Ausgabe 
28.1.1852
 
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deitete er, Kenntniſe auchen und ewann ihn 9 überall. und Feind⸗ den Muth Oft redete en würde; Noch auf te ihn mit m aber ſo Leonhard nes Fort⸗ werden,

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Mihand⸗

lung ſtille dulden und Arbeiten thun, an die er nie ge wöhnt war und ſich mit Lebensmitteln ſättigen, die Nie mand wollte. Ein Wort, Eine Gegenrede, Ein Murren hatte für ihn von den ſchlimmſten Folgen ſein können.

Wenn er da ſo in Nächten, wo nur die Wellen des Meers dumpf an die Wände des Schiffes ſchlugen, auf ſeinem Lager lag, und die Thränen ſeine Wangen netzten, dachte er wohl zurück an das Vaterhaus, an die Mutter, die Geſchwiſter. Er rief ſich ſein Betragen gegen ſeinen Vater zurück und die Reue begann an ſeiner Seele zu

nagen. Hätte ich ſtille geſchwiegen, wie ich hier zu viel

größerem Unrechte ſtille ſchweigen muß, ich könnte glücklich und zufrieden im Schooße meiner Familie leben! Das ſagte er ſich viel tauſendmal und Thränen begleiteten ſolche Worte und Gedanken, Thränen der tiefſten Reue.

Die Schule Gottes begann ihre Früchte zu tragen. f(Fortſetzung folgt.)

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Dreizehnter Jahresbericht der Augenheilanſtalt zu Darmſtadt.

Im Jahr 1851 iſt die Anſtalt abermals in weiteren Grenzen thätig geweſen, als in den früheren Jahren und ſcheint ſich der Wirkungskreis derſelben in den verſchiednen Provinzen des Landes befeſtigen zu wollen. Aus 33 ver ſchiedenen Gemeinden und aus den fernſten Theilen des Landes kamen die Hülfeſuchenden von dieſſeits und jen⸗ ſeits des Rheins. Es ſind an denſelben 41 nahmhafte Operationen, laut offenliegendem Verzeichniſſe ausgeführt worden, ohne derjenigen zu gedenken, bei denen keine wei tere Pflege nöthig wurde, obwohl auch unter dieſen ſehr wirkſame Kunſthülfen nahmhaft gemacht werden könnten, wie z. B. die Fälle von Ausziehung halbfingerlanger Aehren ſpitzen aus dem Innern der Augenhöhle, welche äußerlich nicht mehr ſichtbar und deren Entfernung nicht ohne Schwie rigkeit war. Es iſt im verfloſſenen Jahr die Anſtalt um zwei Betten erweitert, und unter die mehr unmittelbare Aufſicht des unterzeichneten leitenden Arztes geſtellt worden. Die nachfolgenden Reſultate betreffen Kranke jedes Ge

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1) Operationen des grauen Staars. Von 15 Fällen 12 geheilt, drei ungeheilt, darunter zwei Fälle von Nachſtaar. f 2) Operation des Schielens 5 Fälle ſämmt⸗ lich geheilt.

3) Operation des Hornhautſta loms. 1 Fall geheilt(nach eigner Methode). 599

4) Operation der künſtlichen Pupille. 1 Fall(verſuchsweiſe unternommene Wiederholung einer von andere Seite ohne Erfolg gemachten Operation) ungeheilt.

5) Operation der Thränenfiſtel. 5 Fälle ge⸗ heilt oder in Heilung.

6) Operation der Blutſchwämme in der Um⸗ gebung des Augapfels. 4 Fälle geheilt.

7) Operation von Hagelkorn, Schwamm geſchwülſten, Fettgeſchwülſten, Balggeſchwülſten (durch deren Sitz ausgezeichnet) Krebsgeſchwülſte am Aug⸗ apfel, Augenhöhle oder Umgebung des Auges. 6 Fälle ſämmtlich geheilt.

8) Operation polypöſer Entartung. 3 Fälle geheilt oder in Heilung.

9) Operation der Verbildung der Augenlie⸗ der mit Einwärtswendung der Haare. 1 Fall gründlich ge⸗ heilt(nach eigner Methode).

. 10) Operation von fremden Körpern im Auge kamen dieſes Jahr in ungewöhnlicher Zahl und zum Theil in un⸗ gewöhnlichen Erſcheinungen vor(S. o.).

l 110 In der mit der Anſtalt verbundenen ambulatori ſchen Klinik wurden eine große Anzahl innerer und äußerer Augenleiden geheilt; auch in der Landkrankenanſtalt konnte gelegentlich der Heilung anderweitiger Leiden manches ſchwere Augenleiden beſeitigt werden.

