Ausgabe 
17.11.1852
 
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je, nach dem Felſen zu kommen;

(1773) Montag den 22. d. M., Vormittags

war. Ich ging hinauf zu der bekannten Stelle und fand ſeinen Stab, der mit einem grünen Bande, auf dem einige Worte gedruckt ſtanden, geſchmückt war. Der Umſtand, daß er den Stab zurückgelaſſen, verurſachte mir ein ſehr unbehagliches Gefühl. Ich rief laut: Gervais; eine Stimme wiederholte Gervais, ſie kam mir wie ein Echo vor; ich wandte mich um, und ſah Margarethe, die einen Hund an einer Kette führte. Sie ſtand ſtill, ich erkannte Puck, aber er mich nicht, er ſchien nach Etwas zu ſpüren, ſtreckte die Pfoten aus, als wollte er fortlaufen. a

Ach, Herr, ſagte Margarethe,haben Sie Ger vais nicht geſehen?

Gervais, erwiderte ich,wo iſt er? Puck ſah mich an, als ob er mich verſtanden hätte, er kam zu mir heran, ſo weit die Kette es erlaubte; ich ſtreichelte ihn mit der Hand, das arme Thier leckte mir die Finger und ward dann ruhig.

Jetzt erinnere ich mich, mein Herr, ſagte Marga⸗ the,daß Sie es waren, der ihm dieſen Hund gab, um ihn zu tröſten über den Verluſt des ſeinigen; dieß arme Thier war noch nicht acht Tage in dieſem Thale, ſo wurde es auch blind, wie ſein Herr.

Ich hob Puck's Kopf in die Höhe, und ſah, daß er wirklich blind war. Puck leckte mir die Hand und heulte.

Weil er blind iſt, ſagte Margarethe,wollte Gervais ihn geſtern nicht mitnehmen.

Geſtern, Margarethe! wie, iſt er ſeit geſtern nicht zu Hauſe geweſen?

Das iſt es ja eben, lieber Herr, was uns Alle ſo in Erſtaunen ſetzt. Denken Sie nur, am Sonntag, bei einem furchtbaren Gewitter, kam ein fremder Herr in das Thal; ich hätte ihn für einen engliſchen Lord halten mögen, er trug einen Strohhut mit Bändern bedeckt.

Nun, was hat denn das Alles mit Gervais zu thun?

Während ich hinlief und Holz zum Feuer holte, um Herrn Roberville's Kleider zu trocknen, blieb er bei Gervais. Herr von Roberville, ja, das war ſein Name. Ich weiß nicht, was er erzählt haben mag; aber Gervais war geſtern ſo traurig. Doch ſchien er begieriger denn kaum hatte ich Zeit, ihm ſeinen blauen Mantel umzuthun, und der Abend war ſehr kalt und feucht.Mutter, ſagte er, als wir hingingen, ſey ſo gut und halte Puck ab, mir zu folgen, und achte

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auf ihn; ſeine Unruhe iſt mir manchmal unbequem, und wenn er mir ſeine Kette aus der Hand ziehen ſollte, ſo würden wir einander vielleicht nicht wiederfinden können. Ach, Gervais! rief ich,mein armer Gervais! O, Gervais, Gervais, mein Sohn! ſchluchzte die arme Puck 8 8 uck nagte an ſeiner Kette und . wubghe ſprang ungeduldig Wenn Sie Puck frei ließen, ſagte i iellei koͤnnte er Gervais finden. ee eee Die Kette ward losgemacht, und ehe ich no eit hatte zu ſehen, daß Puck frei war, dart 5 72 nächſten Augenblick hörte ich, daß Etwas in die Tiefen des Arveiron fiel.Puck! Puck! rief ich; aber als ich die Stelle erreichte, war der Hund verſchwunden, und Alles, was man ſehen konnte, war ein blauer Mantel, der auf der Oberfläche des Waſſers ſchwamm.

Monatsbericht der Blinden⸗Anſtalt zu Friedberg.

