dahier um Erlaubnis zur Benutzung des städtischen Platzes neben seinem Grundstück Frankfurterstraße 58. 7. Gesuch des Weichenstellers Ludwig Mattern um pachtweise lleberlassung eines ftübt Grundstücks an der Klinikstraße. 8. Gesuch des Bäckermeisters Karl Horn um pachtweise lleberlassung eines Holzlagerplatzes am Lutherberg. 9. Straßenunterhaltung; hier: Lieferung von Basaltgrus pro 1901/02. 10. Anschaffung einer Handwalze für das Einwalzen von Kiesbanketten pp. 11. Anschaffung eines Fahrrades zum Dienstgebrauch für das Personal des Stadtbauamts. 12. desgl. für den Straßenmeister. 13. Verlängerung der Gas- und Wasserleitung am Schiffenbergerweg. 14. Errichtung von Schulbaracken auf dem Hamm; hier: Verlegung der Wasserleitung. 15. Stelbauten; hier: Verlegung der Gasleitung in der Licher- und Grünbergerstraße. 16. Herstellung der früheren Maschinen- und Kesselhallen auf der Margaretenhütte als Lagerplätze für die Sielbaumaterialien; hier: Arbeitsver- gebung. 17. Beitritt des städt. Elektrizitätswerks zur Vereinigung von Elektrizitätswerken 18. Uebernahme der Unterhaltung der Erbbegräbnisstätte der verstorbenen Wilhelm Reibers Ehel. seitens der Stadt.
a. Berufung. Wie wir hören, hat der o Professor an der Landesuniversität Gundermann einen Ruf nach Tübingen auf einen Lehrstuhl für klassische Philologie erhalten.
* Geh. Medizinalrat Professor Dr. Schmidt- Metzler in Frankfurt a. M., hat den Roten Adlerorden 2. Klaffe verliehen bekommen.
r Die Generalversammlung des Geselligkeitsvereins Gleiberg wurde gestern Abend um 5 Uhr auf dem Gleiberg abgehalten. Trotz der großen Hitze hatten sich doch genug Teilnehmer eingefunden. Die Versammlung wurde durch den Provinzialdirektor v. Bechthold eröffnet. Nachdem Geschäftsbericht abgelegt und über die Bauveränderungen des letzten Jahres berichtet war, machte Herr von Bechtold die Mitteilung, daß die hessische Regierung, wie in früheren Jahren, so auch dieses Jahr wieder 300 Mk. zuschießen werde. Der Bürgermeister von Krofdorf setzte die Versammlung davon in Kenntnis, daß die preußische Regierung 1000 Mk. in Aussicht gestellt habe.
—a Bou heute Abend 6 Uhr an ist das neue Wiener Eafè Ecke Plock- und Johannisstraße geöffnet.
□ Demnächst findet eine größere militärische Uebung für Volksschullehrer statt, welche zu einer Compagnie zusammengezogen werden
Wie bestimmt verlautet, findet beim 18. Corps im nächsten Jahre Kaiser-Manöver statt.
e. Am Sonntag sand unter zahlreicher Beteiligung von den umliegenden Ortschaften, Wetzlar und Gießen das Dünsberg-Fest statt, welches den Charakter eines Volksfestes trug.
V Die Freiwillig-Gailsche Feuerwehr hielt gestern Abend im Beisein des Branddirektors Herrn Traber ihre diesjährige Hauptübung verbunden mit Brandangriff, ab. Die Mannschaft war außerordentlich zahlreich erschienen. Zunächst fand auf Oswalds Garten eine kurze Detail-Uebung statt, dann erfolgte ein Brandangriff. Herr Kaufmann Karl Frensdorf war so liebenswürdig gewesen und hatte dem Korps sein in der Neustadt, Ecke der Bahnhofsstraße gelegenes Haus zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt. Durch die der Neuzeit entsprechende Bauart (Fensteiverdachungen pp) hatten die Steiger einen besonders schweren Stand und war es nur der sachlichen Ruhe dieser Mannschaften zu verdanken, daß der Angriff so vorzüglich ausgeführt werden konnte. Nach der Uebung wurde beim Kamerad Sauer noch der Gemütlichkeit Rechnung getragen.
