Intelligenz-Blatt
8 fuͤr die
— 2 Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
* 8 b 5 k 3 b 0 den Regierungsbezirk Friedberg 40. 9 50 Ju. im Beſonder en. el N38 2 1 Mi 1100 2 S. Mittwoch den 28. Januar 1852. 2 12 18. — Dis„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ erſcheint jeden Mittwoch und Samſtag. Der Abonnementspreis, welcher i 2. ffets bei ver Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt, bei der Expedition 1 fl. 12 kr., für/ Jahr 40 kr.— bei allen zum Fürſtl. Thurn und F ee et n e 1 17 e Verfügung pr. 955 5. 2 und pr. Semeſter 45 kr. Jan. f 8 00 Du e ſehr ſtarke Auflage des„ igen e en Anzeigen der verſchiedenſten Art die vortheilhaft In. Verbreitung. Die Einrückungsgebühren beiragen für die geſpaltene Petitzeile, oder deren Raum 2 kr., die beiden erſten Zellen 1. 5 * Genz. werden Triedb und ein Beleg mit 2 kr. berechnet. Die E 8 8 em edberg. ie 0 ition i 4 8 Fri g xpedition des Intelligenzblattes 0 9557 f i ü 8 i a 0 7016 Bürſchchen zu ſtolz. Er mochte, wie man am Rheine ſagt I A m t. l ch er T 0 41. dem N die Gonne nicht anthun. Sollte er zurück ——— 0 5 5 a 2 a kehren? O nur nicht! flüſterte ihm ſein Leichtſinn und e u—. e ee ſeine Einbildung in's Ohr; bei deinen Talenten ſteht dir ö Bub,. urg te 5 9 die ganze Welt offen. Du wirſt dir deine Bahn ſchon b als Mäkler mit Getraide, Hülſenfrüchten und Kartoffeln brechen! Die gebratenen Tauben werden dir friſ anuar. LTonceſſionirt und verpflichtet worden iſt. 0 N 9 A e e ee 5 l in's Maul hineinfliegen, das kann einem Menſchen, wie — Friedberg den 20. Januar 1852. a du biſt, nicht fehlen! g ed⸗ Buß ⸗ Großh. Heſſ. Regierungs-Commiſſion 55. 5 —. 85 Reglerungsbezirks Friedberg N g man nicht, das Kerlchen habe Anno 1849 P. k. 5. Ouvrier. Man ſollt's glauben; denn heute kommen die Buben 1 0 l 8 alle mit hohen Verdienſten, und, was auch was iſt, ge— 21902 Zwei harte Steine mahlen ſelten reine. ſcheidter auf die Welt, als ihre Väter, die alten Eſel, 14 Eine Geſchichte von W. O. v. Horn. ſind!—
Lth.(Fortſetzung.)
5 Kümmert Euch nicht um mich! rief er zornig dem 7 107 Greiſe zu.
Junger Menſch, ſagte der ruhig; ich hab' mehr Trotzköpfe geſehen, die das Elend mürbe machte und zahm' wie Lämmer; aber der liebe Gott mußte ſie in
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war, wie wenn der erſte Regen bei wechſelndem Wetter im Winter fällt. Die Erde iſt noch hart gefroren und nimmt ihn nicht auf. Er erweicht nicht, ſondern gefriert zu Spiegeleis oder, wie man's auch nennt, Glatteis.
f So prallte das Wort des Mannes, der ihn anfäng⸗ ider lich durch ſeine Erſcheinung erſchreckt hatte, an dem Trotz⸗ 1 5 klopfe ab. Sollte er zurückkehren? O nein, da war das
—:— die Schule des Elends nehmen, bedenkt das! Ihr 26% wart, wie ich aus Euren Reden entnehme, was man ſo —— einen böſen Buben nennt. Geht heim und bittet Euren = Vater um Vergebung und brechet Euren harten Kopf, ehe Ihr ihn in der Welt brechen müßt! Glaubt mir, ——— mit des Vaters Fluch belaſtet in die Welt gehen, das iſt — 2— der ſchlechteſte Paß! i
— 1— Mit dieſen Worten ging er von dannen.
2 1 Da hatte der Herr zu dem jungen Manne noch —„ einmal eine Botſchaft des Friedens geſchickt; aber es
Dann ſteht's auch ſo vortrefflich in der Welt, wo die Buben das Land regieren wollen, denen die Mutter zuruft: Halt ſtill, mein Lieber, ich habe dich hinter dem Ohr noch nicht abgetrocknet!———
Leonhard machte nun den Proceß kurz, denn an ſeine ſanfte, engelsgute Mutter dachte er nicht, und lief im Hafen herum, ein Schiff zu ſuchen, deſſen er ſich zur Ueberfahrt nach Kopenhagen bedienen könnte. Er meinte, weit weg, das wäre das Beſte. Dort wäre er auch gut dran geweſen; denn die ſchlechten Dänen halten Alles, nur ihr Wort nicht, und däniſche Ehrlichkeit und Treue iſt im Zentner ſehr wohlfeil. Dagegen ſind ſie hochmüthig,
wie die Herren der Welt, und meinen, alle Welt müſſe
ihnen dienſtbar ſein. Es wär' ihm vielleicht gut geweſen, wenn er einmal däniſch hätte hungern gelernt. Er hätte denn doch den Unterſchied zwiſchen deutſchem Hungern und däniſchem kennen gelernt, wenn's einer iſt!— Deutſch lernte er's in Hamburg noch prächtig. Fünf volle Tage lief er herum; ſuchte Schiffsdienſte und— fand keine. Er hatte keine Papiere, keine Zeugniſſe, wer konnte ihm trauen. Zu Altona war er fortgelaufen ohne Hut oder Mütze. Er mußte ſich aber etwas auf den Kopf kaufen. Das verzehrte aber die Hälfte ſeines Geldes


