Direktor ernannte Herr Ludwig Philipp Mayr, beging heute sein 50 jähriges Jubiläum als frei williger Feuerwehrmann. M. war von 1852 bis 1859 in Stuttgart und Karlsruhe auch schon Feuerwehrmann, tehrte 1859 nach Rödelheim zurück und gründete hier mit einigen Bürgern sofort die Rödelheimer Feuerwehr. Möge es ihm bergönnt sein, auch das 50 jährige Jubiläum der Rödel­heimer Feuerwehr in gleicher Frische und Rüstigkeit zu er­leben, als sein eigenes. Der Jubilar zählt heute 75 Jahre. Frankfurt a. M., 4. August. Der Römer zeigt Riffe. Es wurden Absprießungen der Brandmauer angeordnet. Frankfurt a. M., 2. August. Herr Lehrer Karl Dröll, der vor einigen Jahren an der höheren Bürgerschule zu Neu- Isenburg thätig war und dann nach Leipzig ging, um sich dem Studium der Handelswissenschaften zu widmen, ist, nachdem er nach Beendigung seiner Studien zwei Jahre als Hauptlehrer in Leipzig gewirkt, nun­mehr als Oberlehrer an die Handelsschule in Frankfurt a. M. berufen worden.

Darmstadt. Bei der gestern stattgehabten Ziehung der 5. Klasse der Hessischen Landeslotterie fiel die Prämie von 60,000 Mt. auf den zuletzt gezogenen Treffer von 300 Mt. auf Loos- Nr. 5618( Worms).

40,000 Mf. auf Nr. 29402( Friedberg). 10,000 Mt. auf Nr. 20315( Darmstadt). 5000 Mt. auf Nr. 44224( Darmstadt). 3000 Mt. auf Nr. 20047( Büdingen und Fürfeld). 2000 Mf. auf Nr. 32464( Langen), Nr. 43908 ( A. Anger in Mainz), Nr. 52319( Renz in Mainz). 1000 Mr. auf Nr. 17058( Darmstadt), Nr. 27771 ( Kronenberger in Mainz), Nr. 46694( St. Anger in Mainz), Nr. 50047( Offenbach).

Westerburg, 4 August. Die Gewerkschaft Wilhelms­fund" hat beschlossen, auf der Braunkohlengrube" Joseph" bei Hergenroth fortan 60 Bergleute mehr in dauernde Beschäftigung zu nehmen. Die Braunkohlen auf den Gruben der Umgegend von Höhn und Marienberg finden jetzt wieder stärkeren Abgang.

Mainz, 4. Auguft. Der Gardist Berger von der 12. Stomp. 115. Regts. in Darmstadt war gestern hierher beurlaubt. Abends versäumte er den letzten Zug. Aus Furcht vor der Strafe hatte er sich heute morgen in der Rheinstraße dahier erhängt.

Ginsheim, 4. August. Der Volksschullehrer& de I dahier wurde einstimmig zum Bürgermeister von Ginsheim gewählt.

*

Vermischtes.

Kiel, 4. Aug. Der Luftschiffer Strohschneider unternahm in Stiel mit seinem Begleiter einen Aufstieg.

Aus bedeutender Höhe stürzte plötzlich der Ballon in den Kriegshafen herab unweit des Panzers Kaiser Friedrich III. Der Geschwaderchef Prinz Heinrich ließ sofort Pinassen klar machen und bestieg selbst eine derselben. Es gelang den verunglückten Luftschiffer zu retten.

Der Stapellauf des Doppelschrauben- Schnell dampfers Kaiser Wilhelm II. findet endgültigen Bestimmungen zufolge am 12. August in Stettin statt. Der Kaiser wird dem Att beiwohnen. Die Taufe voll­zieht auf persönlichen Wunsch des Kaisers die Tochter des Generaldirektors Wiegand vom Norddeutschen Lloyd. Der Aufenthalt des Kaisers in Stettin wird nur wenige Stunden währen.