V Der Vogcihäudler. Einen vollen Erfolg hatte das gestrige Probegastspiel des Emser Kurtheater- Ensemble in unserem Stadttheater mit einer vortrefflichen Aufführung der populären Operette „Der Vogel? Händler. — Der Theater-Verein vereinbarte für diesen Monat ein weiteres 4—6 maliges Gastspiel des Emser Stadttheater-Ensemble. Zu diesen Gastspielen wird ein Bons-Abonnent ausgegeben. Ein halb Dutzend Bons Loge 15 Mk., Sperrsitz 12 Mk., 1. Parguett 9 Mk. Die Bons haben zu jedem Gastspiel in beliebiger Anzahl Gültigkeit. Für größere Familien sehr zweckentsprechend. Der Theater-Verein hat aus dem Repertoir zur Aufführung für Gießen gewählt: „Der Kellermeister", „Die Puppe", „Der Landstreicher", „Die kleinen Lämmer", „Waldmeister" „Mikado".
* „Vorsicht! Tafelobst!" Durch Verfügung des Staatssekretärs wird den Postanstalten schonende Behandlung der Obst- und Tranbensendungen zur Pflicht gemacht. Solche Sendungen sollen beim Umladen thunlichst von Hand zu Hand weitergehen und behutsam niedergelegt werden. In Wagenräumen und Packkammern sind Obstsendungen derartig zu lagern. Empfohlen wird daher ein recht auffälliger Vermerk über dem Inhalt der Sendung, z. B.: Vorsicht! Tafelobst! Bitte nicht werfen!
p. H o chto uri st is che s. Die Reisezeit hat begonnen, und viele werden ihre Schritte nach Süden lenken, um in der kräftigen Hochgebirgsluft der Alpenländer Körper und Geist zu neuer Arbeit zu stärken. Denjenigen, welche ihre Reise nach der bergumkränzten Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck führt, sei der Be- such der „Starkenburger Hütte" im Stubai dringend empfohlen. Die Hauptorte des Stubaithales, g“™ f c™ ??? ^^ustift, sind von Innsbruck, bezw
m ^ ^ Brennerbahn aus leicht auf p^chtigen Wegen sowohl zu Fuß als mit Stellwagen ^o" hier aus gelangt man in 3—4 Ken Lr^ auf 9ut angelegten
^gen zur H a s l e r - G r u b e n, wo in 2250 Metern
Höhe die schmucke „Starkenburger Hütte" steht, welche die zwar kleine, aber mit um so größerer Liebe an der hehren Alpenwelt hängende Sektion Starkenburg des Deutschen u n d O esterr eich i s ch en Alpenvereins in Darmstadt hier errichtet hat. In überwältigender Weise repräsentieren sich die gewaltigen Eisriesen dec Stubaier Gletscherwelt: Wilder Freiger, Zuckerhütl, Wilder Pfaff, Schaufelspitze usw. Links von dem trotzig emporragenden Habicht grüßen die mächtigen Gestalten der Zillerthaler Gruppe herüber, während zur Rechten das Auge über die kühnen Felsgestalten der Kalkkögel bis hinüber znm blinkenden Alpeiner Ferner schweift. Vorzüglich ist man auf der „Starkenburger Hütte" — sowohl was Unterkunft als auch Verpflegung anlangt — aufgehoben. Die Bewirtschaftung der trefflich ausgestatteten, von jetzt bis Mitte September geöffneten Hütte liegt in den bewährten Händen der bekannten Neustifter Bergführer Michail Egger und Johann Hofer. Zahlreiche, der Sektion Starkenburg im vergangenen Jahr zugegangene Anerkenn ungs-Sch reiben beweisen, daß die Genannten das von der Sektion in sie gesetzte Vertrauen in vollem Maße rechtfertigen. Die „Starkenburger Hütte" erfreute sich schon im vorigen Jahre, dem ersten ihres Bestehens, der stattlichen Äe- sucheranzahl von 230 (die Thalbewohner ausgenommen.)
