Fruchtverſteigerung.
(335) Von den 1853r Fruchtvorrätben des dieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung:
1) zu Butzbach in dem Gaſthauſe zum Heſſiſchen Hof, Mittwoch den 26. April d. J., Vormütags 10 Ubr, von dem Speicher daſeleſt: 1 Malter Waizen, 47 Malter Korn, 18 Malter Gerſte und 9 Malter Hafer;
2) zu Friedberg in dem Gaſthauſe zum Maulbeerbaum, Freitag den 28. April d. J., Vormittags 10 Uhr:
a) von dem Speicher zu Friedberg: 8 Malter Walzen, 77 Malter Korn und 27 Malter Gerſtez b) in Stammheim lagernd 20 Malter Hafer. Friedberg den 7. April 1854. Großberzogliches Rentamt Friedberg. In Erledigung der Rentamtmannsſtelle: Grünewald, Finanz⸗Acceſſiſt.
ungefähr
Bekanntmachung, vetreff.: Holzoerſteigerung im Großherzoglichen Domanialwald Burgwald, der Ober- förſterei Oberrosbach. 556) Donnerſtag den 20. und Freitag den 21. d. M. wird das nachverzeichnete Holz er öffentlichen Verſteigerung an die Meiſtbie- enden ausgeſetzt: 1% Stecken Birken-Scheitholz, 1½ Stecken Buchen-, 49½ Stecken Birken,, 7% Stecken Nadel-, 10% Stecken Aspen⸗
Prugelhelz, N 1 Stecken Buchen-, 101 ¼ Stecken Birken⸗, 7 Stecken Nadel-, 8 Stecken Erlen—
Stockbolz, a 2350 Wellen Buchen-, 9975 Wellen Birken⸗ und Eichen-, 5625 Wellen Erlen⸗, Aspen⸗ und Nadel-Reisholz, 5 1 Eichen⸗ und 1 Fichten⸗Stammabſchnitt, erſterer 14 Zoll und 13 Fuß—, und letzterer 7 Zoll und 31 Fuß Durchmeſſer und Länge. a An jedem der beiden Tage kommt ungefähr zie Hälfte des Quantums, die beiden Stamm. abſchnitte am erſten Tag zum Aus gebote, womit edesmal Morgens pracis 8 Uhr im Schlag er. X. des Burgwaldes begonnen wird. Oberrosbach den 7. April 1854. Großherzogliche Oberforſterei Oberrosbach Bingmann.
Garnverſteigerung.
537) Oyngefähr 130 Pfund aus feinem Braunſchweiger Flachs durch die hieſigen Orts- amen gut geſponnenes Garn, sollen Dienſtag en 18. April d. J., des Vormittags um 10
Uhr, im Rathhauſe dahiter verſteigert werden.
Reichelsheim den 8. April 1854. 5 Schmid, Bürgermeiſter.
Lohrinden⸗Verſteigerung.
58) Mittwoch den 19. April l. J., des Nachmittags um 1 Uhr, ſoll das Ergebniß der ziesjährigen Eichen⸗Lohrinden im Gemeindewald zabier, circa 60 Centner 18jähriger Stockaus— chlag, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth am 8. April 1854. 215 Großherzogliche Bürgermeiſterei Steinfurth Thönges.
Gefunden.
1859) Vor ungefähr drei Wochen wurde an
ver bleſigen Gemarkung in dem Sodler Gemein—
„ewald eine große Spannkette gefunden; der
Eigenthümer kann dieſelbe gegen Erſtattung der
Inſeratgebühren bei mir in Empfang nehmen. Steinfurth am 8. April 1854.
Der Großherzogliche Bürgermeiſter Thönges.
2 115«.
. Holzverſteigerung im Moxrſtädter Markwald, Oberförſterei Dü— delsheim.
(560) Mittwoch den 12. April l. J. ſollen in den Diſtricten Buchwald, Floras und Krebs— berg, folgende Holzſortimente oͤffentlich verſtei— gert werden:
57 Stecken Buchen⸗Scheitholz,
19 1 5 Prugetholz, 139%„„ Stockpolz, 1½„ Eichen⸗Scheupolz, 17½7„ Stockpolz,
4500 Buchen-Stammwellen,
1 Stamm Eichen-Bau-, Werk- und Nutz⸗ holz, 23 Fub lang und 22 Zoll Durch⸗ meſſer.
Die Zuſammenkunft iſt Vormittags 10 Uhr in Niedermoxſtadti. Zahlungofriſt wird gegen annehmbare Bücgſcheine bis Martini 1894 ge- ſtattet.
Obermoxſtadt am 28. März 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Obermoxſtadt
Mickel.
INN
g—. Privat- Bekanntmachungen. Aufforderung.
(549) Alle, welche an Herrn Direktor Dr. Roller, oder die Taubſtummen-Anſtalt, oder einzelne Taubſtummen Forderungen zu machen haben, wollen ihre deßfallſigen Rechnungen bis
zum 20. d. M. an mich gelangen laſſen. Fauerbach II. den 4. April 1854. Ur. Matthias.
W Zur Beachtung! (483) Wald-, Wieſen- und Feldſamen ſind wieder in ausgezeichnet guter Qualitat vorräthig und werden zu billizen Preißen ab— gegeben von der Jacob Steingäſſer'ſchen Samenbandlung in Miltenberg am Main.
