Ausgabe 
4.2.1854
 
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einzuladen. Indem dieß hiermit geſchieht, druͤckt der Unter⸗ zeichnete den Wunſch aus, daß die Anmeldungen möglichſt dald erfolgen möchten. Sobald eine genügende, Betheili gung nachgewieſen iſt, wird zufolge jener Miniſterialver fuͤgung der definitive Geſchäftsbetrieb der Anſtalt und die Ernennung eines eigenen Gr. Regierungscommiſſars dafür erfolgen.

Darmſtadt, den 14. Januar 1854.

Carl Hemmerde.

Indem die unterzeichnete Stelle das Vorſtehende nach ſeinem ganzen Inhalte beſtätigt, und Diejenigen, welchen der für die Hagelſchaden-Verſicherungs-Geſellſchaft für das Großherzogthum Heſſen vorliegende Statutenentwurf nicht bekannt iſt, auf den Abdruck deſſelben in Nr. 9 der land⸗ wirthſchaftlichen Zeitſchrift von 1849 verweiſ't, kann ſie nur recht ſehr wünſchen, daß das dankenswerthe Anerbieten des Herrn Hemmerde resp. die vorliegende Einladung zur Betheiligung an der Hagelſchaden-Verſicherungs-Anſtalt für das Großherzogthum Heſſen recht vielfachen Anklang finden und ſo die vaterländiſche Landwirthſchaft durch eine laͤngſt gewünſchte, wohlthatige Anſtalt weiter bereichert werde. Je größer jene Betheiligung ausfällt, um ſo ſicherer wird dieſes Ziel erreicht werden.

Darmſtadt den 14. Januar 1854. Die Gr. Heſſ. Centralbehörde der landwirthſchaftl. Vereine:

v. Bechtold. Zeller.

Oeffentliche Nachricht.

Die Thätigkeit des landwirthſchaftlichen Vereins fuͤr die Provinz Oberheſſen erſtreckte ſich ſchon ſeit Jahren auf die Verbreitung zweckmäßig anerkannter Sämereien, wie z. B. Oberndorfer Runkelrüben, Rieſenmöhrenſaamen u. ſ. w. Es wurden auch ſeither die nöthigen Bekanntmachungen erlaſſen und die einzelnen Beſtellungen in Ausführung ge bracht.

Nach einer Benachrichtigung des Herrn Präſidenten des landwirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Ober heſſen wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Be ſtellungen auf ſolche Sämereien auch fuͤr dieſes Jahr bei dem Unterzeichneten oder dem Bezirksvereinsrechner Herrn Ferdinand Frick dahier gemacht werden konnen. Wenn ſolche Beſtellungen jedoch in Ausführung gebracht

werden ſollen, muͤſſen dieſe bis zum 8. Februar l. J. an⸗ gezeigt worden ſein. Friedberg den 31. Januar 1854. Der 1. Vorſtand des landwirthſchaftlichen Vereins für den Kreis Friedberg: Müller.

Oeffentliche Nachricht.

Den nachſtehenden Aufſatz in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift uber den Anbau der Rieſenmöhre im Odenwald betreffend, glaube ich im Intereſſe der Landwirthſchaft und mit Bezug auf das ſeitherige Mißrathen der Kartoffeln zur öffentlichen Kenntniß bringen zu muſſen.

Friedberg am 31. Januar 1854.

Der Direktor des landw. Bezirksvereins Friedberg: Müller, Regierungsrath.

Der Anbau der Rieſenmöhre im Odenwald.

(Von Gr. Bürgermeiſter Horn zu Zell, Kr. Erbach.)

Der Anbau der Rieſenmoͤhre als Nahrung für Men⸗ ſchen und Vieh iſt in der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift des Großherzogthums ſchon mehrmals beſprochen. Von einſichtsvollen Landwirthen iſt die Rieſenmöhre als eins der erſten Erſatzmittel fur die Verminderung des Kartoffelbaues im Odenwald bezeichnet. Deßhalb verdient dieſer nützliche Pflanzenbau recht oft beſprochen und in das Gedächtniß der Landwirthe geführt zu werden.