Aus Reffen und Dacbbargebieten.
rz. Vom Diinsbcrg In den Kreisen der Dünsberg- freunde hofft man die Erbauung des Dünsberg- turmes sowie die Veranstaltung der Dünsbergfeste werde immer weitere Kreise für den Dünèberg interessieren. Allein auch das am Sonntag abgehaltene Fest hat fast das Gegenteil bewiesen, indem aus den beiden Städten Gießen und Wetzlar nur spärliche Besucher erschienen waren. Sollen die Dünsbergfeste ähnlich den Feldbergfesten sich zu wahren Volksfesten gestalten, so müssen Einladungen an dieVereine der benachbarten Orte, namentlich an die Turnvereine ergehen. Werden die Vereine, welche gewiß einer solchen Einladung Folge leisten, aus der Höhe des Dllnèberges ihre Vorträge halten, sei es durch Gesang oder turnerische Uebungen, so werden die Dünsbergfeste, auf diese Art arrangiert, sicherlich ihre Wirkung nicht verfehlen.
o. Dutenhofen. Während der hiesige Gesangverein vor kurzem ein Sängerfest abgehalten, so steht auch dem Kriegerverein in diesem Jahr eine Festlichkeit bevor. Derselbe besteht nunmehr 25 Jahre und erfreut sich einer sehr großen Mitgliederzahl. Durch den Herrn Landrat ist dem Verein angekündet worden, daß die Fahnenschleife, welche Kaffer Wilhelm allen Kriegeroereineu bei ihrem 25 jährigen Stiftungsfeste überreichen läßt, bereits angekommen ist. Jedoch will der Kriegerverein von einer größeren Festlichkeit absehen und diese Feier mit der diesjährigen Kirmes verbinden
V Steinberg. (Fahnenweihe.) Unter dem Einfluß heißglühender Sonnenstrahlen bewegte sich am Sonntag ein Festzug von 18 Vereinen durch unsere Gemeinde. Es galt, das 33. Stiftungsfest der „Eintracht", soivie zugleich die neu geschaffene Vereinsfahne der Weihe zu unterziehen. Die Weiherede erklang kurz aber von eindringlicher Wirkung. Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Fahne in keiner Fabrik sondern in unserer Gemeinde selbst angefertigt wurde. Sic steht in Bezug aus Eleganz keiner anderen nach, und ist in Rücksicht auf unsere Vercinskasse von günstiger Wirkung. Der Gesangsreigen, unter welchem sehr ansprechende und freudige Gefühle erweckende Chöre zur Aufführung kamen, mußte unter der großen Hitze mehrfach Beeinträchtigung erfahren. Mit einbrechender Dunkelheit huldigten fast alle noch anwesenden Gesangsfreunde dem Tanze bis znm frühen Morgen. Sämtliche Festgäste erfreuten sich während ihres Aufenthaltes des Schutzes gegen die heißen Sonnenstrahlen. Ueberall frohes freudiges Leben ohne die geringste Störung, und die Anwesenden haben hier zur Genüge bewiesen, daß das Sprichwort: „Wo man singt, da laß dich ruhig nieder" doch kein leerer Wahn ist.
s. Wetzlar. Die Kreissynode Wetzlar, welche in diesen Tagen in unserer Stadt tagte, hat zu Deputierten für die im Monat August zusammengesetzte Provinzialsynode Herrn Pfarrer Fröhlich, Hochelheim und Herrn Lehrer Lochau, Gleiberg als Deputierte gewählt.
* Marburg, 30.. Juni Am Samstagabend stürzte ein aus Wetter gebürtiges Dienstmädchen beim Fensterpuhen aus dem dritten Stock eines Hauses zwischen den Treppen hinunter in den Hausgang, wo es besinnungslos liegen blieb. Es mußte in die Klinik geschafft werden.
