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1 5 Bankett, Tanz und wilder Scherz vorüber, ſo ſtellten ſich Geſichte ſah, während der Wein floß und die Muſik tönte, en bei ihm Reue und Gewiſſensbiſſe ein. Er hatte ſeine hätte denken ſollen, daß unmittelbar darauf Reue und dem Studien nie ganz vernachläſſigt, und wenn er um Mitter— Sorge folgten, oder bittere Anklagen des Gewiſſens, oder nie nacht von einer Scene wilder Luſt nach Hauſe kam, ſo Anwandelungen des Ehrgeizes, der höhere Zwecke und ten ſuchte er mit Buch und Feder den Dämon der Sorge Ziele hatte, als ein ſybaritiſches Leben?— Er gab dieſe
durch eine kurze aber eifrige Anſtrengung zu bannen.
Solch' ein Leben konnte nicht glücklich genannt werdenz und doch, Wer, der dieſe Gluth der Aufregung auf ſeinem
Lebensweiſe plötzlich auf, und daß er ſie aufgab, das ver— dankte er dem, was manche Zufall nennen mögen.
(Fortſetzung folgt.)
Bekamumachungen von Be⸗— hoͤrden.
Bekanntmachung.
1490) Donnerſtag den 6. April d. J., Vor- mittags 11 Uhr, wird in der Behauſung des Chriſtian Hanſtein dahier ein dem vereinigten Armenfond zuſtebender, zum Schlachten geeig— neter fetter Faſelochſe öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert. Friedberg den 29. März 1854. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Edictalladung.
(801) Nach Eintrag vom 10. Juni 1833 im Fauerbacher Hppothekenduch entlieh Heinrich Philippis Wittwe, jetzt Conrad Meiers Frau bei Wittwe Wecker dahier ein Kapital von 500 fl.
Die Gläubigerin hat erklärt, keinerlei An— ſprüche mehr an die Schuldnerin zu haben, allein die erwähnte Hppotheke kann zur Löſchung nicht vorgelegt werden, weshalb alle, welche Anſprüche aus ſolcher verfolgen wollen, aufge— fordert werden, ſolche binnen 2 Monaten von beute an hier ſogewiß anzuzeigen, als ſonſt ge⸗ dachte Schuldurkunde für erloſchen erachtet und der deßfaͤllſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird.
Friedberg am 23. März 1854.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Edietalla dung.
(315) Anna Katharina, Anton Zipplers (auch Zicklers) Wittwe und deren Sohn Jakob aus Münſter haben lt. Hypothek vom 12. Mai 1780 bei der Kirche zu Münſter 40 fl. entlehnt und bierfür verſchiedene Güterſtücke verunter- pfändet. Das Kapital ſoll beſcheinigtermaßen abgetragen worden ſein, die quittirte Urkunde kann jedoch nicht vorgelegt werden. Etwaige Anſprüche aus dieſer Obligation ſind daher binnen 4 Wochen ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſonſt der Eintrag im Hppothekenbuche ge— löſcht werden wird
Butzbach am 25. März 1854.
Großherzogliches Landgericht el. Muth, Landrichter. Landgerichtsaſſeſſor. Edictalla dung. (5160 Die Stadt Friedberg beſitzt beſchei⸗ nigtermaßen ſeit undenklichen Zeiten in der 6. Gewann in der Uſaer Vorſtadt ein jetzt an die Verwaltung der Main-⸗Weſer⸗Bahn verkauftes 17 Klafter 6 Schuh haltendes Grundſtück, das im Flurbuche nicht eingetragen iſt und in ſol— ches nach dem vorgelegten Meßbriefe unter No. 20%o einzutragen ſein würde.
Etwaige Anſprüche auf dieſes Grundſtück find binnen 6 Wochen ſogewiß hier anzuzeigen, als es ſonſt der Stadt Friedberg im Mutations⸗ verzeichniſſe als durch Verjährung erworben zugeſchrieben und der Kaufbrief darüber beſtä⸗ tigt werden wird.
Friedberg den 23. März 1854.
Großherzogliches Landgericht Friedberg Hofmann.
Braunkohlenverkauf.
(462) Mit dem 1. April d. J. beginnt für den Braunkohblenverkauf auf dem Großherzoglichen Dorheimer Braunkohlenbergwerk eine neue Creditperiode, welche bis zum 30. Sept. d. J. dauert. Für die während dieſer Zeit unter den bekannten Bedingungen gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bezogenen Braunkohlen wird eine Zahlungsfriſt bis zum 31. Dezember d. J. geſtattet. Die
Preiſe ſind unverändert geblieben.
Bemerkt wird noch, daß ſämmtliche Geſchirre, welche auf dem Dorheimer Bergwerk Kohlen laden wollen, bei der Kurfürſtl. Heſſ. Chauſſeegelderhebungsſtätte Nauheim und beladen auch auf allen Großberzoglichen Chauſſeen von der Entrichtung des Chauſſeegeldes befreit find.
