Ausgabe 
26.6.1852
 
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Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen, den Begierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

Sonnabend den 26. Juni

1852.

Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche

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ue Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks

Friedberg

an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks.

Betreffend: Den Geſchäftsgang bei Gr. Regierungs⸗Commiſſion zu Friedberg. f

Sie werden in Ihren Gemeinden veröffentlichen und ſich ſelbſt darnach bemeſſen, daß wir außer am Dienſtage keine Audienzen mehr geben, dringende Fälle ausgenom⸗ men, und daß daher die Bezirksbewohner ſich ſelbſt beizu⸗ meſſen haben, wenn ſie vergeblich ſich hierher bemühen. Wir ſind zu dieſer Maaßregel um ſo mehr veranlaßt, als es uns ſonſt nicht mehr möglich ſein würde, neben den lau⸗ fenden Geſchäften auch noch die vorgeſchriebene Aktenſepa⸗ ration vorzunehmen.

Aus dieſem Grunde verſehen wir uns aber auch zu den Bezirksbewohnern, daß ſie uns nicht unnoͤthig über⸗ laufen und ſich ſelbſt unnöthige Gänge machen werden.

Friedberg den 24. Juni 1852. Ou vrie r.

Bekanntmachung.

Freitag den 16. k. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen mehrere auf der Regierungskanzlei dahter verwendete Mo⸗ biliargegeuſtände, als: Tiſche, Stühle, Lampen ꝛc., an den Meiſtbietenden zur Verſteigerung gebracht werden. Steig⸗ liebhaber ladet ein ö

Friedberg den 26. Juni 1852.

Gr. Heſſ. Regierungs⸗Commiſſion des

Regierungsbezirks Friedberg

Ouvrier.

Wer Andern eine Grube gräbt, fällt ſelbſt hinein. Von W. O. von Horn. (Schluß) Der Soldat fluchte und tobte und verlangte Zucker. Geh' mal ins Pfarrhaus, ſagte der Müller zu ſeiner Frau, vielleicht kriegſt du da geliehen, ich will gleich den Knecht in die Stadt ſchicken.

Es dauerte nicht lange, ſo brachte die Müllerin Zucker und der Knecht machte ſich fertig, nach der Stadt zu gehen.

Was wollen ſie heute Mittag eſſen? fragte freund lich die Müllerin.

Der Soldat ſagte einen Braten.

Vielleicht auch Erbſen dazu? fragte die Frau.

Freilich! verſetzte der Soldat.

In der Stube ſtand, da es ſchon kalt war, die Wiege mit dem kleinen Kinde.

Schafft mir die Wiege hinaus, ſagte der Rothe, ich kann das Kindergequicke nicht leiden!

So mach' Feuer droben, ſagte ruhig der Müller, und als es oben warm war, trug er mit ſeiner Frau Kind und Wiege hinauf. Sei nur ſtille und thue Alles, was er will ſagte der Müller zu ſeiner Frau. Schlacht' ihm den jungen Hahn, der noch im Hofe herum geht, und brat' ihm den.

Die Frau that's und der Soldat wußte gar nicht, wie er die Leute quälen ſollte, da ſie Alles thaten, was er befahl. Bei Tiſch verlangte er Wein ſtatt des Biers, das ihm der Müller vorgeſetzt.

Dieſer holte eine Flaſche Wein.

Endlich ſagte der Rothe: Macht mir mein Bette hier zwiſchen den Ofen und die Wand, auf die Erde, ich will ſchlafen.

Nun ſtaud in der Stube noch einer von den alten, viereckigen Plattenöfen, in die man ein halbes Viertel Klafter Holz einlegen kann, um, wenn's Noth wäre, le⸗ bendigen Leibes gebraten zu werden.

Müller und Müllerin trugen ſtille ein gutes Bette herunter und machten es an den Ofen.

Wollen ſie auch Feuer in den Ofen? fragte der Müller.

Ja freilich!

Als die Frau draußen war, legte ſich in das Bett.

Nun iſt meine Geduld aus, ſagte der Muller, machte eine wahre Hoͤllengluth, in den Ofen, ging in den Hof und ließ ſeinen Hund, einen entſetzlichen Bullenbeißer, von der Kette. Der Hund war herrlich abgerichtet. Er nahm ihn mit in die Stube. Hier deutete er auf den Soldaten in Bette, und ſagte: Sultan, ſiehſt du, den Kerl da hat der Schultheis, der Spitzbube, aufgehetzt, daß er mich

: Sauerkraut, Schweinefleiſch und

war des Soldaten Antwort. kleidete er ſich aus und