Allen hieſigen und auswärtigen Redactionen, die ſich um die nützliche Wirkſamkeit der Anſtalt(die ihrer Beſtim⸗ mung nach in weiterem Kreiſe wirken muß) verdient ge⸗ macht haben, den beſten Dank.

Die Wiedereröffnung der Anſtalt geſchieht am 15. April. Darmſtadt, im Januar 1852.

ſchlechts und jedes Alters:

Dr. Küchler.

Bekanntmachungen von Be⸗ ö hoͤrden.

NUN Edietalladung.

(84) Von dem Grundſtück, Band und Seite des Flurbuchs /163, No. 12, Grabgarten, 9. Gewann, am alten Haingraben, Gemarkung Friedberg, iſt ein Theil, 45,6[OKlafter hal⸗ lend, jetzt mit 128 bezeichnet, in die Eiſenbahn gefallen. Der letzte Beſitzer deſſelben, Ober⸗ ſeldwebel Kahl zu Büdingen, behauptet: das Grundſtück ſchon vor 20 Jahren von der Wittwe des Schullehrers Stumpf dahier, auf deſſen Namen es auch im Flurbuch ſteht, ge lauft, einen Kaufbrief jedoch nicht erhalten zu haben. Auf Antrag des Großh. Fiskus werden deßhalb alle, welche Eigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche auf das vorgenannte Grundſtück zu taben glauben, aufgefordet, dieſelben binnen 60 Tagen dahier geltend zu machen, gegenfalls der Kaufbrief für den Großh. Fiskus gerichtlich be⸗ fätigt werden wird. Friedberg den 12. Januar 1852. Großh. Heſß. Landgericht Dr. Irle.

Aufforderung.

(86) Die Wirthin Konrad Lutz's Wittwe da⸗

hier beabſichtigt, auf ihre von Wilhelm Röder's Wittwe erkaufte Hofraithe Pag. 6. No. 10. des Flurbuchs und den dazu gehörigen Garten Pag. 4. No. 19., als zweiten Einſatz ein Kapital von 450 fl. aufzunehmen um damit einen Theil des Hauskaufſchillingsreſtes abzutragen. Die ſelbe kann ihr Eigenthum an dem Unterpfand urkundlich nicht nachweiſen. Es ergeht daher, mit Ausſchluß des erſten Hypothekengläubigers und der Wilhelm Röder's Erben, an alle Die jenigen, welche dingliche oder perſönliche Anſprüche an die Hofraithe nebſt Garten glauben geltend machen zu können, die Aufforderung, ſolche bin⸗ nen 60 Tagen bei der unterzeichneten Gerichts⸗ ſtelle anzumelden, widrigenfalls ſie damit ſtill⸗ ſchweigend ausgeſchloſſen, die Nachhypothek von 450 fl. aber gerichtlich beſtätigt werden ſoll. Rödelheim den 5. Januar 1852. Gr. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer.

Bekanntmachung.

(87) Samſtag den 31. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 244 Stecken Buchenſcheitholz für die Garniſon dahier, in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtverlangen⸗ den in Accord gegeben werden. Dieß den In⸗ tereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß

die Lieferungsbedingungen von heute an in oben gedachtem Büreau eingeſehen werden können.

Friedberg den 17. Januar 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.

Bekanntmachung, betr.: Holzverſteigerung in dem Gr. Domanial⸗ wald, Diſtricet Burgwald, Reviers Ober rosbach, Forſts Friedberg. (111) Freitag den 30. Januar d. J. wer- den in dem oben genannten Walddiſtricte, unter

den vorher bekannt zu machenden Bedingungen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert:

1 Stecken Nadel⸗Scheitholz,

1 Birken⸗Prügelholz, 30% Nadel- 1 16½% Birken⸗ und Nadel-⸗Stockholz,

50 Buchen-Wellen,

6982 Birken⸗ und Eichen-⸗Wellen,

4525 Nadel- und Aspen⸗Reiſerholzwellen, 25 Stück Nadel⸗Bohnengerten.

Von dieſem Holz ſtehen 57 Birkenwellen und 125 Aspen⸗Reiſerholzwellen im Frauenwald bei Niedermörlen und werden im Burgwalde mit⸗ verſteigert; daher Kaufliebhaber, welche davon vorher Einſicht nehmen wollen, ſich an Forſt⸗