nbigen,
„8.. — Tunitatz
. D * conug Ban
Stad
kir
e: 8 Baur. ch 7 artet Sail
Vurgkirche 1
ter Sell
3
198 „57 g 9 80 54 58.39 9312 1157 1 45½¼ 2 21⁊7N85 * 14 79
U — — 1
—
Taxe berg und Butzla 15. Oktober.
— dried⸗ Biß berg. bach
.
Intelligenz-Vlatt
fuͤr die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Vilbel und
im Beſonderen.
Nidda
MM 80.
Mittwoch den 13. Oktober
1852.
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche
„ Rentamtmann des Rentamtes Friedberg
an die Gr. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Erndteertrag von 1852. Zu der jährlich Seitens des hieſigen Rentamts ein⸗
diesjährigen Erträge von 1) Korn, 2) Waizen, 3) Gerſte, ) Hafer, 5) Kartoffeln, 6) Oelgewächſen, 7) Kraut und Rüben, 8) Flachs und Hanf, 9) Wicken und Erbſen, dann 10) Heu, Grummet und Klee, erforderlich.
5 5 Ich erſuche Sie, ſelbige nach der Ihnen bekannten, höheren Orts gegebenen Vorſchrift, mit Einhaltung obiger Reihefolge, innerhalb 14 Tagen anher einzureichen und ſich zugleich darüber zu äußern: ob ſich die Kartoffelkrankheit und in welchem Grade wieder zeigt, und ob deren Fort⸗ ſchreiten in beſorglicher Weiſe zu befürchten; ſteht.
Friedberg den 8. Oktober 1852. Bu ß.
e Erndte⸗Ertrags⸗Ueberſicht ſind die Angaben der
Bekenntniſſe eines Advokaten. III. Jane Eccles. (Schluß)
Der würdige Geiſtliche wollte eben mit einer ſtum⸗ men Geberde kummervollen Mitleids und Bedauerns die Zelle des Gefangenen verlaſſen, als dieſer ihn ſelber zu— rückzuhalten ſuchte.„Bleiben Sie doch gefälligſt hier, Sir, ſagte erz„ich babe mir's beſſer erwogen und halte es für beſſer, wenn Sie hier verweilen. Die Angaben, welche ich jetzt zu machen habe, können nicht Zeugen ge— nug haben, um des guten Rufes und der Freunde willen, welche das arme Opfer gehabt hat. Sie erinnern ſich wohl Beide noch an Jane Eccles 2, Ein Schrei der Ueber⸗ raſchung, welcher uns Beiden entfuhr, gab ihm die erfor⸗
1 05
20— 20*
0 5 164— 16 emen
ichen Bütherme“ ehen u
derliche Antwort, und er fuhr fort:„Aha! Sie errathen wohl ſchon die Wahrheit, wie ich ſehe! Jenun, ich wundere mich nicht darüber, daß Sie vor mir zurückbleiben und blaß werden! Es war eine ſcheußliche, und grauſame That von mir,— ein ſo niederträchtiger Mord, als nur jemals einer begangen wurde. Ich will Ihnen, wenn Sie mich nicht unterbrechen wollen, in möglichſt wenigen Worten meinen Antheil an dieſem abſcheulichen Gewerbe und
ſeinen Folgen erzählen!“ Er ſprach ſehr ſchnell, und mehremale während der kurzen Erzählung erriethen ſe in feuchtes Auge und die unſichere Stimme Regungen in ſeinem Gemüthe, welche ſein Stolz gerne verheimlicht haben würde.
„Jane und ich ſind Beide aus Hertfordſhire gebürtig,“ hub er an,„und unſere Heimath liegt nur wenige Acker⸗ langen auseinander. Ich kannte ſie von Kindheit auf; ſie lebte damals in beſſeren, ich in ſchlimmeren Verhältniſſen, als dieſe ſich ſpäter geſtalteten— die ihrigen durch den Bankerutt ihres Vaters, die meinigen durch die Heirath meiner Mut—— der Mrs. Barton mit einem reichen Manne. Sie war neunzehn, ich vierundzwanzig Jahre alt, als ich vom Lande nach London kam. Daß ſie mich mit all der Gluth eines vertrauenden jungfräulich-argloſen Gemüthes liebte, wußte ich, und hatte ſchon vor geraumer Zeit die Ueberzeugung gewonnen, daß ſie nur eines ehr⸗ daren Mannes Weib werden konnte, oder lieber unverhei— rathet bleiben würde. Ich war nun allerdings nicht der rechte Gatte für ſie, und begab mich, wie ſchon vorhin erwähnt, etwa um dieſe Zeit nach London. Das Uebrige werden Sie ſich ſchon ſelber denken können. Wir — de h. ich und meine Spießgeſellen— waren in Ver⸗ legenheit um Helfershelfer, die unſere Waaren in Kurs brachten, und zugleich in dringender Geldnoth. Da traf ich Jane Eccles zufällig. Hübſch, artig, von einnehmendem Aeußern und gewinnenden Manieren, war ſie ganz geeig⸗ net für unſern Zweck. Ich heuchelte ihr wieder erwachte Liebe, trug ihr die Ehe an und eine Heimath jenſeit des Oceans, ſobald einige unbedeutende aber mühfſame Ge— ſchäftsangelegenheiten, die mich für den Augenblick beengten erledigt und geſchlichtet ſeyen. Sie glaubte mir. Ich ließ durch ſie unter verſchiedenen Vorwänden eine bedeutende Summe Banknoten der Bank von England umſetzen und wechſeln; aber ſie hatte nicht die mindeſte Ahnung davon, daß es gefälſchte waren, und konnte auch keinen Argwohn hierüber ſchöpfen. Die Kataſtrophe kennen Sie. Nach ihrer Verhaftung beſuchte ich ſie im Gefängniß als ihr Bruder, und ſchwellte ihr Herz bis zum letzten Augenblick mit Vorſpiegelungen von gewiſſer Verzeihung und Los⸗ laſſung, wie auch immer der Wahrſpruch der Geſchworenen ausfallen möge; ich gaukelte ihr vor, wie ich dieß durch meinen reichen Stiefvater erzielen könne, wie wir dann unmitelbar darauf uns verheirathen und nach unſerer ruhigen Heimath in Amerika ziehen würden... Ich brauche Ihnen wohl nicht mehr zu ſagen. Sie vertraute
———


