Ausgabe 
3.9.1902 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Großherzog fer bebölferten tfalen auf faft proving Heffen geographen aus

Berteilung nd Land und fchlicher Wohn tliche Statiftit mit 5 Größen 00 Einwohner n 2000-5000 5000-20 000

000-100 000 über ist, wird Bt fich die Be eine Gegen hen Aufnahmen

дет

01

10

Brozentuale Ber

teilung ber Bevölkerung 1871 1895

4,8 13,3

74 7,7 10,3

161 11,2 11,7

69 12,4 10,1 05 36,1 45,4

96 63.9 54,6 det man einen ndbevölkerung, Städte find ndstädte und icht im Ver­tlich Charat wickelung der 190 000 Gin roz. der Ge­7 Millionen Slferung und it 9 108 814 tbevölkerung. ung sind eine legender Be erhältnis des

mer die Alters: Die Berufs nach Ein

chalten durch die richtige ter Aufsatz

.

traf der Zug uf dem Bahn­militärischen in die festlich Thor fand die chen Behörden einer Ansprache Der Kaiser der n des Reichs­imentes fönne

Konzept der Einsichtnahme Inspielung aus n worden. In Jenau vor 100 ßlichen Königin

Se Pofen einen en Kaifertagen.

Du Corps trug ihm wiederholt der Kaifer mit

abe, wonach die ofen in vollem die Weiterfahrt ufen des Publi­Certle stattfand ch der Erzbischof nowsti. Abends Einladungen zur einige Mißftim die obersten Be e befchränkt und

e Ausnahme ge

enfchaftlichen

des Museums

mer Blatt hebt sandtschaft deutschen Ge hr flaggte nauf generelle

hl meldet die

baten genannt Domtapitular

örber Freiburg.

-

Die Nachricht, die Neichsregierung habe der Errichtung einer katholischen Fakultät in Straß burg nachzugeben( s. zweites Blatt Seite 1) wird dementiert.

Eine Depesche aus Wien sagt: Anläßlich der An­funft des deutschen Kaisers in Posen veranstalteten hiesige polnische Vereine eine Festlichkeit, wobei der Festredner Advokat Orlowsky die Hakatistenheze gegen die Polen erörterte. Ruthenische und czechische Redner sprachen im gleichen Sinne.

Tourgoing, 2. September. Gestern Abend fand hier eine Versammlung zu Gunsten der an welcher 6000 Unterrichtsfreiheit statt, Personen teilnahmen. Der Katholikenführer Buy führte den Vorfiz. Demonstrationen fanden nicht statt.

Die Unruhen in Agram haben bis gestern Morgen gedauert. Die Stadt bietet ein Bild trostloser Verwüstung. Hunderte von Kaufläden sind gänzlich demolirt. Die Häuser, in denen Serben wohnten, sehen wie nach einem Bombardement aus. Vormittags ließ der Polizei- Chef Plakate an die Mauern anschlagen, worin er bekannt giebt, daß Abends 7 Uhr alle Lokale geſchloſſen ſein müſſen. Von allen Seiten rückt Militär

in die Stadt ein, da weitere Zusammenstöße befürchtet werden.

Der kürzlich aus der Belgrad, 2. September. entlassene österreichische Oberleutnant Strafanstalt Matta chich richtete ein Gesuch an den Kriegsminister worin er bittet, ihn als Offizier in die serbische Armee

aufzunehmen.

Konstantinopel, 2. September. Der Marine­

-

minister verhandelt mit der Kruppschen Germania­Werft wegen Lieferung eines Küstenpanzers. Die Thronbesteigungsfeier ist ohne jeden Zwischenfall verlaufen.

Giessener Cagesneuigkeiten.

