eſſen die neuere Mnemonik uberhaupt fähig iſt, ſo for⸗ urt derſelbe dennoch, im Intereſſe dieſer ſeltenen Kunſt, in n geleſenſten offentlichen Blättern fortwährend Jeden, der

ah an Gedächnißſtärke mit ihm meſſen zu können glaubt, einem Wettpreiſe von fünfhundert Thalern zu einem uiſentlichen Gedächtnißkampfe auf. Bis auf den heutigen ag hat aber noch kein Mnemoniker mit ihm in die Schran u zu treten gewagt. Wenige Andeutungen werden genü⸗ dagn, um von der Leiſtungsfähigkeit dieſes ſogenanntenGe chtnißrieſen deſſen Portrait nebſt pſychologiſcher Cha⸗ cterſchilderung man in der Leipziger Illuſtrirten Zeitung, wie in denPhrenologiſchen Büdern von Scheve fin⸗ dt einen ungefähren Begriff zu geben.Hermann othe heißt es in der Kölniſchen Zeitung vom 30. De⸗ nber 1847zeigte geſtern hier in Köln den Nutzen Ir Gedächtnißkunſt für das praktiſche Leben in wahrhaft atanter Weiſe. Vierundfünfzig Infanteriſten ließ ſich auf dem Caſernenhofe, in Gegenwart vieler Offiziere, zeln mit Namen nennen, und nachdem ſie ſich darauf, ſue daß er es geſehen, wild und bunt durcheinander ge ut, rief der Gedächtnißkünſtler jedem Einzelnen jchtig ſeinen Namen vom Geſicht! Das Münche⸗ rTageblatt berichtet unter'm 2. April 1849 aus Mün⸗ en:Hermann Kothe's Vortrag im großen Odeon ale vor nahe an zweitauſend Herren und Damen er gte allgemeines Erſtaunen, ſowohl durch die Leichtigkeit ud Sicherheit, womit er wahre Armeen der ſchwierig in Gedächtnißaufgaben beſiegte, als auch durch die Ge alt und die Eleganz der Rede. Der dem Künſtler hrausgehende glänzende Ruf bewährte ſich auf's voll⸗ Immenſte. Worte z. B., wie Affengeſichtsverdrehungsge hicklichkeitserwerbungsſtudienplanloſigkeitsrath, Zahlen, wie 7835902237902645933423952693002978843592111435

Furſt hat bereit eme Tochter b. nich derliebt. Sil tees etwas Unw, T ſah in den Spf⸗

269

Applaus zur Folge, der nicht aufhören zu wollen ſchien u. ſ. w. Auch in Friedberg haben wir dieſe an's Fabel⸗ hafte grenzende Gedaͤchtnißkraft des Herrn Kotche in einem neulichen Vortrage deſſelben im Gerlach'ſchen Saale zu be⸗ wundern Gelegenheit gehabt, und derſelbe ſoll, da er ſeine Vorträge in größeren Städten und namentlich in Berlin

Danzig, Königsberg u. ſ. w. erſt im nächſten Monate be⸗ ginnen wird, nicht abgeneigt ſein, für den Fall genügender Theilnahme hierſelbſt zu einem wohlthätigen Zwecke noch einige fernere Vorträge zu eröffneu. Beſonders aber glau⸗ ben wir darauf aufmerkſam machen zu müſſen, daß Herr K. ſeine für das Poſitive aller Wiſſenſchaften und für alle Lebeneverhältniſſe ſo überaus wichtige Kunſt auch als Schriftſteller der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen

ſucht. Seine Schriften,Lehrbuch der Mnemonik,,Leit⸗ faden der Mnemonik,Anwendung der Mnemonik auf die Geographie u. ſ. w. befinden ſich in den Händen Tau⸗

ſender, und es gereicht uns zu großem Vergnügen, anzeigen zu können, daß die Bindernagel'ſche Buchhandlung hierſelbſt den Verlag einiger neueren Schriften Kothe's übernom⸗ men hat, wodurch der Wiſſenſchaft jedenfalls eine nicht un⸗ weſentliche Bereicherung und dem Sprachunterricht ein be⸗ deutendes Förderungsmittel geboten werden wird. Es ſind dieß nämlich eineMnemontk der griechiſchen und lateini ſchen Sprache und eineMnemonik der Bibel; jene eine Anleitung für angehende Schuler im Griechiſchen und La⸗ teiniſchen, ſich die nothwendigſten Vocabeln und Wurzelwörter dieſer Sprachen in wenigen Tagen feſt einzuprägen letztere eine Auweiſung für Religionslehrer und Bibelfreunde, wie ſie ſich den ganzen Inhalt der Bibel mit genauer An⸗ gabe von Buch, Capitel und Vers durch ein- oder zwei⸗ maliges Durchleſen der genannten mnemoniſchen Schrift für lebenslang zu eigen machen können.

dank ihrem Parise Tägliche Figur un us. Du weißt, it 8 Weib eine impte ich nichts um Lieb! on zeugt, wenn maß in der aufgeregta

bewegen vermochte.

