5 7 E
die ſchwarze Farbe gemein, während man an dieſer aller— dings noch die äußere und innere Form des Holzes, die Faſern, die Jahresringe ſieht. Um einen ſolchen Zweifler zu überzeugen, wird der Geolog ihm zuerſt die vielen Arten von Stengeln, Stämmen und Blättern zeigen, die man in den Thon- und Sandſchichten der Steinkohlenlager findet. Aber die Steinkohle ſelbſt? Dieſe harten, ſproͤden, in un— regelmäßige Stücke zerſpringenden Korper, die eben Steinen ſo ganz ähnlich ſind und keine Spur von Pflanzennatur verrathen? Hier wird der Geolog zu ſeinem feinſten Prü— fungsmittel, zum Mikroſkope, greifen. Er wird vor den Augen des Zweifelnden einen feinen Splitter gewöhnlichen
Steinkohle einen ebenſo feinen Splitter abſpalten, ihn viel— leicht auf einem Steine ſo dünn abſchleifen, daß er durch— ſcheinend wird, und nun wird dieſer Kohlenſplitter die Bil— dung des Tannenholzes ſo deutlich zeigen, die Form der Zellen mit ihren merkwürdigen ringförmigen Zeichnungen ſo deutlich wiedergeben, daß augenblicklich jeder Zweifel ſchwinden und der Beſchauer ausrufen wird: Das war einſt wirkliches Tannenholz!
Wer ſich über jene merkwürdigen Ueberreſte unterge— gangener Pflanzen- und Thiergeſchlechter des Nähern un— terrichten will und nicht bis zu Burmeiſter's„Geſchichte der
Tannenholzes darunterlegen und ihn in die innere Geſtalt er von
deſſelben ſehen laſſen. Dann wird
Schöpfung“ hinaufgreifen kann, dem empfehlen wir Roß⸗ mäßler's obengenanntes Werkchen, deſſen Lectüre ihn auf die leichteſte Weiſe in dieſen Gegenſtand einführen wird.
einem Stück
Betanmmachungen von Be⸗ hoͤrden.
NUN Immobiliar-Verſteigerung.
(18) Montag den 6. Februar 1854, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in hieſigem Ratbbauſe die nachbeſchriebenen Immobilien des Bürgers Peter Mann dabier, als:
Gemarkung Stadt Friedberg:
Pag. 60 No. 326 b. Hofraithe, als Wohn- haus, Stall, Schoppen und Kegelbahn, an Jo- hannes Weckerling, Pag. 236 No. 44 87 Ruthen Hausgarten auf dem Haugk, theilt mit Joh. Weckerling und Con- ſorten, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 21. Dezember 1853. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts n
Güterverſteigerung. (19) Dienſtag den 17. Januar d. J, Vor⸗ mittags 10 Ubr, werden in hieſigem Ratbhauſe die zum Nachlaſſe der Frau Gebheimen-Kirchen⸗ rath Fertſch dahier gehörenden Güterſtücke, nämlich:
Gemarkung Burg Friedberg: Pag. 262 Nr. 11 4,6 Klftr.— 2 Ruthen Garten zwiſchen dem Ried und Orlochsgraben am Weg, 38,9 Klftr.— 20 Ruthen Kappesgarten am Graben ber- ziehend, neben Wenzel mit Obſtbäumen,
„ 263„ 18 30,9 Klftr.= 15% Ruthen in der Köblgewann jenſeits des Grabens mit Obſtbäumen, 19,0 Klftr. 9¼ Ruthen in der Köͤblgewann an Joſeph Ströhlein ſtoßend, 124,6 Klftr.— 64 Ruthen am kleinen Obrloch am Gra— ben, ein offenes Grabſtück mit Bäumen, auf freiwilligen Antrag deren Erben öffentlich meiſtbietend verſteigert Friedberg den 3. Januar 1853. In Auftrag: Der Vorſteher des Großh. Ortsgerichts Bender.
Main⸗Weſer⸗ Bahn.
(20) Zur Erbauung von Stations- und Bahnwärterhäuſern ſollen nachbezeichnete Ar- beiten, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verakkordirt werden.
Donnerſtag den 19. Januar Vormittags 9 Uhr auf dem Bahnhofe zu Friedberg:
* 262* 13
1) Das Brechen von 50 Klafter Mauerſteinen in dem füiscaliſchen Bruche bei Ockſtadt.
2) Das Fabren dieſer Steine auf den Bahn- bof zu Friedberg.
