Ausgabe 
17.5.1854
 
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1350 E.

Hauſe gelaſſen. Eines Morgens kam die Nachricht von Richard's Tode. Er war tapfer kämpfend gefallen; der alte Devereux las unter Thränen den Brief, worin ein Kamerad des Gefallenen die traurige Nachricht mittheilte, und ſah mit Kummer, daß ſeine Tochter von dem Verluſt ihres Mannes nicht ſtärker ergriffen war. Wohl trauerte ſie um ihn, denn Guillaume war ſtets freundlich gegen ſie geweſen, er war brav und gut; aber eine ſtarke Aeußerung ihrer Trauer war ihr, die ſtets ernſt, nachdenkend und ſorgenvoll war, nicht möglich: ſo erſchien ihre Theilnahme geringer, ihr Gefühl ſchwächer. i ö

Der alte Richard war der Nächſte, der in's Grab ſank. Seine letzten Tage waren glücklicher geweſen, nur das geheimnißvolle Schweigen und die finſtre Traurigkeit ſeiner Tochter hatte den Greis bekümmert. Marguerite Beranger wohnte mit ihrer kleinen Tochter in dem Hauſe des Vaters; ſie pflegten die Blumen, die er ſo ſehr ge⸗ liebt hatte, und gingen jeden Abend zuſammen am Ufer des Fluſſes.

(Schiuß folgt.)

Kirchenbuchs-Auszug von Friedberg. Monat April. Getraute:

2. Jacob Nikolaus Stamm, hieſiger Bürger und Schrei⸗ nermeiſter, ein Wittwer, und Anna Maria Kunigunde Zanner, des Bürgers und Schuhmachermeiſters zu Kulmbach, im Königreich Baiern, Johann Konrad Simon Zanner eheliche ledige Tochter. a

17. Friedrich Wilhelm Philipp Caspar Jung, hieſiger Bürger und Lehrer an der evangeliſchen Schule zu Mainz, des hieſigen Burgers und Fruchtmeſſers Jo⸗ hann Michael Jung ehelich lediger Sohn, und Eliſa⸗ betha Helena Hatteroth, des hieſigen Bürgers und Handelsmannes Wilhelm Heinrich Hatteroth eheliche ledige Tochter. f i

27. Hermann Philipp Juſtus Lang, Feldwebel im zweiten Bataillon des vierten Großherzoglichen Infanterie⸗ Regimentes, des verſtorbenen Brigadiers der Gens darmerie Nikolaus Lang dahier ehelich lediger Sohn, und Maria Helena Margarethe Magdalene Edling, des Großherzoglichen Verwalters in Marienſchloß Georg Edling eheliche ledige Tochter.

Getaufte:

2. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Muth II. ein Sohn, Heinrich, geb. den 23. März.

8. Eine uneheliche Tochter, Johanna Margaretha, geb. den 25. März. i

16. Dem hieſigen Bürger und Weißgerbermeiſter Jacob Dörr eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 17. März.

16. Dem Feldwebel im zweiten Bataillon des vierten Groß herzoglichen Infanterie-Regimentes Johannes Kißler ein Sohn, Johann Heinrich Ludwig, geb. den 27. März.

16.

16.

17. 17.

17.

22 23.

23. 23.

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30.

30.

14.

14.

20.

29.

Dem hieſigen Bürger, Gaſtwirth und Oekonomen Georg a

Ulrich eine Tochter, Katharina Chriſtina Eliſabethe Karoline, geb. den 31. März.

Dem hieſigen Bürger, Maler und Weißbindermeiſter Wilhelm Zimmermann eine Tochter, Katharine, geb. den 25. März.

Dem hieſigen Bürger und Baumwollenweber Stephan Finzel ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 5. April. Dem Bürger zu Wiſſelsheim, Kreiſes Friedberg, und Schneidermeiſter Heinrich Walther ein Sohn, Karl Ludwig, geb. den 1. März.