2766450395497843647613660814810271733158772024 228 9713100567347, die ihm nur einmal vorgeſagt urden, ſagte er ſo ſchnell wieder her, wie er ſeine Zunge Jede ſeiner Leiſtungen hatte einen

mern geben.

Ein Ausführlicheres über die Mnemonik überhaupt und das Kothe'ſche Syſtem und deſſen pädagogiſche Bedeu⸗ tung insbeſondere werden wir in einer der nächſten Num⸗

ekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

NUN NN NYNνDNNNRNN

Edietalladung⸗

1

1 1

bie und da Leut(4319) In Folge hofgerichtlicher Concurs⸗

* 1

la unhörbar. Di

ert, ſie wußte nich

erg den 23. Auguft. und zoar eint

kennung über das Vermögen des Georg Graf ud deſſen Ehefrau in Villingen werden bekannte ſwohl als unbekannte Gläubiger derſelben zur

Lumeldung und Begründung ihrer Forderungen

untlitz glühte, f in Termin den 8. September J. J., Morgens

uhr, unter dem Rechtsnachtheile ſtillſchweigen⸗ un Ausſchluſſes von der Concursmaſſe hierher prgeladen. Hungen den 25. Juli 1852. f b Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.

Grummetgras⸗Verſteigerung.

Veiter am ſeltenſtg(1363) Das diesjährige Grummetgras von

mißkunſt befine cgenwärtig in Fri and rühmlichſt be

an, nach Tausende

in faſt allen vor eine koloſſale* Er hat in derb ebgleich er, lut⸗ e Vorzüge des an vor allen früh

he's Gedächmm acnet wolden ſub

lAchgenannten fiscaliſchen Wieſen des hieſigen

kenkamtes, wird folgendermaßen verſteigert:

1) zu Bauernheim, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Solz, Dienſtag den 24. d. M., Mittags 12 Uhr, von der unge⸗ fähr 300 Morgen haltenden ſog. Mark⸗ wieſe in Oſſenheimer und Bauernheimer Gemarkung;

2) zu Lindheim, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Bechtold, Dienſtag den 31. d. M., Mittags 12 Uhr, von ungefähr 50 Morgen Wieſen in Lindheimer und Hain chener Gemarkung;

3) zu Okarben, an dem Mineralbrunnen, Mittwoch den 1. September, Vormittags

11 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen haltenden ſog. Burgwaldwieſe in der Okar⸗ ber Gemarkung. Friedberg den 18. Auguſt 1852. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß.

Kornſtrohlieferung.

(1332) Samſtag den 28. d. Ms, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 6⁵0 Gebund Kornſtroh in die Betten der ledig ca⸗ ſernirten Mannſchaft dahier in dem Büreau des Bataillonsverwaltungsraths auf dem Sou⸗ miſſionsweg an den Wenigſtnehmenden in Ac⸗ cord gegeben und die Lieferungsbedingungen können von heute an in obengenanntem Büreau eingeſehen werden. Die Eröffnung der Soumiſ⸗ ſionen wird nach Ablauf oben erwähnten Ter⸗ mins ſogleich vorgenommen. Friedberg den 14. Auguſt 1852. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.

Pflaſterarbeit und Material⸗Lieferung.

(1380) Donnerſtag den 26. Auguſt d. J. Nachmittags 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die bei Umlegung des Rinnenpflaſters vom Georg Krieger'ſchen bis an's Karl Waßmuth ſche Wohn⸗ haus erforderliche Pflaſterarbeit, vervoranſchlagt zu 52 fl., ſodann die Lieferung von 0,3 Cubik⸗ klafter Pflaſterſteinen und 40 Cubikklafter Pfla⸗ ſterkies, öffentlich an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben. 5 Friedberg dend 23. Auguſt 1852. Der N Heſſ. Bürgermeiſter

en der.

Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1381) Freitag den 27. Auguſt l. J., Vor⸗

mittags 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe

5 bis 10 Schaafpferche, welche den 31. d. M. ihren Anfang nehmen, öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 23. Auguſt 1852. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter nee

Güterverpachtung.

(4382) Montag den 6. September d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe verſchiedene, am 11. November d. A leihfällige ſtädtiſche Grundſtücke, wie ſolche in No. 57. und 59. des Intelligenz⸗Blattes ver⸗ zeichnet ſind und bei der am 3. d. M. abge⸗ haltenen Verpachtung nicht genehmigt wurden, nochmals auf weitere ſechs Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet.

Friedberg den 23. Auguſt 1852.

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

Bender. Bekanntmachung, betreffend: die Stadt Alzeyer⸗Obligationen dritter Serie.

(1383) Die bei Ausgebung der rubricirten Obligationen dieſelben beigeſchloſſen geweſenen Jins⸗Coupons ſind mit dem Schluſſe des Jahres 1851 vergriffen worden.

Es iſt nunmehr die Fertigung weiterer zehn⸗ jähriger Zins⸗Coupons von 1852 bis inel. 1861 bethätigt und dieſelben an das Hand⸗ lungshaus J. Lindheimer in Frankfurt a. M. (früher S. Lindheimer in Friedberg) zur Ver⸗