*

Beschäftigungsgrad in der Cigarren- Industrie. In keiner Branche wirkte wohl der Rückgang der gewerb­lichen Konjunktur einschneidender als in der Gigarren­und Tabak- Industrie. Sobald sich die Arbeiterbevölke­rung infolge geringeren Einkommens oder höherer Warenpreise einschränken muß, spart sie zunächst an den Ausgaben für Genußmittel. Der schlechte Winter und der flaue Geschäftsgang in diesem Jahre hat eine ganz bedeutende Einschränkung des Tabakgenusses zur Folge gehabt, der den Absatz der Cigarrenfabriken ungemein erschwerte und zu einer Anhäufung der Lagerbestände bei Fabrikanten und Händlern führte. Ein großer Teil Arbeiter ist ferner dazu übergegangen, die Cigarre und Pfeife mit dem Priem zu vertauschen, und in der That hat die Kautabak- Fabrikation infolge dieses Umstandes eine auffallend gute Zeit. Die Herstellung des Kau­tabaks erfordert weniger Arbeitskräfte und diese Ver­schiebung vollzieht sich in einer Zeit, wo infolge Rauche genusses der Arbeitsmarkt in der Eigarren- Industrie sehr darnieder liegt. In den Städten, wo so wie so schon bisher die Herstellung von Gigarren nur noch ver­einzelt vorkam, schläft die Fabrikation vollends immer mehr ein. Nicht einmal die Cigarren- Sortierer in den Großstädten sind zur Zeit voll beschäftigt. In Berlin arbeiten die Sortierer, Sortiererinnen, Stiftenmacher und Bekleberinnen zu einem Drittel verkürzt. Auf dem Lande sind im Laufe der Monate zahlreiche Arbeitskräfte außer Stellung gekommen. Sofern teine Entlassungen statt gefunden gaben, mußten die Arbeiter sich zum mindesten eine Verkürzung des ihnen wöchentlich zugewiesenen Tabakquantums gefallen lassen, so daß auf diese Art eine Reduzierung des Verdienstes eintrat. Endlich wurden, wie immer in schlechten Zeiten, neue Facons und Sorten eingeführt, durch die die Affordlöhne herab­gedrückt wurden. Da die Arbeiter sich um Zuweisung von Arbeit drängen, so sind sie geneigt, den Preis ihrer Arbeit bei der Einführung einer neuen Sorte geringer anzuschlagen, als sie dies thun, wenn das Geschäft blüht. Ist die Sorte in Arbeit, dann werden ältere Sorten, bei denen die Arbeiter bisher mehr verdient haben, nicht mehr nachgearbeitet. Auf diese Weise sind in den mitteldeutschen Bezirken der Cigarrenindustrie die Lohnsäße gegenüber dem Vorjahre wesentlich zurück­gegangen. Soweit die Arbeiterentlohnung einen Grad­messer für die Lage einer Industrie gewährt, ist die Lage der Cigarrenindustrie gegenwärtig als entschieden ungünstig anzusehen.

Des Dienstmädchens Verlobungsfeier. Eine an­genehme Ueberraschung erfuhr ein Ehepaar aus der Kur­fürstenstraße in Berlin, welches infolge des schlechten Wetters seine Badereise in Heringsdorf plößlich abbrach und nach Berlin zurückkehrte. Bereits von der Straße aus fiel den Herrschaften der festliche Lichtschimmer in ihrem Borderzimmer auf. Als sie in die Wohnung famen, wurden sie gerade mit einem donnernden Hoch" empfangen. Bu ihrem nicht geringen Erstaunen war eine urfidele Gesellschaft von 8 Personen vier Damen und 4 Herren beim fröh­lichen Verlobungsschmause des allein zurückgebliebenen Dienst­mädchens in feuchtfröhlicher Stimmung bei einander. Das von den Verlobungsgästen selbst mitgebrachte Abendessen war bereits verzehrt, und der Wein und Bigarrenvorrat des Herrn" war etwas gelichtet worden. Da das Mädchen schon seit 6 Jahren bei der Herrschaft dient und sich stets brav führte, ist ihr das Verlobungsgelage nicht weiter übel genommen worden. Die Feier aber hatte durch die uner­wartete Rückkehr der Herrschaft ein schnelles Ende gefunden.

-

Neueste Nachrichten.

Lorient, 5. August. Eine Ortschaft im Bezirke von Plouay ist durch Feuersbrunst völlig zerstört worden. Sämtliche Farmen mit Ernte und Viehbeständen sind Der angerichtete ein Raub der Flammen geworden. Materialschaden ist bedeutend.

Lemberg, 5. Auguft. Aus dem Bezirke Tarnopol wird gemeldet, daß nunmehr auch die deutschen Stolonisten sich an der Streifbewegung zu beteiligen be­ginnen. Diese galten bisher als die ruhigsten und ge­Dagegen wurde der Streik duldigsten Feldarbeiter. in Buzacz durch Vermittelung des Sozialistenführers Dr. Mosler beigelegt.

Gestorbene.

Am 4. Aug.: Georg Heinrich Ludwig Strack, 35 Jahre alt, Eisendreher dahier.

Marktbericht.

Gießen, 5. Aug. Adem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter per d. 0.90-1.10 Mühnereier 1 St. 7-8 Pfg., Enteneier St. 0-0 Pfg., Gänseeier 1 0-0 Pfg., Käse per St. 5-9 Pfg., Erbsen per Liter 19 Pfg.,.jen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar m. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.40, Hahnen, per Stüd Mt. 0,60-1.00, Enten per Stid 2.00-2.30, Gänse p. Pfd. 0.60-0.75 Wt., Ochsenfleisch per Pfd. 66-76 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 60-64 Pfg. Schweinefleisch per Pfo. 70-80 Bfg. Schweine­fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 66-70 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Pfg., Kartoffeln per 3tr.

500-10.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 9.00-10.00, Milch per Liter 18 Pfg.