Pferd und filberplattiertem Geschirr; Der Wagen ist in der hiesigen Wagenbauerei von Louis Kuhne, After­weg 2, das filberplattierte Geschirr von dem Sattler­meister A He ß II., Marktstraße, hier hergestellt worden. Die nächsten Haupttreffer bestehen aus neun Pferden und Fohlen, sowie landwirtschaftlichen Geräten und praktischen Gebrauchsgegenständen, z. B. Fahrrädern, Nähmaschinen, Schreibtischen, Waschmaschinen, Haus, haltungsgegenständen 2c. Die Verlosung findet an dem Tage nach dem Markte, am 11. September, statt. 8 Die Bahnüberführung vor Kleinlinden hat neuerdings eine Verbesserung erfahren. Der Durchgang ist über dem Fußgängerpfad durch Wellblech gegen die Darüberliegenden, stellenweiſe ſehr lückenhaften Diehlengänge überdacht worden, wodurch nunmehr ein Durchfickern von öligem Maschinen­ſchmug und ein Herabfallen von Aſche und bergl., was oft Damit erklärte sich der Gatte einverstanden und die für Passanten recht unangenehm war, verhindert ist.

Aus Hessen und nachbargebieten.

**

Aus Oberheffen, 2. Sept. Vorsicht ist die Mutter der Weisheit! Das Dörfchen Gambach hat wegen des nicht nennenswerten Auftretens des Scharlach nicht nur keine inquartierung erhalten, die einzelnen Truppenteile mar haren auch auf umwegen um das Dorf herum. Arme

Gambacher Mädchen!

des Schiffes beugt und sich in Folge der Seekranheit erbricht. Kaum war die Gesellschaft von ihrem Ausflug wieder in Mainz, als der Zeichner eine Vorladung vor das Sühnegericht erhielt und zwar wegen Beleidigung der Frau eines Freundes durch die erwähnte bildliche Darstellung. Im Termin bestritt der Zeichner ganz entschieden, daß er mit der seekranken Frau die Frau seines Bekannten gemeint habe. Der gekränkte" The­mann mußte zugeben, daß die Zeichnung keine Aehn­lichkeit mit seiner Frau habe, aber man habe mit der Zeichnung dennoch seine bessere Hälfte gemeint, er ver­lange, daß das Sühnegericht den Zeichner zur Zahlung von 5 Mark an die Armenkasse verdonnere. Um allen Weiterungen aus dem Wege zu gehen, erklärte sich der Zeichner bereit, 3 Mk. an die Armenkasse zu zahlen. Ehre der Frau war gerettet!

** Mainz, 2. Sept. Der 22jähr. Kaufmann Wilhelm Haiger aus Worms hatte in seiner Eigenschaft als Kassengehilfe der dortigen Stadtkasse innerhalb dret­viertel Jahre nicht weniger als 2768 Mt. unter schlagen und die Quittungsbelege gefälscht. Das Geld will er zur Zahlung von Schulden, die er bei seinem geringen Gehalt gemacht, verwendet haben. Gefängnis.

Die Ferienſtrafkammer verurteilte ihn zu 10 Monaten

**

In Mannheim wurde am Sonntag Abend 5% Uhr von der elektrischen Straßenbahn ein Mann un­bekannten Namens und unbekannter Herkunft über­fahren und getötet. Derselbe ist ungefähr 20 bis 22 Jahre alt, 1,60-1,64 Meter groß, trug grauen An­zug, schwarzen Hut, farbiges Hemd, weißes Vorhemd, auf dem rechten Unterarm ist derselbe tätowiert, einen Anfer mit 2 gekreuzten Rudern darstellend; darunter die Buchstaben J. F. 1900.

