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egte den Lebenspfad des jungen Paares, der ſo eben und vielverſprechend erſchienen war, mit Schwierigkeiten und inderniſſen. Julienne dachte beinahe gar nicht mehr an
ehres Gatten jeweilige Abendausgange, und ſpaßte nicht
einmal mehr darüber, wenn er davon heimkehrte, da ſie in
hrer Gutmüthigkeit längſt gelernt hatte, ſie nur als Aus— welche mit dem gewöhnlichen Ge—
Nachbarin, Madame Margot, in die hübſche Gartenhauswohnung des jungen Paares, um bei einer Taſſe Kaffee mit Madame Folitton zu plaudern. Madame
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Margot hatte zwar eine geläufigere Zunge und etwas mehr Unterhaltungsgabe als Julienne, aber nichts weni⸗ er als eine angenehme oder einnehmende Perſönlichkeit. Ihr ſtechendes Auge und die dünnen Lippen deuteten auf eine lanernde, ſauertöpfiſche, neidiſche Gemüthsart, und in er That galt auch Madame Margot, bei ihren Bekannten für eine recht boshafte und giftige Läſterzunge. Sie hatte ndré ſchon einige Male Abends an ihrem Hauſe vor⸗ übergehen ſehen, wie auf einem einſamen Spaziergang, und da ſie nicht errathen konnte, wohin er zu dieſer Stunde gehe, hatte ſie den Wunſch nicht unterdrücken können, dem jungen Weibchen einmal„auf den Zahn zu fühlen,“ wie es ihr denn auch in ihrer Ehe gehe. Sie hatte niemals den anderen Bekannten beigepflichtet, welche bei Julienne's Verheirathung mit André dem Ehepaare ſo goldene Tage verſprachen; ſie war das gar nicht im Stande. Ihre Gemüthsart hatte ſie ſelber und Monſieur Margot im Eheſtande nicht auf Roſen, ſondern auf Dor— nen und Diſteln gebettet, und ſo behauptete ſie dann hartnäckig, alles Gerede vom Glücke ehelichen Lebens ſeie gur une mauvaise plaisanterie.„Ja, ja,“ pflegte ſie zu ſagen, wenn die Leute von André und ſeiner Frau —»ich wünſche ihnen alles Liebe und Gute, lange gelebt und ſchon zu viel erlebt,
„Glechden de als daß ich denken könnte, ein ſolches Schlaraffenleben
wie das ihrige, könne lange währen. Gebt nur Acht, wir werden Mancherlei zu hören bekommen!“ Und wahrlich beinahe in der Abſicht, ihre Urtheilsprophezeihungen wahr zu machen oder wenigſtens zu beſtätigen, kam Madame Margot mit ihrem ſtechenden Auge und ihrer böſen Zunge auf Kundſchaft in André's Haus. „Wo iſt denn Mr. Folitton? iſt er nicht daheim?- ſie im Verlauf des Geſprächs. 8 „Er iſt ausgegangen,“ verſetzte Julienne, und be⸗ antwortete, als ſie den lauernden Blick der Alten bemerkte, ihre Frage in einer Weiſe, die weiteren Nachforſchungen vorbeugen ſollte. f „Aha, dacht' ich's doch,“ ſagte Mad. Margot;„mir
ſchwante ſogleich, es ſtecke etwas dahinter!“ „André wird bald wieder nach Hauſe kommen,“ ſetzte Julienne hinzu.
„Jenun,“ meinte Mad. Margot, und zuckte die Ach⸗ ſeln mit der Reſignation einer an des Lebens Ungemach gewöhnten Frau,„es iſt ſchön, daß er ſeinem Geſchäfte
fragte
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ſo emſig nachgeht, und es freut mich recht, daß er ſo viel zu thun hat, daß er vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend nicht aus der Arbeit kommt. Das bringt Reich— thum und Muße für ſpätere Zeiten!“
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ich Ihre Taſſe wieder füllen?“ n 0„Ach, Julienne! an Ihrer Hochzeit war Alles voll Jubel und Hoſiannah, meine Liebe, und Sie ſind, wie es ſcheint, recht glücklich und zufrieden, nicht wahr?“
„Allerdings, liebe Frau; André und ich ſind ſehr glücklich und haben dem lieben Gott für manche Segnun— gen zu danken!“ entgegnete Julienne.
