Ausgabe 
13.11.1852
 
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enz latt

fuͤr die 1

Oberheſſen

Zntellig

Provinz

im Allgemeinen,

be ie Kreiſe Sri Vilbel und Ni 1 die Kreiſe Friedberg, Vilbe und Nidda 1 a f 10 ö N 8 wovon im Beſonderen. 0 f ah den 5 9 1 chmittnel f 165 4 nittner. e 89. Sonnabend den 13. November 1852.. ing. 9 N Tonnerſag ö 5 Zweifeln und Befürchtungen war Endlich horte ich, daß

J deſſelden K 5 8 5 E 1 17 1 9 2 m · 1 ch e T 0 E. f die Leute im Hauſe wach wurden; ich ſtand auf, zog mich ehen an, verrichtete meine Morgenandacht und ging dann an 1 1 der! 2 5 1 mein Fenſter, das auf die Arve hinausſah. Ich öffnete 17 ö

13 De f fen t li ch e Na ch r i ch t. es und ſtreckte meinen Kopf hinaus in den Morgennebel, 1

den deen bil- 5 um meine brennende Stirn zu kühlen. Plötzlich öffnete 1 dug u Par⸗ Auf Erſuchen des Kurfürſtlich Heſſiſchen Landraths ſich meine Thür, ich vernahm Tritte eines Mannes, es 9 g vetiſcild zu Hanau vom 3. November d. J. wird hierdurch zur öf- war nicht Herr Robert; eine Hand erfaßte die meinige ö N vember 185) fentlichen Kenntniß gebracht, daß während der HanauerHerr Maunoir! rief ich. 4 N i 2. i a di bi 6 N f i 1 l. e* Erlaubniß 3 Es war viele Jahre her, ſeit er in unſerem Thale 4 0 0 N geweſen; aber der Schall ſeines Ganges, das Berühren 0 Friedberg den 10. November 1852. ſeiner Hand, und das Freie und Gefühlvolle ſeines Weſens ö

Der Großh. Heſſ. Kreisrath ließen mich ihn wiedererkennen. 5 des Kreiſes FriedbergEr iſt es wirklich, ſagte Herr Maunoir mit ſchwan⸗ Müller. kender Stimme zu Einem, der in ſeiner Nähe war; es f Sie erinnern ſich, was

3. erſetzen; Euer Gebrechen iſt nicht erblich. Empfange 1 welches von meinen Segen, Gervais, und Du, meine Eulalie! Danke glaubte, daß er das ewige Jenſeits meinte, wo die Augen 3 4 2 l Gott und träume von morgen, denn das F., das der Blinden ſich öffnen werden und keine Blindheit mehr iſt. 1

n morgen über uns aufgeht, wird ſelbſt für Blinde ſchönMeine Mutter brachte mich, wie gewöhnlich, hierher, 1

8. denn ſeyn. aber Eulalie war noch nicht da; ſie blieb länger aus, als 6

267Eulalie umarmte ihren Vater, dann mich; zum ſonſt. Ich konnte nicht begreifen, wie das zuginge. Mein N

fim u. M. erſten Mal berührten meine Lippen die ihrigen. Dies armer kleiner Puck ging ihr entgegen, kehrte aber bald 14

Am Ende ſing er an ſo heftig zu ö

Bahn für ban

1 1 dernagel.

Der Blinde von Chamouny. Eine Reiſeerinnerung von Charles Nodier. (Fortſetzung.)

Warum ſollte es nicht ſo ſein, wie Ihr wuͤnſcht? ſagte er, und umarmte uns mit mehr als gewöhnlicher Wärme und Innigkeit;warum nicht? Ich bin nicht reich genug, um Euch Diener und Freunde zu verſchaffen. Ihr werdet Kinder haben, die Euch Euren alten Vater

Glück war zu groß; ich glaubte, das Herz, das es nicht faſſen konnte, würde zerſpringen! ich wünſchte in dem Augenblick zu ſterben, aber ach! ich ſtarb nicht. Ich weiß nicht wie Glück auf Andere wirkt, aber mir fehlte Hoff⸗ nung und Ruhe. Ich konnte nicht ſchlafen, oder vielmehr ich verſuchte gar nicht zu ſchlafen; denn es kam mir vor, als ob es eine Vergeudung der Zeit ſei, und eine Ewig⸗ keit ſchien mir nicht lang genug, um das Glück, das mei⸗ ner wartete, zu genießen; beinahe wünſchte ich die Ver⸗ gangenheit zurück, die, obgleich ſie des entzückenden Rauſches

des gegenwärtigen Augenblicks ermangelte, doch frei von

iſt wirklich mein armer Gervais. ich Ihnen über ihn ſagte, Dann legte er ſeine Finger an meine Augenlieder und hielt ſie einige Sekunden lang in die Höhe. Darauf ſagte er:Gottes Wille geſchehe! ... Nun, Sie ſind doch glücklich, nicht wahr, Gervais?

Ja, ſehr gluͤcklich! erwiderte ich,Herr Robert meint, daß ich ſeine Güte gegen mich wohl benutzt habe; ich verſichere Sie, ich kann faſt ſo gut leſen, wie Einer, der ſehen kann; und vor Allem, Eulalie liebt mich.

Sie wird Sie wo möglich noch mehr lieben, wenn ſie eines Tages im Stande ſein ſollte, Sie zu ſehen.

Mich zu ſehen, ſagten Sie? erwiderte ich; ich

ohne ſie zu mir zurück. bellen und ſo ungeduldig an der Bank auf und nieder zu ſpringen, daß ich überzeugt war, ſie müſſe mir nahe ſein, obgleich ich ſie nicht hören konnte. Ich ſtreckte meine Arme nach der Richtung aus, wo ſie kommen mußte, und alsbald fühlten meine Arme den Druck ihrer Hände. Herr Robert hatte ſie nicht, wie er pflegte, begleitet, und da überzeugte ich mich ſogleich, daß ſeine Abweſenheit und Eulaliens ſpäteres Eintreffen an unſerm Lieblingsplatze der Anweſenheit von Fremden im Schloſſe zuzuſchreiben war. Sie werden es ſehr auffallend finden, weun ich