Dem Bürger zu Horchheim, Kreiſes Worms, und Ziegler Peter Wendel dahier eine Tochter, Katharine, geb. den 15. März.

Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Ludwig Ernſt Zöll ein Sohn, Georg, geb. den 16. April. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Johann Daniel Auguſt Fritz eine Tochter, Maria Katharina Eleonore, geb. den 17. März.

Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Georg Franz Dietrich ein Sohn, Heinrich Karl, geb. den 4. April. Dem Unteradjutanten im vierten Großherzoglich en Infanterie-Regiment Friedrich Wilhelm Dähler ein Sohn, Bernhard Balthaſar, geb. den 13. März. Dem Großherzoglichen Profeſſor am evangeliſchen Pre⸗ digerſeminar und Stadtpfarrer dahier Wilhelm Heinrich Seel eine Tochter, Charlotte Eliſabethe, geb. den 6. März.

Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Heinrich Volp ein Sohn, Johann Karl Gottlieb, geb. den 20. April.

Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Philipp Briel ein Sohn, Adam Chriſtian Friedrich Wilhelm, geb. den 5. April.

Beerdigte:

Ein ungetauft verſtorbenes Zwillingsſöhnchen des Feld⸗ webels im zweiten Bataillon des vierten Großherzog⸗ lichen Infanterie-Regimentes Johannes Kißler, alt 11 Tage, 1 den 8. April. Johannette Catharina Clara Emilie Rauſch, des hie ſigen Bürgers und Mehlhändlers Adam Rauſch II. eheliches Töchterchen, alt 8 Monate und 26 Tage, T den 12. April.

Anna Eva Kuh, des verſtorbenen hieſigen Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Johann Jacob Kuh hinter⸗ laſſene Wittwe, geb. Hofmann, alt 59 Jahre, t den 13. April.

Margarethe Helene Amalie Hahn, des hieſigen Bür⸗ gers und Materialiſten Heinrich Hahn eheliches Töch⸗ terchen, alt 3 Jahre, 10 Monate und 19 Tage, 1 den 18. April.

Johann Georg Rauſch, Bürger und Säcklermeiſter dahier, alt 68 Jahre, 7 Monate und 11 Tage;den 27. April.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

N MN Edictalla dung. (713) Gegen den abweſenden Conrad Allen⸗ dörfer von Oberrosbach iſt von Peter Blecher I. eine Hypothekforderung von 250 fl. mit Zinſen ausgeklagt, und die Ladung früher ſeinen An⸗ gehoͤrigen bekannt gemacht worden. Da nun der Hypothekenverkauf ſtattgefunden hat und deßhalb eine öffentliche Ladung des Abweſenden geboten erſcheint, ſo wird Conrad Allendörfer hiermit aufgefordert, ſogewiß bis zum Dien⸗

gegen die

tag den 13. Juni allenfallſige Einwendungen Forderung ſelbſt und den Verkauf hier vorzubringen, als er ſonſt damit ausge⸗ ſchloſſen und der Verkauf ratificirt werden wird. Friedberg den 26. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Edietalla dung. (675) Der im Jahr 1754 geborene, ſeit lange abweſende Johannes Philippi aus Fauer⸗ bach II., oder ſeine etwaigen Leibeserben werden aufgefordert, Anſprüche an das vorhandene, den Inteſtaterben ſchon früher gegen Caution über⸗ laſſene Vermögen binnen 3 Monaten von heute

an hier anzuzeigen, gegenfalls daſſelbe jenen eigenthümlich überwieſen und die geſtellte Cau⸗ tion für erloſchen erklärt werden wird. Friedberg den 26. April 1854. Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann. Editiert de (131) Die im Jahr 1776 geborene, längſt abweſende Anna Catharina Gemecker von Flor⸗ ſtadt oder deren Leibeserben werden aufgefor⸗ dert, Anſprüche an das ſeither curatoriſch ver⸗ waltete Vermögen jener binnen 3 Monaten ſo gewiß bier geltend zu machen, als ſonſt daſſelbe den bekannten Inteſtaterben der Abweſenden

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