Ausgabe 
14.2.1852
 
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er.

ind Bauholz

Pöing berg

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Tanz fortgt, chneten Vor, * Schmidt.

e n. i zu vermie⸗ in der Burg.

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Schminrmeiftet

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Intellig

enz-Vlatt

fuͤr die

Provinz Oberheſſen.

im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg

im Beſonderen.

Sonnabend den 14. Februar

Amtlicher Theil.

Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg

7 2*. 2 an ſämmtliche Gr. Bürgermeiſter resp. Beigeordneten

und Polizei⸗Commiſſaͤre des Regierungsbezirks. Betreffend: Betrügeriſches Collectiren.

Erhaltener Anzeige nach treibt ſich im hieſigen Bezirke ein Menſch herum, der ſich unter allerlei Vorſpiegelungen für einen bevollmächtigten Commiſſär zur Erhebung von Gaben für die Waſſerbeſchädigten in Rheinheſſen und Ba⸗ den falſchlich ausgiebt und ſo, zugleich auf die einſchmei chelndſte Weiſe, das Publikum hintergeht. Derſelbe iſt un gefähr 7 Fuß groß, ſtarker Statur, hat ſchwarze Haare und einen ſchwarzen, kurz geſchnittenen, unter dem Kinn durchlaufenden Bart, trägt einen kurzen Rock mit Jagd knöpfen, auf welchen erhabene Figuren als Hirſche ꝛc. ge prägt ſind; iſt überhaupt nett und ſauber gekleidet.

Sie werden alsdald dieſerhalb öffentliche Bekanntma chung und Verwarnung erlaſſen, auch den Collecteur, falls er betreten wird, anhalten und an uns abliefern.

Friedberg den 9. Februar 1852.

Ou v y i en

Ohenſteilbe. an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Verbeſſerung der Löſcheinrichtungen.

In der in obigem Betreffe von Ihnen gemachten Vor lage haben viele von Ihnen die Anſchaffung von Löſchge räthſchaften beantragt.

Wir weiſen Sie an, in ſo weit die Mittel hierzu vorhanden ſind, die Anſchaffung zu bewirken und da, wo ſolche fehlen, nach Vorſchrift den Credit einzuholen und ſo fort die Anlieferung nach Vorſchrift auszuführen.

Friedberg den 10. Februar 1852.

Du pr i ear.

Miszellen.

Ein Rekrut ſtand zum erſten Mal Schildwache und hatte die Weiſung erhalten, Vorübergehenden drei Mal Werda zuzurufen und falls dieſes ohne Erwiderung blei ben ſollte, ohne Weiteres Feuer zu geben. Als nun der Platzeommandant ſich von dem pünktlichen Dienſtthuen der Schildwachen überzeugen wollte und an unſerem Rekruten vorbei ging, ſchrie dieſer aus vollem Halſe.Drei Mal Werda! Der Commandirende würdigte ihn keiner Ant wort, erſtaunte aber ſehr, als die Schildwache auf ihn zu trat und ihm vermittelſt eines mitgenommenen Feuerzeugs Feuer geben wollte.

Ein Wiener fragte Abends im Wirthshauſe einen eintretenden Bekannten:

Wo waren's?

Im Thioter

Wos hoben's geben?

030 Kreuzer. 10 a

I mein holt, wos hoben's im Thioter geben?

Im Thioter hob ui holt nix geben.

Ei dos is nit zum Aushalten.

Jo dorum bin i auch fortgegangen.

Hören Sie, ſagte ein Gutsherr zu ſeinem Verwal ter,heute Nacht hab' ich einen ſchweren Traum gehabt, mir träumte nämlich, es ſei auf meinen Guͤtern eine furcht bare Viehſeuche ausgebrochen.Ach, erwiderte dieſer ſubmiß,da glaube ich wohl, daß Euer Gnaden Höllenangſt ausgeſtanden haben.

Wie viele Stücke gehören zur Taufe? fragte in der Chriſtenlehre der Pfarrer einen Bauernburſchen.Drei. Was?, ſagte der Pfarrer,kennſt du deinen Kate⸗ chismus nicht beſſer? Es gehören ja nur zwei Stücke, nämlich Waſſer und das Wort Gottes dazu.Herr Pfar⸗ rer, ſagte der Burſche,Sie müſſen doch auch ein Kind haben, wenn Sie taufen wollen.

Als einſt ein Offizier auf der Reiſe in einem Gaſt hofe einkehrte, ſagte der Wirth, welcher den Namen und Stand des Offiziers gern ausforſchen wollte, ohne gerade danach zu fragen, zu demſelben:Ich glaube, Sie ſchon irgendwo geſehen zu haben. Der Offizier wollte ſich mit ihm nicht einlaſſen und antwortete ganz kurz:Wahr⸗ ſcheinlich, denn ich komme oft dahin.