f„Es gibt übrigens,“ verſetzte das ſchlaue Weib, Ein Ding, welches Leute ſehr entbehren müſſen, die ihrem Ge— ſchäft nachzugehen haben. Glauben Sie mir, ich und Margot wiſſen es aus Erfahrung, daß das Geſchäftsleben dem häuslichen Glücke ſehr Eintrag thut!“
„In welcher Weiſe denn?“ fragte Julienne einiger— maßen überraſcht, denn Mad. Margot's Erfahrung wollte ihr nicht einleuchten.„Ich kann mir's nicht denken, und weder ich noch André haben je daran gedacht.“
„Ei, ſehen Sie, meine Liebe, wenn man ausgegan— gen iſt, kann man nicht daheim ſein,“ fuhr die lauernde Läſterzunge fort;„und da ich und Margot es ſehr ſchmerz— lich fuͤhlen, daß wir nicht immer bei einander ſein können, ſo bin ich eben der Anſicht, es müſſe Anderen juſt ebenſo gehen. Wir können übrigens, wenn wir nur wollen, unſern Abendſpaziergang mit einander machen, und ich bin über— zeugt, liebe Nachbarin, Sie wären noch einmal ſo friſch und froh, wenn Sie es auch könnten!“
„Ich möchte es auch gerne,“ ſagte Julienne arglos; „da aber André's Zeit ſehr in Anſpruch genommen iſt, darf ich nicht daran denken.— Ich kann gar nicht be— greifen, wohin er Abends geht!“ ſetzte ſie nachdenklich und unbedacht hinzu.
Mad. Margot ſpitzte die Ohren.„Wie, meine Liebe!“ fragte ſie leiſe, als handelte es ſich um irgend ein wichtiges Geheimniß,„wollen Sie damit ſagen, Sie wiſſen nicht, wohin er an mehreren Abenden in der Woche gehe?“
(Fortſetzung folgt.)
Markt Bericht. Friedberg, am 13. Oktober 1852.
Aufgefahren] Verkauft a 5
Gattung wurden wurden ä
(Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 10 10 10— Korn————— Gerſte. 8 8 6 15 SFR 1 4 3 5 Kartoffeln. 80 80 2 35 Erbſen———. Mohnſamen.— 1—.—
Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
UN NN ονι
Güterverſteigerung.
(1639) Montag den 18. Oktober d. 805 Vormittags 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗
boten die
hauſe auf freiwilligen Antrag die zum Nachlaſſe der hier verſtorbenen Johannes Schäfers Eheleute gehörende Hofraithe und Güterſtücke in Friedberger, Fauerbacher und Ockſtädter Gemarkung erbab⸗ theilungs halber öffentlich meiſtbietend unter dem
No. 66, à 100 fl.,
Anfügen verſteigert, daß bei annehmbaren Ge⸗ Genehmigung alsbald ertheilt wird.
Friedberg den 11. Oktober 1852.
Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter
Obligations-Verlooſung.
(1623) Bei heutiger Verlooſung der Uden⸗ heimer Gemeinde⸗Partial⸗Obligationen gezogen und iſt der Bet bei dem Handlungshauſe Herrn J., Lindheimer zu Frankfurt a. M.(vormals Simon Lind⸗
heimer zu Friedberg) am 1. Januar 1853 zu erheben. Udenheim den 27. September 1853. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Zaun.
Obligations-Verlooſung.
(1645) Von den Wörrſtädter Partial⸗Obli⸗ gationen auf Inhaber über je Einhundert Gul⸗ den iſt die No. 65 zur Auszahlung gezogen worden. Der Betrag kann am 31. Dezem⸗ ber 1852, von wo der Zinſenlauf aufhört, ent⸗ weder bei dem Gemeinde-Einnehmer dahier
In Auftrag:
Bender.
wurde Betrag


