Ausgabe 
8.3.1854
 
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Cautionen aber zurückgegeben und gelöͤſcht wer- den ſollen.

Gleichzeitig ergebt an den miterbberechtigten Neffen des Abweſenden, Jobann Heinrich Schnei der in Baltimore biermit Aufforderung in gleicher Friſt ſeinen Antbeil an dieſer Erbſchaft in Empfang zu nehmen, widrigenfalls ſolcher curatoriſch verwaltet werden ſoll.

Altenſtadt den 28. Februar 1854.

Großberzogl. Landgericht Gilmer.

dolreeſe ige rung in der Oberförſterei Münzenberg. (3110 Mittwoch den 15. d. M. ſoll das dem Großh. Fiskus iu dem Rockenberger Mark- wald durchs Loos zugefallene Markloosholz, be⸗ ſtehend in 219% Stecken Buchen⸗Scheitholz Ur Klaſſe, 8 Prügelholz» 1868 ¼ Stück Buchen⸗Wellen, unter den an dieſem Tage vor der Verſteige rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens 9 Uhr hauſe Obbornhofen am 2. März 1854 Der Großh. Oberförſter der Oberfoͤrſterei Münzenberg Marchand Marktanzeige. (312) Mit Genehmigung der höchſten Staats- beporde iſt der auf den 28. und 29. März d. J. angeſetzte Markt auf Dienſtag den 18. April d. J. und zwar blos auf dieſen einen Tag verlegt worden, was ich mit dem An- fügen zur Kenntniß des handelnden Publikums bringe, daß für die Folge der hieſige Frühjahrs markt ſtets den dritten Oſtertag und nur an dieſem einen Tag abgehalten wird. Vilbel den 25. Februar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Pine Bekanntmachung.

(313) Auf Betreiben des Gutsbeſitzers Fried⸗ rich Adalbert Sarg zu Dorheim ſollen nach- folgende dem Dr. jur. Jaup allda wegen rück- ſtändigen Pachtgeldes gepfändete Gegenſtände:

15% Fuder Roggenſtroh,

1 Chaiſe,

1 langer Leiterwagen,

1 gußeiſerne Schrotmühle,

8/ Fuder Watzenſtroh,

1 Wagen mit Dungbretter,

8 complette Pferdegeſchirre,

% Fuder Gerſtenſtroh,

1/½ Haferſtroh,

1 Erbſenſtroh,

2 Fegemüblen,

2 lange Ernteleitern, öffentlich zwangsweiſe an den Meiſtbietenden verkauft werden und iſt mit Vornahme dieſes Verkaufs der unterzeichnete Actuar von Gerichts- wegen beauftras gt worden.

Termin zur Verſteigerung der Pfänder wird auf

den 13. k. M., Vormittags 9 Uhr,

nach Dorbeim auf den Hof des betreibenden Klägers beſtimmt, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden.

Nauheim am 28. Februar 1854.

Schlarbaum, . Actuar.

rene.

431) Die der Gemeinde Münzenberg, in der Saua, Münzenberg zuſtehende Jagd, ſoll kommenden Samſtag den 11. d. M., des Vormittags um 9 Uhr, auf hieſigem Ratbb auſe öffentlich meiſtbietend auf ſechs nach einander

folgenden Jahren verpachtet werden.

Münzenberg den 4. März 1854. Der Großherzogl. Bürgermeiſter

Dlehl.

am Forſt⸗

735 Verfügung

in Sachen zu Hirzbach, Klägers,

gegen die unbekannt wo abweſende Ehefrau des Gärtners Wilhelm Remele, Katharine Chriſtine, geb. Geiſſel, zu Markoöbel, Verklagte,

Wegen Pfand- und Darlehensſchuld

(315) Der Kläger hat gegen die Verklagte die nachfolgende Klage hier vorgebracht: Kurfürſtliches Juſtiz-Amt! In Sachen des Oekonomen Johannes Goy zu Hirzbach, Klägers, g gegen die unbekannt wo abweſende Ehefrau des Gärtners Wilhelm Remele, Geiſſel, zu Marköbel, Verklagte, wegen Pfand- und Darlehnsſchuld, exhibirt des erſteren Anwalt Klage in duplo. Hat 5 Anlagen A. B. C. D. E. Für den Kläger ſoll ich, mich in der Anlage 4 zum Prozeß legitimirend, lichen Juſtiz-Amt folgendes klagend vorſtellen: Mein Client hat dem Philipp Geiſſel sen.

des Oekonomen Johannes Goy

Katharine Chriſtine, geb.

einem Kurfürſt⸗

zu Marköbel 1) am 13. Januar 1848 ein Darlehen von 60 Thlr. und 2) am 23. September 1849 ein weiteres Darlehen von 14 Thlr. 25 Sgr. 9 Pf. dargeliehen. Der Schuldner hat beide Darlehen vom Tage des Empfangs mit 5 Procent zu verzinſen verſprochen, und zur Sicherheit derſelben, ſammt den Zinſen und Koſten dem Kläger nach der Hppotgek, Anlage B, folgendes Immobile