Von Braunkohlen iſt bedeuten⸗ der Vorrath (640) auf der Buderus'ſchen Grube beim
Heſſenbrückenhammer und werden zu folgenden herabgeſetzten Preiſen abgegeben:
holzige per Centner 18 kr.
grobe Stückkohlen=„ 13
„ Brockkohlen„ 10
feine*** 8*
Empfehlung. (815) unterzeichnete empfiehlt den Sand
ihrer Sandgrube den Maurern, Weißbindern, ſowie auch den Gartenbeſitzern zu Gartenpfade. Friedberg im April 1854 Emmerich Gerhardt's Wittwe. eignen
(547) Ein vorzüglicher Flügel kiſt wegen Man⸗ gel au Raum billig zu verkaufen. Zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes.
e
(561) Zwei möblirte Zimmer, welche gleich nach Oſtern bezogen werden können, hat zu vermiethen
Friedberg. Heinrich Gerth.
15 Malter Kartoffeln
(862) ſind dabier zu verkaufen. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes.
100 fl. Vormundſchaftsgelder
(563) liegen zum Ausleihen bereit bei Bönſtadt. Feiſt Löwenthal.
Abſchrift. (6560 Die Unterzeichneten danken hiermit Ibrem Freunde und Begleiter C. Schwarz von Echzell für die ſich für unſer Fortkommen gegebene Mühe und empfehlen oben Genannten allen Auswanderern aufs beſte, namentlich da wir geſeben haben, wie es den nicht durch Prn. Schwarz expedirten Auswanderern ergangen hat. Bremerhafen den 3. April 1854. Karl Etſch von Lich, Karl Kolonius von Wächtersbach, Philipp Buch von Lich, Ph. J. Vogt von Lich, Heinrich Dietz von Lich, Johannes Greif von Biſis, Reinhard Schneider von veidhecken, Kon— rad Schäfer von Wohnbach, Friedrich Reuß von Lich, Joh. Fourier von Mel— bach, Anton Kaiſer von Melbach.
Die Unterſchriebenen ſagen hiermit dem Hrn. Agenten Karl Schwarz von Echzell, obgleich wir mit einem andern Agenten, welcher uns nicht begleitete, Accord abgeſchloſſen hatten, für die uns zu Theil haben werdende Unterſtützung unſern verbindlichſten Dank und empfehlen den— ſelben allen Auswanderern aufs beſte.
Bremerhafen den 3. April 1854.
L. Wagner mit Familie, Theodor Schnei⸗ der, Pho. Malkomeſius mit Schweſter von Gießen.
Es wird hiermit beſcheinigt, daß das die Ab— ſchrift von dem wirklichen Original iſt.
Echzell am 9. April 1854.
Der Großherzogliche Bürgermeiſter
Stoll. Abſchrift.
565) Es iſt unſere Schuldigkeit, unſern Agenten, den Herrn Schwarz von Echzell, für ſeine uns wäbrend der Reiſe nach Bremen ge— leiſteten Dienſte unſern wärmſten und herzlich⸗ ſten Dank auszuſprechen, da derſelbe mit vieler Liebe und Aufopferung unermüdet dafür Sorge getragen hat, uns jede mögliche Bequemlichkeit zu verſchaffen, und uns gegen alle Nachtheile zu ſchüen. Wir haben geſehen, wie andere Auswanderer um das ihrige gekommen ſind, baben bei Agenten bezahlt und mußten in Bremen wieder bezablen; unſer Agent batte ſo geſorgt, daß unſere Reiſe ohne Aufenthalt fort ging; bier in Bremen liegen viele 1000 Men⸗ ſchen, und wir reiſen gleich ab. Wir ſchreiben dieſes, damit die Auswanderer ſich auch an unſern lieben Agenten Schwarz wenden, dei dem ſind ſie ſicher. Bremen den 1. April 1854. Geweſener Forſtwarth Schmidt v. Wohn⸗
bach, Conrad Lißfeld v. Obbornbofen, Georg Biwowarneck v. Wohnbach am
erſten April 1854 in Bremen, Gottfried Mades, Jobs. Morbach, Jacob Decke—
bach, Reinhard Schneider, Johs. Hinkel
und Jobs. Greif v. Biſſes, Charlotte
Rau v. Biſſes, Konrad Ritz v. Efolter—
bach, Georg Karl Momberger v. Rodheim.
Georg Biwowarneck beſcheinigt dem Herrn Schwarz noch mit der ganzen Geſellſchaft, daß er uns ſer gut bewird hat, die andere aber ihre Leute ſer ſchlecht.
Es wird hiermit beſcheinigt, daß das die Abſchrift vom wirklichen Original iſt.
Echzell am 9. April 1854.
Der Großherzogliche Bürgermeiſter
Stoll.
Zn der (566) Ein zur Curatel des Chriſtian Müller gehörendes Pferd, 1 Habn. 2 Hübner und zwei Paar Tauben, werden Mittwoch den 12. April, Nachmittags 2 Uhr, bei Wirth Wagner dahier meiſtbietend verkauft.
Friedberg den 10. April 1854.
Die Curatoren: Michael Jung. Karl Müller.