**

m. Gambach, 2. Sept. Die vor einiger Zeit in unserem Orte aufgetretene Scharlachepidemie ist wesent­lich im Abnehmen begriffen. Bis jetzt sollen nur noch etwa 8 Krankheitsfälle zu verzeichnen sein. Ein Kind, welches die Nierenkrankheit dazu bekam, ist der tück­ifchen Serankheit zum Opfer gefallen. Obwohl faſt feine Gefahr mehr zu befürchten ist, kann man jeden­falls doch auf Einquartierung nicht mehr rechnen. Dem in den umliegenden Ortschaften quartierenden Obsthandel. Nach dem Wochenbericht der Central­Militär ist das Besuchen Gambachs gänzlich untersagt. m. Butzbach, 2. Sept. Mit dem 1. Oktober d. Is. ſtelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M. gestaltete sich wird die hiesige berittene Gendarmeriestation auch in der Woche vom 25. bis 30. August 1902 das Ge­aufgehoben werden. Aus diesem Anlaß wurde Herr schäft zu einem recht lebhaften. Die Angebote und Nach­Wachtmeister Held von hier nach Friedberg und fragen waren fast gleich groß und erstreckten sich größten­Herr Ebert nach Alsfeld versetzt. An der Stelle teils auf Aepfel und Birnen. Abschlüsse wurden hauptsäch­der beiden Scheidenden treten die Fußgendarmen Herrlich in Mirabellen und Einmachbirnen gemacht, weniger in Wachtmeister Konradi aus Alsfeld und Herr Diek aus Zwetschen und Reineklauben, welch letztere ziemlich rar find. Die Durchschnittspreise im Laufe der Woche betrugen: Paternheim. Heidelbeeren Mt. 13, Himbeeren Mt. 20, Mirabellen Mr. 16-18, Reineflauden Mr. 18, Frühzwetschen Mt. 10, Frühbirnen Mt. 8-16, Frühäpfel Mt. 10, Pfirsiche Mt. 30, Preißelbeeren Mt. 16-18 per Ctr. ** Marburg, 1. September. Gestern gegen 12 Uhr

v. Lich, 2. Sept. Gestern hat hier von schönem Wetter begünstigt die Grummeternte begonnen. In den letzten Tagen waren hier 3 Unglücksfälle zu verzeichnen: Am verflossenen Samstag fiel die

** Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 22, ausgegeben am 29. August d. I, enthält: 1. Deffentliche Anerkennung einer edlen That. 2. Deffentliche Anerkennung einer edlen That. 3. Vorlesungsverzeichnis der Hessischen Ludwigs- Universität zu Gießen im Winterhalb jahr 1902/03( Beginn der Immatrikulation 20. Oktober. Dienstmagd eines hiesigen Metzgers beim Garbenauffam ein sehr elegant gebautes Automobil hier durch, Beginn der Vorlesungen 27. Oftober). 4. Konkurrenz- winden vom Scheunengerüste, wurde bewußtlos aufge­eröffnungen. hoben und ins hiesige Hospital gebracht. Der Arzt ** Das am 1. September zu Ausgabe gelangte Refonstatirte einen leichten Schädelbruch. gierungsblatt Nr. 61 hat zum Inhalt: 1. Gesetz, die Besoldungen der Gendarmen und die Polizei­tosten betreffend. 2. Gesetz, die Disziplinarver= hältnisse der Gendarmen betreffend.

**( Privattelegram m.) Die heutige Ziehung der 6. Klasse der hess. Landeslotterie ergab: Zwei Gewinne von 5000 Mt. auf Nr. 6537( Mainz)

und 38139( Mainz).

Gewinne von 3000 Mt. auf Nr. 5741, 8194, 37186,

39949.

Gewinne von 2000 Mt. auf Nr. 7232, 20539, 27132, 40482, 46675, 47869, 48429.

Gewinne von 1000 Mt. auf 1332, 2848, 3187, 3421, 9743, 12548, 18736, 27381, 28952, 32668, 33762, 35476, 36984, 37095, 37373, 38052, 39094, 39408, 43472, 44797, 45465 und 48438.

** Circus Maximilian, der heute Abend auf dem Oswaldsgarten und nicht, wie uns neulich fälschlich berichtet wurde, auf dem Trieb seine Eröffnungs­vorstellung giebt, wird von hier nach Frankfurt gehen. Die Frankf. 3tg." fündigt ihn mit folgenden Zeilen an:" Der Circus Maximilian wird am nächsten Samstag am Hohenzollernplatz, fünf Minuten vom Hauptbahnhof, seine Eröffnungsvorstellung geben. Wie wir aus den Kasseler und Hannoveraner Blättern ersehen, ist der Circus Maximilian ein Institut ersten Ranges. In Hanover hat der Circus Maximilian, trotzdem Albert Schumann zwei Monate hintereinander dort gastirte, unmittelbar nachher glänzende Erfolge erzielt." Wenn dem Circus in Großstädten so günstige Urteile gesprochen werden, so dürfen wir wohl hier einen besonders regen Besuch seiner Vorstellungen erwarten, wo sich selten Gelegenheit bietet, solche Unternehmen im großen Stil zu segen.