16 Ruthen ein Wohnhaus in der Kirchgaſſe, neben

Präſenz Hanau, gerichtlich verpfändet. Nachdem dies geſchehen, hat der Philipp Geiſſel dieſes Pfand nach der Anlage C. an die Beklagte veräußert, welche daſſelbe nach dem Steuerbuchs Extract in D zur Zeit im Beſitze hat, und nach der Beſcheinigung in E unbekannt wo abweſend iſt. Der Kläger bat den Schuldner Geiſſel auf Rückzahlung beider Darlehen mit den vom Darlehn sub 1 ſeit dem 13. Januar 1849 und vom Darlehn sub 2 ſeit dem 23. September 1850 rück⸗ ſtehenden Zinſen bei dieſem Gericht belangt, in Folge deſſen derſelbe auch durch rechtskräf tigen Beſcheid vom 1. Juli 1853 verurtheilt iſt, dem Kläger das Darlehn sub 1 mit 60 Thlr. nebſt den Zinſen davon zu fünf Procent ſeit dem 13. Jan. 1849 und

Schullehrer Wennel und den

das Darlehen sub 2 nebſt Zinſen zu 5 Procent ſeit dem 23. September 1850 nebſt den hierdurch entſtandenen Koſten ad 2 Thlr. 8 Sgr. 2 Pf. zu bezahlen. In der

Exccutions-Inſtanz hat ſich indeſſen die Inſolvenz des Geiſſel ergeben, daber dem Kläger nichts anderes übrig bleibt, als gegen die Beklagte als Beſitzerin ſeines Pfandes klagbar zu werden, und in Entſtehung der Güte zu bitten: Die Imploration zur Herausgabe des dem ſeiner Befriedigung ob der libellirten

Kläger verpfändeten Hauſes behufs Darlehens ſammt Zinſen- und Koſtenbeträge, ſowie zum Erſatz der durch dieſes Verfahren erwachſenden Prozeßkoſten zu verurtheilen.

Beweis über die Klagbehauptung trete ich durch Eidesdelation an.

Da eine Behändigung der Klage an die Beklagte nicht thunlich iſt, ſo wird beantragt: dieſelbe und zwar zur Erſparung größerer Loſten nur nach ihren weſentlichen Beſtand⸗ theilen durch öffentliche Blätter zur Kenntniß der Verklagten zu bringen und ihre Erklä⸗ rung darauf unter dem geſetzlichen Rechtsnachtheile mit dem Hinzufügen aufzugeben, daß weiter in der Sache ergebende Verfügungen nur mittelſt Anſchlags am Gerichtsbrett zu ihrer Kenntniß gebracht werden ſollen.

Hierüber ꝛc. ꝛc. Hochachtungsvoll 5 l

Eines Kurſürſtlichen Juſtiz-Amts gehorſamer Bauſcher. abweſend und ihr Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo wird ihr Kläger klaglos zu ſtellen, oder etwaige Einreden

Da nach 3 E dieſe durch dieſe öffentliche ladung aufgegeben, den im Termin den

Dai d. J.. Morgens 10 Uhr, Contumacio-Zeit, beim Nachtheile Eingeſtändniſſes und der Ausſchließung bier vorzubringen und deren Beweis an zutreten 2. 5 1 Zugleich wird ſie benachrichtigt, daß die Einſicht der Klaganlagen in der Gerichtsſtube, vor und im Termin ihr geſtattet wird und daß die weiter zu erlaſſenden Verfügungen zu ihrer Ein⸗ ſicht nur vor dem Gerichtszimmer in dem dazu beſtimmten Gitterſchranke werden angeſchlagen werden. Windecken den 28. Februar 1854. Kurfürſtl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt T beis. ** Emanuel- Head ernr (Plumes Diamant) (23) Eine ſich ſtets gleichbleibende, für jede Hand paſſende Feder, welche wegen die ſen Eigen 5 ſchaften und ihrer höchſt geringen Unabuutzbarkeit bereits eine Berüt mit eit erlangt bat. Die ſind verſchiedenartig geſpitzt, fein, mittel und ſtumpf. Die Doſe, entb 100 Stück, koſtet 28 Ser Jede Feder, welche nicht die deutlich gravirte* der engl Fabrik Emanuel F. trägt, iſt als unächt zurückzuweiſen.. Hauptniederlage in Friedberg: Louis Weis, den Apotheken gegenüber,

Z u Der tan fe n. n (316) Eine Parthie Waizen⸗ und Roggen- 17 Lin braver Knecht, der mit gute ſtroh iſt zu verkaufen bei. niſſen verſehen iſt, wird geſucht. Bei wen Stammheim. Tob. Thaler. ſagt die Expedition d. Bl.