□ Klein-Linden (Fund beimEisenbohnbau.) Die Regulierungsarbeiten der Dammrutschungen zwischen Gießen und Großen-Linden nehmen infolge der seit einigen Wochen herrschenden günstigen Witterungsverhältnisse einen recht erfreulichen Fortgang, und werden aller Berechnung nach mit Ende des kommenden Spätjahres beendet sein. — Bei diesen Erdabhebungen entdeckte vor wenigen Tagen ein Arbeiter verschiedene Gegenstände, die ihrem Bestand und ihrer Form nach doch etwa über 100 Jahre hier eine Begräbnisstätte gefunden haben. Da nebenbei ein Beil und eine Hacke sich vorfanden, so könnte wohl daraus gefolgert werden, daß hier vor Zeiten ein Mord staltgefunden und der Thäter seine Werkzeuge am Thatort zurückgelassen und begraben habe.
u. Kirchgönè, 30. Juni. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand am gestrigen Sonntag das Bundesfest des Wetterauer Turnerb undeè, verbunden mit der Fahnenweihe des Turnvereins „Vorwärts" statt Am Vormittag wurde das Einzelwettturnen der verschiedenen hier erschienenen Vereine abgehalten.
n. Butzbach, 30. Juni. Das Kriegsgericht hielt am Samstag in Frankfurt eine lange Sitzung hinter verschlossenen Thüren ab. An einem verschwiegenen Ort
der Kaserne zu Butzbach hatte man an der Wand Zeichnungen entdeckt, die mit überraschender Aehnlichkeit Offiziere des Battaillons in Karrikatucen Wiedergaben. Man fahndete nach dem Zeichenkünstler und entdeckte ihn schließlich in der Person des Ingenieurs Friedrich Wilhelm Wüst, der seinerzeit einjährig gedient hatte und jetzt seine erste ächtwöchentliche Uebung bei der 2. Komp, des 168. Jnf.-Regts. machte. Das Kriegsgericht verurteilte ihn wegen Beleidigung und Achtungs- Verletzung zu sechs Monaten Gefängnis.
Friedberg, 1. Juli. Morgen Mittwoch, 2. Juli von von 11,30 Uhr Vormittags ab, findet hier im großen Saale des „Hotels Trapp" die Jahresversammlung der „Evangelischen Konferenz statt. Bei derselben wird Herr Pfarrer O. Schulte von Beuern bei Gießen über die Frage: „Worin erkennt der Bauer des nördlichenoberenVogelsberges Dasein und Wirken Kottes?" ein Referat erstatten, und hieran sich eine Diskussion onschließen. Das interessante und seit dem Erscheinen des Drewsffchen Werkes „Evang. Kirchcnkunde" (zunächst für Sachsen doppelt bedeutsame Thema wird gewiß viele Besucher herbeifühcen. Außer den Mitgliedern und näheren Freunden der Konferenz sind auch sonstige Gäste herzlich willkommen.
Lauterbach. In den letzten Tagen haben sich hier im Zeitraum von wenig mehr alè einer Woche drei Personen durch Erhängen entleibt und ein Mann, der trunken heimkam, wurde von seiner Frau derart aus den Hinterschödel mit einem schweren Stück Holz geschlagen, daß der Tod durch Verblutung eintcat.
fc. Frankfurt a. M., 30. Juni. Gestern und heute erlitten hier mehrere Personen Hitzschlag. Heute Vormittag gegen 10 Uhr, als die 2. Komp 81. Jnf.-Rgts. von einer Felddienstübung heimkehrte, brach in der Tauuusanlage der Musketier Kraus plötzlich zusammen Er war noch nach einer halben Stunde bewußtlos und mußte mit dem Rettungswagen in das Lazarett gebracht werden.
fc. Offenbach, 30. Juni. Einer hierher gelangten Depesche zufolge ist im Golf von Mexiko der Weißbindermeister Karl Nilson von hier auf dem Dampfer „Asia" über Bord gesprungen und ertrunken.
Darmstadt, 29. Juni. Die ursprünglich am 28. Juni von London beabsichtigte Rückreise des Großherzogs wurde bis auf weiteres verschoben.