Dorheimer Bergwerk den 25. März 1854.
Großherzogliches Bergamt Dorheim
Sage
Main⸗Weſer⸗Bahn. (517) Dienſtag den 11. April, Vormittags 8 Ubr ſollen auf der Station Friedberg die Arbeiten zur Erbauung von 6 Bahnwarthäuſern gelegen bei 1) dem e e Gemarkung 2) der Judenhohle Fauerbach II.
3)„ Bruchenbrückerhohle Gemarkung 4)— Altenſchlagshohle Bruchenbrücken 5)„ Kaſtenhohle Gemarkung
6) dem Kleinenfeld Niederwollſtadt an den Wenigſtnehmenden öffentlich veraccordirt werden.
Die Voranſchlagsſummen für dieſe Häuschen ſind ziemlich gleich groß und betragen für das Warterhaus am Mainzerthorweg
1) Maurerarbeit 231 f 35 ke.
2) Steinhauerarbeit 37 58„ 3) Zimmerarbeit, zum Theil wird
vorhandenes Polz benußt 190— 4) Schreinerarbeit 89„ 09„ 5 Schloſſerarbeit 65»»—„ 6) Glaſerarbeit 28 48„ 7) Spenglerarbeit 23 8
8) Weißbinderarbeit 80„ 49„ plane, Voranſchläge und Steigbedingungen können täglich auf dem Geſchaftszimmer des Unterzeichneten eingeſehen werden. Friedberg den 1. April 1854. Der Großherzogliche Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.
Main- Weſer⸗ Bahn. (518) Mittwoch den 12. April Vormittags 8 Uhr ſollen auf der Station Großkarben die Arbeiten zur Erbauung von 5 Bahuwarthäuſern, gelegen bei
1) der Staatsſtraße nördlich Okarben 29*„ ſüdlich* ö 3) dem Heiligenhäuſer Weg
4) Selzerbrunnen 5) dem Petterweiler Weg, Gemarkung Vilbel an den Wenigſtnehmenden öffentlich veraccordirt werden. Jedes Häuschen iſt veranſchlagt:
1) Maurerarbeit 214 fl. 25 kr. 2) Steinhauerarbeit 58 37„ 3) Zimmerarbeit, wird zum Theil
von vorhandenem Holze ge—
fertigt 190— 4) Schreinerarbeit 89„09„ 5 Schloſſerarbeit 65 5— 6) Glaſerarbeit 29„ 06„ 7) Spenglerarbeit 23 355„ 8) Weißbinderarbeit 81 508 9) Lieferung von 50 Bütten Kalk 66—„
Pläne, Voranſchläge und Steigbedingungen können vom 8. April an auf der Statſon Großkarben eingeſehen werden.
Friedberg den 1. April 1854.
Der Großherzogliche Sections-Ingenieur
der Section Vilbel Hochgeſand.
Immobiliar-Verſteigerung. (519) Mittwoch den 5. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe die zum Nachlaſſe der Alexander Schmidts Eheleuten dahier gehörenden Immobilien, welche im Intelligenzblatt No. 21 und 22 ſpeciell be⸗ zeichnet find, nochmals öffentlich meiſtbietend unter dem Anfügen verſteigert, daß Falls dieſe Verſteigerung nicht genehmigt werden kann, als bald eine öffentliche Verpachtung der fraglichen Immobilien vorgenommen werden ſoll.
Friedberg am 1. April 1854.
Zn Auftrag
Großherzoglichen Landgerichts Friedberg. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg:
Bender, Ortsgerichtsvorſteher.
Holzverſtei gerung. (520) Freitag den 7. k. M., Morgens prä⸗ cis 9 Uhr, ſollen in den geſammtherrſchaftlichen Waldungen bei Burggräfenrod, und zwar in den Schlägen No. 15 und 1 des Diſtricts Diebs⸗ ciche, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden:
6 Stecken Eichen⸗Scheitholz,
2˙„ Eichen⸗ 255 2¹„ Birken⸗ Prügelholz, 34½„ Buchen⸗ 24„ Eichen⸗ Stockholz, 13650 Wellen Buchen⸗ 10125„ Eichen⸗ RPeigabo 2400„Birken⸗. 4950„ Aspen⸗ c.
5 Eichen⸗Werkholzſtämme von 11— 13“ mittlerem Durchmeſſer und 15 bis 20“ Länge. Heldenbergen den 31. März 1854. Großherzogliche Oberförſteret Altenſtadt Rumpf. Arbeits verſteigerung. (521) Mittwoch den 12. April, Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe zu Burggräfenrod die Fertigung dreier neuen Kir- chenfenſter, veranſchlagt zu 48 fl., an den Wenigſinebmenden verſteigert werden. Burggrafenrod den 1. April 1854. Der Großherzogliche Bürgermeifter
Moſcheroſch.