Indem wir allen edlen Gebern, welche unſerer im Laufe des Ok⸗ tobers mit einer Gabe, auch der allerkleinſten gedachten, aufs herzlich ſte danken, theilen wir ihnen auch mit, wie ſich unſere Kaſſenverhältniſſe vom 1. bis 31. Oktober geſtalteten. Wie wir im letzten Berichte be⸗ merkten, ſo bedurften wir am Anfange des verfloſſenen Monats, wenn wir alle Ausgaben beſtreiten wollten, noch 216 fl. 32 ¼ kr., haben aber, Gott ſei Dank! 156 fl. 51 kr.) mehr eingenommen. Dieſe Mehr⸗ einnahme verwandten wir zur Koſtendeckung unſeres Hausbaues, deß halb iſt unſere Kaſſe bis heute auf 45 kr. zuſammengeſchmolzen. Um allen Anforderungen zu genügen, mußten wir noch 37 fl. leihen, die wir ſomit Schulden haben. Um dieſe Schuld nun zu decken und die nothwen⸗ digen Ausgaben im November zu beſtreiten, bedürfen wir 280 fl. und außerdem noch 700 fl. für den Hausbau. Deßhalb müſſen wir aber⸗ mals bitten das Geben nicht müde zu werden, beſonders da der Andrang von Aſpiranten ſich täglich mehrt. Denn abermals ſind 4 neue Blinden aus Mainz, Wolfskehlen und Udenhauſen angemeldet. An Naturalien in Lebensmitteln und Kleidungsſtücken gingen aus Beien⸗ heim, Oſſenheim, Bauernheim, Bruchenbrücken, Fried⸗ berg und Salzhauſen ſchöne Gaben ein, die wir im Jahresberichte einzeln aufführen werden. Für 5 Aktien fanden fich Abnehmer in Fried⸗ berg und Salzhauſen. Wir haben deren noch 92 Stück. Sollten ſich denn nicht noch 92 Menſchenfreunde im Lande finden, von denen uns Jeder noch eine Actie abnähme? Gewiß ſind deren noch mehr, wenn ſie's nur wüßten. Schließlich müſſen wir noch bemerken, daß uns vor einiger Zeit das erſte Legat aus Keſtrich, Kreis Alsfeld, zugegangen iſt. Gott ſegne alle, die uns mit einer Gabe bedachten und noch bedenken werden.

Friedberg den 1. November 1852.

J. P. Schäfer, Vorſteher.

e) 100 fl. haben Ihre Kgiſerliche Hoheit Großfürſtin Cäſarewna, Thronfolgerin von Rußland, allergnädigſt geſchenkt.

Bekanntmachungen von Be⸗

hoͤrden. Dey II. in kannt worden. . deßhalb in dem auf Verſteigerung 8 getragener e 105 aus rangirter anberaumten Liquidatio

um 8 Uhr anfangend, ſoll in der Kloſtercaſerne dahier eine bedeutende Parthie getragener Mon⸗ tirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene Hoſen, Gamaſchen, Unterhoſen, Halsbinden, Hemden, Socken und Schuhe, ſowie ausrangirte Bett⸗Teppiche, gegen gleichbaare Zahlung an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden.

Dieß den Steigliebhabern zur Nachricht und zugleich mit dem Erſuchen an, die Herren Bür⸗ germeiſter der Umgedieſe Verſteigerung, im Intereſſe ihrer Gemeinden, gefälligſt bekannt machen laſſen zu wollen.

Friedberg den 11. November 1852.

In Auftrag:. Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.

In dieſem

eingereicht werdenden Abſchluß eines Butzbach den

(1789) Vormittags

Edictalladung.

(Ass) Gegen den Ortsbürger Georg Niedermörlen iſt Concurs er⸗ Forderungen an denſelben ſind

Freitag den 14. Januar 1853, Vormittags 9 Uhr, nstermine. dung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes von der Maſſe

dahier anzuzeigen und gehörig zu begründen.

Termine ſoll zugleich es ſind daher die etwa

Vollmachten auch auf den

Arrangements auszudehnen.

7. November 1852.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ.

Ebel.

Hofraithe-Verſteigerung. Donnerſtag den 18. November d. 5 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des Bürgers Heinrich Raab dahier, ſtraße gelegene Hofraithe enannt, neben Philipp Ritzel I. öffentlich meiſtbietend unter dem Anfügen ver⸗

verſucht werden, und

deſſen in der Ludwigs⸗

ſteigert, daß bei einem annehmbaren Gebote die Genehmigung alsbald ertheilt werden ſoll. Friedberg den 15. November 1852. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Ein Kochofe n, (1790) nur wenig gebraucht, wird den 18. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, im Pfarrhauſe

dahier meiſtbietend verſteigert. Fauerbach II. den 12. None 8

bei Vermei⸗

die Güte

d.

Dr. Matthias. Main⸗Weſer⸗ Bahn. (1791) Die nachbezeichneten bei dem Bahn⸗ bau entbehrlich gewordenen Geräthſchaften und Materialien ſollen in folgenden Terminen und auf den bemerkten Lagerplätzen durch öffentliche Verſteigerung dem Verkaufe ausgeſetzt werden: Den 22. November d. J., Vormittags 9 Ubr, auf dem hieſigen Bahnhofe:

Harbordt.

zurBlauen Traube 1) 300 Centner Gußeißen, nochmals 2) 340 Schmiedeeiſen, 3) 10,

Meſſing⸗ und Rothguß,