** Darmstadt. Unser Prinzeßchen Elisabeth hatte sich eine starke Erkältung mit Husten 2t. zugezogen, sodaß es besonderer Pflege bedurfte, und die anfangs beabsichtigte Reise nach Coburg unterbleiben mußte. Wie wir jetzt zu unserer Freude vernehmen, ist sie wieder auf dem Wege der Besserung.
A Darmstadt, 30. Juni. Die verschiedenen Ausschüsse der ersten Kammer der Landstände werden Dienstag den 1., Mittwoch den 2, und Donnerstag den 3. Juli zur Beratung der von der ersten Kammer erledigten Gegenstände zusammentreten und dürften die Plenar-Sitzungen nächsten Dienstag beginnen. —
dt. Darmstadt, 30. Juni. Von dem letzten gestern Abend aus dem Odenwald hier eintreffenden Zug sind bei Kirch-Brombach zwei Wagen entgleist. Der übrige Teil des Zuges kam mit mehrstündiger Verspätung hier an.
= Darmstadt, 30. Juni. Am Samstag fand im Kaisersaal die Eröffnung der Aquarien- und Terrarien« Ausstellung des Vereins „Hottonia" statt. Die Ausstellung bietet dem Freund der Tierwelt, insbesondere der Fische und Amphibien, mancherlei Neues und Interessantes.
* Darmstadt. Wie schon berichtet, werden unsere Truppen am 26. August zu den Manövern ausrücken und wird der Regimcntsstab des Jnf.-Regts. 115 am ersten Tag in Münzenberg, Butzbach, Griedel und Gambach einquartirt werden und findet zunächst Gefechtsschießen im Manövergelände statt, »voran sich die Brigade-, Divisions- und Corps-Manöver schließen.
Mainz, 30. Juni. Als gestern Mittag ein Herr die Grebenstraße passierte, ivurde ihm von einem entgegenkommenden unbekannten Menschen die Busennadel mit einem Griff abgerissen. Die lleberraschung des HebersaIlenen war so groß, daß der freche Straßen- räuber mit seinem Raube davoneilen konnte.
Mainz, 30. Juli. In der Samstag Nacht ist bei einem Streit einem Arbeiter fast die ganze linke Hand am Gelenk durchschnitten worden, während ein anderer einen tiefen Stich in den Oberarm erhielt.
Wegen unlauteren Wettbewerbs hat der Vorstand des Vereins Mainzer Kaufleute gegen das Manu- fakturwarengeschâst von Fritz W. Wagner Klage erhoben. Wagner war im Juni in Konkurs geraten, die bedeutenden Warenbestände wurden vom Konkursverwalter zu billigen Preisen an einen Berliner Unternehmer verkauft, der den Ausverkauf dem Wagner übertrug. In Inseraten und Pla- katen wurde angekündigt, daß der Ausverkauf der Waren- bestände aus der Fritz W. Wagner'schen Konkursmasse zu billig taxierten Preisen stattfinde. Von den Klägern wurden besonders die Bezeichnung „Konkursmasse zu billig taxierten Preisen" beanstandet, weil damit der Glaube erweckt werde, die Waren seien vom Konkursverwalter taxiert worden, was nicht der Fall sei. Auch seien aufgekanfte Waren nachgeschoben worden. Die Kammer für' Handelssachen entschied dahin, daß der Wortlaut für Inserate und Plakate zu verbieten sei. Bei Zuwiderhandlungen wurde eine Geldstrafe Bon 1000 Mk angesetzt. Auch bei der Staatsanwaltschaft ist Anzeige wegen unlauteren Wettbewerbs erstattet worden.
Bodenheim, 30. Juni. Gestern Mittag ertrank der kaum 17jährige Schreiner Eckardt aus Sachsen beim Baden im offenen Rhein.
Hus dem GericbtsfaaL Strafkammer.
Gießen, 1. Juli
Vorsitzender ist Dr. Güngerich. Der Gastwirt Jakob Berg aus Traiè-Horloff ist angeklagt, einen polnischen Berg-