Von einem Augenzeugen wird uns noch mitgeteilt: Das riesige Zelt des Circus Maximilian wurde heute Morgen auf dem Oswaldgarten aufgeschlagen. An der Bahn konnte man das Ausladen des großen Mar­ſtalles und der fremdländischen Tiere beobachten. Be­sonderes Aufsehen erregten die 5 großen indischen Elephanten und hinter diesen ein Zwergelephant bei ihrem Zuge durch die Bahnhofstraße.

F. Vorsicht vor dem indischen Dickhäuter ist dringend zu empfehlen. Heute mittag wurde Onkel Tom durch das Gebell eines Hundes etwas aufgeregt und packte in seiner Nervosität einen zuschauenden Buben mit dem Rüssel, um ihn in die nächste beste Ecke im Schwunge zu befördern. Glücklicherweise geschah dem Jungen weiter fein Unglück, da die Erde mit dickem Stroh be­deckt war.

h. Pferdemarkt. Die Anmeldungen zu dem am 10. September d. J. auf den städtischen Marktanlagen stattfindenden Herbst, Pferde- und Fohlenmarkt laufen zahlreich ein, derselbe dürfte sich daher seinen Vor­gängern würdig anreihen. Die Lose( 1 Mk. pro Stück) finden guten Absatz. Die Kommission hat bereits mit dem Ankauf der Gewinne begonnen. Der erste Preis besteht aus 1 viersiẞen eleganten Halbverdeckwagen nebst

Heute morgen

verletzte sich ein zehnjähriger Junge dadurch schwer am Bein, daß er durch unvorsichtigkeit in eine Sense ftet. Gleichfalls heute morgen stieß einem Mädchen, der Tochter eines hiesigen Landwirtes ein Unglück zu, das einen schlimmen Ausgang hätte nehmen konnen. Sie fuhr auf einem mit einem Pferde bespannten Wagen Hafer nach Arnsburg. Unmittelbar vor dem Haupt­thore scheute das Pferd, gelangte aber noch durch die Ginfahrt, dann schlug der Wagen um und schleuderte die Führerin in eine Hecke. Außer einigen Hautab­schürfungen im Gesichte hat sie glücklicherweise feine Verlegungen abgesetzt."

z. Fellingshausen, 3. Sept. Schon neulich wurde vom Lehrermangel aus hiesiger Gegend geschrieben. Seither verwaltete unser zweiter Lehrer beide Schul­stellen hierselbst. Da derselbe am 1. Oktober auf ein Jahr zum Militär geht, und mit diesem Zeitpunkt wieder die erste Lehrerstelle durch Herrn Fr. Wilhelm aus Eschbach, Amt Usingen besetzt wird, so haben wir nach wie vor nur einen Lehrer bei unserer starken Kinderzahl.

Er zog

Groß- Felda, 1. September.( Ein bedauer­licher Irrtum.) Ein Kaufmann hatte unter jahre­langen geschäftlichen Mißerfolgen zu leiden. sich dieses so zu Herzen, daß ihn die Verzweiflung er­faßte und starb. Seinem Glauben nach war er be­deutend überschuldet gewesen, und jetzt ergiebt sich ein günstiges Vermögensbild.

-

** Vom Main, 2. Sept. Im Mainthal ist die Hühnerja gd vorzüglich. Die Hühner sind klein, aber schmackhaft und zart.

u. Aus dem Kreise Wezlar, 3. Sept. Ein längst gehegter Wunsch der Lehrerschaft kommt soeben in Er­füllung. Nach einer Regierungs- Verfügung vom 8. August d. J. finden nämlich die Lehrer nunmehr Auf­nahme in den Schulvorstand. Wo mehrere Lehrer an einer Schule angestellt sind, ist der erste Stellenin­haber Mitglied desselben. Bisher gehörten nur der Pfarrer, Bürgermeister, Ortsvorsteher und zwei Ge­meinderatsmitglieder demselben an. Unter diesen bisher Beteiligten war oft nicht ein einziger, welcher ein Kind zur Schule gehen hatte, mithin auch nicht wissen konnte, wie und in welcher Weise in derselben gearbeitet wurde.