3) Das Graben und Durchwerfen von 35,0 Klafter Mauerſand in der Grube bei dem Dorbeimer Chauſſeehauſe, mit dem Trans- port deſſelben auf den dortigen Bahndamm.
4) Die Lieferung von 300,000 Backſteinen (FJeldbrand). Auf Verlangen können dieſe auf dem der Babnverwaltung gehörigen Gelände gefertigt werden.
Samſtag den 20. Januar, Vormittags 9
Uhr auf dem Bahnpofe zu Vilbel:
5) Das Brechen von 150 Klafter Mauer- ſteinen in dem fiscaliſchen Steinbruche am Rothenberg; ſowie
6) das Fahren dieſer Steine auf den Bahn⸗ bofe zu Vilbel.
Friedberg den 2. Januar 1854.
Der Großh. Sections⸗Ingenieur der Sectionen Friedberg und Vilbel
HDochgeſand.
Braunkohlen verkauf. N
(210 Mit dem 31. Dezember d. J. ſchließt die ſeitberige Creditperiode und es wird für die vom 1. Januar bis 30. Juni 1854 gegen vorſchriftsmaßige Bürgſchaft bezogenen Braunkohlen
vom bieſigen Bergwerke, Credit zur Zahlung bis Ende September 1854 geſtattet. der Braunkoblenklötze iſt 11 Kreuzer à Centner.
Schließlich werden die Großb. Herren Bürgermeiſter erſucht, ihre Ortsangehörigen bei Ausfertigung von neuen Bürgſcheinen darauf aufmerkſam machen zu wollen, daß nur dann die Einlage eines neuen Bürgſcheins ſtattfinden kann, wenn etwa früher eingelegte Bürgſcheine bezahlt ſind und daß dieſe Bezahlung jedesmal durch Quittung nachgewieſen werden muß.
Bauernheimer Bergwerk den 31. Dezember 1853.
Gräfl. S.
Der Preis
R. Bergverwaltung Storch.
Braunkohlenverkauf.
(122) Für die Braunkoblen, welche vom 1. Januar bis 31. März 1854 von dem Großh. Dorheimer Braunkohlendergwerk gegen vorſchriftsmaßige Bürgſchaft und unter den hierbei zu be⸗ obachtenden bekannten Bedingungen bezogen werden, wird eine Zaßlungefriſt dis Ende Juni 1854 geſtattet.
Die Preiße der Braunkohlen ſind, bis Weiteres hierüber veröffentlicht wird, die ſeitherigen, nämlich für die von Haufen 11 kr. per Centner und für die aus Schoppen 12 kr. per Centner, wobei 14 Stück Klötze fur einen Centner gerechnet werden.
Alle Geſchirre, welche auf dem Gr. Dorbeimer Braunkohlenbergwerk Kohlen holen, ſind bei der Kurfürſtl. Heſſ. Chauſſcegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Großb. Heff. Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit.
Dorheimer Bergwerk den 28. Dezemder 1853. Das Großherzogl. Heſſ. Bergamt Jäger, Gr. Bergmeiſter.
Privat- Bekanntmachungen.
** Emanuel- Federn. (Plumes Diamant.)
(23) Eine ſich ſtets gleichbleibende, für jede Hand paſſende Feder, welche wegen dieſen Eigen⸗ ſchaften und ihrer hochſt geringen Unabuutzbarkeit bereits eine Berühmtheit erlangt hat. Dieſelben find verſchiedenartig geſpißt, fein, mittel und ſtumpf. Die Doſe, enthaltend 100 Stück, koſtet 28 Sgr. Jede Feder, welche nicht die deutlich gravirte Firma der engliſchen
Fabrik Emanuel F. trägt, iſt als unächt zurückzuweiſen.
Hauptniederlage in Friedberg:
Louis Weis, den Apotheken gegenüber.
*
Dorheim
Zum Derr enden. (24) Ein Logis gleicher Erde, beſtebend in 4 Zimmern, Kammer, Küche, Keller und Holz platz ſteht zu vermiethen und kann bis zum 1. April bezogen werden.
Friedberg im Januar 1854. Friedrich Schäfer, Meſſerſchmied.
Eine Wohnung (25) in der Burg iſt vermiethen. bei der Expedition d. Bl. 6 0 0 Gulden (26) gegen gute Obligationen zu 4½ pCt., für Gemeinden zu 4 pCt., ſind auszuleiben durch Baruch Hecht.
Näheres


