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Zutelligenz-Blatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, die Kreiſe Kriedberg, Vilbel und Nidda
im Beſonderen.
M88.
Sonnabend den 23. Oktober
1852.
Amtlicher Theil.
a Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Staatsaſſecuranz⸗Anſtalt für die Stellvertretung
im Militärdienſt. ö Mit Bezug auf die in No. 28 des Regierungsblatts von 1851 enthaltenen Statuten der Staatsaſſecuranz⸗Anſtalt fuͤr die Stellvertretung im Militärdienſt und die unterm 1. October l. J. erlaſſene Bekanntmachung über den Be—
trag der für 1853 einzuzahlenden Einlage(Reg. Bl. No. 51 vom 11. October 1852) werden Ihnen eine Anzahl Bei⸗
trittserklärungen, ſowie Abdrücke einer Belehrung für Die—
jenigen, welche der Staatsaſſecuranz⸗Anſtalt beitreten wollen, gleichzeitig mitgetheilt werden.
Ich bemerke dazu Folgendes: Einem Jeden, der bei Ihnen erklärt, daß er der Stellvertretungs-Aſſecuranz-Anſtalt für die Loospflichtigen des Jahres 1853 beitreten wolle, iſt ein Exemplar der fraglichen Belehrung zur Kenntnißnahme auszuhändigen.
Die Beitrittserklärung iſt von Ihnen in Bezug auf das Jahr, die Perſon des Verſicherten und das Datum ge— hörig auszufüllen und von dem Beitretenden zu unter⸗ ſchreiben. N
Die Unterſchrift des Beitretenden wird von Ihnen beglaubigt und die Beglaubigung mit Datum verſehen von Ihnen unterzeichnet, auch das Bürgermeiſtereiſiegel beige— drückt. Dieſem vorgängig iſt die Beitrittserklärung dem Beitretenden zu übergeben, damit dieſer ſolche um den baaren Betrag der Einlage(175 fl.) an den Vorſteher der Stell⸗ vertretungs-Anſtalt, Oberſt Freſenius zu Darmſtadt, Rhein⸗ ſtraße Lit. E. Nr. 107, überbringe oder portofrei überſende.
Schließlich verweiſe ich Sie noch in allem Uebrigen auf die betr. Belehrung und erwarte, daß von Ihnen in der Stellvertretungsſache mit aller Pünktlich⸗ und Genauig⸗ keit verfahren werden wird.
Friedberg den 12. Oktober 1852.
J. Paid. de Beau cl
Die Hellſeherin. Novellette. (Fortſetzung.)
„Genug!“ rief Julienne aufſpringend,„gleichviel ob wahr oder nicht, ich will nichts weiter hören!“ Sie eilte ungeſtümm der Thüre zu, um ſo ſchnell wie möglich der grauſamen Pein zu entgehen. Der Greis folgte ihr auf dem Fuße, auf dem Flur händigte ſie ihm die betreffende Gebühr ein, und floh dann ſo raſch nur immer möglich aus dem Hauſe.—
Am ſelben Abend wiederholte Madame Margot ihren Beſuch und verlangte Julienne allein zu ſprechen. Sie fand ſie allein, beſtand aber darauf, ſich mit ihr in Ju⸗ lienne's Schlafzimmer einzuſchließen, als ob ſie ihr das wichtigſte Geheimniß anzuvertrauen hätte.
„Arme Julienne, wie ſehr bedaure ich Sie!“ ſagte ſie.„So oft ich Sie Abends beſuche, finde ich Sie allein. Gutes armes Kind! ſo unſchuldig und arglos!... Jenun, wir Alle haben unſer beſchieden Theil Heimſuchungen und Mühen; aber wenn ich eine Perſon, die ich ſo lieb habe wie ein eigen Kind, ſo behandeln, ſehe, ſo bringt es mich beinahe um den Verſtand.“
„Was wollen Sie damit ſagen?“ fragte Julienne geſpannt, denn das Abenteuer mit der Hellſeherin hatte ſie ſehr aufgeregt.
„Liebes Kind, wollen Sie mich denn noch immer glauben machen, Sie wüßten nicht, wo Ihr Gatte ſeine Abende zubringt?“
„Ich verſichere Sie feierlich, daß ich es nicht weiß,
und auch nicht zu wiſſen begehre!“ ſetzte ſie mit tiefem Erröthen und in einem Tone hinzu, der feſt und entſchloſſen ſein ſollte, aber ſchmerzlich bang und ſchüchtern war.
„Jenun, mein Kind! das weiß ich nun zufällig!“ rief Madame Margot, und ihr Auge blitzte vor Ingrimm. „Ich hab's durch einen bloßen Zufall entdeckt und halte es für meine Pflicht, ein offenes Wort mit Ihnen zu reden, um Sie und Ihren Gatten wo möglich vor unver⸗ meidlichem Verderben zu retten. Meine Liebe! faſſen Sie ſich für das, was ich Ihnen anvertrauen will: Ihr Gatte geht beinahe jeden Abend zu Colonne's, wo ihn Made— moiſelle Marie allemal ein⸗ und ausläßt! Sie iſt die Erſte, die ihn willkommen heißt, und die Einzige, die ihm Lebewohl ſagt. O, das iſt wahrlich himmelſchreiend; die