** Montabaur, 2. Sept. In hiesiger Gegend ist der Wildstand ein sehr starter. Rehe und Rotwild werden zahlreich angetroffen. Hackfrüchten großen Schaden an. Das letztere richtet an Halm- und Mainz, 2. Sept. Nach einer Mitteilung der Handels­fammer ist der Fernsprechverkehr zwischen Mainz und Paris gestern eröffnet worden.

Mainz, 2. Sept.( Auch eine Beleidigung.) Eine Anzahl Mainzer Herren unternahmen fürzlich einen Sommerausflug und besuchten dabei auch Helgo­land. Einer der Herren, ein flotter Zeichner, zeichnete auf dem Schiffe eine Anzahl Ansichtspostkarten, bei welchem er seinen Humor in realistischer Weise zum Ausdruck brachte. Die Zeichnung einer dieser Karten stellt eine Frau dar, wie dieselbe sich über die Brüſtung

das für den Fürsten von Schaumburg- Lippe bestimmt war. Neben der Herrenmühle am Pilgrimstein wurde es dem Führer plötzlich heiß unter dem Sig, und als er heruntersprang, machte er die Entdeckung, daß die in dem Behälter unter seinem Siz befindliche Baum­wolle durch Kurzschluß in Brand geraten war. Gletch= zeitig erfolgte ein donnerähnlicher Knall. Eine Explosion des Gefährtes, die sehr schlimme Folgen hätte haben können, wurde durch eine an dem Automobil ange Durch einen Eimer brachte Vorrichtung verhindert. Wasser wurde der Brand gelöscht, sodaß der Auto­mobilist seine Fahrt fortsetzen konnte.

Kassel, 1. Sept. Die hiesigen Megger haben infolge der mangelnden Zuführung von Schlachtvieh ebenfalls eine allgemeine Erhöhung der Fleischpreise, und zwar um 5 bis 10 Pfg. pro Pfund eintreten laffen.

**

Kassel, 2. Sept. Stahl und Nölke, A.-G. für Zündwarenfabrikation, werden wieder, wie in den beiden Vorjahren 10 Proz. Dividende verteilen.

** Aschaffenburg, 2. Sept. Hier wurden an 524 Volts­schülern im Alter von 8-14 Jahren zahnärztliche Unter­suchungen vorgenommen. Nur 5 Schüler hatten ein vollständig gesundes Gebiß. Es entspricht das einem Prozentsaz von nicht ganz 1: 100. 4358 8ähne waren fariös,( d. h. unterlagen dem Fäulnisprozeß), 291 ausgezogen. Es waren mithin ungefähr 33 Prozent aller Zähne erkrantt.

Vermischtes.

* München, 2. Sept. In der vergangenen Nacht feu­erte ein auf einer Wiese außerhalb der Stadt in Begleitung eines Mädchens befindlicher Soldat aus Mutwillen einen Revolverschuß ab. Als darauf ein Schuhmann herbeieilte, feuerte der Soldat auch auf diesen, worauf der Schuhmann den Soldaten durch zwei Schüsse tötete.

* Ein Telegramm aus Kapstadt meldet, daß ein furchtbares Unwetter über Port Elisabeth_nieder­gegangen ist. 30 Schiffe sind gestrandet. Zwei Schlepp. dampfer und 18 andere Schiffe erlitten schwere Havarie. Viele Menschen sollen dem Unwetter zum Opfer gefallen sein.

-

Eine weitere Meldung besagt: Die Dörfer Morne, Rouge, Ajoupa und Boillon wurden zerstört, etwa 1000 Personen getödtet und mehrere hundert verlegt. Eine Flutwelle richtete in Le Carbet große Verheerungen an, ihre Wirkungen wurde noch in Fort de France verspürt, wo eine Panik ausbrach. Die Kreuzer" Suchet" und" Taget" gehen noch Norden ab, um alle dort befindlichen Flüchtigen aufzunehmen.

Gestorbene.

Am 2. September: Agathe Lauer, geb. Fisch bach, 56 Jahre alt, Wittwe des Rechtsanwalts Ludwig Lauer dahter.

Beerdigung findet statt am 4. Sept., borm. 10.30 Uhr, vom Sterbehause, Bahnhofstr. 42 aus ſtatt.