In dem Mumlingthale ſind ſeit 4 Jahren vielfältige Verſuche mit dem Anbau der Rieſenmöhre gemacht worden und es herrſcht daruber nur eine Stimme, daß man auf tiefgründigem Boden, der vor der Ausſaat des Samens tief gebaut und kräftig gedüngt ſein muß die ſchoͤnſten Rieſenmöhren mit Erfolg erzielen kann.

Da die dermalige Theuerung von Lebensmitteln und die Verdienſtloſigkeit bei der niederen Volksklaſſe ſchon jetzt das Zeichen des Mangels an Setzkartoffeln ꝛc. begründet, ſo dürfte der weit billigere Anbau von Rieſenmöhren, resp. Bezug des Samens dazu, als Erſatz für Steckkartoffeln ꝛc. vielleicht empfehlenswerth ſein. Einſender dieſes iſt nicht der Anſicht, den Kartoffelbau ganz zu unterlaſſen, ſondern nur ſo lange, als das Gerathen derſelben noch im Zweife ſteht, ſich nebenbei den Rieſeumöhren und ſonſtigen Knollenl gewächſen etwas mehr zuzuwenden.

Zell im Odenwald am 10. Januar 1854.

Bekanntmachungen von Be⸗

Stecken Buchen-, 35% Stecken Birken,

1. Montag, den 6 Februar l. J.

hoͤrden. NUN Fruchtverſteigerung. (119) Montag den 6. Februar l. J., Nach⸗ mittags um 2 Übr, werden in bieſigem Rath hauſe von dem Fruchtvorrathe des Auguſftiner Schulfonds 20 Malter Korn, zweimalterweiſe meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 25. Januar 1854. Der Großberzogl. Bürgermeiſter Bender

Ein Kapital (107) von 250-300 fl. liegt bei hieſiger Kirchenkaſſe zum Ausleiben bereit.

Fauerbach II. den 19. Januar 1854. Der Kirchenvorſtand.

Bekanntmachung, detreff.: Brennholzverſteigerung in dem Großh. Domanialwald Burgwald, der Ober förſterei Oberrosbach.

(1360 Mittwoch den 8. Februar d. J. werden in dem oben gedachten Diſtrikte an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: Stecken Buchen⸗, ½ Stecken Nadel⸗ Scheitholz,

34% Stecken Nadel-, 5 Stecken Aspen- Prügelbolz,

3 Stecken Buchen-, 85 ½ Stecken Birken- und Nadel⸗Stockholz,

1600 Wellen Buchen-, 6100 Wellen Birken, 7333 Wellen Aspen- und Nadel-Reiſerbolz.

Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige.

rung: um 9 Ubr im Schlag Nr. X. Oberrosbach den 26. Januar 1854. Der Großb. Oberforſter der Oberförſterei Oberrosbach Bingmann.

Holzver fei ger ung. (138) Dienſtag den 7. Februar l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen im Oſſenheimer Wäldchen verſteigert werden:

54 Stecken gemiſchtes Buchen- und Eichen⸗

Prügelholz,

30 Stecken.** 7 Stockbolz,

30 Stecken* 7 Reisholz.

Forſthaus Beinhards am 29 Januar 1854. Der Gräfl. Revierförſter Hartmann. Holz⸗Verſteigerung. (139) Das unterzeichnete Rentamt ver⸗ ſteigert:

in den Diſtriktenam Straßbeimer Wald, an den Kreuztannen und am Haſſelecker Wege

15 Stecken Eichen- und, 0 Nadel⸗ Scheitbolz;

11 7

% Eichen- und i

67 Kabel.. Prügelholz; 87* Eichen⸗ und a 22 n* Nadel- 0 Stockholz;

Wagen Allerleiholz und 662 Stück Eichen-,

2762 Nadel⸗, 925» Weiden⸗ u. Wellen. 420Ginſter-

Anfang: Vormittags 9 Uhr im Diſtrikt Kam Straßheimer Wald. 11. Dienſtag, den 7. Febr. l. J. in den Diſtriktenam Haſſelecker Weg und an den Kreuztannen⸗ 149 Nadel⸗Bau⸗ und Werkholzſtämme von 6 15 Durchmeſſer und 20 707 Länge und 56 Nadelſtangen von 35 Durchmeſſer und 20 45 Länge.

Zuſammenkunft: Vormittags 9 Uhr an der ſ. g. Sandkaute im Diſtriktean den Kreuz⸗ tannen.

Ockſtadt am 27. Januar 1854.

Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer.

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