Ausgabe 
15.3.1854
 
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Bekanntmachungen von Be hoͤrden.

SNN rei grun g. (270 Mittwoch den 19. April d. J., Vor- mittags 10 Uor, werden in hieſigem Rathhauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Philipp

Konrad Kopp dahier, namlich: Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. 168 Nr. 7 52 Ruthen Garten in der 10. Gewann, 220 28 41% Ruthen desgleichen in der 17. Gewann an der Ockſtaͤdter Gaſſe, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 25. Februar 1854. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Gr. Ortsgerichts Bender.

Bekanntmachung.

(857) Dienſtag den 21. J. M., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende, der Pfarrei Friedberg gehörende Wieſen auf den Zeitraum von neun Jahren meiſtbietend verpachtet mit dem Anfügen, daß die in der Gemarkung Friedberg liegenden Wie ſen erſt im Einzelnen, ſodann im Ganzen der Verpachtung ausgeſetzt werden. Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. Nr. Klftr. Ruth.. 772 3 438,4= 223 in der 2. Gewann im Straßheimer Grund an Pbilipp Preußer. 75 18 992,2= 505 daſelbſt an Ludwig Konrad Trapp. 790 1 3171,22 21613 in der Lach, an der Stadt Friedberg. Gemarkung Ockſtadt: 2 Viertel, 24 Ruthen Wieſen auf der Bleiche Friedberg am 13. März 1854. Für den Kirchenvorſtand: Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender.

Bekanntmachung.

(358) Donnerſtag den 16. l. M., Nachmit⸗

tags um 6 Uhr, wird an Ort und Stelle der

dem Hospital zum heiligen Geiſt gehörende,

zunächſt am Viadukt liegende Garten in ſechs

ſchicklichen Abtheilungen auf den Zeitraum von drei Jabren meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 13. Marz 1854.

Der Groß berzogl. Bürgermeiſter

Bender.

ol serfteigerung.

(389) Dienſtag den 21. l. M., Nachmittags

um 2 Ubr, werden in hieſigem Rathhauſe von

dem Fruchtvorrathe der milden Stiftungen da⸗

hier 25 Malter Korn und 20 Malter Gerſte,

zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 13. März 1854. Für den Kirchenvorſtand:

Der Großberzogl. Bürgermeiſter

Bender.

Fruchtverſtei gerung.

(360) Donnerſtag den 23. März l. J., von Morgens 10 Uhr an, ſollen von dem Gräflich Sölms⸗Rodelheim'ſchen Speicher zu Münzen berg, in der Behauſung des Gräflichen Ver⸗ walters Wagner daſelbſt,

7 1 0

25* 18531 Ernte, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge macht werdenden Bedingungen öffentlich ver ſteigert werden.

Aſſenheim den 7. März 1854.

Grafl. Solms⸗Rödelheim'ſche Fruchtverwaltung.

83 E.

Verfügung in Sachen des Oekonomen Johannes Goy zu Hirzbach, Klägers, gegen die unbekannt wo abweſende Ehefrau des Gärtners Wilhelm Remele, Katharine Chrlſtine, geb. Geiſſel, zu Marköbel, Verklagte, Wegen Pfand- und Darlehensſchuld.

(315) Der Kläger hat gegen die Verklagte die nachfolgende Klage hier vorgebracht: Kurfürſtliches Juſtiz-Amt! In Sachen des Oekonomen Johannes Goh zu Hirzbach, Klägers, gegen die unbekannt wo abweſende Ehefrau des Gärtners Wilhelm Remele, Katharine Chriſtine, geb. Geiſſel, zu Marköbel, Verklagte, wegen Pfand- und Darlehnsſchuld, exhibirt des erſteren Anwalt Klage in duplo. Hat 5 Anlagen A. B. C. D. E.

Fuͤr den Kläger ſoll ich, mich in der Anlage A zum Prozeß legitimirend, einem Kurfürſt⸗ lichen Juſtiz⸗Amt folgendes klagend vorſtellen:

Mein Client hat dem Philipp Geiſſel sen. zu Marköbel 1) am 13. Januar 1848 ein Darleben von 60 Thlr. und 2) am 23. September 1849 ein weiteres Darlehen von 14 Thlr. 25 Sgr. 9 Pf. dargeliehen. Der Schuldner hat beide Darlehen vom Tage des Empfangs mit 5 Procent zu verzinſen verſprochen, und zur Sicherheit derſelben, ſammt den Zinſen und Koſten dem Kläger nach der Hppotgek, Anlage B, folgendes Immobile:

16 Ruthen ein Wohnhaus in der Kirchgaſſe, neben Schullehrer Wennel und den

Präſenz Hanau, gerichtlich verpfändet. Nachdem dies geſchehen, hat der Philipp Geiſſel dieſes Pfand nach der Anlage G. an die Beklagte veräußert, welche daſſelbe nach dem Steuerbuchs Extract in D zur Zeit im Beſitze hat, und nach der Beſcheinigung in E unbekannt wo abweſend iſt. Der Kläger hat den Schuldner Geiſſel auf Rückzahlung beider Darlehen mit den vom Darlehn sub 1 ſeit dem 13. Januar 1849 und vom Darlehn sub 2 ſeit dem 23. September 1850 rück⸗ ſtehenden Zinſen bei dieſem Gericht belangt, in Folge deſſen derſelbe auch durch rechtskräf⸗ tigen Beſcheid vom 1. Juli 1853 verurtheilt ift, dem Kläger das Darlehn sub 1 mit 60 Thlr. nebſt den Zinſen davon zu fünf Procent ſeit dem 13. Jan. 1849 und das Darlehen sub 2 nebſt Zinſen zu 5 Procent ſeit dem 23. September 1850 nebſt den bierdurch entſtandenen Koſten ad 2 Thlr. 8 Sgr. 2 Pf. zu bezahlen. In der Exccutions-Inſtanz hat ſich indeſſen die Inſolvenz des Geiſſel ergeben, daber dem Kläger nichts anderes übrig bleibt, als gegen die Beklagte als Beſitzerin ſeines Pfandes klagbar zu werden, und in Entſtehung der Güte zu bitten:

Die Imploration zur Herausgabe des dem Kläger verpfändeten Hauſes behufs

ſeiner Befriedigung ob der libellirten Darlehens ſammt Zinſen- und Koſtenbeträge,

ſowie zum Erſatz der durch dieſes Verfahren erwachſenden Prozeßkoſten zu verurtheilen.

Beweis über die Klagbehauptung trete ich durch Eidesdelation an.

Da eine Behändigung der Klage an die Beklagte nicht thunlich iſt, ſo wird beantragt: dieſelbe und zwar zur Erſparung größerer Koſten nur nach ihren weſentlichen Beſtand⸗ theilen durch öffentliche Blätter zur Kenntniß der Verklagten zu bringen und ihre Erklaͤ⸗ rung darauf unter dem geſetzlichen Rechtsnachtheile mit dem Hinzufügen aufzugeben, daß weiter in der Sache ergebende Verfügungen nur mittelſt Anſchlags am Gerichtsbrett zu ihrer Kenntniß gebracht werden ſollen.

Hierüber ꝛc. ꝛc. Hochachtungsvoll

Eines Kurſürſtlichen Juſtiz-Amts gehorſamer Bauſcher.

Da nach Klaganlage E dieſe abweſend und ihr Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo wird ihr durch dieſe öffentliche Vorladung aufgegeben, den Kläger klaglos zu ſtellen, oder etwaige Einreden im Termin den

5. Mai d. J., Morgens 10 Uhr, Contumacio-Zeit,

beim Nachtheile Eingeſtändniſſes und der Ausſchließung bier vorzubringen und deren Beweis an utreten.

i Zugleich wird ſie benachrichtigt, daß die Einſicht der Klaganlagen in der Gerichtsſtube, vor und im Termin ihr geſtattet wird und daß die weiter zu erlaſſenden Verfügungen zu ihrer Ein⸗ ſicht nur vor dem Gerichtszimmer in dem dazu beſtimmten Gitterſchranke werden angeſchlagen werden.

Windecken den 28. Februar 1854.

Kurfürſtl. Heſſ. Juſtiz⸗ Amt Theis. jäbrigen Eichen- Lohrinde von 350 Centner 22jäbrigem Beſtande, aus hieſigem Gemeinde- walde auf dem Gemeindehauſe dapbier verſteigert. Holzbauſen den 10. März 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter Nied.

Bekanntmachung. (363) Freitag den 17. d. M., Morgens 10 Ubr, ſoll die Anfertigung einer Mauer um den neuen Friedhof zu Langenbain, ſowie die Lie- ferung des bierzu erforderlichen Kalks an den Wenigſtfordernden übergeben werden.

Ziegenberg den 10. März 1854. Der Großberzogl. Buͤrgermeiſter Rumpf.

Bekanntmachung. (3610 Montag den 20. d. Mts., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Bataillons- verwaltungsraths dahier das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Mannſchaft, parthieweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich ver ſteigert werden. Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht.

Friedberg den 11. März 1854. In Auftrag: Nicola, Oberquartiermeiſter.

Eichen-Lohrinden-Verſteigerung.

(362) Donnerſtag den 30. März l. J., Vor- mittags 11 Uhr, wird das Ergebniß der dies⸗